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Benjamin E. Leyendecker, Titelei/Inhaltsverzeichnis in:

Benjamin E. Leyendecker

Geschäftsführungsmacht, Inhaberschaft und Haftung bei börsenunabhängigen Gesellschaften, page 2 - 28

1. Edition 2008, ISBN print: 978-3-8329-4002-7, ISBN online: 978-3-8452-1202-9 https://doi.org/10.5771/9783845212029

Series: Deutsches, Europäisches und Vergleichendes Wirtschaftsrecht, vol. 56

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Deutsches, Europäisches und Vergleichendes Wirtschaftsrecht herausgegeben von Prof. Dr. iur. Dr. rer. pol. h.c. Werner F. Ebke, LL.M. Band 56 Benjamin E. Leyendecker Geschäftsführungsmacht, Inhaberschaft und Haftung bei börsenunabhängigen Gesellschaften Nomos 1. Auflage 2008 © Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008. Printed in Germany. Alle Rechte, auch die des Nachdrucks von Auszügen, der photomechanischen Wiedergabe und der Übersetzung, vorbehalten. Gedruckt auf alterungsbeständigem Papier. Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar. Zugl.: Heidelberg, Univ., Diss., 2008 ISBN 978-3-8329-4002-7 Gedruckt mit freundlicher Unterstützung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft – Arbeitskreis Wirtschaft und Recht, Essen. Meinen Großeltern 7 Geleitwort des Herausgebers Die Einheit von Herrschaft und Haftung beherrschte sowohl in Deutschland als auch in den USA lange Zeit die Diskussion über Sinn und Unsinn der beschränkten Haftung im Gesellschaftsrecht. Ein Brennpunkt der Diskussion war die Kommanditgesellschaft. Die gesetzlichen Leitbilder einer Kommanditgesellschaft deutschen Rechts bzw. einer limited partnership US-amerikanischer Prägung sehen vor, dass die Komplementäre die Geschäfte der Kommanditgesellschaft führen, die Kommanditisten dagegen von der Geschäftsführung und der Vertretung der Gesellschaft ausgeschlossen sind; im Gegenzug ist die Haftung der Kommanditisten im Regelfall begrenzt. In der Praxis wird freilich sowohl in Deutschland als auch in den USA von dem gesetzlichen Leitbild häufig abgewichen. Mittels vertraglicher Gestaltungen oder in sonstiger Weise versuchen die Parteien häufig, den Einfluss der Kommanditisten auf die Geschicke der Gesellschaft auszubauen und zu stärken. Damit gehen Haftungsfragen einher, die im deutschen Schrifttum nur teilweise aufgearbeitet sind. Die vorliegende Arbeit greift das Thema auf und stellt die Haftung des „herrschenden“ („geschäftsleitenden“) Kommanditisten bzw. des controlling limited partner in den größeren Zusammenhang der persönlichen Haftung bei börsenunabhängigen Gesellschaften. Die damit zusammenhängenden Fragen haben in den vergangenen zwanzig Jahren international dadurch an Gewicht und Brisanz gewonnen, dass die einzelstaatlichen Gesetzgeber in den USA sich mit der Schaffung immer neuer (Personen-)Gesellschaftsformen zu überflügeln versuchen, bei denen keine natürliche Person mehr unbeschränkt persönlich haftet (wie beispielsweise die Limited Liability Company, die Limited Liability Partnership und die Limited Liability Limited Partnership). Damit setzt sich in den USA das Prinzip von der beschränkten Haftung unternehmerisch Tätiger unabhängig von der gewählten Gesellschaftsrechtsform immer mehr durch. Der Wandel hat inzwischen in einigen US-Bundesstaaten auch zu einem Umdenken bezüglich der Haftung des controlling limited partner geführt. So bemerken die Verfasser des Uniform Limited Partnership Act (ULPA) von 2001, dass die unbeschränkte persönliche Haftung des „herrschenden“ Kommanditisten (controlling limited partner) in den USA ein „Anachronismus“ sei, weil der Uniform Limited Liability Limited Partnership Act Kommanditgesellschaften (limited partnerships) vorsehe, bei denen Komplementäre (natürliche Personen) persönlich nicht mehr unbeschränkt haften (siehe Official Comment zu § 303[a] ULPA 2001, 6a ULA 47 [West 2005]). Die 8 Verfasser des ULPA 2001 wollen das alte und bekannte Spannungsverhältnis zwischen der formalen Rechtsstellung des Kommanditisten („form“) und seinem tatsächlichen Verhalten („substance“) in solchen Fällen zu Gunsten der Form lösen, weil ihnen eine persönliche, unbeschränkte Haftung des geschäftsleitenden Kommanditisten nicht in das Bild von der beschränkten Haftung unternehmerisch Tätiger passt und sie solche Kommanditisten nicht schlechter stellen wollen, als diese stehen würden, wenn sich die Gesellschafter für die Wahl einer Limited Liability Limited Partnership entschieden hätten. Anlass für die Bearbeitung waren die Entscheidungen des XI. Zivilsenats des BGH vom 23.4.2002 (WM 2002, 1186) und des OLG Celle - 3 U 251/94 - vom 14.2.2001. In dem entschiedenen Fall ging es um die Haftungsverhältnisse einer aus einem deutschen Ehepaar und seinem minderjährigen Sohn bestehenden limited partnership New Yorker Rechts. Der Kläger, Konkursverwalter eines deutschen Bankhauses, nahm die Beklagte, die Witwe des verstorbenen Komplementärs, als Gesellschafterin der limited partnership auf Rückzahlung eines der Gesellschaft gewährten Kredits nebst Zinsen und Schadensersatz in Anspruch. Der Kläger hatte vorgetragen, die Beklagte habe derart in die Geschäftsführung der limited partnership eingegriffen, dass sie ungeachtet ihrer Stellung als Kommanditistin wie ein Komplementär persönlich und unbeschränkt hafte. Das Landgericht Hannover hatte die Klage abgewiesen, das OLG Celle hatte der Klage dagegen im Wesentlichen stattgegeben. Die Revision führte zur Aufhebung des Berufungsurteils und zur Zurückweisung der Rechtssache an das Oberlandesgericht. Die Untergerichte hatten zutreffend das Recht des US-Bundesstaates New York für anwendbar gehalten, das einschlägige Recht aber nur unvollkommen ermittelt. Die Sache wurde später durch Vergleich beendet. Der Verfasser hat ein anspruchsvolles Thema bearbeitet, dass ihn von der vermeintlich „technischen“ Frage der Haftung des in die Geschäftsführung der Kommanditgesellschaft eingreifenden Kommanditisten zu Grundfragen des Gesellschaftsrechts in einem von parteiautonomer Rechtswahlfreiheit und grenzüberschreitender Niederlassungsfreiheit gekennzeichneten Markt für Gesellschaftsrechtsformen führt. Der Verfasser hat das theoretisch spannende, praktisch wichtige und hoch aktuelle Thema mit Hilfe ökonomischer Überlegungen und einer gelungenen rechtsvergleichenden Methodik tief schürfend aufgearbeitet. Seine These, dass das Privileg der beschränkten Haftung bei Kleinunternehmen weder den Anteilseignern erhebliche Vorteile verschafft noch volkswirtschaftlich erwünscht ist, wird die 9 wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Folgen der Rechtswahlfreiheit im Gesellschaftsrecht nachhaltig befruchten. Heidelberg, im Juni 2008 Werner F. Ebke 11 Vorwort Die vorliegende Arbeit entstand während meiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsches und europäisches Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht in Heidelberg. Sie wurde im Frühjahr 2008 an der Ruprecht-Karls- Universität Heidelberg als Dissertation angenommen. Für die Veröffentlichung wurde die Bearbeitung des Manuskripts Ende Juli 2008 abgeschlossen. Rechtsprechung und Schrifttum wurden bis zu diesem Zeitpunkt berücksichtigt. Besonderer Dank gilt zunächst meinem Doktorvater Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Werner F. Ebke, LL.M., der die Wahl des Themas anregte, mich während der Promotionszeit beispielhaft fachlich und persönlich betreute und das Erstgutachten erstellte. Bedanken möchte ich mich auch bei Herrn Vors. Richter am BGH Prof. Dr. Wulf Goette für die sehr zügige Erstellung des Zweitgutachtens. Großer Dank gilt zudem der Studienstiftung des deutschen Volkes, die mich während der Erstellung der Arbeit mit einem Promotionsstipendium förderte. Zudem möchte ich mich bei dem „Arbeitskreis Wirtschaft und Recht“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft für den großzügen Druckkostenzuschuss ganz herzlich bedanken. Ferner möchte ich mich bei Herrn Prof. Stanley Siegel von der New York University School of Law für die äußerst wertvollen Gespräche über das USamerikanische Gesellschaftsrecht bedanken. Dank gilt auch der University of Michigan, Ann Arbor, die mir einen Forschungsaufenthalt ermöglichte und Herrn Prof. William Weiner von der Cooley Law School, der mir während des USA-Aufenthaltes immer eine große Hilfe war. Ferner danke ich Herrn Dr. Boris Paal, M.Jur. (Oxford) für seine überaus hilfreichen Hinweise und Verbesserungsvorschläge sowie die unermüdliche Korrekturarbeit. Letztlich gilt ganz besonderer Dank meiner geliebten Familie, die mir meine gesamte Ausbildung erst ermöglichte und mir auch während der Promotionszeit stets mit Rat und Tat zur Seite stand. Ohne sie wäre diese Arbeit so nicht abgeschlossen worden. Dank gilt auch meiner Freundin, die mir in den vier Jahren beiseite stand und mich immer unterstützte. Abschließend möchte ich all denen Dank sagen, die mich während der Anfertigung der Arbeit in fachlicher oder persönlicher Hinsicht unterstützt haben und damit ebenfalls zum Gelingen der Arbeit beitrugen. Hamburg, im August 2007 Benjamin-Ernst Leyendecker 13 Inhaltsverzeichnis Vorbemerkungen 29 § 1: Einführung 29 A. Die traditionelle Zweiteilung der Gesellschaftsformen 31 B. Die erste hybride Rechtsform – die Kommanditgesellschaft 32 C. Problemaufriss 35 D. Anlass für die Arbeit 37 E. Erkenntnisziel der Arbeit 39 F. Gang der Untersuchung 40 1. Kapitel: Deutschland 43 § 2: Inhaberschaft, Geschäftsführungsmacht und Haftung in der KG 43 A. Historischer Ausgangspunkt 43 B. Lösungsansätze bis zum Rektor-Urteil 47 I. Das Wesensargument 48 II. Herrschaft und Haftung 48 III. Die Typenlehre 50 C. Das Rektor-Urteil des BGH 51 I. Der Einfluss des Rektor-Urteils auf die Diskussion 53 1. Die Ablehnung der Typenlehre und des Wesensarguments 54 2. Die Ablehnung des Prinzips „Herrschaft und Haftung“ 54 II. Zwischenbilanz bis zum Rektor-Urteil 56 D. Lösungsansätze nach dem Rektor-Urteil 57 I. Durchgriffshaftung im Recht der Personengesellschaften 57 II. Grundlagen der Durchgriffshaftung 58 III. Echte Durchgriffshaftung auf den herrschenden Kommanditisten 59 1. Missbrauch des Haftungsprivilegs 60 a) Die Rechtsprechung 61 b) Die Literatur 61 (1) Rechtsmissbrauch bei umfassender Vertretungsmacht 62 (2) Rechtsmissbrauch bei einer Strohmann-KG 62 (3) Grundsätzlich kein Rechtsmissbrauch 63 c) Rechtliche Würdigung 65 2. Unterkapitalisierung 67 a) Definition Unterkapitalisierung 68 14 b) Nominelle und materielle Unterkapitalisierung 68 c) Rechtsfolgen der materiellen Unterkapitalisierung 69 d) Materielle Unterkapitalisierung bei der „reinen“ KG 70 (1) Die Rechtsprechung 71 (2) Die Literatur 71 e) Rechtliche Würdigung 74 3. Ergebnis zur echten Durchgriffshaftung 76 IV. Unechte Durchgriffshaftung auf den herrschenden Kommanditisten 77 1. Vertragshaftung 77 2. Kommanditistenhaftung durch Pfändung eines Freistellungsanspruchs 78 a) Ausdrückliche Freistellung bei der Strohmann-KG 79 b) Zwingende Freistellungsvereinbarung 79 3. Vertrauenshaftung 80 a) Haftung aus Rechtsscheinsgrundsätzen 80 (1) Rechtsscheinshaftung entgegen der Registerpublizität 81 (2) Einzelne Rechtsscheinstatbestände 82 b) Haftung aus cic 84 4. Allgemeine Deliktshaftung 85 a) Objektive Voraussetzungen § 826 BGB 86 (1) Verlagerung der Herrschaftsmacht 87 (2) Zusätzliche Unterkapitalisierung 87 b) Subjektive Voraussetzungen 88 E. Abschließende Würdigung 89 § 3: Zusammenfassung der Ergebnisse im deutschen Recht 92 2. Kapitel: USA 95 § 4: Inhaberschaft, Geschäftsführungsmacht und Haftung in der LP 95 A. Rechtsquellen 95 I. Die Uniform Limited Partnership Acts 96 II. Zeitlicher Anwendungsbereich der Uniform Laws 97 B. Methodische Vorgehensweise 98 C. Die gesetzliche Haftung des herrschenden Limited Partner 99 I. Die ersten Limited Partnership Acts 100 II. Der Uniform Limited Partnership Act von 1916 103 1. Der Haftungstatbestand § 7 ULPA 1916 104 a) Der Control Test 105 15 (1) Maßnahmen als bloßer Gesellschafter 106 (2) Maßnahmen als Angestellter/Vertreter der Gesellschaft 107 (3) Maßnahmen des Day-To-Day Business 110 (4) Die Klageerhebung durch den Limited Partner 112 (5) Leitlinien zum Control Test 113 b) Der Reliance Test 116 (1) Die Rechtsprechung 117 (2) Die Literatur 118 c) Die Einflussnahme über den Corporate General Partner 119 (1) Anwendung des Control Test 120 (2) Anwendung des Reliance Test 121 (3) Durchgriffshaftung 123 d) Haftungsumfang 124 2. Ergebnis zum Haftungstatbestand § 7 ULPA 1916 126 III. Der Revised Uniform Limited Partnership Act von 1976 127 1. Der Haftungstatbestand § 303 (a) RULPA 1976 128 a) Der Substantially-the-Same-as Test 129 (1) Die Haftungsvoraussetzungen 129 (2) Leitlinien 131 b) Das Actual–Knowledge-Kriterium 132 c) Das Reliance-Erfordernis 133 d) Die Einflussnahme über den Corporate General Partner 135 e) Der Safe harbor-Katalog § 303 (b) RULPA 1976 138 f) Ergebnis 141 2. Der Haftungsumfang unter dem RULPA 1976 141 a) § 303 (a) S. 1 RULPA 1976 141 b) § 303 (a) Satz 2 2. Halbsatz 142 IV. Der Revised Uniform Limited Partnership Act i. d. F. von 1985 143 1. Der Haftungstatbestand § 303 (a) RULPA 1985 143 a) Die Control Rule (§ 303 [a] Satz 1) 143 b) Der Reliance Test (§ 303 [a] Satz 2) 144 c) Haftungsvoraussetzungen 145 2. Der Safe harbor-Katalog 148 a) Corporate General Partner § 303 (b) (1) 149 b) Der Auffangtatbestand § 303 (b) (6) (ix) 149 c) Problemfälle 150 V. Abweichende Regelungen einzelner Bundesstaaten 152 1. Delaware 152 2. Georgia und Missouri 153 16 VI. Der ULPA 2001 155 D. Die übergesetzliche Haftung des herrschenden Limited Partner 156 I. Indizien für Haftungsmöglichkeiten im Wortlaut des ULPA 2001 156 II. Liability of Purported Limited Partner 157 III. The Doctrine of Piercing the Veil 161 1. Grundlagen der Veil Piercing Doctrine 162 2. Anwendungsbereich 164 3. Allgemeine Voraussetzungen 165 a) Einzelne Tatbestände 166 (1) Undercapitalization 167 (2) Instrumentality oder Alter Ego 171 b) Fairness Requirement 172 4. Anwendbarkeit der Veil-Piercing-Grundsätze auf die LP 173 a) Bisherige Rechtslage 173 b) Anhaltspunkte in der Rechtsprechung 174 (1) Sloan v. Thornton 175 (2) C.F. Trust, Inc. v. First Flight Limited Partnership 175 c) Argumente für die Ausweitung der Veil Piercing Doctrine 178 d) Anwendung der Fallgruppen auf die limited partnership 179 5. Ergebnis 180 § 5: Zusammenfassung der Ergebnisse im US-amerikanischen Recht 180 3. Kapitel: Rechtsvergleichende Analyse 184 § 6: Systematisierung der bisherigen Ergebnisse 184 A. Fallgruppen 185 I. Einflussnahme als bloßer Gesellschafter 185 1. Deutschland 185 2. USA 186 II. Einflussnahme als bloßer Stellvertreter, Prokurist oder Angestellter 188 1. Deutschland 188 2. USA 190 III. Einflussnahme in der Strohmann-KG 191 1. Deutschland 191 2. USA 193 B. Ergebnis 195 § 7: Auswertung der Ergebnisse 197 17 A. Die extensive Haftung des herrschenden Limited Partner in den USA 198 I. Historische Ausgangslage 198 II. Die Zweiteilung zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften 200 III. Einfluss des Common Law 201 IV. Fehlende Handelsregisterpublizität 203 V. Ergebnis 205 B. Die Haftung des herrschenden Kommanditisten in Deutschland 207 I. Handelsregisterliche Publizität 208 1. Das Handelsregister 208 2. Wertungen des deutschen Registersystems 208 a) Schutz des eingetragenen Kaufmanns 209 b) Risikoverteilung 210 II. Kundgabegrundsatz 211 III. Ergebnis 213 C. Der Strukturwandel der US-amerikanischen Limited Partnership 214 I. Evolution gesellschaftsrechtlicher Rechtsformen 214 a) Rechtsformenvielfalt 215 b) Limited Liability Company 215 c) Limited Liability Partnership 217 d) Limited Liability Limited Partnership 217 2. Neue steuerrechtliche Klassifizierungsregeln 218 a) Four-Factor Resemblance Test 219 b) Check-the-Box Classification Rules 220 3. Zwischenergebnis 220 II. Märkte machen Recht 222 1. Internal Affairs Doctrine 223 2. Wettbewerb im Gesellschaftsrecht 225 3. Rechtsformenwettbewerb 226 4. Auswirkungen 228 a) Race for the Bottom 229 b) Race to the top 230 c) Fazit 231 III. Ergebnis 233 § 8: Folgerungen für das nationale Gesellschaftsrecht 233 A. Wettbewerb der Rechtsordnungen in Europa 233 I. Internationale Konkurrenz von hybriden Rechtsformen 236 1. Englische Limited 236 2. Englische Limited Liability Partnership 237 18 II. Zwingender Abschied von traditionellen Gesellschaftsformen? 238 III. Reformbemühungen und Gesetzesvorschläge 239 1. Modernisierung des bestehenden Regelungswerkes 239 2. Ursprüngliche Vorschläge zur Schaffung einer neuen Rechtsform 240 a) Kaufmann mit beschränkter Haftung 240 b) Basisgesellschaft mit beschränkter Haftung 241 c) Kommanditgesellschaft mit beschränkter Haftung 242 d) Unternehmergesellschaft 243 3. Die Unternehmergesellschaft UG (haftungsbeschränkt) - § 5 a GmbHG-RegE 244 IV. Rechtliche Würdigung 246 B. Der Gläubigerschutz im Rahmen des Strukturwandels 247 I. Mindestkapitalvorschriften 249 II. Privatautonomer Selbstschutz 252 1. Einschränkung des privatautonomen Selbstschutzes 254 2. Fazit 255 III. Publizität 256 IV. Verhaltensbezogene Haftungsnormen 257 1. Wrongful trading 259 2. Directors’ Duties for the Benefit of Creditors 259 3. Directors’ disqualification 260 4. Action en comblement du passif 260 5. Haftungsdurchgriff 261 6. Fazit 262 V. Schlussfolgerung 263 C. Die Rechtsökonomie hybrider Rechtsformen 265 I. Die beschränkte Haftung bei Publikumsgesellschaften 266 II. Die generelle Irrelevanz gesetzlicher Haftungsbeschränkungen 270 III. Ökonomische Folgen der beschränkten Haftung für „jedermann“ 272 1. Gefahr der Negativauslese 274 2. Gefahr einer Störung der Verteilungsgerechtigkeit 275 IV. Widerspruch zur Entwicklung in den USA? 276 D. Abschließende Würdigung 278 § 9: Zusammenfassung der Ergebnisse 283 Literaturverzeichnis 289 19 Abkürzungsverzeichnis A.(2d) Atlantic Reporter (Second Series) a. A. am Anfang / andere (r) Ansicht a.a.O. am angegebenen Ort a. E. am Ende a. F. alte Fassung A.L.R. (3d, 4th) American Law Reports Annotated (3d, 4th Series) ABA. American Bar Association ABA J. American Bar Association Journal abl. ablehnend AcP Archiv für die civilistische Praxis ADHGB Allgemeines Deutsches Handelsrecht aff´d affirmed AG Aktiengesellschaft AktG Alabama bzw. Alabama Reports Ala.Law. Alabama Lawyer Am.Bus.L.J. American Business Law Journal Amend. Amendment Am.J.Comp.L. American Journal of Comparative Law Am.Jur.(2d, 3d) American Jurisprudence (Second, Third Series) Am.L.& Econ.Rev. American Law and Economics Review Am.U.J. Int´l L. & Pol`y American University Journal of International Law and Policy Anh. Anhang Anm. Anmerkung Ann. Annotation, annotated App.Div. Appellate Division Ariz. Arizona bzw. Ariz. Reports Ariz.Rev.Stat. Arizona Revised Statutes Ariz.St.L.J. Arizona State Law Journal Ark. Arkansas bzw. Arkansas Reports Ark.L.Rev. Arkansas Law Review Ark.L.Notes Arkansas Law Notes Aufl. Auflage BAG Bundesarbeitsgericht Baylor L.Rev. Baylor Law Review BayOblG Bayerisches Oberstes Landesgericht BB Betriebsberater Bd. Band Bell J.Econ. Bell Journal of Economics 20 Berkeley Bus.L.J. Berkeley Business Law Journal BGB Bürgerliches Gesetzbuch BGBl. Bundesgesetzesblatt BGH Bundesgerichtshof BGH Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Zivilsachen BFuP Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis Boston U.L.Rev. Boston University Law Review BRAK-Stellungnahme Stellungnahme der Bundesrechtsanwaltskammer BSG Bundessozialgericht Bsp. Beispiel Bus.Entities Business Entities Bus.Law. The Business Lawyer Bus.Law Rev. Business Law Review bzw. beziehungsweise C.A. Court of Appeal C.C. Codice Civile (italienisches Zivilgesetzbuch) Cal. California Cal.App. California Appellate Reports Cal. (2d) California Reports (Second Series) Cal.Corp.Code California Corporation Code Calif.Civil.Code California Civil Code Cal.L.Rev. California Law Review Cal.Rptr. California Reporter Cap.U.L.Rev. Capital University Law Review Cardozo L.Rev. Cardozo Law Review Case W.Res.L.Rev. Case Western Reserve Law Review Cath.U.L.Rev. Catholic University of America Law Review CCom Código de Commercio CC Code de Commerce Cir. Circuit Civ.App. Court of Civil Appeals Co. Company col. Columne; Spalte Colo.Rev.Stat. Colorado Revised Statutes Col.L.Rev. Colorado Law Review Colum.Bus.L.Rev. Columbia Business Law Review Colum.L.Rev. Columbia Law Review Comp.Lawyer The Company Lawyer Conn. Connecticut bzw. Connecticut Reports Cornell L.Rev. Cornell Law Review Corp. Corporation 21 Creighton L.Rev. Creighton Law Review Ct. Court Ct.App. Court of Appeals Cum.Supp. Cumulative Supplement D. District DB Der Betrieb D.C. District of Columbia Del. Delaware Del.Code Delaware Code Del.J.C.L. Delaware Journal of Corporate Law Del.Laws Laws of Delaware Del.Rev.Code Revised Code of Delaware DePaul Bus.L.J. DePaul Business Law Journal ders. derselbe Dept. Department Distr. District dies. dieselbe dies. dieselben Diss. Dissertation DJ Deutsche Justiz DK Der Konzern DNotZ Deutsche Notarzeitung DR Deutsches Recht Drake L.Rev. Drake Law Review DS Denkschrift Duke L.J. Duke Law Journal DZWir Deutsche Zeitschrift für Wirtschaftsrecht E.D. Eastern District Econ.Hist.Rev. Economic History Review ed. edition EGBGB Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche Einl. Einleitung Emory L.Rev. Emory Law Review Eng.Rep. English Reports EuR Europarecht EWiR Entscheidungen zum Wirtschaftsrecht EWS Europäisches Wirtschafts- und Steuerrecht F.(2d) Federal Reporter (Second Series) F.R.B. Federal Reserve Board F.R.C.P. Federal Rules of Civil Procedure F.R.D. Federal Rules and Decisions 22 F.Supp. Federal Supplement Fed.Sec.Code Federal Securities Code FG Festgabe Fla. Florida Fla. B.J. Florida Bar Journal Fla.L.Rev. Florida Law Review Fla.Stat. Florida Statutes Fla.St.U.L.Rev. Florida State University Law Review Fla.Tax Rev. Florida Tax Review Fn. Fussnote Ford.L.Rev. Fordham Law Review FS Festschrift Ga. Georgia bzw. Georgia Reports Ga.App. Georgia Appeals Reports Ga.Code Ann. Georgia Code Annotated Ga.L.Rev. Georgia Law Review Ga.St.Bar J. Georgia State Bar Journal GbR Gesellschaft bürgerlichen Rechts Gen Genossenschaft Geo.Wash.L.Rev. Georg Washington Law Review GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbHG GmbHG-Gesetz GmbHR GmbH-Rundschau GrünhutsZ Grünhuts Zeitschrift für das private und das öffentliche Recht GS Gedächtnisschrift h. A. herrschende Ansicht h. M. herrschende Meinung HansRGZ Hanseatische Recht- und Gerichts-Zeitschrift Harv.Bus.Rev. Harvard Business Review Harv.Int.L.J. Harvard International Law Journal Harv.L.Rev. Harvard Law Review Hastings L.J. Hastings Law Journal How.L.Rev. Howard Law Review HGB Handelsgesetzbuch Hrsg. Herausgeber i. d. F. in der Fassung i. d. R. in der Regel i. S. d. im Sinne des i. V. m. in Verbindung mit ibid. ibidem id. idem 23 Idaho L.Rev. Idaho Law Review Ill. Illinois Ill.B.J. Illinois Bar Journal Ill.L.Rev. Illinois Law Review Inc. Incorporated Ind. Indiana Ind.L.J. Indiana Law Journal Ins. Insurance Insbs. Insbesondere Int. Auditor Internal Auditor Int.Lawyer International Lawyer Int´l International Iowa L.Rev. Iowa L.Rev. IPR Internationales Privatrecht IPrax Praxis des internationalen Privat- und Verfahrensrechts IStR Internationales Steuerrecht IWB Internationale Wirtschaftsbriefe J. Judge; Justice J.Bus. Journal of Business J.Bus.L. Journal of Business Law J.Corp.F. Journal of Corporate Finance J.Corp.L. Journal of Corporation Law J.Fin. Journal of Finance J.Fin.Econ. Journal of Finance and Economics J.Fin. & Quant. Analy. Journal of Financial and Quantitative Analysis J.I.B.L. Journal of International Banking Law J.Int.Bus.L. Journal of International Business Law J.Legal Stud. Journal of Legal Studies J.L. & Econ. Journal of Law and Economics J.L.Econ. & Org. Journal of Law, Economics and Organization JA Juristische Arbeitsblätter JBl. Juristische Blätter JuS Juristische Schulung JW Juristische Wochenschrift JZ Juristenzeitung Kan. Kansas bzw. Kansas Reports Kan.App. Kansas Court of Appeal Reports Kan.L.Rev. Kansas Law Review Kap. Kapitel Ky. Kentucky Ky.L.J. Kentucky Law Journal 24 Ky.L.Rev. Kentucky Law Review Law & Contemp.Probs. Law and Contemporary Problems L.Q.R. Law Quarterly Review L.Rev. Law Review L.J. Law Journal L.J. Lord Justice L.W. Law Weekly La. Louisiana La.L.Rev. Louisiana Law Review La.Rev.Stat. Louisiana Revised Statutes LG Landgericht LLC Limited Liability Company LLP Limited Liability Partnership LMK Lindenmaier-Möhring, Kommentierte BGH Rechtsprechung LP Limited Partnership LLLP Limited Liability Limited Partnership Loy.L.Rev. Loyola Law Review M.D. Middle District m. w. N. mit weiteren Nachweisen Marq.L.Rev. Marquette Law Review Mass. Massachusetts Mass.Ann.Laws Massachusetts Annotated Laws McClure’s McClure Magazine McGeorg L.Rev. McGeorg School of Law Law Review Md. Maryland Md.L.Rev. Maryland Law Review MDR Monatsschrift für Deutsches Recht Mercer L.Rev. Mercer Law Review Mich. Michigan bzw. Michigan Reports Mich.App. Michigan Appeals Reports Mich.L.Rev. Michigan Law Review Minn. Minnesota bzw. Minnesota Reports Minn.L.Rev. 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Nevada Reports Nev.Rev.Stat. Nevada Revised Statutes NJW Neue Juristische Wochenschrift NJW-RR NJW- Rechtsprechungs-Report Zivilrecht Nw.U.L.Rev. Northwestern University Law Review Nr. Nummer NZG Neue Zeitschrift für Gesellschaftsrecht oHG offene Handelsgesellschaft Ohio App. Court of Appeal, Ohio Ohio St.L.J. Ohio State Law Journal Okla. Oklahoma Okla.L.Rev. Oklahoma Law Review OLG Oberlandesgericht OLGRspr. Die Rechtsprechung der Oberlandesgerichte auf dem Gebiet des Zivilrechts Ore. Oregon Or.L.Rev. Oregon Law Review p. page P.(2d) Pacific Reporter (Second Series) Pa. Pennsylvania bzw. Pennsylvania Reports Pa.Super. Pennsylvania Superior Court Reports 26 Pac.L.J. Pacific Law Journal Prob. & Prop. Probate and Property RabelsZ Rabelszeitschrift für ausländisches und internationals Privatrecht Real Prop.Prob & Tr.J. Real Property, Probate and Trust Journal RegE Regierungsentwurf Rec. Record REStG Reichseinkommensteuergesetz rev´d reversed RG Reichsgericht RGBl. Reichsgerichtsgesetzblatt RGSt. Entscheidungen des Reichsgerichts in Strafsachen RGZ Entscheidungen des Reichsgerichts in Zivilsachen RIW Recht der internationalen Wirtschaft Rn. Randnummer RPfl. Der deutsche Rechtspfleger RULPA Revised Uniform Limited Partnership Act Rutgers L.Rev. Rutgers Law Review Rz. Randziffer S. Seite S.Ct. Supreme Court S.D. Southern District bzw. South Dakota Reports S.D. Southern Dakota S.D.L.Rev. South Dakota Law Review S.D.N.Y Southern District of New York S.E. Southeastern Reporter S.W.(2d) Southwestern Reporter (Second Series) SA 1933 Securities Act von 1933 SEA 1934 Securities and Exchange Act von 1934 SEC Securities and Exchange Commission sec. section Sing.J.Legal Studies Singapore Journal of Legal Studies SJZ Schweizerische Juristenzeitung Small Bus.Econ. Small Business Economy Small & Emerging Bus. J.Small and Emerging Business Journal So. (2d) Southern Reporter (Second Series) So.Cal.L.Rev. Southern California Law Review Sp. Spalte Stan.L.Rev. Stanford Law Review Stat. Statute StGB Strafgesetzbuch St. John’s L.Rev. St. John’s Law Review 27 St. Mary’s L.Rev. St. Mary’s Law Review StuW Zeitschrift für Steuer und Wirtschaft StudZR Studentische Zeitschrift für Rechtswissenschaft Sup.Ct. Supreme Court Suffolk U.L.Rev. Suffolk University Law Review Sw.L.J. Southwestern Law Journal Sw.U.L.Rev. Southwestern University Law Review SWI Steuer und Wirtschaft International Syracuse L.Rev. Syracuse Law Review T.Jefferson L.Rev. Thomas Jefferson Law Review Tenn. Tennesse bzw. Tennesse Reports Tex. Texas bzw. Texas Reports Tex.L.Rev. Texas Law Review Tex.Tech.L.Rev. Texas Tech Law Review Theoretical Inquiries L. Theoretical Inquiries of Law Tulane L.Rev. Tulane Law Review Tulsa J. Comp & Int'l L. Tulsa Journal of Comparative and International Law u. a. und andere / unter anderem U. Uniform U.C.C. Uniform Commercial Code U.C.Davis L.Rev. University of California at Davis Law Review U.Chi.L.Rev. University of Chicago Law Review U.Cin.L.Rev. University of Cincinnati Law Review U.C.L.A.L.Rev. University of California Los Angeles Law Review U.Ill.L.Rev. University of Illinois Law Review U.Kan.L.Rev. University of Kansas Law Review U.M.K.C.L.Rev. University of Missouri-Kansas City Law Review U.Miami L.Rev. University of Miami Law Review U.Pa.L.Rev. University of Pennsylvania Law Review U.Pitt.L.Rev. University of Pittsburgh Law Review U.S. United States Reporter U.S.F.L.Rev. University of San Francisco Law Review U.S.C. United States Code U.S.L.W. United States Weekly ULPA Uniform Limited Partnership Act UPA Uniform Partnership Act US United States of America Utah Code Ann. Utah Code Annotated Utah L.Rev. Utah Law Review v. versus (gegen) Va. Virginia bzw. Virginia Reports 28 Va.J.Int.L. Virginia Journal of International Law Va.L.Rev. Virginia Law Review Vand.L.Rev. Vanderbilt Law Review Verf. Verfasser vgl. vergleiche Vol. Volume Vorb. Vorbemerkung W.Res.L.Rev. Western Reserve Law Review Wake Forest L.Rev. Wake Forest Law Review Wash. Washington bzw. Washington Reports Wash. & Lee L.Rev. Washington & Lee Law Review Wash.L.Rev. Washington Law Review Wash.U.L.Q. Washington University Law Quarterly WiB Wirtschaftsrechtliche Beratung Willamette L.Rev. Willamette Law Review Wis. Wisconsin bzw. Wisconsin Reports Wis.L.Rev. Wisconsin Law Review WM Wertpapier-Mitteilungen WuB Entscheidungssammlung zum Wirtschafts- und Bankrecht WuW Wirtschaft und Wettbewerb Wyo. Wyoming Wyo.Stat. Wyoming Statutes Yale L.J. Yale Law Journal z. B. zum Beispiel ZBB Zeitschrift für Bank und Börsenrecht ZfB Zeitschrift für Betriebswirtschaft ZfRV Zeitschrift für Rechtsvergleichung ZGR Zeitschrift für Gesellschafts- und Unternehmensrecht ZHR Zeitschrift für das gesamte Handelsrecht und Wirtschaftsrecht ZIP Zeitschrift für Wirtschaftsrecht und Insolvenzpraxis ZNotP Zeitschrift für die Notarpraxis ZSR Zeitschrift für schweizerisches Recht ZVglRWiss Zeitschrift für vergleichende Rechtswissenschaften

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Zusammenfassung

Die Einheit von Herrschaft und Haftung beherrschte in Deutschland wie in den USA lange Zeit die Diskussion über den Sinn und Unsinn der beschränkten Haftung im Gesellschaftsrecht. Um opportunistischem Handeln von herrschenden Gesellschaftern entgegenzuwirken, wurde die beschränkte Haftung nur gegen einen Verlust von Mitwirkungsbefugnissen in der Gesellschaft gewährt. Eine Trennung von Herrschaft und Haftung war nicht möglich. In Deutschland wurde dieses Dogma durch die atypische KG bereits frühzeitig durchbrochen. In den USA trat eine solche Entwicklung erst vollständig in den letzten Jahrzehnten ein. In jüngster Zeit entstand in den europäischen Rechtsordnungen ein neuer Reformprozess, der maßgeblich durch die Bestrebungen geprägt war eine mindestkapitallose Gesellschaftsform mit beschränkter Haftung zu kreieren, in der die Gesellschafter die Kontrolle über die Gesellschaft ausüben können.

Das Werk zeigt die die Ursachen für diese Entwicklung sowie die rechtlichen und ökonomischen Konsequenzen einer Durchbrechung des Grundsatzes einer Einheit von Herrschaft und Haftung im Gesellschaftsrecht auf und hinterfragt diese im Hinblick auf den weltweiten Markt der Gesellschaftsrechte.