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Ingrid Mayer-Dörfler, 4.2 Lebensperspektiven 50plus in:

Hendrik Jürges, Johannes Siegrist, Matthias Stiehler (ed.)

Männer und der Übergang in die Rente, page 253 - 258

Vierter Deutscher Männergesundheitsbericht der Stiftung Männergesundheit

1. Edition 2020, ISBN print: 978-3-8379-3023-8, ISBN online: 978-3-8379-7704-2, https://doi.org/10.30820/9783837977042-253

Series: Forschung Psychosozial

Bibliographic information
253 4.2 Lebensperspektiven 50plus Ingrid Mayer-Dörfler Zusammenfassung »Lebensperspektiven 50plus« ist ein Angebot von Einzelcoaching und Seminaren für Berufstätige, die auf den Übergang in die Rente vorbereiten. Sie werden sowohl als offene Seminare als auch über Firmen angeboten. Zentrales Anliegen ist, dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den anstehenden Herausforderungen des Renteneintritts auseinandersetzen, ihre Chancen und Risiken erkennen und eigene Überlegungen entwickeln, wie sie den Übergang in die Rente positiv für sich gestalten können. Life Perspectives 50plus »Lebensperspektiven 50plus« (»Life Perspectives 50plus«) offers individual coaching and group seminars for professionals preparing for the transition into retirement. The trainings are available as public seminars but also through companies. Central aim is to encourage participants to confront themselves with the upcoming challenges of retirement, to discover their own chances and risks and to develop individual approaches to positively influence the transition towards retirement. Seit nunmehr knapp 15  Jahren gebe ich Seminare zum Übergang in den Ruhestand, begleite Einzelpersonen (vorwiegend Führungskräfte) im Einzel- Coaching und halte Vorträge zu diesem Thema. Dabei habe ich festgestellt, dass sich der Blick auf die Phase des Ruhestandes bei den vorwiegend männlichen Teilnehmern verändert hat. Wurde zu Beginn meiner Tätigkeit diese Phase als eine Fortführung des bisherigen Lebens mit wenigen Herausforderungen betrachtet, für die man keine Vorbereitung braucht, so beschäftigt man sich heute viel intensiver mit diesem Lebensabschnitt. Dies hat sicher auch damit zu tun, dass in den Medien die Chancen und vor allem Risiken mehr thematisiert werden, was der großen Leserschaft der Babyboomer geschuldet sein dürfte. Es gilt, aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung, 20 bis 30 Jahre sinnvoll zu gestalten. Dafür gibt es in den Generationen der Eltern oder gar Großeltern kaum Vorbilder. Die Phase des Ruhestands hat vor allem für die Babyboomer eine besondere Bedeutung, da die zukünftigen Ruheständler z. T. sehr große Erwartungen an diese neue »Zeitfreiheit« haben. Ein großer Teil der Männer ist froh, endlich dem beruflichen Druck zu entkommen. Viele fühlen sich dem Zeit- und Leistungsdruck nicht mehr gewachsen und stehen vor allem organisatorischen Veränderungen skeptisch gegenüber. Man hat zu viele Umstrukturierungen erlebt. Teilweise fühlt man sich zu wenig wertgeschätzt, besonders dann, wenn die Teilnehmer viele Jahre (zum Teil das gesamte Arbeitsleben) im selben Unternehmen tätig waren. Die Unternehmenskultur hat sich verändert, man erinnert sich mit Wehmut 254 Ingrid Mayer-Dörfler daran, als das Unternehmen noch wie eine »Familie« war. Gibt es keinen Nachfolger für die Stelle, so besteht auch wenig Möglichkeit, den großen Erfahrungsschatz weiterzugeben. Die Mitarbeiter fragen sich, welchen Stellenwert ihre Arbeit hat, wenn diese auf die anderen Kollegen und Kolleginnen verteilt wird bzw. diese Arbeit niemand mehr übernimmt. Für viele ist das Ziel »möglichst schnell aus dem Arbeitsprozess auszuscheiden« so dominierend, dass sie sich mit den Veränderungen, die dieser Schritt zwangsläufig mit sich bringt, wenig beschäftigen, sehr wohl aber mit den Vorteilen. Wie erreichen die Seminar- und Coach ingangebote die Kunden? Die meisten Anfragen kommen über die Homepage im Internet. Das gilt sowohl für die Firmen als auch für die offenen Seminare und das Einzel-Coaching. Die Inhouse-Seminare werden über das firmeninterne Intranet ausgeschrieben bzw. die Personalabteilungen laden die potenziellen Ruheständler persönlich ein. Dies ist vor allem dann empfehlenswert, wenn das Seminar zum ersten Mal angeboten wird. Von einem sehr großen Teil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird das Angebot als persönliche Wertschätzung empfunden. Von einzelnen Teilnehmern höre ich, dass sie sich für den Besuch des Seminars vor Kollegen und Führungskräften rechtfertigen müssen. »Braucht man dafür ein Seminar? Ich hätte so viel zu tun, da würde es mir bestimmt nicht langweilig, ich wäre froh, wenn ich in Ruhestand gehen könnte.« Vor allem jüngere Vorgesetzte haben dafür weniger Verständnis. Der Übergang in den Ruhestand wird – vor allem von Männernhäufig unterschätzt bzw. es herrscht die Vorstellung, dass alle Probleme gelöst sind, wenn man erst nicht mehr fremdbestimmt ist und sich die Zeit überwiegend selbst einteilen kann. Das genau dies ein Problem darstellen kann, weil man nicht gewohnt ist, soviel freie Zeit selbst zu strukturieren, wird dabei nicht gesehen. Es klingt verheißungsvoll – ein nicht endender Urlaub! Dass dafür nicht jeder geschaffen ist, wird dabei übersehen. Das Angebot der offenen Seminare nehmen vorwiegend Frauen und Führungskräfte aus mittelständischen Unternehmen wahr. Das Einzel-Coaching wird hauptsächlich von männlichen Führungskräften in Anspruch genommen. Auffällig ist, dass die Teilnehmer entweder von weiblichen Personalverantwortlichen angemeldet werden, die Handlungsbedarf sehen, oder von den Partnerinnen, die Befürchtungen haben, dass sich beim Partner Probleme beim Übergang in den Ruhestand ergeben könnten. Fragt man zu Beginn des Seminars die Erwartungen an das Seminar ab, so bekommt man Antworten wie ➣ »… hat mir ein Kollege empfohlen« ➣ »…  möchte Informationen, worauf ich achten soll« ➣ »…  keine besonderen Erwartungen, lasse mich überraschen, da ich mich schon mit dem Thema beschäftigt habe; vielleicht habe ich auch etwas unberücksichtigt gelassen« ➣ »… habe bei einem Kollegen erlebt, dass er nach dem Eintritt in den Ruhestand in ein Loch gefallen ist, das möchte ich unbedingt vermeiden, deshalb bin ich hier«. Die wenigsten Teilnehmer sprechen Befürchtungen an! Darüber zu sprechen, scheint zu Beginn in einer Gruppe schwer zu fallen. Im Laufe des Seminars, wenn eine vertraute Atmosphäre hergestellt wurde, wird im Austausch mit den Kollegen sehr wohl über Befürchtungen gesprochen. Diese sind etwa: 255 4.2 Lebensperspektiven 50plus ➣ Konflikte in der Partnerschaft wegen der Aufgabenverteilung und den unterschiedlichen Erwartungen an den neuen Lebensabschnitt, ➣ keine sinnvolle Aufgabe zu finden, ➣ zu wenig Kontakte außerhalb des beruflichen Umfeldes und der Wegfall eines großen Teils dieser Kontakte nach dem Eintritt in den Ruhestand, ➣ krank zu werden und all die Vorhaben nicht mehr umsetzen zu können. Die finanzielle Situation haben die meisten Teilnehmer und Teilnehmerinnen geklärt, eine Renten- und Pensionsberatung wurde in Anspruch genommen. So wird diese in den Seminaren meist nur am Rande thematisiert. Für die Rentenberatung gibt es zurzeit, aufgrund der vielen Anfragen, lange Wartezeiten. Was sind die großen Herausforderungen für die nachberufliche Lebensphase und den Übergang? Zum einen ist es die teilweise Auflösung der gewachsenen Beziehungen im beruflichen Kontext und der Aufbau von neuen Beziehungen in anderen Lebensbereichen. Zum anderen ist es die Verlagerung des Lebensmittelpunktes in den häuslichen Bereich mit all den Herausforderungen, die dies für Partnerschaft/Familie bzw. für Singles bringt. Außerdem wollen ca. 2000  Stunden jährlich, die durch den Wegfall der Berufstätigkeit frei werden, neu strukturiert und gestaltet werden. Für die wegfallende Berufstätigkeit soll echter Ersatz geschaffen werden. Vor allem von Führungskräften des höheren Managements wird befürchtet, dass der gesellschaftliche Status als Rentner sinkt. Für den Erhalt psychischer und physischer Gesundheit muss mehr Zeit investiert werden. Es gilt, einen eigenen Zeitrhythmus zu finden und soziale Kompetenzen erweitern, um diesen Übergang gut zu bewältigen. Die Seminarinhalte sind auf diese Herausforderungen und die Methoden auf die Zielgruppe abgestimmt. In meist 2-tägigen Präsenzseminaren setzen sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen intensiv mit diesen Themen auseinander. Sie erkennen die Chancen und Möglichkeiten, die der neue Lebensabschnitt für sie persönlich bietet und welchen Herausforderungen sie sich ggf. stellen müssen. Sie entwickeln dafür individuelle Lösungsansätze und planen erste Schritte oder Maßnahmen. Neben einem ausführlichen Trainerinput werden die Themen in Kleingruppen im kollegialen Austausch diskutiert und/oder anhand von Fragen oder Übungen in Einzelarbeit vertieft. Dies gewährleistet, dass zu jeder Zeit die Privatsphäre gewahrt wird. In welchem Umfang und in welcher Tiefe die Themen bearbeitet und diskutiert werden, bleibt dem/der Einzelnen überlassen. Ich bin immer wieder überrascht, wie viel Persönliches die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in den Kleingruppen besprechen. Die meisten Teilnehmer haben erste Ideen für die Gestaltung des Ruhestands. Viele wollen mehr und länger verreisen, mehr Zeit für Hobbys und sportliche Aktivitäten haben, Wohnung und Garten (neu) gestalten, Räume entrümpeln – kurz all die Dinge tun, für die man bisher zu wenig Zeit hatte. Spricht man darüber – und die Teilnehmer machen sich bewusst, welche ihrer Bedürfnisse durch den Verlust der Arbeitsrolle kompensiert werden sollten  – wird vielen klar, dass Hobby, Sport und Reisen diese nur zum Teil erfüllen können. Ehrenamtliches Engagement in Vereinen, sozialen Einrichtungen usw. wird in Erwägung gezogen, doch von den meisten wegen der zeitlichen Einschränkungen erstmal verworfen. Man will unabhängig, frei sein! Ist die »Honeymoon- Phase« (nach R. C. Atchley) erst mal 256 Ingrid Mayer-Dörfler vorüber, konkretisieren sich diese Erwägungen. Wichtig ist, dass Aufgaben gefunden werden, welche die Bedürfnisse, die für die Arbeit wichtig waren, befriedigen und die in angemessener Weise fordern. Zu den Möglichkeiten eines Ehrenamtes finden sich im Internet viele Informationen. In vielen Kommunen gibt es spezielle Beratungsstellen für die ehrenamtliche Tätigkeit, und in größeren Städten wie München, Hannover, Hamburg oder Nürnberg gibt es Freiwilligenmessen und -börsen, auf denen man sich unverbindlich informieren kann. Eine berufliche Neuausrichtung ist aus meiner Erfahrung tendenziell die Ausnahme, eher wird eine Fortführung der bisherigen Tätigkeit in Projekten oder in Teilzeit gewünscht. Bedauerlicherweise ist das Blockmodell für die Altersteilzeit weit verbreitet, wäre doch das Teilzeitmodell für einen gleitenden Übergang zu favorisieren. Wie schon erwähnt, wird die Verlagerung des Lebensmittelpunktes in den häuslichen Bereich als große Herausforderung gesehen. Nachdem sich die Wege täglich früh getrennt hatten, die Rollen im Haushalt und Garten verteilt waren, muss jetzt vieles neu verhandelt werden. Dies gilt vor allem dann, wenn das Paar eine traditionelle Rollenverteilung gelebt hat und nun der Partner, der in Ruhestand geht, sich in Bereiche einmischt, die vorher nicht in seinen Zuständigkeitsbereich gefallen sind. Bei Paaren, bei denen ein Partner noch arbeitet, kann die Erwartung bestehen, dass der Partner, der nun Zeit hat und zu Hause ist, die Hausarbeiten erledigt. Wichtig sind Verständnis und Toleranz gegenüber dem Partner, der sich in der neuen Rolle des Ruheständlers und in der Situation des Überganges befindet. Die Phase des Übergangs ist ein Prozess und kann deutlich länger dauern als von allen gedacht. Es gilt, miteinander zu sprechen – über die Erwartungen, über die Freiräume und die Bedürfnisse. Da die Kinder bei den meisten bereits das Elternhaus verlassen haben, ergibt sich nicht nur durch den Eintritt in den Ruhestand eine neue Partnerschaftssituation. Es bietet sich die Chance, den Partner oder die Partnerin neu zu »entdecken« und die Beziehung anders zu gestalten. Wünschenswert ist es, wenn die Partner und Partnerinnen ebenfalls am Seminar teilnehmen und für die Risiken und Chancen des Übergangs sensibilisiert werden. Schließlich sind auch sie betroffen. Wohnen Enkelkinder in der Nähe, so besteht häufig der Wunsch, Zeit mit ihnen zu verbringen  – hatte man doch, meist aus beruflichen Gründen, zu wenig Zeit für die eigenen Kinder. Auch hier gilt es, die Erwartungen der Kinder in Bezug auf die Betreuung der Enkel zu klären. Bei Männern bestehen die sozialen Kontakte häufig aus der Beziehung zu Arbeitskollegen, dies gilt vor allem dann, wen sie beruflich sehr engagiert sind bzw. sich viel auf Geschäftsreisen befinden und wenig Zeit haben, private Kontakte zu pflegen. Da sich nach dem Eintritt in den Ruhestand berufliche Kontakte ver- ändern werden, ist es wichtig, sich bewusst zu machen, welche Kontakte aufrechterhalten, welche intensiver gestaltet werden sollen, wie und wo man neue knüpfen möchte. Dabei geht es nicht um die Quantität der Beziehungen, sondern um die Qualität. Freundschaften und Bekanntschaften tragen sehr viel zum Wohlbefinden bei. Nicht wenige Seminarteilnehmer erkennen, dass in diesem Bereich Handlungsbedarf besteht und vernetzen sich – bereits im Seminar – mit den Kollegen über WhatsApp oder Facebook. Manchmal wird geplant, sich nach einer gewissen Zeit zu treffen und zu sehen, 257 4.2 Lebensperspektiven 50plus was aus den Plänen für den Ruhestand geworden ist oder man stellt fest, dass es gemeinsame Interessen gibt, und verabredet sich zu gemeinsamen Aktivitäten. Für die meisten Teilnehmer ist der Erhalt bzw. die Stabilisierung der Gesundheit wichtig. Wissenschaftlich ist unbestritten, dass ausreichende Bewegung, eine gesunde Ernährung, soziales Engagement und die Bereitschaft, Neues zu lernen und geistig aktiv zu bleiben, zur Gesunderhaltung bis ins hohe Alter beiträgt. Es gibt Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die sich zu Beginn des Ruhestandes einem Gesundheitscheck unterziehen und darauf aufbauend ein Sportprogramm planen. Die Möglichkeit, über sportliche Aktivitäten auch soziale Kontakte pflegen zu können, kann so manchen Bewegungsmuffel motivieren. Das Argument »Keine Zeit für Sport zu haben« gilt im Ruhestand nicht mehr. Die meisten machen sich auch bewusst, wie wichtig es ist, sich geistig fit zu halten. Ideen dazu sind u. a. neue Sportarten lernen, Tanzen, ein Studium aufnehmen, Sprachen lernen, Gehirnjogging – kurz: sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen und lebenslang zu lernen. Dass Altern ein individueller Prozess ist, kann man sehr gut an den Teilnehmern sehen. Die einen sind noch voller Tatendrang und Pläne und wirken in ihrem Habitus dynamisch, jugendlich. Andere wiederum sind bereits durch Krankheit gezeichnet oder fühlen sich alt, die Erwartungen an die restliche Lebenszeit sind gering. Es ist wichtig, sich mit den eigenen Altersbildern auseinanderzusetzen: Ist der Blick nur auf die Defizite gerichtet, oder sieht man auch die Kompetenzen, die sich mit dem Alter nicht verringern, sondern sogar zunehmen? Angebote, wie der Ruhestand sinnvoll gestaltet werden kann, gibt es genug. Die Kunst ist, aus den vielen Möglichkeiten das für sich Richtige auszuwählen. Der Übergang ist ein Prozess und dieser kann gut genutzt werden, um Neues auszuprobieren und wieder zu verwerfen, wenn es nicht passt. Das eigene Tempo zu finden, wenn man nicht mehr fremdbestimmt ist; sich zu überlegen, was das Wesentliche für das eigene Leben ist; sich Ziele zu setzen für die nächsten Jahre. Es wird darauf ankommen, wie sehr es gelingt, das Leben den veränderten Lebensbedingungen anzupassen. Ein Seminarangebot bietet die Möglichkeit, sich strukturiert mit den unterschiedlichen Facetten des Übergangs und der Ruhestandsphase zu beschäftigen. Ein umfangreiches Handout ergänzt die Themen, sodass auch zu einer späteren Zeit damit gearbeitet werden kann. Die Angebote zum Übergang in den Ruhestand werden von fast allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen sehr positiv bewertet, das mag aber auch daran liegen, dass nur Teilnehmer ins Seminar oder Einzel-Coaching kommen, die sich mit dem Ruhestand auseinandersetzen wollen und offen sind für Unterstützungsangebote. Ingrid Mayer-Dörfler Ausgeübte Tätigkeit: freiberufliche zertifizierte Demografieberaterin, Trainerin und systemischer Coach Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Demografieberatung für Klein- und Mittelständische Unternehmen, Seminare und Coaching zu den Themen »Übergang in den Ruhestand« und »Generationenmanagement« Adresse: Lebensperspektiven50plus, Holbeinstr. 9, 84518 Garching E-Mail: ingrid@mayer-doerfler.de

Chapter Preview

Schlagworte

Rente, Pension, Männergesundheitsbericht, Männergesundheit, Männer, Lebensqualität, Gesundheit, Gesellschaft, Geschlechterforschung, Alter

References

Zusammenfassung

Bis zum Jahr 2050 wird es etwa 23 Millionen über 65-Jährige in Deutschland geben. Dadurch wird es gesellschaftlich wie individuell zunehmend notwendig, gute Voraussetzungen für das Rentenalter als Lebensphase zu schaffen. Um es bei guter Gesundheit und Lebensqualität zu verbringen, sollte bereits die Zeit vor dem Übergang zur Vorbereitung genutzt werden. Insbesondere Männer, die sich oft stark mit ihrer Berufstätigkeit identifizieren, sind gefordert, ein hohes Gesundheitspotenzial und gute soziale Bedingungen verantwortungsbewusst aufzubauen.

Der Vierte Deutsche Männergesundheitsbericht setzt bei einer fundierten Bestandsaufnahme der Situation der Männer zwischen 55 und 74 Jahren an. Aus ihr ergeben sich wichtige Themen für die Politik, für die Soziale Arbeit und für den gesellschaftlichen Diskurs insgesamt: die Situation der Erwerbsarbeit zehn Jahre vor der Berentung, die Übergangsphase sowie gesundheitsfördernde Projekte für Männer vor und nach dem Renteneintritt.

Mit Beiträgen von Doris Bardehle, Eric Bonsang, Daniela Borchart, Martina Brandt, Jennifer Burchardi, Christian Deindl, Dina Frommert, Freya Geishecker, Siegfried Geyer, Stefan Gruber, Felizia Hanemann, Hans Martin Hasselhorn, Moritz Hess, Jens Hoebel, Hanno Hoven, Rainer Jordan, Hendrik Jürges, Theo Klotz, Adèle Lemoine, Michal Levinsky, Howard Litwin, Peggy Looks, Thorsten Lunau, Ingrid Mayer-Dörfler, Anne Maria Möller-Leimkühler, Niels Michalski, Bernhard Mühlbrecht, Laura Naegele, Nikola Ornig, Kathleen Pöge, Jean-Baptist du Prel, Gregor Sand, Alina Schmitz, Johannes Siegrist, Stefanie Sperlich, Anne Starker, Matthias Stiehler und Morten Wahrendorf

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Rente, Pension, Männergesundheitsbericht, Männergesundheit, Männer, Lebensqualität, Gesundheit, Gesellschaft, Geschlechterforschung, Alter