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Doris Bardehle, 1.4 Vorzeitige Sterblichkeit in:

Hendrik Jürges, Johannes Siegrist, Matthias Stiehler (ed.)

Männer und der Übergang in die Rente, page 57 - 66

Vierter Deutscher Männergesundheitsbericht der Stiftung Männergesundheit

1. Edition 2020, ISBN print: 978-3-8379-3023-8, ISBN online: 978-3-8379-7704-2, https://doi.org/10.30820/9783837977042-57

Series: Forschung Psychosozial

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57 1.4 Vorzeitige Sterblichkeit Doris Bardehle Zusammenfassung Die Verbesserung der Gesundheit von Männern im Lebenslauf erfordert die Verwirklichung des Gleichstellungsansatzes zwischen den Geschlechtern. Der Unterschied von 4,8 Jahren in der Lebenserwartung zuungunsten der Männer im Jahre 2017 lässt erkennen, dass die Ursachen der verringerten Lebenserwartung von Männern teilweise noch nicht systematisch untersucht wurden und demzufolge unzureichend reduziert werden können. Das Regionalbüro Europa der WHO hat zusätzlich zum Männergesundheitsbericht aus dem Jahre 2018 ein Strategiekonzept entwickelt. Entsprechend den nachhaltigen Gesundheitszielen der UN (Sustainable Development Goals (SDG)) liegt eines der Schwerpunktziele in der Reduzierung der vorzeitigen Sterblichkeit von Männern, die den Hauptfaktor der schlechteren Lebenserwartung der Männer gegenüber den Frauen darstellt. In Deutschland zählt zu den führenden Indikatoren zur Nachhaltigen Entwicklung auf Platz 1 die vorzeitige Sterblichkeit nach Geschlecht. In dem vorliegenden Beitrag wird die vorzeitige Sterblichkeit der Männer in Deutschland im Vergleich zu den Frauen für die Jahre 2010 und 2015–2017 aus Daten der Mortalitätsstatistik aufgearbeitet. Es werden Vergleiche nach 5-Jahres-Altersgruppen vor und nach der Rente vorgenommen. Das Ziel für Deutschland, bis zum Jahre 2030 eine vorzeitige Sterblichkeit (1–69 Jahre) von 190 je 100.000 Männer bei einem gegenwärtigen Stand von 288 Todesfällen je 100.000 Männer (2015) zu erreichen, wird kritisch hinterfragt. Brauchen wir für Deutschland eine Strategie zur Verbesserung der Männergesundheit wie von der WHO empfohlen und wie dies in einigen Ländern bereits praktiziert wird (z. B. Irland, Australien)? Auf Grundlage der Datenanalyse sollen Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, unter Berücksichtigung bereits bestehender Bemühungen der Gendermedizin, von Männernetzwerken und NGOs in Deutschland die Gesundheit von Männern zielgerichtet zu verbessern. Premature Mortality Improving men’s health in the life course requires the implementation of the gender equality approach. The difference of 4.8 years in life expectancy to the detriment of men in 2017 indicates that the causes of reduced life expectancy for men are in part not yet scientifically proven and can therefore not be reduced sufficiently. WHO/Europe has developed a strategic concept in addition to the Men’s Health Report 2018. In line with the UN Sustainable Development Goals (SDGs), one of the key objectives is to reduce premature mortality among men, which is the main factor in the lower life expectancy of men compared to women. Among the leading indicators of sustainable development in Germany, premature mortality by gender ranks first. In this paper, the premature mortality of men in Germany, compared to that of women for the years 2010 and 2015–2017, is analysed on the basis of mortality statistics data. Com- 58 Doris Bardehle parisons by 5-year age groups before and after retirement are made. The goal for Germany to reach a premature mortality rate (1–69 years) of 190 in 100,000 men by 2030, at the current level of 288 deaths per 100,000 men (2015), is critically questioned. Do we need a strategy for Germany to improve men’s health as recommended by the WHO and already practiced in some countries (e.g. Ireland, Australia)? There are efforts by gender medicine, men’s networks and NGOs in Germany to improve men’s health in a targeted manner, which will be included in the recommendations for action resulting from the data analysis. Einleitung und Methodik Die Vereinten Nationen und die WHO Europa fordern in gesundheitspolitischen Resolutionen dazu auf, die vorzeitige Sterblichkeit von Männern und Frauen durch geeignete Maßnahmen zu verringern [1–4]. Auch in Deutschland wurde 2017 eine Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen, die dieses Ziel mitenthält [5]. Es wird gefordert, die vorzeitige Sterblichkeit an nicht übertragbaren Krankheiten durch Prävention und Behandlung bis zum Jahr 2030 für beide Geschlechter um ein Drittel zu senken [5]. Kardiovaskuläre Erkrankungen, Krebs, Diabetes und chronische Atemwegserkrankungen sind die wichtigsten nicht übertragbaren Krankheiten im Rahmen der vorzeitigen Sterblichkeit, hinzu kommen tödliche Unfälle, die auch vorsätzliche Selbstbeschädigung (Suizid) einschließen. Diese Kennziffer wird international auf die unter 70-jährige Bevölkerung berechnet, entweder auf die 1–69-Jährigen oder auf die 0–69-Jährigen. Die Kennziffer wird  – als Anzahl aller Todesfälle im Alter von 0–69 Jahren berechnet – bezogen auf eine altersstandardisierte Bevölkerung [6]. In diesem Beitrag soll anhand aktueller amtlicher Daten untersucht werden, in welchem Umfang sich die vorzeitige Sterblichkeit bei Männern im Vergleich zu Frauen in Deutschland im Zeitraum von 2010 bis 2017 verändert hat. Zudem sollen für jeweils 5-Jahres-Altersgruppen die altersspezifischen Veränderungen ermittelt werden. Hierzu wurden die vom Statistischen Bundesamt publizierten Mortalitätsdaten und Daten der durchschnittlichen Bevölkerung nach Geschlecht und Altersgruppen verwendet. Bis zum Jahr 2015 konnte als Datenquelle das Themenheft Todesursachen  [7] genutzt werden. Ab 2016 standen entweder Tabellen zur Todesursachenstatistik von www.gbe-bund.de zur Verfügung oder Auswertungen aus der Datenbank www. genesis.online  [8]. Es wurden alle Verstorbenen von 0–69 Jahren in die Analyse der vorzeitigen Sterblichkeit einbezogen, demnach sind auch die verstorbenen Säuglinge in den Daten enthalten. Die Altersgruppen 1–14 werden seit 2016 als Gruppe in der Datenbank Genesis online geführt, sodass die Berechnungsroutinen angepasst werden mussten. Die Altersstandardisierung erfolgte auf die Europa-Standardbevölkerung. Mit einer zusätzlichen Fragestellung, die speziell im Rahmen des vorliegenden Berichts bedeutsam ist, wurde die Mortalität von Männern im Zeitraum 10 Jahre vor und 10 Jahre nach Berentung untersucht. Ergebnisse Analyse der Vorzeitigen Sterblichkeit in den Jahren 2010 und 2015–2017 in Deutschland Von 2010 bis 2017 ist ein Rückgang der vorzeitigen Sterblichkeit zu verzeichnen, der bei den Männern ein schnelleres Ab- 59 1.4 Vorzeitige Sterblichkeit sinken der standardisierten Mortalitätsrate verursachte als bei den Frauen. In den Altersgruppen von 30 bis 39 Jahren ist das Absinken der Mortalitätsraten bis 2017 geringer ausgefallen. Ab dem Alter von 60  Jahren verringert sich die Diff erenz der Mortalitätsraten von 2010 bis 2017 auf 2 % (s. Tab.  1). Die altersstandardisierte Mortalitätsrate sank von 301,9 je 100.000 Männer (0–69 Jahre) im Jahre 2010 auf 277,3 im Jahre 2017 (s. Tab. 1). 128.199  Männer verstarben vor dem 70. Geburtstag, das entspricht 31,4 % der gesamten männlichen Bevölkerung des Jahres 2017. Bei Frauen ist ein langsameres Sinken von 158 je 100.000 Frauen im Jahre 2010 auf 151,3 je 100.000 Frauen im Jahre 2017 zu verzeichnen. Die durchschnittlichen Mortalitätsraten sanken von 2010 bis 2017 auf 97,4 %, die standardisierten Werte (SDR) weisen sogar einen Rückgang auf 91,9 % auf (s. Tab.  1). In keiner Altersgruppe ist die Sterblichkeit der Männer seit 2010 angestiegen. Bei der grafi schen Darstellung im logarithmischen Maßstab ähnelt sich der Verlauf der Mortalität von Männern und Frauen, die Werte der Frauen liegen hierbei jedoch deutlich unter den Werten der Männer (s. Abb. 1). Tabelle 1: Vorzeitige Sterblichkeit Männer 0–69 Jahre, je 100.000 nach Altersgruppen, Deutschland, 2010 und 2017. Quelle: © Statistisches Bundesamt. Todesursachen; 2010 und 2017 Alters gruppen Männer 2010 Männer 2017 2010/2017 in % 0 376,05 351,80 93,55 1-4 18,58 15,18 81,67 5-9 9,35 7,40 79,15 10-14 10,87 8,34 76,75 15-19 35,14 28,20 80,27 20-24 51,62 41,88 81,13 25-29 63,03 46,16 73,24 30-34 73,07 67,90 92,93 35-39 103,54 96,47 93,18 40-44 161,84 141,62 87,51 45-49 287,09 242,62 84,51 50-54 510,14 418,72 82,08 55-59 811,99 723,75 89,13 60-64 1.201,12 1.182,13 98,42 65-69 1.835,70 1.794,87 97,78 0-69 Jahre 372,74 362,99 97,39 SDR 301,90 277,30 91,85 Abbildung 1: Vorzeitige Sterblichkeit 0–69 Jahre, je 100.000 nach Geschlecht, Deutschland, 2017. Quelle: © Statistisches Bundesamt. Todesursachenstatistik 2010 und 2017. Eigene Bearbeitung 60 Doris Bardehle Eine Gegenüberstellung der vorzeitigen Sterblichkeit für Männer und Frauen des Jahres 2017 zeigt, dass in allen Altersgruppen die Sterblichkeit der Männer höher ist als die der Frauen (s. Tab.  2). Im Durchschnitt über alle Altersgruppen beträgt die Übersterblichkeit 174,8 %, die standardisierten Raten weisen den noch höheren Faktor von 183,3 % aus. In den Altersgruppen der 20- bis 39-Jährigen weisen Männer eine fast doppelt so hohe Sterblichkeit wie Frauen aus. Dieser Trend setzt sich in den Altersgruppen ab 55 Jahren fort (s. Tab. 2). Verstorbene Männer 10 Jahre vor und 10 Jahre nach der Rente Die Mortalitätsraten in den Altersgruppen 55 bis 74  Jahre weisen steigende Werte um den Renteneintritt und bis zum Alter unter 75 Jahre auf (siehe Tab. 3). Im Jahr 2010 sind durchschnittlich 1.661 je 100.000  Männer im Alter von 55 bis 74 Jahren verstorben, das entspricht 37 % der gesamten männlichen Population. Im Jahr 2017 sind 1.600 je 100.000 Männer zwischen 55 und 74  Jahren verstorben, das entspricht 30 % der gesamten männlichen Population (s. Tab. 3). In der Altersgruppe der 70–74-jährigen Männer steigt die Mortalität auf 2.700 je 100.000 der Altersgruppe an und erhöht sich erneut bei den 75–79-Jährigen auf 4.200 je 100.000 der Altersgruppe. Tabelle 3: Verstorbene Männer je 100.000 im Alter von 55 bis 74 Jahren, und der Rückgang der Sterblichkeit in %, Deutschland, 2010 und 2017. Quelle: © Statistisches Bundesamt. Todesursachenstatistik; 2010 und 2017 Alter M 2010 M 2017 2010/2017 in % 55-59 811,99 723,70 89,13 60-64 1.201,12 1.182,25 98,43 65-69 1.835,70 1.794,80 97,77 70-74 2.794,00 2.700,30 96,65 Durchschnitt 1.660,75 1.600,28 96,36 Diskussion Die geschlechtsspezifische Betrachtung der Entwicklung der vorzeitigen Sterblichkeit gibt einige Erkenntnisse darüber, warum Männer in Deutschland im Durchschnitt 4,8  Jahre weniger leben als Frauen. Das erfreuliche Resultat der Entwicklung der vorzeitigen Sterblichkeit Tabelle 2: Vorzeitige Sterblichkeit 0–69 Jahre, je 100.000 nach Geschlecht und Übersterblichkeit, Deutschland 2017. Quelle: © Statistisches Bundesamt. Genesis online; 2017 Alters gruppen Frauen 2017 Männer 2017 Übersterbl. M % 0 299,25 351,80 117,56 1-4 13,91 15,18 109,11 5-9 7,26 7,40 102,00 10-14 8,06 8,34 103,45 15-19 14,99 28,20 188,09 20-24 18,77 41,88 223,06 25-29 21,43 46,16 215,37 30-34 34,46 67,90 197,03 35-39 49,81 96,47 193,67 40-44 79,11 141,62 179,03 45-49 141,59 242,62 171,35 50-54 235,49 418,72 177,81 55-59 388,10 723,75 186,49 60-64 621,35 1.182,13 190,25 65-69 946,81 1.794,87 189,57 0-69 Jahre 207,68 362,99 174,78 SDR 151,30 277,30 183,28 61 1.4 Vorzeitige Sterblichkeit bei Männern ist deren Rückgang um 1 % pro Jahr zwischen 2010 und 2017 (standardisierte Werte, s. Tab. 1). Während es beim männlichen Geschlecht in keiner Altersgruppe einen Anstieg der Sterblichkeit von 2010 bis 2017 gab, trifft das für Frauen nicht zu. In drei Altersgruppen (10–14, 30–34 und 65–69) sind die Sterberaten bei Frauen angestiegen, was seinen Ausdruck in dem um 50 % geringeren Rückgang der standardisierten Mortalitätsrate der 0–69-jährigen Frauen gegenüber den Männern findet. Trotz dieser beobachtbaren Trends findet man im speziellen Geschlechtervergleich Unterschiede in der Mortalitätsrate zuungunsten der Männer: Im Jahre 2010 verstarben 32 % aller Männer im Alter von 0–69  Jahren. Demzufolge verstarb jeder dritte Mann, bevor er 70  Jahre alt wurde. Demgegenüber ist im selben Jahr die vorzeitige Sterblichkeit der Frauen mit 15,5 % verstorbener Frauen bis zum Alter von 69 Jahren nur halb so hoch. Es verstarb jede sechste Frau, bevor sie 70  Jahre alt wurde; der prozentuale Anteil sank hierbei von 2010 bis 2017 nur unbedeutend von 15,5 % auf 15,1 %. Aus diesen Kennziffern ist ersichtlich, dass die vorzeitige Sterblichkeit der Männer mit rund einem Drittel aller Todesfälle bis zum 70. Lebensjahr gegen- über einem Sechstel Todesfälle bei Frauen doppelt so hoch ist. Bei der Gegenüberstellung der vorzeitigen Sterblichkeit von Frauen und Männern für das Jahr 2017 ist erkennbar, dass die Männer in allen Altersgruppen höhere Mortalitätsraten haben, die zu einer Übersterblichkeit (standardisierte Werte) von 183,3 % gegenüber Frauen führen (s. Tab. 2). Damit wird das Problem der noch immer bestehenden Geschlechterungleichheit offensichtlich. Diese Unterschiede zwischen den Geschlechtern in der vorzeitigen Sterblichkeit bedingen die um 4,8 Jahre geringere Lebenserwartung der Männer im Jahre 2017. Deutschland hat sich das nachhaltige Gesundheitsziel gesetzt, die vorzeitige Sterblichkeit von den im Jahre 2015 gemessenen vorzeitigen Sterbefällen (288 pro 100.000 Männern) bis zum Jahr 2030 auf einen Wert von 190 pro 100.000 vorzeitigen Sterbefällen zu senken [5–6]. In Hinblick auf das Erreichen dieses Ziels ist die vorliegende Datenlage eher ernüchternd. Im Schnitt müsste die vorzeitige Sterblichkeit der Männer pro Jahr um 6,5 vorzeitige Todesfälle je 100.000 Männer zwischen 0 bis 69 Jahren gesenkt werden, um dieses zu erreichen. Für die Jahre 2010 bis 2017 wurde eine durchschnittliche Senkung der vorzeitigen Sterblichkeit bei Männern um 2,6 erreicht, das entspricht nur ca. 40 % des von der Bundesregierung angestrebten Zieles. Für die Frauen besagt der Indikatoren-Bericht  [6], dass eine weitere Senkung von 153 vorzeitigen Todesfällen je 100.000 Frauen im Jahre 2015 auf 100 im Jahre 2030 angestrebt wird. Es müsste somit eine durchschnittliche jährliche Senkung der vorzeitigen Sterblichkeit von 3,5 Sterbefällen je 100.000  Frauen erreicht werden. Der Trend für die Jahre 2010 bis 2017 lässt die Schlussfolgerung zu, dass wir einen jährlichen Rückgang von 0,4 Todesfällen je 100.000 Frauen beobachten. Bei Fortschreibung dieses Trends, der zudem einen Anstieg in der Mortalität in einigen Altersgruppen aufweist, würde das Ziel von 100 Todesfällen je 100.000 Frauen im Alter von 0 bis 69 Jahren bis zum Jahr 2030 nicht erreichbar sein (eher etwa 140 je 100.000 Frauen). Auch in Hinblick auf die spezifische Fragestellung der Mortalität von Männern im Zeitraum 10  Jahre vor und 10 Jahre nach Berentung liefern die 62 Doris Bardehle Daten aufschlussreiche Erkenntnisse. Die hiervon durchschnittlich betroffenen Altersgruppen sind bei Männern die 55–74-Jährigen. Aus Tabelle  3 ist erkennbar, dass in allen vier Altersgruppen ein Rückgang der Mortalitätsraten zu verzeichnen ist, der für die acht Jahre jedoch nur 3,6 % beträgt. Während die Senkung der Mortalität bei den 55–59-Jährigen noch 11 % betrifft, sind es bei den 65–69-Jährigen nur 2,2 %. Die durchschnittliche Mortalitätsrate von 1.600 je 100.000  Männer im Alter von 55–74  Jahren besagt für das Jahr 2017, dass pro Altersjahr 1,6 % verstorben sind. Für 20 eingeschlossene Altersjahre bedeutet das eine Reduzierung der männlichen Bevölkerung um 32 %. Der Qualitätsbericht 2018 des Disease-Management-Programms Nordrhein zeigt die Bemühungen und Einhaltung von Qualitätsstandards bei den federführenden chronischen Erkrankungen  [9]. Eines der Resultate ist die Senkung der Mortalität, die, wie an den Daten deutlich erkennbar, noch ausgesprochen bescheiden ausfällt. Vor und nach Eintritt ins Rentenalter dezimieren hohe Sterberaten die männliche Population der betroffenen Altersgruppe erheblich. Deshalb sollte geprüft werden, durch welche Maßnahmen die Gesunderhaltung dieser spezifischen Altersgruppe gefördert werden könnte. Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen Die Analyse der vorzeitigen Sterblichkeit von Männern und Frauen zeigt Handlungsbedarf für Deutschland auf, um die überhöhten Mortalitätsraten zu senken und die selbst gesteckten Ziele der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie bis 2030 zu erreichen. Bisher gibt es in Deutschland allerdings keine konkrete Männergesundheitsstrategie. Der Männergesundheitsbericht der WHO Europa und die Strategie zu Gesundheit und Wohlbefinden von Männern bieten eine geeignete Grundlage, um in Deutschland einen Gleichstellungsansatz zu etablieren, in dem die Förderung der Gesundheit und des Wohlergehens von Männern an der Seite von Frauen unterstützt wird [1–4; 10]. So schlägt die Strategie zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Männern in der Europäischen Region der WHO  [1] fünf Prioritäten und Handlungsfelder vor, um eine genderbezogene Chancengleichheit auch für Männer zu fördern: 1. Stärkung der Politiksteuerung zugunsten der Gesundheit und des Wohlbefindens von Männern; 2.  Gleichstellung zwischen den Geschlechtern als vorrangiges Anliegen für die Gesundheit von Männern; 3. Geschlechtersensiblere Gesundheitssysteme; 4. Verbesserung der Gesundheitsförderung; 5. Aufbau auf einer soliden Evidenzgrundlage. Diese Handlungsfelder sind auch für Deutschland geeignet, um Männergesundheit voranzubringen. Sie bieten zudem die Möglichkeit, eine Systematik in die Schaffung bzw. Förderung zielgerichteter Maßnahmen zu bringen, welche zum Erreichen gesundheitlicher Chancengleichheit unabdingbar ist. Hieraus lassen sich die folgenden Handlungsempfehlungen für die Männergesundheitspolitik ableiten. 1 Forderung nach einer Nationalen Strategie für Männergesundheit Der Männergesundheitsbericht der WHO empfiehlt den europäischen Mitgliedsländern, eine nationale Strategie zu erarbeiten und sich Ziele zur Verbesserung von Männergesundheit zu setzen. 63 1.4 Vorzeitige Sterblichkeit Positiv hervorzuheben ist, dass wir in Deutschland Netzwerke für Jungen- und Männergesundheit in vielen Bundesländern sowie seit 10–15 Jahren vielfältige kommunale Aktivitäten vorfinden. Es fehlen jedoch Aktionspläne auf der nationalen Ebene, wie wir sie aus Irland oder Australien kennen. Empfehlenswert ist für Deutschland, neben dem Aktionsplan Frauengesundheit (2018) auch einen Aktionsplan Männergesundheit zu erarbeiten. Beide Aktionspläne sollten in ein Projekt gesundheitlicher Chancengleichheit von Männern und Frauen eingebettet werden. Zusätzlich sollte eine wissenschaftliche Einrichtung in Deutschland für die Ausarbeitung von Strategien und deren Umsetzung profiliert werden. International haben sich dafür Institute für Gender Health oder Global Health bewährt. Bei der Entwicklung solcher Projekte und Institutionen kann Deutschland von internationalen Erfahrungen lernen. So hat beispielsweise in den USA der damalige Präsident Bill Clinton im Jahr 1994 die Men’s Health Week (Männergesundheitswoche, die jedes Jahr im Juni stattfindet) deklariert und damit verbindliche landesweite Grundlagen zur Verbesserung von Männergesundheit geschaffen. Im Jahr 2009 wurde in den USA das National Office of Men’s Health zur wissenschaftlichen Leiteinrichtung und zur Koordinierung von Aktivitäten der Bundesstaaten gegründet. 2010 wurde in Australien die National Male Health Policy von der Regierung verabschiedet und gegenwärtig wird die National Male Health Strategy für die Jahre 2020–2030 auf den Weg gebracht. In Australien koordiniert das Institute for Health and Welfare Männergesundheit und führt wissenschaftliche Längsschnittuntersuchungen zur Männergesundheit durch. In Irland wurde im Jahr 2009 die weltweit erste National Men’s Health Policy, ein Aktionsprogramm, eingeführt und durch ein Men’s Health Forum koordiniert. In Dänemark hat sich die Men’s Health Society gemeinsam mit dem Lehrstuhl Psychologie der Universität Kopenhagen stark gemacht, um durch Öffentlichkeitsarbeit Einfluss auf Diagnostik und Behandlung von Depressionen und Vermeidung von Suizid zu nehmen [11]. Die Beispiele aus anderen Ländern zeigen, dass staatliche Verantwortung und Koordinierung erforderlich sind, um Männergesundheit voranzubringen. Gezielte national organisierte Projekte und Veranstaltungen dienen nicht zuletzt dazu, die Öffentlichkeitswahrnehmung von Männergesundheit zu verstärken. Jedoch sind in Deutschland weder der Internationale Männergesundheitstag am 19. November jeden Jahres noch eine Männergesundheitswoche offiziell etabliert, was als vertane Chance gezielter öffentlichkeitswirksamer Maßnahmen seitens der Bundesregierung zu verbuchen ist. Ein Beispiel ist hierfür auch der Tag der ungleichen Lebenserwartung am 10. Dezember und die damit verbundene Kampagne zur ungleichen Lebenserwartung vom 19. November bis 10. Dezember von der Stiftung Männergesundheit Berlin, welche auf der Unterstützung von länderweiten Netzwerken fußt. Diese und weitere Erfahrungen belegen, dass die Arbeit von NGOs unzureichend in staatliche Programme integriert wird. Es wäre wünschenswert, wenn die vielfältigen Aktivitäten von NGOs, Stiftungen, Netzwerken und Vereinen in einem Aktionsprogramm zur Verbesserung von Männergesundheit einfließen würden. Eine weitere Chance besteht im gegenwärtigen Ausbau von Männerberatungsstellen in allen Bundesländern, um Gesundheitsför- 64 Doris Bardehle derung und Verbesserungsmöglichkeiten zur gesundheitlichen Lage zu integrieren. Darüber hinaus sollte ein flächendeckendes Monitoring und die Ableitung von Maßnahmen zur Erreichung des vorrangigen Gesundheitsziels »Reduzierung der vorzeitigen Sterblichkeit« eingerichtet werden. Gegenwärtig fehlt es bundesweit an Infrastruktur, um die vorzeitige Sterblichkeit zu senken, sodass das Ziel, bis 2030 eine deutliche Senkung der Mortalitätsraten zu erzielen und damit die Lebenserwartung der Geschlechter weiter anzugleichen, verfehlt wird. Norwegische Modellrechnungen halten eine Senkung der vorzeitigen Mortalität von Männern bis zum Jahre 2030 von 40 % für realistisch [12], die mithilfe von Interventionen und Monitoring erreicht werden kann. Dies würde einer möglichen Senkung der vorzeitigen Sterblichkeit auf etwa 115  Todesfälle je 100.000  Männer von 0–69 Jahren bis zum Jahre 2030 entsprechen. 2 Bessere Ausrichtung der Gleichstellungspolitik auf die speziellen Bedürfnisse von Jungen und Männern Die Ungleichheit von Männergesundheit wird besonders deutlich beim Vergleich der vorzeitigen Sterblichkeit zwischen Männern und Frauen. Diese Ungleichheit, ausgedrückt in einer 80 % höheren vorzeitigen Sterblichkeit der Männer, ist ein markantes Signal, das Gesundheitsziel fünf der Sustainable Development Goals, Geschlechtergleichheit (Gender Equality) grundsätzlich zu hinterfragen [13]. Auf vielen Gebieten wie bei der Prävention oder der genderspezifischen Herangehensweise an Diagnostik und Therapie besteht Unsicherheit, wie Geschlechtergleichheit praktiziert werden soll. Deshalb gebührt in Deutschland der Gendermedizin volle Unterstützung, um in der Grundlagenforschung, der wissenschaftlichen Arbeit und bei der Präzisierung von Leitlinien nach dem Genderaspekt weitere Fortschritte zu erzielen. In der Gendermedizin werden die Grundlagen geschaffen, um genderspezifische Diagnostik, Therapie und Rehabilitation zu verbessern. 3 Mehr Aufmerksamkeit für das Gesundheitsverhalten von Männern und soziale Differenzierungen Wenn nichtbiologische Faktoren die Unterschiede in der vorzeitigen Sterblichkeit dominieren [14], kommt das höhere Präventionspotenzial für die männliche Bevölkerung in die Diskussion. Kolip et al. betonen, dass eine männergerechte Gesundheitskommunikation sowie Präventionsstrategien erforderlich sind, die sich gezielt an Männer wenden und zu einem gesundheitsfördernden Verhalten motivieren sollen. Zusätzlich spielen soziale Faktoren [15] eine Rolle, die höhere Sterblichkeitsraten in unteren sozialen Schichten zur Folge haben. Die Gender- Ungleichheit, die verschiedene gesundheitsbezogene Risikoverhaltensweisen bedingt, ist mit männlichen Geschlechtsstereotypen assoziiert. Für die Sterblichkeit existiert in der Todesursachenstatistik kein soziales Kriterium wie z. B. in Großbritannien, um regionale Ungleichheiten messen zu können. Bis in die 60er Jahre gab es ein soziales Kriterium in der Todesursachenstatistik, einst eingeführt von der preußischen Medizinalstatistik, das aufgrund des Wohlstandes in den 60er Jahren von den Leichenschau-Bescheinigungen eliminiert wurde. Wir sind demnach in Deutschland auf Surveys angewiesen, um soziale Faktoren als modulierende Variable vorzeitiger Sterblichkeit wissenschaftlich zu untersuchen und zu interpretieren. 65 1.4 Vorzeitige Sterblichkeit 4 Forderungen nach effektiveren Männergesundheitskampagnen Gegenwärtige Gesundheitskampagnen haben überwiegend kommunalen oder regionalen Charakter und sind meist zeitlich als Projekte befristet. Für das Management der betrieblichen Gesundheitsförderung wären gestaffelte Programme nach Alter der Beschäftigten vorteilhaft. Als Vorbild könnte die in den USA eingesetzte »Männergesundheits-Checkliste« dienen, welche ein Vorsorgeprogramm enthält, das durch Hausärzte, Fachärzte, Urologen, Psychologen gecheckt werden kann und hierdurch einen verbindlichen Charakter erhält. Grundsätzlich sollte bei Gesundheitskampagnen eine besondere Betonung auf der Krebsvorsorge liegen, denn die Krebssterblichkeit ist die führende Todesursache im Rahmen der vorzeitigen Sterblichkeit bei Männern und Frauen. 5 Förderung von Männergesundheitsforschung und gezielten Aktivitäten in allen 16 Bundesländern Männergesundheitsforschung ist die Grundlage, um effektive Prävention für Männer zu ermöglichen und die genderspezifische Diagnostik und Therapie zu verbessern. Für die Umsetzung von Forschungsergebnissen bedarf es angemessener Strukturen in den Bundesländern und auch bei den Krankenkassen. Eine zügige Senkung der vorzeitigen Sterblichkeit von Männern wird im Selbstlauf nur ca. 20 % des Wertes von 2015 bis 2030 erreichen; mit einem Ziele-Programm, wie es die SDGs fordern, bis zu 40 %. Demnach sind Umsetzungsstrategien von Forschungsergebnissen in die Praxis der Gesundheitsversorgung und deren personelle Ausstattung gefragt. Fazit Um die vorzeitige Sterblichkeit von Männern zu reduzieren und damit die Lebenserwartung zu erhöhen, bedarf es zielgerichteter Maßnahmen. Im Selbstlauf kann die gesundheitliche Chancengleichheit von Männern und Frauen nicht erreicht werden; dies zeigen die hier vorgestellten Daten eindrücklich. Empfehlenswert zur Erreichung von Geschlechtergleichheit ist für Deutschland, eine nationale Männergesundheitsstrategie zu entwickeln, die sich auf die Inhalte der Sustainable Development Goals sowie den Männergesundheitsbericht der WHO stützt. Hierzu sollten Potenziale für Maßnahmen, die bereits auf Länderebene zu erkennen sind, gebündelt und auf Bundesebene koordiniert werden. Dies sollte auf der Grundlage einer wissenschaftlichen Einrichtung und öffentlichkeitswirksamer Aktionen mithilfe von NGOs, Stiftungen, Netzwerken und Vereinen stattfinden. Eine Senkung der vorzeitigen Mortalität bis zum Jahre 2030 von bis zu 40 % könnte realistisch sein  [12], wenn Interventionen und ein Monitoring diesen Prozess unterstützen. Hierbei sollten die Maßnahmen nicht nur auf Diagnostik und Behandlung nicht- übertragbarer Erkrankungen, welche die vorzeitige Sterblichkeit von Männern begünstigen, abgezielt sein, sondern auch präventive Männergesundheitskampagnen umfassen, zu deren Umsetzung die betriebliche Gesundheitsförderung eine wichtige Rolle einnimmt. Literatur 1 WHO Regional Office for Europe. Strategy on the health and well-being of men in the WHO European Region. EUR/RC68/12. Dokument der 68. Tagung des WHO-Regional- 66 Doris Bardehle komitees für Europa 2018; 2018, 16. September. 2 WHO Regional Office for Europe. The health and wellbeing of men in the WHO European Region: better health through a gender approach. World Health Organization. Regional Office for Europe; 2018. 3 WHO Regional Office for Europe (2018). Resolution. Strategie zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Männern in der Europäischen Region der WHO. EUR/RC68/R4. Dokument der 68. Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa 2018; 2018, 19. September. 4 United Nations (UN). Sustainable Development Goals (SDG). https://www.un.org/sus tainabledevelopment/development-agen da/, https://unstats.un.org/sdgs/report/2019/ (11.11.2019). 5 Die Bundesregierung: Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. Aktualisierung 2018. https:// www.bundesregierung.de/resource/blo b/975274/1546450/65089964ed4a2ab- 07ca8a4919e09e0af/2018–11–07-aktualisierung-dns-2018-data.pdf?download=1 (19.11.2019). 6 Statistisches Bundesamt (Destatis): Deutschland 2018. Nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Indikatorenbericht 2018. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Nachhaltigkeitsindikatoren/Publikationen/Downloads-Nachhaltigkeit/indikatoren-0230001189004. pdf?__blob=publicationFile (10.11.2019). 7 Statistisches Bundesamt. Todesursachen in Deutschland. Fachserie  12, Reihe  4, letzte Ausgabe 2015. Berichtsweise eingestellt https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Todesursachen/_inhalt (01.11.2019). 8 Statistisches Bundesamt. Genesis online. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Glossar/genesis. html (01.11.2019). 9 Nordrheinische Gemeinsame Einrichtung. Disease-Management-Programme GbR: Qualitätsbericht; 2018. 10 Baker P. Männer auf die Gender-Agenda setzen. Die neue Strategie der WHO Europa für Männergesundheit. Gesundheit Europa. Quartalsbericht 07. 2020:70–71. 11 Bardehle D. Überblick über europäische und internationale Männergesundheitsaktivitäten. Vortrag auf dem Jahrestreffen 2019 des Netzwerkes Jungen- und Männergesundheit. Nürnberg, 15. bis 17. Nov. 2019. 12 Assmann-Stiftung. Strategien zur Senkung vorzeitiger Todesfälle bis zum Jahr 2030 auf der Grundlage nationaler Mortalitätsstatistiken. https://www.assmann-stiftung.de/strategien-zur-Senkung-vorzeitiger-todesfaellebis-zum-Jahr-2030 (18.11.2019). 13 Bardehle D. Männergesundheit und Ungleichheit. Public Health Forum. 2019;27(2):106–109. 14 Kolip P, Lange C, Finne E. Gleichstellung der Geschlechter und Geschlechtsunterschiede in der Lebenserwartung in Deutschland. Bundesgesundheitsblatt. 2019;62:943–951 15 Lampert Th, Hoebel J, Kroll L E: Soziale Unterschiede in der Mortalität und Lebenserwartung in Deutschland  – Aktuelle Situation und Trends. Journal of Health Monitoring. 2019;4(1):3–15 Prof. Dr. Doris Bardehle Ausgeübte Tätigkeit: Koordinatorin des Wissenschaftlichen Beirates der Stiftung Männergesundheit, Berlin Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Männergesundheit, Public Health, Gesundheitsstatistik, Gesundheitsindikatoren Adresse: Stiftung Männergesundheit, Claire-Waldorff-Str. 3, 10117 Berlin E-Mail: bardehle@stiftung-maennergesundheit.de

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Schlagworte

Rente, Pension, Männergesundheitsbericht, Männergesundheit, Männer, Lebensqualität, Gesundheit, Gesellschaft, Geschlechterforschung, Alter

References

Zusammenfassung

Bis zum Jahr 2050 wird es etwa 23 Millionen über 65-Jährige in Deutschland geben. Dadurch wird es gesellschaftlich wie individuell zunehmend notwendig, gute Voraussetzungen für das Rentenalter als Lebensphase zu schaffen. Um es bei guter Gesundheit und Lebensqualität zu verbringen, sollte bereits die Zeit vor dem Übergang zur Vorbereitung genutzt werden. Insbesondere Männer, die sich oft stark mit ihrer Berufstätigkeit identifizieren, sind gefordert, ein hohes Gesundheitspotenzial und gute soziale Bedingungen verantwortungsbewusst aufzubauen.

Der Vierte Deutsche Männergesundheitsbericht setzt bei einer fundierten Bestandsaufnahme der Situation der Männer zwischen 55 und 74 Jahren an. Aus ihr ergeben sich wichtige Themen für die Politik, für die Soziale Arbeit und für den gesellschaftlichen Diskurs insgesamt: die Situation der Erwerbsarbeit zehn Jahre vor der Berentung, die Übergangsphase sowie gesundheitsfördernde Projekte für Männer vor und nach dem Renteneintritt.

Mit Beiträgen von Doris Bardehle, Eric Bonsang, Daniela Borchart, Martina Brandt, Jennifer Burchardi, Christian Deindl, Dina Frommert, Freya Geishecker, Siegfried Geyer, Stefan Gruber, Felizia Hanemann, Hans Martin Hasselhorn, Moritz Hess, Jens Hoebel, Hanno Hoven, Rainer Jordan, Hendrik Jürges, Theo Klotz, Adèle Lemoine, Michal Levinsky, Howard Litwin, Peggy Looks, Thorsten Lunau, Ingrid Mayer-Dörfler, Anne Maria Möller-Leimkühler, Niels Michalski, Bernhard Mühlbrecht, Laura Naegele, Nikola Ornig, Kathleen Pöge, Jean-Baptist du Prel, Gregor Sand, Alina Schmitz, Johannes Siegrist, Stefanie Sperlich, Anne Starker, Matthias Stiehler und Morten Wahrendorf

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Rente, Pension, Männergesundheitsbericht, Männergesundheit, Männer, Lebensqualität, Gesundheit, Gesellschaft, Geschlechterforschung, Alter