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Thomas Bliesener, Resilienz. Schutzfaktoren für delinquentes Handeln in:

Dieter Hermann, Andreas Pöge (Ed.)

Kriminalsoziologie, page 263 - 276

Handbuch für Wissenschaft und Praxis

1. Edition 2018, ISBN print: 978-3-8487-2806-0, ISBN online: 978-3-8452-7184-2, https://doi.org/10.5771/9783845271842-262

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Resilienz. Schutzfaktoren für delinquentes Handeln Thomas Bliesener Einleitung Eine der Kernfragen der Kriminologie ist, warum und unter welchen Umständen Menschen abweichendes Verhalten zeigen, das gegen gültige Rechtsnormen verstößt. Insbesondere im Rahmen der entwicklungsorientierten Kriminologie werden seit Längerem die Faktoren und Prozesse untersucht, die auf der individuellen Ebene die Ausbildung und Stabilisierung eines normverletzenden Verhaltens begünstigen. Parallel zur Analyse der Entstehung nichtnormativen Verhaltens hat sich in den letzten Jahrzehnten aber unter dem Stichwort „Resilienz“1 auch ein Fokus auf eine normative Entwicklung unter nicht-normativen Bedingungen entwickelt. Mit Resilienz wird in den Sozialwissenschaften das Phänomen oder der Prozess einer positiven Anpassung unter widrigen Lebensumständen bezeichnet (Luthar 2006; Luthar/Cicchetti et. al. 2000). Aus einer kriminologischen Perspektive sind widrige Umstände gleichzusetzen mit dem Vorliegen von Risikofaktoren, die nachweislich – in der Regel heißt das, statistisch – die Entstehung und Aufrechterhaltung normabweichenden Verhaltens begünstigen. Dementsprechend bedeutet unter dieser Perspektive Resilienz die „Widerständigkeit“ gegenüber kriminologisch bedeutsamen Risikofaktoren.2 Anders als der Begriff der Widerständigkeit suggeriert, ist mit Resilienz jedoch nicht eine aktive Widerstandskraft des Individuums oder gar eine bewusste Entscheidung des Einzelnen gegenüber Verlockungen gemeint. Zudem ist Resilienz ein theoretisches Konstrukt, das zwei weiteren theoretischen Dimensionen übergeordnet ist: der positiven Anpassung bzw. Entwicklung und den bedeutsam widrigen Umständen. Damit ist Resilienz nicht direkt beobachtbar, sondern nur aus den zugrundeliegenden dimensionalen Konstrukten ableitbar. Dem Konstrukt der Resilienz eines Individuums liegt die Annahme zugrunde, dass die Wirkung der auf das Individuum wirkenden Risikofaktoren durch Schutzfaktoren aufgehoben oder reduziert werden kann. Zudem wird Resilienz als eine dynamische Eigenschaft verstanden, d.h., Resilienz wird nicht als absolutes und stabiles Merkmal einer Person (Trait) betrachtet, sondern Resilienz bezieht sich auf eine gegenwärtige Widerständigkeit gegenüber einer aktuellen Risikobelastung und deren spezifischen erwartbaren Auswirkungen (Garmezy 1985). Dieser Zustand, der einer austarierten Waage vergleichbar ist, kann dem Bild entsprechend 1. 1 Der Begriff Resilienz stammt ursprünglich aus der Materialwirtschaft und beschreibt die Fähigkeit eines Materials, nach einer elastischen Verformung durch eine von außen wirkende Kraft wieder in den ursprünglichen Zustand zurückzukehren (Bliesener/Lösel 1992; Lösel/Bliesener 1990; Lösel/Bliesener et al. 1989). In den Humanund Sozialwissenschaften wurde das Konzept der Resilienz oder „Invulnerabiltät", das eine gesunde Entwicklung trotz risikobehafteter Lebensumstände beschreibt, erstmals von Garmezy und Nuechterlein (1972) sowie Anthony (1974) beschrieben. 2 Der Resilienz wird häufig der Begriff der Vulnerabilität gegenübergestellt, der eine besondere Ansprechbarkeit auf einzelne Risiken oder eine komplexere Risikobelastung bezeichnet. 263 durch eine Veränderung auf der Seite der Risikofaktoren oder auf der Seite der Schutzfaktoren aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Zudem beschreibt das Konzept der Resilienz nicht eine umfassende positive Entwicklung in allen Funktions- und Kompetenzbereichen, sondern sie bezieht sich in der Regel auf eine spezifische und umschriebene abhängige Ergebnisvariable (wie z.B. Schulleistung oder normkonformes Verhalten; Fergus/Zimmerman 2005; Luthar 2006).3 Schutzfaktoren Kriminologisch bedeutsame Schutzfaktoren finden sich in allen Lebensbereichen und allen Entwicklungsphasen des Menschen. Für die Wirkungsweise der Schutzfaktoren gibt es bisher unterschiedliche Modellannahmen. Generell werden bei den Schutzfaktoren (1) direkt protektive oder promotive Faktoren und (2) risikobasierte oder interaktiv-protektive Faktoren unterschieden (Luthar/Cicchetti et. al. 2000; Sameroff/Bartko et al. 1998).4 Zu den direkt protektiven oder promotiven bzw. entwicklungsförderlichen Faktoren werden Merkmale oder Prozesse gezählt, die direkt mit einer geringen Wahrscheinlichkeit normabweichenden Verhaltens einhergehen (Garmezy/Masten et al. 1984; Riesner 2014). Promotive Faktoren haben eine entwicklungsbegünstigende Wirkung auf das Individuum, unabhängig vom Vorhandensein von Risikofaktoren oder vom Kontext (im Sinne eines varianzanalytischen Haupteffekts, siehe Abbildung 1a; Farrington/Loeber et al. 2008; Loeber/Farrington 2012). Anders ausgedrückt haben promotive Faktoren einen günstigen Effekt auf die Entwicklung bzw. hinsichtlich der Ausbildung problematischen Verhaltens für die gesamte Population (Krohn et al. 2014). Wie Farrington und andere (2008) in der Pittsburgh-Youth-Study zeigen konnten, ist z.B. Ängstlichkeit ein promotiver Faktor hinsichtlich der Gewalt- und Eigentumsdelinquenz. Hoch ängstliche Jugendliche zeigen sowohl unter risikoarmen wie auch unter risikoreichen Bedingungen weniger Delinquenz als ihre weniger ängstlichen Altersgenossen. Konzeptionell sind promotive Faktoren oft jedoch kaum von Risikofaktoren zu unterscheiden, da es sich bei ihnen in der Regel um die gegenläufige Ausprägung einer Variable handelt, die in der anderen Richtung einen Risikofaktor darstellt. So stellt ein unangemessenes und inkompetentes Erziehungsverhalten der Eltern ein Risiko für die Entwicklung antisozialen Verhaltens des Nachwuchses dar, ist das elterliche Erziehungsverhalten dagegen angemessen und kompetent, fördert es die soziale Kompetenz und ein angemessenes Durchsetzungsverhalten der Kinder und Jugendlichen. 2. 3 Es findet sich jedoch auch ein verabsolutierendes Verständnis des Phänomens, bei dem eine umfassende positive Entwicklung in unterschiedlichen Verhaltens- und Kompetenzbereichen angenommen wird (siehe Bernard 1993). 4 In der Literatur finden sich auch andere Bezeichnungen für diese beiden Wirkungsweisen wie z.B. direkte und abpuffernde Faktoren (Herrenkohl/Lee et al. 2012; Lösel/Farrington 2012) oder kompensatorische und protektive Faktoren (Fergus/Zimmerman 2005; Garmezy/Masten et al. 1984). Thomas Bliesener 264 Abbildung 1a-e: Darstellung einer promotiven Wirkung (a) bzw. verschiedener protektiver (b-e) Wirkungen eines Schutzfaktors im Zusammenhang mit einer Risikobelastung auf die Entwicklung normabweichenden Verhaltens. Abbildung 1a: Normab‐ weichung hoch niedrig niedrig                            hoch Risikobelastung liegt nicht vor Protektiver Faktor liegt vor Abb. 1a Abbildung 1b: Normab‐ weichung hoch niedrig niedrig                            hoch Risikobelastung liegt nicht vor Protektiver Faktor liegt vor Abb. 1b Abbildung 1c: Normab‐ weichung hoch niedrig niedrig                            hoch Risikobelastung liegt nicht vor Protektiver Faktor liegt vor Abb. 1c Resilienz. Schutzfaktoren für delinquentes Handeln 265 Abbildung 1d: Normab‐ weichung hoch niedrig niedrig                            hoch Risikobelastung liegt nicht vor Protektiver Faktor liegt vor Abb. 1d Abbildung 1e: Normab‐ weichung hoch niedrig niedrig                            hoch Risikobelastung liegt nicht vor Protektiver Faktor liegt vor Abb. 1e Interaktiv-protektive Faktoren moderieren hingegen den Effekt von Risikofaktoren und zeigen ihre Wirkung nur bei Vorliegen einer Risikobedingung (Rutter 1985). Beispielsweise kann das Risiko einer Vernachlässigung durch die eigenen Eltern gegebenenfalls durch die Verfügbarkeit einer zuverlässigen Versorgungsperson außerhalb der Familie (protektiver Faktor) aufgefangen werden (Fergus/Zimmerman 2005). Diese Art der puffernden Wirkung lässt sich als ein Interaktionseffekt zwischen der Risikobelastung und dem protektiven Faktor beschreiben, unabhängig davon, ob der protektive Faktor die Risikowirkung lediglich neutralisiert (siehe Abbildung 1b), sie mindert (siehe Abbildung 1c) oder sogar umkehrt (siehe Abbildung 1d und e, Ttofi et al. 2016a). Wenngleich die Unterscheidung der verschiedenen protektiven Funktionen für das Verständnis der zugrundeliegenden Wirkmechanismen von Schutzfaktoren und damit auch für die Entwicklung präventiver Maßnahmen bedeutsam ist, so ist sie für die Klassifikation von Merkmalen eher ungeeignet. Die Wirkungsweise ist keine spezifische Merkmalseigenschaft, sondern ist häufig abhängig von den betrachteten Variablen (Criss/Pettit et al. 2002; Luthar/Cicchetti et al. 2000), vom betrachteten Altersbereich des Individuums (Jolliffe/Farrington et al. 2016) oder vom Kontext, in dem sich das Individuum entwickelt (Zolkoski/Bullock 2012). So können einzelne Schutzfaktoren je nach Kontext sowohl promotive als auch protektive Effekte aufweisen. Insofern erscheint es sinnvoller, von protektiven und promotiven Wirkungen der untersuchten Thomas Bliesener 266 Merkmale und Prozesse zu sprechen (Riesner 2014; Stoddard/Whiteside et al. 2013; Stoddard/ Zimmermann et al., 2012).5 Von Risikofaktoren ist seit Langem gut bekannt ist, dass sie eine kumulative Wirkung haben und untereinander in Wechselwirkungen treten können, die das Auftreten normabweichenden Verhaltens deutlich begünstigen können (Bliesener 2014; Jaffee/Caspi et al. 2005).6 Eine Kumulation von protektiven Wirkungen durch unterschiedliche Schutzfaktoren ist bislang dagegen nur vereinzelt nachgewiesen worden (Fergusson/Horwood 2003; Herrenkohl/Hill et al. 2003; Ostaszewski/Zimmerman 2006; Stoddard/Zimmerman et al. 2012). Ebenso wie die Risikofaktoren der Entwicklung delinquenten Verhaltens zeigen sich auch die Schutzfaktoren in verschiedenen bio-psycho-sozialen Funktions- und Lebensbereichen. Sie finden sich bspw. als individuelle Merkmale der biologischen Grundausstattung, der Persönlichkeit, des Temperaments oder Kompetenz oder des sozialen Kontextes wie Familie, Schule, Freundesgruppe oder Nachbarschaft (Ttofi/Farrington et al. 2016b). Die Wirkungsweise bzw. die Wirkmechanismen der Schutzfaktoren sind bislang zum Teil noch nicht eindeutig geklärt. Über die zuweilen komplexen Moderationsmöglichkeiten von Schutzfaktoren ist auch deshalb wenig bekannt, weil sich die bisherige Forschung überwiegend auf die Wechselwirkungen von Risikofaktoren untereinander konzentriert hat (Farrington/Ttofi 2012; Riesner 2014). Ähnlich wie bei den Risikofaktoren scheinen auch hier bedeutsame Wechselwirkungen aufzutreten und bestimmte Kombinationen in ihrer protektiven Funktion effektiver zu sein als andere (Criss/ Pettit 2002). Allerdings lassen sich durchaus positive Wirkungskaskaden von Schutzfaktoren finden (Masten/Tellegen 2012). So zeigt sich, dass ein positives Erziehungsverhalten der Eltern die Fähigkeit zur Selbstregulation begünstigt, was wiederum positive Entwicklungen in weiteren Schutzfaktoren wie der sozialen Kompetenz, dem Selbstwert, den sozialen Beziehungen und der Verantwortungsübernahme anregt (Lewin-Bizan/Bowers et al. 2010). Entscheidend dafür, ob sich ein Individuum als resilient gegenüber einem Risiko oder einer Risikokonstellation erweist, erscheint nach bisherigen Erkenntnissen die Dosis aber auch das Timing der Risiko- und Schutzfaktoren. Bisherige Untersuchungen deuten darauf hin, dass für Risikofaktoren auf der einen Seite und Schutzfaktoren auf der anderen Seite eine ähnliche Beziehung zwischen Dosis und Wirkung besteht. Dies führt zu der Annahme, dass kumulierte Risikofaktoren durch ähnlich kumulierte Schutzfaktoren neutralisiert werden können (Herrenkohl/Lee et al. 2003; Lösel/Bliesener 1990,1994; Stattin/Romelsjö et al. 1996; Stouthamer-Loeber/Loeber et al. 2002; Van der Put/Van der Laan et al. 2011). Neuere Studien legen jedoch nahe, dass für derart risikopuffernde Effekte weniger das quantitative Verhältnis der Risikound Schutzfaktoren bedeutsam ist, sondern einerseits die Zahl und Breite der von den Risiken betroffenen Funktionsbereiche, als auch die zeitliche Passung des Vorliegens von Risiko- und Schutzfaktoren (Dubow/Huesmann et al. 2016; Riesner 2014). Jüngere Studien zeigen aber auch, dass ein kumulativer Effekt von Risikofaktoren durch das Geschlecht moderiert werden kann. Wie Newsome und andere (2016) gezeigt haben, reagieren männliche Jugendliche deutlich vulnerabler auf Risikokumulationen als ihre weiblichen Altersgenossinnen. 5 Da die beschriebenen Interaktionseffekte teilweise jedoch nicht linear verlaufen und häufig erst ab einem bestimmten Ausprägungsgrad der Variablen auftreten (Farrington/Ttofi 2012), ist ihr Nachweis deutlich schwieriger (z.B. Laan/Veenstra 2010; Stouthamer/Loeber 2002). 6 Hinsichtlich der kumulativen Wirkung konnten bislang sowohl additive, multiplikative als auch exponentielle Wirkungssteigerungen nachgewiesen werden (Loeber/Farrington 2008; Loeber/Slot et al. 2006; Lösel/Farrington 2012). Resilienz. Schutzfaktoren für delinquentes Handeln 267 Methodisches Vorgehen zur Identifikation von Risiko- und Schutzfaktoren Bei der Identifikation von Schutzfaktoren und der Analyse der Wirkmechanismen werden bisher unterschiedliche methodische Ansätze verfolgt. Beim sogenannten variablenbasierten Ansatz werden die Merkmalszusammenhänge zwischen Risiko- und Schutzfaktoren sowie ihren Wechselwirkungen auf die Ergebnisvariable (Delinquenz) mittels multivariater Regressionsmodelle untersucht (Lodewijks/Ruiter et al. 2010). Alternativ werden beim personenorientierten Ansatz Hochrisikogruppen mit günstiger bzw. ungünstiger Entwicklung verglichen, um diskriminierende Variablen und Variablenkonstellationen zu identifizieren (Lösel/Bender et al. 2003; Lösel/Bliesener 1994). Die entwicklungsorientierte Kriminologie hat in den letzten Jahren den Blick auf unterschiedliche individuelle Verläufe der Kriminalität gerichtet. Dabei versucht auch sie, das dynamische Zusammenwirken von Risiko- und Schutzfaktoren sowie den Einfluss von Veränderungsprozessen und Lebensereignissen auf Entwicklungsverläufe kriminellen Handelns zu beleuchten (Farrington 2003). Im Vordergrund dieser Analyse stehen sogenannte Entwicklungspfade (developmental trajectories), die unterschiedliche prototypische Verläufe und Muster der kriminellen Aktivität abbilden (Nagin/Tremblay 2005; Sampson/Laub 2005). Für die Resilienzforschung haben sich dabei Verläufe als bedeutsam erwiesen, bei denen es nach einer Phase hoher krimineller Aktivität zu einer mehr oder minder spontanen Erholung kommt und die deliktische Aktivität in kurzer Zeit deutlich reduziert oder sogar ganz eingestellt wird (Krohn/Lizotte et al. 2014; Reingle/Jennings et al. 2013). Dieses als „desisting“ bezeichnete Phänomen findet sich als eine typische Verlaufsform „delinquenten Handelns“ in zahlreichen längsschnittlichen Studien (Bliesener 2012). Derartige Karriereabbrüche finden sich auch bei Intensiv- und Mehrfach-Gewalttätern mit einer substantiellen deliktischen Vorbelastung (Harrendorf 2007). Sie sind in der Regel jedoch nicht abrupt und absolut, indem die Kriminalität von heute auf morgen völlig eingestellt wird, sondern sie sind von einzelnen Rückfällen begleitet (Stelly/Thomas 2007). Gleichwohl scheint ein Moment der Umkehr im Karriereverlauf erkennbar zu sein. Inwieweit ein solches desisting nach anfänglicher Auffälligkeit durch Schutzfaktoren begünstigt wird oder Schutzfaktoren zum Abbruch delinquenter Karrieren beitragen, ist bisher wenig untersucht worden. Allerdings lassen sich Veränderungen eines dauerhaften delinquenten Verhaltensstils sehr oft mit substantiellen Veränderungen der Zahl und Struktur von Risiko- und/ oder Schutzfaktoren in Verbindung bringen. Solche einschneidenden Veränderungen der lebensweltlichen Strukturen und Bezüge werden als ‚turning points‘ (Rutter 1996) bezeichnet. Als turning points erweisen sich sowohl normative wie auch nicht-normative Veränderungen in der Lebenswelt (z.B. Aufnahme einer festen Beschäftigung, Heirat bzw. feste Partnerschaft mit Haushaltsgründung und eventueller Elternschaft, Militärdienst etc.). Turning points markieren bedeutsame Umstrukturierungen der Alltagssituationen und damit Veränderung der Struktur von Risiko- und Schutzfaktoren. Viele dieser lebensweltlichen Veränderungen gehen mit einer Erhöhung der Strukturierung des Alltags einher, sind durch eine stärkere Bindung an normkonforme Personen sowie zugleich stärkere Ablösung von devianten Peergruppen und die vermehrte Übernahme von Verantwortung gekennzeichnet. Zudem wirken sie sich in der Regel günstig auf den Selbstwert und die subjektiv empfundene Zugehörigkeit und gesellschaftliche Teilhabe aus (Bliesener 2012). Gleichzeitig bergen einige der normativen Veränderungen die 3. Thomas Bliesener 268 Gefahr des Statusverlustes bei fortgesetzter Kriminalität, in dem ein gewonnener Ausbildungsoder Arbeitsplatz riskiert wird oder eine Partnerschaft verloren gehen kann. Durch diese Gefahr des potenziellen Verlustes können die normativen Änderungen durchaus protektiv wirken. Insbesondere das Eingehen einer festen Partnerschaft wird in der Praxis von Polizei, Jugendhilfe und Vollzug als bedeutender turning point gesehen. Die potenziell protektive Wirkung einer guten Beziehung wird aber auch durch die Forschung belegt (Blokland/Nieuwbeerta 2005; Laub/Sampson 2003). Promotive und protektive Schutzfaktoren Schutzfaktoren, die eine entwicklungsförderliche (promotive) oder eine protektive Wirkung haben, indem sie eine vorhandene Risikobelastung abfedern, und so ein normkonformes Verhalten befördern, sind bislang recht gut untersucht (Farrington/Ttofi 2012). Schutzfaktoren finden sich ebenso wie die Risikofaktoren in nahezu allen Lebensbereichen und Lebensphasen. Die Wirkungen von Schutzfaktoren sind jedoch zeitlich nicht immer stabil. Sie können sich im Entwicklungsverlauf in ihrer Dauer und Stärke unterscheiden. Einige Schutzfaktoren verlieren ihre Wirkung, andere kehren sie sogar um. So hat eine groß angelegte Entwicklungsstudie an mehr als 17.000 Kindern, die 1958 in England, Schottland und Wales geboren wurden, beispielsweise gezeigt, dass sich eine vollzeitige Berufsausübung der Mutter entwicklungsförderlich für ältere Jugendliche auswirkt. Bei jüngeren Kindern hat sich eine volle Berufstätigkeit beider Eltern dagegen eher als ungünstig erwiesen (Buchanan/Ten Brinke 1998). Hingegen hat eine stark behütende Mutter zunächst eine protektive Funktion, wenn das Kind sehr explorationsfreudig und wenig ängstlich ist, für das ältere Kind stellt dieser mütterliche Verhaltensstil jedoch einen Risikofaktor für die Bewältigung jugendtypischer Entwicklungsaufgaben dar. Neben Wirkungsänderungen von Schutzfaktoren im Entwicklungsverlauf, sind bisher auch einige differentielle Wirkmöglichkeiten nachgewiesen worden. So stellt eine überdurchschnittliche kognitive bzw. intellektuelle Kompetenz einen protektiven Faktor für die Entwicklung delinquenten Verhaltens dar (Curtis/Cicchetti 2003), für die Entwicklung internalisierender Störungen (z.B. Depression, psychosomatische Auffälligkeiten) kann sie dagegen eher ein Risiko sein. Einzelne Schutzfaktoren entwickeln ihre protektive Funktion auch in Abhängigkeit vom jeweiligen Kontext (Johnson/Wiechelt 2004). So hat bereits Rutter (1985) darauf hingewiesen, dass ein Fortlaufen von Zuhause, einschließlich eines Streunens, in der Regel einen bedeutsamen Risikofaktor für die Entwicklung delinquenten Verhaltens darstellt. Das gleiche Verhalten kann jedoch unter den Bedingungen einer aktuell eskalierenden familiären Krise auch vor deren negativen Auswirkungen schützen. In der Regel werden Schutzfaktoren auf der Ebene des Individuums, die sich als promotiv oder protektiv erwiesen haben, auch als personale Ressourcen bezeichnet. Dazu gehören: – Ausreichende soziale Kompetenz. Insbesondere eine ausreichende Empathiefähigkeit, emotionale Ausdrucksfähigkeit und die Fähigkeit zur Lösung sozialer Probleme begünstigen sowohl die Bewältigung von Konflikten im Alltag als auch von psychischen Belastungen (White/Moffitt et al. 1989). 4. Resilienz. Schutzfaktoren für delinquentes Handeln 269 – Ein gutes Planungs- und Entscheidungsverhalten hilft dem Individuum bei der Vermeidung oder Bewältigung von Konflikt- und Problemsituationen. – Eine überdurchschnittliche Intelligenz begünstigt die Lösung von Alltagsproblemen und erweist sich als protektiv gegenüber verschiedenen Risikofaktoren (Ttofi/Farrington et al. 2016b). – Positive selbstbezogene Kognitionen (Selbstwertgefühl) und eine internale Kontrollüberzeugung. Kinder und Jugendliche, die ein positives Selbstwertgefühl und die Überzeugung aufbauen, dass sie selbst etwas bewirken und verändern können, sind eher in der Lage, psychische Belastungen zu bewältigen (Krohn/Lizotte et al. 2014). – Eine überdurchschnittliche Bildungsaspiration begünstigt die Bewältigung von Leistungskrisen und stärkt die Motivation zum Verbleib im Lernkotext (Krohn/Lizotte et al. 2014). – Eine robuste Neurobiologie, Toleranz für negative Affekte und eine gute Emotionsregulation. Eine hohe Toleranz für negative Affekte, ein geringer Neurotizismus oder eine robuste Neurobiologie können dazu beitragen, dass Belastungen von außen eine weniger starke innerpsychische Bearbeitung erfordern (Newsome/Vaske et al. 2016; Raine/Venables et al. 1995). – Positive Bewältigungserfahrungen. Normative und nicht-normative Veränderungen der Lebensbedingungen und -bezüge (Schulwechsel, Umzüge, Verlusterlebnisse etc.) werden leichter bewältigt, wenn bereits entsprechende Transitionserfahrungen vorliegen und auf erprobte Handlungsmuster und -routinen zurückgegriffen werden kann (Werner/Smith 1992). – Schüchternheit im Umgang mit anderen. Es wird angenommen, dass eine erhöhte Schüchternheit und ein geringes Stimulationsbedürfnis dazu beitragen, dass das Individuum gefahrgeneigte oder risikobehaftete Situationen vermeidet und sich so weniger weiteren Belastungen aussetzt (Steinberg/Icenogle et al. 2017). – Ein einfaches Temperament des Kindes, bei dem biologische Funktionen (z.B. der Schlaf- Wach-Rhythmus) sehr regelmäßig verlaufen, das Kind wenig irritierbar und nicht übermä- ßig aktiv ist und eine überwiegend positive Stimmungslage hat, erleichtern u.a. die Eltern- Kind-Interaktion bei äußeren Belastungen deutlich (Cowen/Wyman et al. 1990; Werner/ Smith 1982). – Glaube oder eine (spirituelle) Überzeugung von Sinnhaftigkeit und Struktur im Leben unterstützen die Bewältigung von Krisen und problematischen Situationen (Baldwin/Baldwin et al. 1990; Dubow/Huesmann et al. 2016; Jolliffe/Farrington et al. 2016). Außerhalb des Individuums finden sich auf der sozialen Ebene, hier vor allem in der Familie, aber auch im weiteren sozialen Umfeld (Schule, Nachbarschaft) sogenannte soziale Ressourcen. Hierzu zählen: – Eine emotionale Bindung an eine zuverlässige Person (bei Jugendlichen kann dies auch eine Partnerschaft sein; Jenkins/Smith 1990; Wyman/Cowen et al. 1991). – Ausreichende soziale Unterstützung durch normkonforme Personen (Tess/Ammons et al. 2015). Ein ausreichendes Maß an sozialer Unterstützung (auch außerhalb der Familie), kann einerseits vor bestimmten Problemen abschirmen, aber auch bei der konstruktiven Bearbeitung von Problemen helfen (Bliesener 1991). – Ein autoritativer Erziehungsstil. Eine Kombination aus einem emotional warmen und gleichzeitig an Normen orientierten Erziehungsverhaltens hat sich sowohl in der familiären Thomas Bliesener 270 (Baumrind 1991), schulischen (Olweus 1993) als auch in der Heimerziehung (Lösel/Bliesener 1994) als günstig für die Neutralisation von Risiken erwiesen. – Eine angemessene Beaufsichtigung (Supervison) durch die Eltern (Jolliffe/Farrington et al. 2016; Krohn/Lizotte et al. 2014; Osofsky/Dewana 2000). – Bekräftigung für angemessenes Verhalten durch die Eltern (Jolliffe/Farrington et al. 2016; Kramer-Kuhn/Farrell 2016). – Die erlebte Wertschätzung einer Begabung oder eines Hobbys. Im außerfamiliären Bereich zeigt eine Aktivität in einem Lebensbereich, in dem ein eigenes Talent oder eine Begabung von anderen anerkannt wird, eine protektive Wirkung gegenüber psychosozialen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen (Masten/Hubbard et al. 1999). – Gemeinsame Wertesysteme in der Familie und im sozialen Nahraum (Garbarino/Kostelny et al. 1997; Werner/Grant 2009). – Ein soziales Umfeld (Familie, Schule, Gemeinde), das eventuell auch von einer Spiritualität getragen wird (Greene/Galambos et al. 2003; Laird/Marks et al. 2011). – Eine hinreichende materielle Versorgung unterstützt die Gesundheit und erleichtert die Kompensation von Einschränkungen oder Störungen (z.B. durch medizinische Hilfsmittel oder schulische Nachhilfe) und ebenso die Wiederherstellung des Funktionsgrades bei entsprechenden Störungen (Benzies/Mychasiuk 2009). – Eine positive Einstellung zur Schule und positive Bindung an eine Lehrkraft oder die Schule (Jolliffe/Farrington et al. 2016; Lösel/Farrington 2012; Werner/Smith 1992).7 Die Wirkung vieler der beschriebenen Schutzfaktoren bei der Moderation einzelner Risikofaktoren ist aufgrund einiger konzeptioneller und methodischer Probleme bisher noch weitgehend ungeklärt. Die Frage, welche der aufgeführten Schutzfaktoren in welcher Ausprägung, unter welchen situativen Umständen und hinsichtlich welcher abhängigen Variable eine promotive oder eine protektive Wirkung haben, ist noch weitgehend offen. Wenig ist auch immer noch über die zugrunde liegenden Prozesse bekannt, die Schutzfaktoren ihre protektive Wirkung verleihen. Fergusson und Horwood (2003) haben vermutet, dass Schutzfaktoren die Schwelle beeinflussen, bei der Individuen auf Belastungen reagieren, indem sie entweder die innerpsychische Reagibilität reduzieren oder dazu beitragen, dass das Individuum weitere Konfrontationen mit Belastungen vermeidet. Gleichwohl stellen die aufgeführten Schutzfaktoren wichtige Ansatzpunkte für ein präventives Vorgehen dar. Insbesondere die sozialen Ressourcen eines jungen Menschen lassen sich prinzipiell günstig beeinflussen. Mit gewissen Einschränkungen gilt dies aber auch für die personalen Ressourcen. Für die Praxis der Prävention ist dabei die Unterscheidung zwischen promotiven und protektiven Wirkungen der einzelnen Faktoren von nachrangiger Bedeutung, da bei einer Fokussierung auf Gruppen mit hoher Risikobelastung per se ein günstiger Effekt erwartet werden kann. 7 Der protektive Effekt einer positiven Einstellung zur Schule scheint dabei nicht durch eine gute Schulleistung oder gar eine höhere Intelligenz begründet zu sein. Der Effekt einer positiven Bindung an die Schule zeigt sich auch bei Schülerinnen und Schülern, nachdem sie eine Klasse wiederholt haben (Jolliffe/Farrington et al. 2016). . Resilienz. Schutzfaktoren für delinquentes Handeln 271 Resilienzorientierte Prävention und Intervention Der Grundgedanke einer resilienzorientierten Prävention und Intervention ist es, Kindern und Jugendlichen mit einer besonderen Risikobelastung für die Entwicklung antisozialen und delinquenten Verhaltens mit individuellen und sozialen Schutzfaktoren und Ressourcen auszustatten. Während ein defizitorientiertes Vorgehen eher versucht, die vorliegenden Risiken zu minimieren oder aufzuheben, versucht der resilienzorientierte Ansatz darüber hinaus, die Risikobehafteten durch die Vermittlung von Schutzfaktoren vor dem direkten Einfluss der Risiken zu schützen oder sie in ihrem Umgang mit den Risiken zu stärken (Fergus/Zimmerman 2005). Die resilienzorientierten Präventionen und Interventionen setzen sowohl auf der individuellen Ebene als auch im sozialen Umfeld an, hier vor allem in Familie, Schule und Nachbarschaft, um promotive und protektive Prozesse anzuregen. Auf der individuellen Ebene werden in erster Linie soziale Kompetenzen zur Lösung interpersoneller Probleme, Empathiefähigkeit, Emotionsregulation und die soziale Perspektivenübernahme trainiert. Derartige Trainingsprogramme werden in der Regel in der Gleichaltrigengruppe durchgeführt und folgen einem strukturierten Ablauf von Übungen und Rollenspielen (Beelmann 2014). Sie lassen sich vergleichsweise leicht bereits in Kindergärten und Schulen implementieren. Zahlreiche Programme wie bspw. international das PATHS-Curriculum (Greenberg/Kusché 2006), im deutschen Sprachraum das EFFEKT-Kindertraining (Jaursch/Beelmann 2008) oder das Faustlos-Programm (Schick/Cierpka 2005) vermitteln Kompetenzen zur Identifikation von und zum Umgang mit Emotionen, zur nicht-aggressiven Lösungen sozialer Probleme und zum angemessenen Sozialverhalten in kritischen Situationen. Die Wirksamkeit dieser Präventionsprogramme ist in zahlreichen Evaluationsstudien für und unterschiedlichen Kontexten nachgewiesen worden (Beelmann/Lösel 2007; Durlak/Weissenberg et al., 2011). Für die Behandlung bereits straffälliger Jugendlicher und Heranwachsender haben sich speziell konzipierte soziale, kognitiv-behaviorale Trainingsprogramme (z.B. das Reasoning & Rehabilitation-Programm) recht gut bewährt (Lipsey/Landenberger 2006; Tong/Farrington 2006). Auf der Ebene sozialer Ressourcen werden vor allem die Eltern als zentrale Sozialisationsagenten der Kinder und Jugendlichen fokussiert. Derartige Elterntrainings umfassen verschiedene psychoedukative Maßnahmen zur Vermittlung grundlegenden Erziehungswissens, zentraler Erziehungskompetenzen und positiver Erziehungspraktiken (bspw. emotionale Unterstützung, Verstärkung positiven Verhaltens, Grenzen setzen, Beaufsichtigung des Kindes; zur Übersicht siehe Beelmann 2007). Die grundsätzliche Wirksamkeit solch universeller Elterntrainings bei der Vermittlung positiven Elternverhaltens konnte bisher in mehreren Evaluationsstudien nachgewiesen werden (siehe Beelmann/Raabe 2009; Piquero/Farrington et al. 2009). Gleichwohl sind die präventiven Wirkungen dieser Programme auf das kriminelle Verhalten der Kinder und Jugendlichen bislang weniger deutlich. Eine günstigere kriminalpräventive Bilanz ergibt sich dagegen bei Präventionsprogrammen, die speziell für Hoch-Risiko-Gruppen konzipiert sind. Diese enthalten in der Regel neben dem Elterntraining zusätzliche Elemente wie individuelle Hausbesuche in den Familien und ebenso strukturierte Fördermaßnahmen für die Kinder. Die Evaluation dieser kombinierten Programme zeigt insbesondere für Teilnehmergruppen mit einer sehr hohen Risikobelastung zu Beginn der Studie langfristig eine geringere Anzahl von Kindern und Jugendlichen mit Störungen im Sozialverhaltens (Conduct Problems Prevention Research Group 2011). 5. Thomas Bliesener 272 Insgesamt ergeben sich bei vielen der resilienzorientierten Präventionsprogramme deutliche Hinweise auf positive und nachhaltige Effekte in der individuellen und sozialen Ressourcenausstattung der Teilnehmer. Die Programme erreichen ebenso günstige Effekte hinsichtlich der Gewalt- oder Kriminalitätsentwicklung, bedürfen aber einer jeweils aufwendigen und sorgfältigen Umsetzung, um die angestrebten Effekte zu erzielen (Beelmann/Raabe 2009). Literaturverzeichnis Anthony, E.J. 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References

Abstract

Criminal sociology lies at the junction where several academic disciplines meet. It focuses on criminality in the context of society and the individual from different perspectives and with different methods. Current research works from the core disciplines of criminology and sociology are often linked to questions concerning psychology, law, pedagogy, economics, theology and philosophy. This variety has created a rich research landscape, which up to now has not been represented comprehensively, and this handbook endeavours to remedy that in a selection of subject areas. Experts in this field describe their current subjects of research in a systematic and detailed manner. Apart from examining the current state of discussion and research, the book focuses on the presentation of individual studies and attaches great importance to them being easily comprehensible.

With contributions by

Dirk Baier, Thomas Bliesener, Andreas Böttger, Hans-Bernd Brosius, Kai Bussmann, Frieder Dünkel, Stefanie Eifler, Peter Graeff, Volker Grundies, Dieter Hermann, Helmut Hirtenlehner, Dina Hummelsheim-Doss, Hans-Jürgen Kerner, Anna Sophie Kümpel, Heinz Leitgöb, Eva Link, Christiane Micus-Loos, Saskia Niproschke, Dietrich Oberwittler, Christina Peter, Andreas Pöge, Daniela Pollich, Jost Reinecke, Debbie Schepers, Sonja Schulz, Daniel Seddig, Klaus Sessar, Mark Stemmler, Holger Stroezel, Helmut Thome, Angelika Treibel, Christian Walburg, Susanne Wallner, Melanie Wegel, Per-Olof H. Wikström, Michael Windzio.

Zusammenfassung

Die Kriminalsoziologie liegt an der Schnittstelle zwischen mehreren Wissenschaftsdisziplinen. Sie behandelt ein Feld, in dem das Thema Kriminalität im Kontext von Gesellschaft und Individuum aus verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichen Methoden thematisiert wird. Aktuelle Forschungen aus den Kerndisziplinen der Kriminologie und Soziologie sind oftmals mit Fragestellungen aus der Psychologie, Rechtswissenschaft, Pädagogik, Wirtschaftswissenschaft, Theologie und Philosophie verknüpft. Diese Vielfalt hat eine bunte Forschungslandschaft erzeugt, die bislang nicht umfassend dargestellt wurde. Das Handbuch soll dies für ausgewählte Themengebiete leisten. Dazu stellen Expertinnen und Experten eines Fachgebiets ihre aktuellen Forschungsthemen systematisch und umfassend vor. Neben der Aufarbeitung des aktuellen Diskussions- und Forschungsstands liegt ein zusätzlicher Schwerpunkt auf der Präsentation eigener Studien, wobei großer Wert auf eine sehr gute Verständlichkeit gelegt wurde.

Mit Beiträgen von

Dirk Baier, Thomas Bliesener, Andreas Böttger, Hans-Bernd Brosius, Kai Bussmann, Frieder Dünkel, Stefanie Eifler, Peter Graeff, Volker Grundies, Dieter Hermann, Helmut Hirtenlehner, Dina Hummelsheim-Doss, Hans-Jürgen Kerner, Anna Sophie Kümpel, Heinz Leitgöb, Eva Link, Christiane Micus-Loos, Saskia Niproschke, Dietrich Oberwittler, Christina Peter, Andreas Pöge, Daniela Pollich, Jost Reinecke, Debbie Schepers, Sonja Schulz, Daniel Seddig, Klaus Sessar, Mark Stemmler, Holger Stroezel, Helmut Thome, Angelika Treibel, Christian Walburg, Susanne Wallner, Melanie Wegel, Per-Olof H. Wikström, Michael Windzio.