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Hanno Hoven, Morten Wahrendorf, Thorsten Lunau, 2.3 Psychosoziale Arbeitsbelastungen bei älteren erwerbstätigen Männern in:

Hendrik Jürges, Johannes Siegrist, Matthias Stiehler (ed.)

Männer und der Übergang in die Rente, page 123 - 132

Vierter Deutscher Männergesundheitsbericht der Stiftung Männergesundheit

1. Edition 2020, ISBN print: 978-3-8379-3023-8, ISBN online: 978-3-8379-7704-2, https://doi.org/10.30820/9783837977042-123

Series: Forschung Psychosozial

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123 2.3 Psychosoziale Arbeitsbelastungen bei älteren erwerbstätigen Männern Hanno Hoven, Morten Wahrendorf & Thorsten Lunau Zusammenfassung Angesichts der demografischen Alterung in Europa wächst der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung. Aus diesem Grund wird in den meisten europäischen Ländern das gesetzliche Renteneintrittsalter erhöht, und die Möglichkeiten zur frühzeitigen Verrentung werden eingeschränkt. In diesem Beitrag untersuchen wir, wie es um die psychosozialen Arbeitsbedingungen älterer Menschen bestellt ist und ob für bestimmte Berufsgruppen aufgrund einer höheren Belastung eine verlängerte Lebensarbeitszeit realistisch ist. Wir beschreiben psychosoziale Arbeitsbelastungen (Modell beruflicher Gratifikationskrisen und Anforderungs-Kontroll-Modell) von älteren Erwerbstätigen in verschiedenen beruflichen Positionen und Wirtschaftsbranchen in Europa und zeigen, dass die psychosoziale Belastung bei älteren Erwerbstätigen im Vergleich zu jüngeren Altersklassen verhältnismäßig gering ist. Soziale Unterschiede zeigen sich jedoch auch bei älteren Erwerbstätigen mit einer hohen Arbeitsstressbelastung in niedrigeren beruflichen Positionen und in prekärem Erwerbsstatus. Verglichen mit dem öffentlichen Dienst sind die psychosozialen Belastungen in der Industrie bzw. im Dienstleistungssektor leicht erhöht. Zusammengefasst weisen unsere Ergebnisse darauf hin, dass politische Regelungen zur Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters immer auch die Arbeitsqualität älterer Erwerbstätiger im Blick behalten und insbesondere die Unterschiede zwischen verschiedenen beruflichen Positionen berücksichtigen müssen. Psychosocial Working Conditions among Older Working Men In view of demographic ageing in Europe, the proportion of older people within total populations is increasing. For this reason, the pension legislation of most European countries follows the general trend of increasing the statutory retirement age and of limiting the possibilities for early retirement. In this contribution, we investigate whether raising the retirement age for older men is associated with an increased occupational burden, specifically so among distinct occupations and socioeconomic groups. In doing so, we describe psychosocial working conditions (effort-reward imbalance and job strain) of older workers in general, and among different occupational positions and sectors in particular. Compared to younger workers, older workers report relatively good psychosocial working conditions. However, social differences are evident among older workers with higher work stress in lower occupational positions and among those in the industry and service sector. In summary, our results support the notion that political regulations raising the statutory retirement age should acknowledge the quality of work of older workers in different occupational positions. Einleitung Der Anteil älterer Menschen am Arbeitsmarkt wird in den nächsten Jahren zunehmend ansteigen. Nach einer Prognose der 124 Hanno Hoven, Morten Wahrendorf & Thorsten Lunau OECD wird der Anteil von Menschen über 65 Jahren im Verhältnis zu Menschen zwischen 20 und 64 Jahren im Jahr 2020 in den 28 EU-Ländern bei nahezu 35 % liegen. Bis zum Jahr 2050 wird sich der OECD zufolge dieser Anteil auf 56 % erhöhen [1]. Die politischen Implikationen sind weitreichend, da angesichts einer alternden Gesellschaft und eines nicht endlos ausschöpfbaren Erwerbstätigenpotenzials in jüngeren Generationen nur die Möglichkeit bleibt, den Anteil älterer Erwerbstätiger auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. In diesem Sinne wird in der Rentengesetzgebung in den meisten Ländern der Europäischen Union das Ziel verfolgt, den Anteil älterer Menschen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen und die Menschen entsprechend länger aktiv am Erwerbsleben teilhaben zu lassen. Häufige Instrumente sind hierbei die Anhebung der Regelaltersgrenze, Einschränkungen der Möglichkeiten zur vorzeitigen Berentung und ökonomische Anreizmodelle für eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit über die Regelaltersgrenzen hinaus (z. B. durch Altersteilzeitregelungen). Alle diese Maßnahmen haben das gemeinsame Ziel, den frühzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben möglichst unattraktiv zu gestalten. Es stellt sich nun allerdings die Frage, für welche Berufsgruppen eine verlängerte Lebensarbeitszeit überhaupt möglich ist. Mit anderen Worten: Das politische Ziel einer verlängerten Lebensarbeitszeit trifft auf eine Reihe individueller Faktoren, welche über die Chancen entscheiden, im höheren Alter weiterhin aktiv am Arbeitsmarkt teilzuhaben. Hierzu zählen u. a. der Gesundheitszustand Erwerbstätiger sowie Erschwernisse und Qualitätsaspekte des Arbeitsplatzes und des Arbeitsumfelds. In der internationalen Forschung zur Arbeitsmarktbeteiligung im Alter geht es primär um das Ziel der Prädiktion des Renteneintritts und seiner Determinanten, wobei zumeist jüngere Kohorten herangezogen werden. Forschungsarbeiten untersuchen zum Beispiel das Alter bei Arbeitsmarktaustritt oder auch die (gegenwärtige oder zukünftige) subjektive Berentungsabsicht, und sie diskutieren verschiedene individuelle Determinanten, die den Erwerbsverlauf im Alter beeinflussen, darunter psychosoziale Arbeitsbelastungen [2, 3], familienbezogene Faktoren [4], Gesundheit [5] und die soziökonomische Position [6, 7]. Die angesprochenen Studienergebnisse zu den Determinanten der Arbeitsmarktbeteiligung im Alter lassen vermuten, dass die Arbeitsqualität bei älteren Erwerbstätigen insgesamt eher besser sein müsste als bei jüngeren: Wenn Menschen in benachteiligten Positionen und schlechter Gesundheit ein höheres Risiko für einen vorzeitigen Arbeitsmarktaustritt haben, verbleiben im Umkehrschluss eher diejenigen mit guten Arbeitsbedingungen und guter Gesundheit länger im Erwerbsleben. Dieser Selektionsprozess wird auch als healthy worker effect beschrieben. Das Ausmaß der psychosozialen Arbeitsbelastung spezifisch für ältere Erwerbstätige ist jedoch bisher kaum erforscht worden. In diesem Beitrag tragen wir zur Schließung dieser Forschungslücke bei, indem wir die psychosozialen Arbeitsbelastungen älterer Männer in 28 europäischen Ländern mit denjenigen jüngerer Männer vergleichen. Zugleich beschreiben wir das Ausmaß psychosozialer Arbeitsbelastungen bei älteren Erwerbstätigen in verschiedenen beruflichen Positionen und Wirtschaftsbranchen. Psychosoziale Arbeitsbelastungen In der Forschung zu psychosozialen Arbeitsbelastungen wird einerseits der 125 2.3 Psychosoziale Arbeitsbelastungen bei älteren erwerbstätigen Männern Einfluss einzelner Stressoren untersucht, während andererseits theoretische Modelle herangezogen werden, welche es gestatten, aus den komplexen Belastungen moderner Erwerbsarbeit kritische, d. h. stresserzeugende Aspekte herauszufiltern. Beispiele für einzelne Stressoren liefern Untersuchungen zur Bedeutung von Arbeitsplatzunsicherheit  [8], zur Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie  [9], zu fehlender sozialer Unterstützung und geringer Gerechtigkeit in Organisationen [10]. In diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf theoretische Modelle, die den Vorteil bieten, dass in ihnen mehrere Dimensionen der psychosozialen Belastung untersucht werden, die zudem auf einer abstrakten Ebene definiert werden und somit für ein breites Spektrum verschiedener Berufe Geltung besitzen. Zwei Modelle erfahren in der internationalen Arbeitsbelastungsforschung besondere Beachtung: das Anforderungs-Kontroll- Modell [11] und das Modell beruflicher Gratifikationskrisen (effort-reward imbalance; ERI) [12]. Das Anforderungs-Kontroll-Modell konzentriert sich auf Aspekte der Arbeitsinhalte und Arbeitsorganisation mit unterschiedlichen Graden an Autonomie und Selbstwirksamkeit. Als belastend angenommen wird dabei die Kombination aus hohen quantitativen Anforderungen (u.a. Arbeiten unter Zeitdruck) sowie niedriger Kontrolle und Entscheidungsgewalt über eigene Arbeitsaufgaben. Diese Kombination wird in der internationalen Forschung häufig als job strain bezeichnet. Das Modell beruflicher Gratifikationskrisen bezieht sich im Gegensatz dazu auf reziproke Austauschprozesse im Erwerbsleben und damit auf die Tauschgerechtigkeit zwischen Verausgabung für den Beruf und einer angemessenen Belohnung, welche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als Gegenleistung für die erbrachte Arbeitsleistung erwarten. Stehen Verausgabung und Belohnung in einem Missverhältnis, nimmt eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer also subjektiv wahr, dass die erbrachten Leistungen nicht durch entsprechende Belohnungen honoriert werden, entstehen nach diesem Modell Gratifikationskrisen mit einer gesundheitsschädigenden Wirkung, wenn sie über einen längeren Zeitraum auftreten. Beide Formen psychosozialer Arbeitsbelastungen führen zu Stressreaktionen, die zu einer Beeinträchtigung der Gesundheit beitragen können. Zu beiden Modellen psychosozialer Arbeitsbelastungen und ihren gesundheitlichen Auswirkungen wurde in der internationalen Arbeitsstressforschung eine große Anzahl an Studien veröffentlicht, darunter großangelegte Meta-Analysen zu depressiven Störungen [13] und kardiovaskulären Erkrankungen [14–16]. Zunehmend werden auch mögliche stressphysiologische Mechanismen zum Zusammenhang untersucht. Auch hier zeigt eine Reihe von Studien, dass ERI und job strain mit der Dysregulation physiologischer Systeme in Beziehung stehen [17]. Die meisten Studien basieren jedoch auf Kohorten des mittleren Erwerbstätigenalters, und das Alter wird dabei üblicherweise lediglich als Kontrollvariable einbezogen. Daher ist die Evidenzlage zur spezifischen Bedeutung psychosozialer Arbeitsbelastungen im höheren Erwerbsalter  – im Vergleich zu jüngeren Altersgruppen – nicht besonders gut. Eine Ausnahme findet sich in einer Studie zum Zusammenhang zwischen dem Modell beruflicher Gratifikationskrisen und Arbeitsunfähigkeitstagen auf Grundlage von Daten des Sozioökonomischen Panels  [18]. Ältere Erwerbstätige (zwischen 58 und 65  Jahren) berichten hier 126 Hanno Hoven, Morten Wahrendorf & Thorsten Lunau insgesamt über geringere Anforderungen, bessere Werte auf der Belohnungsskala und ein günstigeres Verhältnis zwischen Anforderungen und Belohnung als die Vergleichsgruppen im mittleren Erwerbstätigenalter (nicht jedoch im Vergleich zu Berufsanfängern). In einer Untersuchung verschiedener Indikatoren psychosozialer Arbeitsbelastungen, die auch Aspekte des Familienlebens berücksichtigt, wird auf die Bedeutung des Alters für den Zusammenhang zwischen Arbeit und Gesundheit hingewiesen [19]. Eine weitere Studie zeigt leicht erhöhte gesundheitliche Auswirkungen psychosozialer Arbeitsbelastungen (job strain) bei jüngeren Erwerbstätigen [20]. Die Evidenzlage ist insgesamt jedoch nicht eindeutig, was möglicherweise an zwei gegensätzlichen Trends liegt. Physische und kognitive Alterungsprozesse, die mit steigendem Alter zunehmen, führen zwar dazu, dass berufliche Anforderungen und Herausforderungen die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit erschweren. Mit steigendem Alter nimmt jedoch auch die Berufserfahrung zu, sodass Resilienz und Coping-Strategien verbessert werden und ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer besser mit erfahrenen Stressbelastungen umgehen können  [21]. Erstaunlicherweise zeigen erste Ergebnisse, dass dies auch für neue Anforderungen im Beruf, wie technologische Stressoren, zutrifft [22]. Psychosoziale Arbeits belastungen bei älteren erwerbstätigen Männern Auf der Grundlage von Daten des European Working Conditions Surveys (EWCS) untersuchen wir im Folgenden die Verteilung psychosozialer Arbeitsbelastungen in einer Stichprobe von älteren erwerbstätigen Männern in Europa. Der EWCS startete im Jahr 1995 und wird seitdem im Fünfjahresabstand in den EU- 28-Ländern durchgeführt. Unsere Analysen basieren auf diesen 28 Ländern, und wir ziehen die neuesten Daten aus der Befragung von 2015 heran. Mit diesem Datensatz ist eine detaillierte Darstellung der Verteilung psychosozialer Arbeitsbedingungen in europäischen Ländern möglich, da für die beiden erwähnten Arbeitsstressmodelle entsprechende Informationen erhoben wurden. Die Daten basieren auf 11.749 männlichen Erwerbstätigen aus 28 EU-Ländern (siehe Tab. 1 für eine Stichprobenbeschreibung). Zur besseren Vergleichbarkeit sind die erwähnten Arbeitsstressmodelle in vergleichbaren Summenmaßen dargestellt (Ungleichgewicht Verausgabung/Belohnung, job strain; Skalenrange 0,5–2), und wir führen auch die zugrundeliegenden Belastungsdimensionen (Skalenrange jeweils 1–2) auf. Dies sind hohe Verausgabung (Zeitdruck, Arbeitsverdichtung und Arbeitsunterbrechungen), geringe Belohnung (Arbeitsplatzunsicherheit, fehlende Aufstiegsmöglichkeiten, geringe Wertschätzung, unfaire Bezahlung und fehlende soziale Unterstützung) und geringe Kontrolle (fehlende Entscheidungsgewalt über Arbeitsstunden, -aufgaben, -methoden, -geschwindigkeit und -pausen). In Tabelle  2 zeigen wir die Differenzen der spezifischen psychosozialen Belastungen zwischen älteren Männern (55–65) (Referenzgruppe) und zwei jüngeren Alterskohorten (31–54  Jahre und jünger als 30  Jahre). Die Zahlen stellen unstandardisierte Regressionskoeffizienten aus linearen Mehrebenenmodellen zum Zusammenhang zwischen Alter und Ausprägung von Arbeitsbelastungen dar. Sie sind jeweils adjustiert für wichtige Einflussgrößen wie berufliche Position 127 2.3 Psychosoziale Arbeitsbelastungen bei älteren erwerbstätigen Männern Tabelle 1: Beschreibung der Stichprobe (n = 11.749) Kategorie oder Skalenrange Mittelwert (Standardabweichung) oder Anzahl (Prozent) Ungleichgewicht zw. Verausgabung und Belohnung 0,5–2 0,85 (0,8) Hohe Verausgabung 1–2 1,40 (0,21) Geringe Belohnung 1–2 1,32 (0,19) Job Strain 0,5–2 0,90 (0,21) Geringe Kontrolle 1–2 1,41 (0,23) Alter 30 oder jünger 2.416 (20,6%) 31–54 7.315 (62,3%) 55 bis 65 2.018 (17,2%) ESeC Höhere und leitende Professionen 4.038 (34,4%) Qualifizierte Berufe 1.617 (13,8%) Einfache Büro- und Dienstleistungsberufe 1.635 (13,9%) Facharbeiter 3.117 (26,5%) Un- oder angelernte Arbeiter 1.342 (11,4%) NACE Öffentlicher Dienst 340 (2,9%) Land- und Forstwirtschaft 3.968 (33,8%) Verarbeitendes Gewerbe 4.963 (42,2%) Dienstleistungssektor 879 (7,5%) Andere Berufe 1.599 (13,6%) Tabelle 2: Zusammenhang zwischen Alter und psychosozialen Arbeitsbelastungen (Modell beruflicher Gratifikationskrisen und Anforderungs-Kontroll-Modell) für Männer in den EU- 28-Ländern (n = 11749) Ungleich gewicht zw. Verausgabung und Beloh nung Hohe Veraus gabung Geringe Be lohnung Job Strain Geringe Kon trolle b (p-Wert) b (p-Wert) b (p-Wert) b (p-Wert) b (p-Wert) Alter 30 oder jünger 0,009 (0,093) 0,061 (<0,001) -0,054 (<0,001) 0,052 (<0,001) 0,023 (<0,001) 31 bis 54 0,020 (<0,001) 0,047 (<0,001) -0,018 (<0,001) 0,030 (<0,001) 0,000 (0,935) 55 bis 65 (Referenz) - - - - - Unstandardisierte Regressionskoeffizienten, basierend auf linearen Mehrebenenmodellen (Befragte gruppiert in 28 EU-Ländern), adjustiert für ESeC, NACE und Erwerbsstatus (befristete vs. unbefristete Beschäftigung) 128 Hanno Hoven, Morten Wahrendorf & Thorsten Lunau (ESeC), Branche (NACE) und Erwerbsstatus. Ein Wert von 0,052 für jüngere Beschäftigte und job strain bedeutet beispielsweise: Jüngere Beschäftigte (30 oder jünger) haben (unter Kontrolle von beruflicher Position, Branche und Erwerbsstatus) durchschnittlich einen um 0,052 höheren Wert für job strain (mit einem Skalenrange zwischen 0,5–2) als ältere Beschäftigte (55–65  Jahre). Zusammengefasst zeigen sich bei vier der fünf untersuchten Indikatoren höhere durchschnittliche Arbeitsbelastungen bei den Jüngeren im Vergleich zur älteren Referenzgruppe (höheres Ungleichgewicht Verausgabung/Belohnung, höherer job strain, höhere Verausgabung, niedrigere Kontrolle). Einzig bei der Belohnungskomponente sehen wir einen entgegenlaufenden Trend. Zusätzliche Analysen zeigen, dass dieses unerwartete Ergebnis wesentlich darauf zurückzuführen ist, dass eine der entscheidenden Fragen zur Messung beruflicher Belohnungen (verbesserte Aufstiegschancen) bei Jüngeren sehr viel häufiger als bei Älteren bejaht wurde. Deuten die Ergebnisse für beide Arbeitsstressmodelle also darauf hin, dass psychosoziale Arbeitsbelastungen bei älteren Männern geringer sind als bei jüngeren, so sollen in einem zweiten Schritt die Belastungen in verschiedenen Berufen bewertet werden. Auch hierzu bildet die EWCS-Studie aufgrund der hohen Fallzahl auch bei älteren Erwerbstätigen eine geeignete Datenbasis. Die in Tabelle  3 dargestellten Analysen beruhen ausschließlich auf der Stichprobe von 2.018 erwerbstätigen Männern zwischen 55 und 65  Jahren und zeigen wiederum Unterschiede psychosozialer Belastungen entlang unterschiedlicher beruflicher Positionen (oberer Teil; ESeC) und Branchen (unterer Teil; NACE). Zunächst unterscheiden wir Berufe anhand der European Socio-economic Classification (ESeC), wobei wir fünf unterschiedliche berufliche Klassen berücksichtigen: Höhere und leitende Professionen, Qualifizierte Berufe, Einfache Büro- und Dienstleistungsberufe, Facharbeiter, Un- oder angelernte Arbeiter. In den hier vorgestellten Analysen schätzen wir das Ausmaß an verschiedenen Arbeitsbelastungen in den einzelnen beruflichen Klassen im Vergleich zu der höchsten Kategorie: den höheren und leitenden Professionen. Es ist zu sehen, dass ältere Männer in niedrigeren beruflichen Klassen geringere quantitative Anforderungen und gleichzeitig geringere Werte auf der Belohnungsskala aufweisen als Männer in einer höheren beruflichen Position. Für die zusammenfassende Maßzahl ERI bedeutet dies, dass insbesondere ungelernte Arbeiter, Facharbeiter, aber auch kleinere Selbstständige unter einer hohen Arbeitsstressbelastung leiden. Für das Anforderungs-Kontroll- Modell sind die Ergebnisse ähnlich und zeigen klare soziale Unterschiede in der Arbeitsqualität mit einer höheren Exposition in niedrigeren beruflichen Positionen. Neben der beruflichen Position ist es mit den EWCS-Daten auch möglich, genauere Aussagen über Stressbelastungen in unterschiedlichen Branchen zu treffen. Die Klassifizierung unterschiedlicher Wirtschaftszweige erfolgt auf der Basis der international gebräuchlichen Nomenclature des Activités Économiques dans la Communauté Européenne (NACE). Im Vergleich zu Berufen in der öffentlichen Verwaltung zeigen die Ergebnisse hier, dass die Arbeitsbelastungen in der Industrie- und Dienstleistungsbranche im Vergleich zum öffentlichen Dienst erhöht sind, wenn auch insgesamt die Konsistenz der Zusammenhänge geringer ist als im Fall ungleicher beruflicher Positionen. 129 2.3 Psychosoziale Arbeitsbelastungen bei älteren erwerbstätigen Männern Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Arbeitsstressbelastung in den älteren Altersgruppen geringer ausgeprägt ist als in den jüngeren Altersgruppen, sodass ältere Beschäftigte weniger stark exponiert sind als jüngere. Gleichzeitig lassen sich berufliche Positionen und Branchen bestimmen, in denen die psychosoziale Stressbelastung dennoch stark ausgeprägt ist. Dies sind vor allem niedrigere berufliche Positionen, die durch einfachere oder manuelle Tätigkeiten gekennzeichnet sind, und Berufe im Industrie- und Dienstleistungssektor. Schlussfolgerungen In diesem Beitrag haben wir anhand von Daten aus dem European Working Conditions Survey1 gezeigt, dass psychosoziale Arbeitsbelastungen bei älteren Erwerbstätigen überwiegend geringer ausgeprägt sind als bei jüngeren. Zusätzlich wurden 1 Die Datenanalysen des EWCS wurden im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes durchgeführt (392132829; LU 2211/1–1). Tab. 3: Berufliche Position, Wirtschaftsbranche und psychosoziale Arbeitsbelastungen für Männer im Alter von 55 bis 65 Jahren (n = 2018) Ungleich gewicht zw. Verausgabung und Belohnung Hohe Veraus gabung Geringe Belohnung Job Strain Geringe Kon trolle b (p-Wert) b (p-Wert) b (p-Wert) b (p-Wert) b (p-Wert) ESeC Höhere und leitende Professionen (Referenz) - - - - - Qualifizierte Berufe 0,024 (0,057) 0,004 (0,784) 0,048 (<0,001) 0,069 (<0,001) 0,121 (<0,001) Einfache Büround Dienstleistungsberufe -0,008 (0,545) -0,073 (<0,001) 0,080 (<0,001) 0,056 (<0,001) 0,173 (<0,001) Facharbeiter 0,030 (0,004) -0,014 (0,261) 0,082 (<0,001) 0,110 (<0,001) 0,204 (<0,001) Un- oder angelernte Arbeiter 0,033 (0,018) -0,038 (0,018) 0,106 (<0,001) 0,142 (<0,001) 0,270 (<0,001) NACE Öffentlicher Dienst (Referenz) - - - - - Land- und Forstwirtschaft -0,005 (0,844) -0,014 (0,623) 0,002 (0,946) -0,011 (0,676) -0,012 (0,666) Verarbeitendes Gewerbe 0,059 (<0,001) 0,066 (<0,001) 0,029 (0,049) 0,055 (<0,001) 0,017 (0,312) Dienstleistungssektor 0,039 (0,006) 0,046 (0,006) 0,018 (0,222) 0,060 (<0,001) 0,047 (0,004) Andere Berufe 0,024 (0,138) 0,008 (0,653) 0,034 (0,036) 0,020 (0,245) 0,026 (0,163) Unstandardisierte Regressionskoeffizienten, basierend auf linearen Mehrebenenmodellen (Befragte gruppiert in 28 EU-Ländern), adjustiert für Erwerbsstatus (befristete vs. unbefristete Beschäftigung) 130 Hanno Hoven, Morten Wahrendorf & Thorsten Lunau innerhalb der Gruppe älterer Erwerbstätiger soziale Ungleichheiten in der Arbeitsstressbelastung sichtbar: Menschen in niedrigeren beruflichen Positionen sind insgesamt häufiger von erhöhten psychosozialen Arbeitsbelastungen betroffen als Berufstätige in höheren Positionen. Ebenso zeigten sich vereinzelt höhere Belastungen bei Beschäftigten im Industrieund Dienstleistungssektor im Vergleich zu denjenigen im öffentlichen Dienst. Bei einer Rentengesetzgebung, die zum Ziel hat, Erwerbstätige möglichst lange am Arbeitsmarkt zu halten, muss sichergestellt sein, dass die individuellen Voraussetzungen geschaffen sind, die es Beschäftigten ermöglichen, ihren Beruf möglichst lange auszuüben. Zu diesen Voraussetzungen gehört eine gute Qualität der Arbeit. Hier zeigen unsere Analysen eine bessere Arbeitsqualität in den höheren beruflichen Positionen. Für viele Männer in niedrigeren Positionen gibt es erhebliche Hürden, die Lebensarbeitszeit zu verlängern, da psychosoziale Belastungen im Beruf unter anderem zu erhöhten Krankheitsrisiken führen, die eine erfolgreiche Arbeitsmarktteilhabe erschweren. Im Erwerbsleben verbleiben eher gesunde Personen, die in einer guten beruflichen Position mit geringen psychosozialen Arbeitsbelastungen arbeiten, wohingegen das Risiko für einen vorzeitigen Arbeitsmarktaustritt (z. B. durch Frühverrentung) bei Männern in Berufen mit einer hohen Arbeitsstressbelastung erhöht ist (healthy worker effect) [23]. Maßnahmen der Rentengesetzgebung, die vor allem durch finanzielle Anreizsysteme anstreben, den Anteil älterer Erwerbstätiger auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen, sollten ergänzt werden um Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsqualität im höheren Erwerbstätigenalter. Ein vielversprechender Ansatz ist die Gefährdungsbeurteilung Psyche und daraus abgeleitete Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung, u. a. zur Stressreduktion am Arbeitsplatz. Gleichzeitig sollte aber auch die Langzeitexposition gegenüber psychosozialen Arbeitsbelastungen mitberücksichtigt werden, um auch die Auswirkungen von ungünstigen Arbeitsbedingungen in früheren Phasen der Erwerbstätigkeit abzumildern. Erste Ergebnisse deuten hier darauf hin, dass wohlfahrtsstaatliche Leistungen geeignet sind, die Auswirkungen hoher psychosozialer Arbeitsbelastungen abzumildern [24]. Durch eine Erhöhung der Lebensarbeitszeit werden soziale Ungleichheiten in der Gesundheit verstärkt: Es kann angenommen werden, dass Männer in niedrigen beruflichen Positionen, die auch im höheren Alter berufstätig sind, häufig aus finanziellen Zwängen einer bezahlten Arbeit mit vergleichsweise hohen psychosozialen Belastungen nachgehen, wohingegen ältere Männer in höheren beruflichen Positionen sich möglichst lange in einem positiven und wertschätzenden Arbeitsumfeld aufhalten möchten. Literatur 1 OECD. Pensions at a Glance 2019: OECD and G20 Indicators. 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Morten Wahrendorf Ausgeübte Tätigkeit: Wissenschaftlicher Mitarbeiter Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Arbeitsbedingungen im Lebenslauf und Gesundheit im Alter, Soziale Produktivität und Gesundheit im höheren Lebensalter Adresse: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Medizinische Soziologie, Universitätsklinikum  – Centre for Health and Society (CHS), Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf E-Mail: wahrendorf@uni-duesseldorf.de Dr. PH Thorsten Lunau Ausgeübte Tätigkeit: Wissenschaftlicher Mitarbeiter Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Sozialepidemiologie, Psychosoziale Arbeitsbelastungen und Gesundheit, Europäische Vergleichsstudien Adresse: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Medizinische Soziologie, Universitätsklinikum  – Centre for Health and Society (CHS), Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf E-Mail: thorsten.lunau@uni-duesseldorf. de

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Schlagworte

Rente, Pension, Männergesundheitsbericht, Männergesundheit, Männer, Lebensqualität, Gesundheit, Gesellschaft, Geschlechterforschung, Alter

References

Zusammenfassung

Bis zum Jahr 2050 wird es etwa 23 Millionen über 65-Jährige in Deutschland geben. Dadurch wird es gesellschaftlich wie individuell zunehmend notwendig, gute Voraussetzungen für das Rentenalter als Lebensphase zu schaffen. Um es bei guter Gesundheit und Lebensqualität zu verbringen, sollte bereits die Zeit vor dem Übergang zur Vorbereitung genutzt werden. Insbesondere Männer, die sich oft stark mit ihrer Berufstätigkeit identifizieren, sind gefordert, ein hohes Gesundheitspotenzial und gute soziale Bedingungen verantwortungsbewusst aufzubauen.

Der Vierte Deutsche Männergesundheitsbericht setzt bei einer fundierten Bestandsaufnahme der Situation der Männer zwischen 55 und 74 Jahren an. Aus ihr ergeben sich wichtige Themen für die Politik, für die Soziale Arbeit und für den gesellschaftlichen Diskurs insgesamt: die Situation der Erwerbsarbeit zehn Jahre vor der Berentung, die Übergangsphase sowie gesundheitsfördernde Projekte für Männer vor und nach dem Renteneintritt.

Mit Beiträgen von Doris Bardehle, Eric Bonsang, Daniela Borchart, Martina Brandt, Jennifer Burchardi, Christian Deindl, Dina Frommert, Freya Geishecker, Siegfried Geyer, Stefan Gruber, Felizia Hanemann, Hans Martin Hasselhorn, Moritz Hess, Jens Hoebel, Hanno Hoven, Rainer Jordan, Hendrik Jürges, Theo Klotz, Adèle Lemoine, Michal Levinsky, Howard Litwin, Peggy Looks, Thorsten Lunau, Ingrid Mayer-Dörfler, Anne Maria Möller-Leimkühler, Niels Michalski, Bernhard Mühlbrecht, Laura Naegele, Nikola Ornig, Kathleen Pöge, Jean-Baptist du Prel, Gregor Sand, Alina Schmitz, Johannes Siegrist, Stefanie Sperlich, Anne Starker, Matthias Stiehler und Morten Wahrendorf

Schlagworte

Rente, Pension, Männergesundheitsbericht, Männergesundheit, Männer, Lebensqualität, Gesundheit, Gesellschaft, Geschlechterforschung, Alter