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Dorit Bölsche, Titelei/Inhaltsverzeichnis in:

Dorit Bölsche

Internationales Katastrophenmanagement, page 2 - 10

Logistik und Supply Chain Management

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8329-4019-5, ISBN online: 978-3-8452-1310-1 https://doi.org/10.5771/9783845213101

Series: Weltwirtschaft und internationale Zusammenarbeit, vol. 3

Bibliographic information
Die Reihe „Weltwirtschaft und internationale Zusammenarbeit“ wird herausgegeben von Prof. Dr. Hartmut Sangmeister, Universität Heidelberg Prof. Dr. Oskar Gans, Universität Heidelberg Prof. Dr. Detlef Nolte, GIGA Institut für Lateinamerika- Studien Hamburg Band 3 BUT_Boelsche_4019-5.indd 2 10.11.2008 11:56:18 Uhr Dorit Bölsche 2.Auflage Internationales Katastrophenmanagement Nomos Logistik und Supply Chain Management BUT_Boelsche_4019-5.indd 3 10.11.2008 11:56:18 Uhr 1. Auflage 2009 © Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2009. Printed in Germany. Alle Rechte, auch die des Nachdrucks von Auszügen, der fotomechanischen Wiedergabe und der Übersetzung, vorbehalten. Gedruckt auf alterungsbeständigem Papier. Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar. ISBN 978-3-8329-4019-5 BUT_Boelsche_4019-5.indd 4 10.11.2008 11:56:18 Uhr 5 Vorwort des Herausgebers Eine effiziente, grenzüberschreitende Katastrophenhilfe muss notwendiger Weise integraler Bestandteil einer internationalen Entwicklungspartnerschaft sein, die aufzubauen sich die Staatengemeinschaft mit der Millenniums-Erklärung der Vereinten Nationen im Jahr 2000 verpflichtet hat. Denn immer mehr Menschen rund um den Globus werden von immer häufigeren Naturkatastrophen betroffen, von Epidemien und Bürgerkriegen. Und angesichts des drohenden Klimawandels besteht die Gefahr einer noch weiter zunehmenden Zahl von Naturkatastrophen. Schon jetzt werden im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit immer mehr finanzielle Mittel für Soforthilfen und Nothilfen in vielen Teilen der Welt aufgewendet, um notleidenden Menschen zu helfen, ihnen Notunterkünfte zu errichten, sie medizinisch zu betreuen und sie mit Trinkwasser und Lebensmitteln zu versorgen. An der internationalen Gemeinschaftsaufgabe, humanitäre Hilfe im Katastrophenfall zu leisten und Katastrophenvorsorge zu betreiben, sind viele Akteure beteiligt. Zum einen sind dies die Institutionen der Vereinten Nationen, wie beispielsweise das Büro der Vereinten Nationen für Nothilfekoordination (United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs/OCHA), der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (United Nations High Commissioner for Refugees / UNHCR) oder die Nahrungsmittel-Nothilfe des Welternährungsprogramms (United Nations World Food Programme / WPF). Aber auch viele nationale Hilfsorganisationen sind an grenzüberschreitender Katastrophenhilfe beteiligt, etwa die deutsche Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) oder zivilgesellschaftliche Organisationen wie das Rote Kreuz oder die Deutsche Welthungerhilfe. Als Bestandteil internationaler Entwicklungspartnerschaft ist grenzüberschreitende Not- und Katastrophenhilfe unverzichtbar. In ihrer gegenwärtig praktizierten Form ist sie aber auch Gegenstand kontroverser Auseinandersetzungen, da die vorhandenen Kapazitäten nicht immer optimal genutzt werden und die Maßnahmen ungewollte Nebenwirkungen haben können, die eine Krisensituation noch verschärfen. Um Optimierungspotenziale zu mobilisieren, soll beispielsweise die Internationale Nahrungsmittelhilfe-Konvention geändert werden, mit dem Ziel, die Spielregeln für eine effiziente Zusammenarbeit bei der Nahrungsmittel-Nothilfe zu verbessern. Um schneller und wirksamer helfen zu können, haben auch die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten, die mit rund 50 Prozent weltweit die wichtigsten Geber humanitärer Hilfe sind, 2007 mit dem Europäischen Konsens über die Humanitäre Hilfe ein ganzheitliches Konzept vorgelegt. 6 Professionelle Katastrophenhilfe, die von Fachleuten schnell, wirksam und unparteiisch geleistet wird, soll die Menschen erreichen, die sie am meisten benötigen. Katastrophenmanager müssen daher im Ernstfall über leistungsfähige Systeme zur Katastrophenbewältigung verfügen können. Ein wichtiges Systemelement ist dabei die Logistik, um das Katastrophengebiet in kürzest möglicher Zeit mit geeigneten Hilfskräften, Ausrüstungen und Versorgungsgütern erreichen zu können. Band 3 der Reihe „Weltwirtschaft und internationale Zusammenarbeit“ liefert eine strukturierte Darstellung der logistischen Abläufe und Aufgaben des Katastrophenmanagements, deren Kenntnis eine wesentliche Voraussetzung für eine effiziente und effektive Katastrophenhilfe in der internationalen Zusammenarbeit ist. Hartmut Sangmeister 7 Inhaltsverzeichnis Abkürzungs- und Symbolverzeichnis 11 Abbildungsverzeichnis / Tabellenverzeichnis 15 1 Einleitung 19 1.1 Ausgangslage und Zielsetzung 19 1.2 Aufbau des Buches 22 2 Katastrophen und internationales Katastrophenmanagement 26 2.1 Grundlagen zu Katastrophen 26 2.1.1 Begriffsdefinition und Kriterien 26 2.1.2 Entwicklung im Zeitablauf 27 2.1.3 Beispiele für Katastrophen 33 2.1.4 Klassifizierung von Katastrophen 36 2.2 Grundlagen des internationalen Katastrophenmanagements 45 2.3 Akteure im internationalen Katastrophenmanagement 48 2.3.1 Ausgewählte Beispiele 48 2.3.2 Skizze über die Mit- und Zusammenwirkung der Akteure 51 3 Logistik im internationalen Katastrophenmanagement 59 3.1 Grundlagen der Logistik 59 3.1.1 Ursprünge und Begriff der Logistik 59 3.1.2 Markt-, Kunden- und Zielorientierung 61 3.1.3 Integration und Managementaufgaben 63 3.1.4 Material- und Informationsflüsse 64 3.1.5 Logistische Funktionen 66 3.1.6 Entwicklungsstufen und Trends in der Logistik 68 3.2 Logistik im Katastrophenmanagement 74 3.2.1 Schwachstellen in der Vergangenheit 74 3.2.2 Begriffe zur Logistik im Katastrophenmanagement 76 3.2.3 Bedeutung der Logistik für das Katastrophenmanagement 79 3.2.4 Kundenorientierung 80 8 3.2.5 Strategie und Zielorientierung 81 3.2.5.1 Visionen, Strategien und Ziele der Akteure 81 3.2.5.2 Logistikziele der Akteure im Katastrophenmanagement 86 3.2.5.3 Ableitung von Entscheidungskriterien und zielorientierter Kennzahlen 90 3.2.5.4 Zielhierarchie von der Vision zu logistischen Kennzahlen 94 3.2.6 Material- und Informationsflüsse im Katastrophenmanagement 96 3.2.6.1 Logistikobjekte im Katastrophenmanagement 96 3.2.6.2 Logistische Kernleistungen im Katastrophenmanagement 98 3.2.6.3 Logistische Zusatz- und Informationsleistungen im Katastrophenmanagement 102 3.2.7 Logistische Funktionen im Katastrophenmanagement 105 4 Einsatz logistischer Methoden 107 4.1 ABC-XYZ-Analyse als Methode der Beschaffungslogistik im internationalen Katastrophenmanagement 107 4.1.1 Grundlagen der ABC-XYZ-Analyse 107 4.1.2 ABC-XYZ-Analyse für Hilfsgüter (Kenia, Eldoret) 113 4.1.3 ABC-XYZ-Analyse für Regionen und Katastrophenarten 125 4.1.4 Weitere Einsatzpotenziale und Grenzen der ABC-XYZ-Analyse 134 4.2 Methoden der Distributionslogistik im internationalen Katastrophenmanagement 137 4.2.1 Die Distributionsstruktur im Katastrophenmanagement 137 4.2.2 Standortplanung im internationalen Katastrophenmanagement 142 4.2.2.1 Die Methodenvielfalt der Standortplanung 142 4.2.2.2 Formale Beschreibung der Warehouse Location Probleme 143 4.2.2.3 Standortplanung für Zentrallager einer Hilfsorganisation 148 4.2.3 Tourenplanung im internationalen Katastrophenmanagement 159 4.2.3.1 Grundlagen und Methodenvielfalt der Transport- und Tourenplanung 159 4.2.3.2 Formale Beschreibung des klassischen Transportproblems 161 4.2.3.3 Tourenplanung für Hilfsorganisationen in Kenia 162 4.3 Methoden der Produktionslogistik im internationalen Katastrophenmanagement 176 4.3.1 Prozessdarstellung zur Produktion katastrophenlogistischer Leistungen 176 4.3.2 Einsatz der Netzplantechnik im Katastrophenmanagement 182 4.3.2.1 Grundlagen und Methodenvielfalt der Netzplantechnik 182 4.3.2.2 Formale Beschreibung eines MPM-Netzplans 185 4.3.2.3 MPM-Netzplan im Katastrophenmanagement 187 9 5 Anwendungsbereiche des Supply Chain Management 194 5.1 Grundlagen des SCM im internationalen Katastrophenmanagement 194 5.1.1 Ursprünge des Supply Chain Management 194 5.1.2 Begriffe zum SCM im Katastrophenmanagement 196 5.1.3 Der Bullwhip-Effekt als Grundproblem des SCM im Katastrophenmanagement 199 5.1.4 Material- und Informationsflüsse 204 5.1.5 Kunden- und Zielorientierung 204 5.1.6 Integration, Koordination und Managementaufgaben 207 5.2 Referenzmodelle und Konzepte 210 5.2.1 Referenzmodelle des SCM im internationalen Katastrophenmanagement 210 5.2.1.1 Das SCOR-Modell 210 5.2.1.2 Efficient Consumer Response (ECR) 218 5.2.2 Konzepte des SCM im internationalen Katastrophenmanagement 219 5.2.2.1 Einleitung 219 5.2.2.2 Cross Docking 220 5.2.2.3 Vendor Managed Inventory 223 5.2.2.4 Collaborative Planning, Forecasting, and Replenishment 226 5.3 Outsourcing und Kooperationen 229 5.3.1 Grundlagen und Begriffe 229 5.3.2 Relevanz und Beispiele für das internationale Katastrophenmanagement 235 5.4 Entscheidungskriterien für die Gestaltung des SCM im internationalen Katastrophenmanagement 242 5.4.1 Strategie- und Zielbezug der Entscheidungskriterien 242 5.4.2 Kostenbezogene Entscheidungskriterien 245 5.4.3 Servicebezogene Entscheidungskriterien 250 5.4.4 Marktbezogene Entscheidungskriterien 254 5.4.5 Integrationsbezogene Entscheidungskriterien 255 5.4.5.1 Standards 255 5.4.5.2 Koordination 258 5.4.6 Nutzwertanalyse: Eine Methode zur Entscheidungsfindung 265 10 6 Einsatz von Informations- und Kommunikationssystemen 272 6.1 Bedeutung von Information und Kommunikation im internationalen Katastrophenmanagement 272 6.2 Ausgewählte Einsatzmöglichkeiten des Internet im internationalen Katastrophenmanagement 274 6.2.1 Informationsportale der Vereinten Nationen 274 6.2.2 eBusiness und eProcurement 283 6.3 Einsatzmöglichkeiten ausgewählter IuK-Standards im internationalen Katastrophenmanagement 285 6.3.1 Standards für den elektronischen Geschäftsdatenaustausch 285 6.3.2 Standardisierte Systeme für das Enterprise Resource und Advanced Planning 287 6.3.2.1 Enterprise Resource Planning (ERP) 287 6.3.2.2 Advanced Planning Systeme (APS) 294 6.3.3 Standardisierte Identifikationssysteme 298 6.4 Spezielle Software für Logistik und SCM im internationalen Katastrophenmanagement 304 Literaturverzeichnis 310 Quellenverzeichnis 320

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Zusammenfassung

Im internationalen Katastrophenmanagement werden täglich Entscheidungen mit Logistikbezug getroffen. Die Autorin skizziert die Vielfalt der Entscheidungen durch die folgende Fragestellung: Welche Beschaffungskonzepte, Standorte, Touren, Informationssysteme und Konzepte der Zusammenarbeit sollen im Rahmen der Katastrophenvorsorge und -bewältigung realisiert werden?

Da die Entscheidungen in hohem Maße Qualität und Kosten der Versorgung betroffener Menschen beeinflussen, sollten diese nicht alleine aus dem Erfahrungswissen heraus getroffen, sondern durch logistische Planungsmethoden unterstützt werden.

Anwendungsbezogen und verständlich wird in dem Buch der Einsatz geeigneter Methoden (z. B. Standortplanung, Netzplantechnik) am Beispiel realer Katastrophen vermittelt. Konzepte des SCM und aktuelle Informationssysteme werden mit ihren Potenzialen und Grenzen für das internationale Katastrophenmanagement vorgestellt und unter Einsatz geeigneter Entscheidungskriterien exemplarisch bewertet.