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Lukas Novotny, Bewusstsein über die Ereignisse der deutsch-tschechischen Beziehungen in:

Lukas Novotny

Vergangenheitsdiskurse zwischen Deutschen und Tschechen, page 155 - 159

Untersuchung zur Perzeption der Geschichte nach 1945

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8329-4248-9, ISBN online: 978-3-8452-1727-7 https://doi.org/10.5771/9783845217277

Series: Extremismus und Demokratie, vol. 19

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155 10.2 Bewusstsein über die Ereignisse der deutsch-tschechischen Beziehungen Nur wenige Bayern und Tschechen zeigen heute Interesse an der P? ege deutsch-tschechischer Beziehungen und kennen die geschichtlichen Zusammenhänge, die die Nachbarschaft schwerpunktmäßig prägen oder geprägt haben. Der Anteil derjenigen mit entsprechendem Bewusstsein deckt sich etwa mit der Gruppe der aktiven Mittler, der Träger der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit (s. Kapitel 12.3). Er beläuft sich auf etwa fünf Prozent auf beiden Seiten. Hierher gehören meist Personen mit hohem Bildungsgrad - Regionalhistoriker, lokale Eliten oder diejenigen, die beru? ich mit dem Nachbarland zu tun haben. Wenn bayerische und tschechische Gesprächspartner nach den die zwei Länder verbindenden historischen Ereignissen befragt werden, nennen die meisten, wie schon erwähnt, den Zweiten Weltkrieg und die Vertreibung der Sudetendeutschen an erster Stelle. Als ob für sie ältere einschneidende Momente weniger oder gar nicht mehr existieren würden. Da diese Vorgänge der Qualität der Nachbarschaft geschadet haben, ist es verständlich, dass in diesem Punkt die negative Darstellung der gegenseitigen Beziehungen überwiegt. Die betreffenden Geschehnisse unterstützten gerade während des Kalten Kriegs die Feindkonstruktionen. Mit ihrer Hilfe wurde der Nachbar bekanntlich als der Böse etikettiert, während die Eigenen als die Guten galten. Dieses im kollektiven Gedächtnis tief verankerte Schwarz-Weiß-Denken kann man noch heute an einem Teil der Gesellschaft beobachten, meist bei den durch die Entwicklungen Betroffenen und radikal gesinnten Personen. Die Ost-West-Konfrontation beein? usste jedenfalls für lange ihr Historizitäts- und Identitätsbewusstsein. Die Befragten sind sich jedenfalls im Klaren darüber, dass die geschichtliche Dimension der gegenseitigen Beziehungen sehr störend wirkt. Viele insbesondere auf der bayerischen Seite streben deshalb nach einer Versöhnung, die ihrer Meinung nach jedoch erst nach langen Jahren erreicht werden kann. Musterhaft für die historische Lösung der Kon? ikte zwischen Deutschen und Tschechen ist für sie die heute normalisierte Einstellung Deutschlands zu Frankreich. Damit stehen sie den Vorstellungen der of? ziellen deutschen Außenpolitik nahe, die laut dem Prager Botschafter der Bundesrepublik, Helmut Elfenkämper, bereits mehrmals das Modell Deutschland-Frankreich auch auf Tschechien angewendet sehen wollte und sogar für ein gemeinsames Geschichtsbuch plädiert. „Diese Lehrbücher sind ein guter Beweis dafür, dass auch diejenigen Länder, die in der Vergangenheit lange Feinde waren, doch zu einer gemeinsamen Meinung kommen können, ohne dabei die eigene Geschichte aufzugeben.“397 Zwei Befragte aus Bayern äußerten sich ebenfalls dazu: „Das ist sicher ein langer Prozess, der langsam erst angeht. Zehn oder zwanzig Jahre wird das sicher dauern, bis sich das Ganze so normalisiert hat, wie sich das ungefähr vergleichsweise mit den Franzosen entwickelt hat. Jahrhun- 397 Vgl. Helmut Elfenkämper: Deklarace udala pozitivní sm?r [Die Erklärung gab die positive Richtung], in: Marek Loužek (Hrsg.): ?esko-n?mecká deklarace. Deset let poté. Prag 2007, S. 15-22. 156 derte lang war da Erbfeindschaft. Und jetzt sechzig Jahre nach dem Krieg, hat sich das total gelöst.“ (53,m) „Da muss schon wirklich noch viel getan werden, denke ich. Es ist einfach so, man kann jetzt nicht in wenigen Jahren wettmachen, was in 50 Jahren versäumt wurde. Das waren zwei völlig politisch unterschiedliche Denkmodelle und da kann ich jetzt nicht, selbst wenn ich noch so weltoffen bin […] es sind ja auch noch ältere Leute drüben in Tschechien, die das vielleicht gar nicht so wollen.“ (37,w) In der Betrachtung des Bewusstseins der Bürger bezüglich der deutsch-tschechischen Beziehungen fällt eine Asymmetrie auf. Auf beiden Seiten herrscht mehrheitlich Desinteresse an den gegenseitigen Beziehungen. Doch scheint die Gruppe derjenigen mit Interesse in Tschechien etwas größer zu sein, wie auch aus den Interviews hervorgeht. Die durchgeführten Meinungsumfragen des Soziologischen Instituts der Akademie der Wissenschaften bestätigen außerdem, dass sich die Spannung in der sog. Sudetenfrage bereits etwas abschwächt. Aus der Erhebung von 2005 geht unter anderem hervor, dass für die Hälfte der Grenzlandbevölkerung die Berichterstattung darüber in den Medien als übertrieben erscheint. Zudem gaben 72 Prozent an, dass sie sich für die sog. Sudetenfrage überhaupt nicht interessieren.398 Das immerhin bestehende Interesse dürfte mit der Zahl jener identisch sein, die das Thema immer noch für ein wichtiges Problem halten: Das wären der Befragung von 2005 zufolge 29 Prozent. Ein gewisses Kon? iktpotential sowie die Befürchtung hinsichtlich einer Rückkehr der Sudetendeutschen bleiben somit weiterhin besonders bei der älteren Generation bestehen. Wie man beispielsweise an der Parlamentswahlkampagne in Tschechien von 2002 oder an den alljährlich statt? ndenden Sudetendeutschen Tagen sieht, können noch heute die bestehenden strittigen Themen der Sudetenfrage zur Konstruktion eines Feindbildes beitragen. Jedoch ist die Vorstellung vom Bild einer „vorsichtigen Nachbarschaft“ auf beiden Seiten zu beobachten. Aus den Schilderungen der bayerischen lokalen Eliten geht ebenfalls hervor, dass die Geschichte die Nachbarschaft stört. Sie werde nämlich oft als Waffe benutzt. Das Feinddenken bleibe deswegen weiterhin vorhanden, weil beide Nationen die Grundlage für ihre Beziehungen viel zu wenig auf positiven Beispielen aus der Vergangenheit begründen würden. „Die gemeinsame Geschichte ist zu wenig bei den Leuten vorhanden, so dass man darauf nicht aufbauen kann.“ (59,m) Als solche sich positiv auf die Nachbarschaft auswirkenden Tatbestände nennen sie die Handelswege oder die kulturellen Ver? echtungen, zum Beispiel zwischen dem früheren Egerland und dem Sechsämterland. Derartige Hinweise auf die gemeinsamen Momente werden in Tschechien aber oft abgelehnt, vorwiegend dann, wenn das Egerland und damit auch die deutsche Besiedelung betont werden. Außerdem läßt die Setzung des Schwerpunktes auf das Jahrzehnt von 1938 bis 1948 die Feindkonstruktionen im Bewusstsein der beiden Völker aus der Zeit des Dritten Reiches oder des Kalten Krieges weiter bestehen. 398 Lukáš Novotný (Fn. 22), S. 71 157 Hier einige Aussagen der bayerischen Befragten: „Es gibt schon viel [Verbindendes], ich meine die Geschichte ist ja doch teilweise gleich. Mal hat ein bisschen was von Böhmen zu Deutschland gehört, mal im Mittelalter zumindest, ein bisschen was von Deutschland zu Böhmen. Man hatte ähnliche Küche, auch ein paar Wörter sind verwandt, also aus dem Böhmischen entlehnt. Früher gingen auch die Leute nach Eger ins Gymnasium, von hier, 1930. Das Brauchtum ist halt ähnlich, Feste und Veranstaltungen.“ (27,m) „Also eine trennende Wirkung haben mit Sicherheit noch die nächsten Jahrzehnte, dass der Westen im Kapitalismus aufgewachsen ist und der Osten im Kommunismus. Etwas Verbindendes, das hört sich jetzt zwar ein bisschen blöd an, aber etwas Verbindendes könnten für unsere Region die Heimatvertriebenen sein.“ (49,m) „Der Tscheche wird irgendwie so gleichgesetzt mit dem Russen, und der Russe, der will nur Krieg.“ (23,w) Unsere Gewährsleute in Bayern nennen aber auch einige weitere Ereignisse und Persönlichkeiten, die ihre Wirkung in den böhmischen Ländern hatten, wie etwa Karl IV. oder den Winterkönig Friedrich von der Pfalz, „den einzigen König, der aus Amberg kam“ (35,m) und von einer Befragten sogar als „Tschechenkönig“ (23,w) bezeichnet wird. Das positive Bild Karls IV. beein? usst bei einem Teil die Wahrnehmung der Tschechen. „Karl IV. ist für mich eine herausragende Persönlichkeit. Da hab ich mir gedacht, das ist die Grundlage für meine Zusammenarbeit mit dem tschechischen Nachbar.“ (57,m) Unter Karl IV. erlebten viele bayerischen Gemeinden wie etwa Neustadt an der Waldnaab einen enormen Aufschwung. Der Herrscher erhielt Neustadt von seinem Wittelsbachischen Schwiegervater Pfalzgraf Rupert I. im Jahr 1353. Die Stadt war seitdem Teil des böhmischen Kronlehen. Die Befragten wissen auch, dass Teile der Oberpfalz und des Sechsämterlandes zu Böhmen gehörten. Ein Interviewpartner meint, dass die Beziehungen zwischen Bayern und Böhmen im Mittelalter „sicherlich schlecht waren, da die Region hier immer sehr umkämpft zwischen Böhmen und Bayern war. Auf jeden Fall war früher schon die Angst vor Böhmen, weil die ganzen Burgen errichtet wurden, die wurden zum Schutz vor der Böhmischen Krone errichtet. Da gibt es ja einen ganzen Burgengürtel, das sind alles Grenzburgen gewesen.“ (27,m) In Tschechien wiederum kennt man zum Beispiel Bayreuth und Richard Wagner. Einige wissen sogar, dass Goethe auch nach Bayern gerne zur Kur gefahren ist (zum Beispiel nach Bad Alexandersbad). Ihre Kenntnisse konzentrieren sich jedoch, wie schon betont, vorwiegend auf das 20. Jahrhundert und hängen meist mit dem Zweiten Weltkrieg zusammen. Zum Beispiel wissen sie auf Grund der von den tschechischen Medien beobachteten Demonstrationen der Rechtsradikalen, dass Rudolf Hess in Wunsiedel geboren ist oder dass viele Sudetendeutsche während der Sudetenkrise von 1938 Unterstützung in Bayern gefunden haben. Eine weitere Tendenz, die man in der Untersuchung des Bewusstseins der Bürger hinsichtlich der deutsch-tschechischen Beziehungen beobachten kann, ist das Streben 158 der Gruppe der aktiven Mittler nach Abbau der Vorurteile. Für sie büßt die Vergangenheit allmählich ihre trennende Rolle ein: „Die Geschichtsverhältnisse verlieren sich im Laufe der Zeit. Seit 1989 ist mittlerweise schon wieder sehr viel in Vergessenheit geraten“, wie ein bayerischer Befragter sagt. „Es können sich teilweise die unmittelbaren Beteiligten nicht mehr erinnern bzw. wollen sich nicht mehr daran erinnern“ (49,m), fährt er fort. Diese Befragten sind sich der Verantwortung bewusst, die sie für die Besserung der gegenseitigen Beziehungen tragen. Ein Interviewpartner aus Bayern bemerkt dazu: „Weil wir eben an der Grenze leben, meine ich, haben wir schon mehr Verp? ichtungen als die Hessen zum Beispiel.“ (68,m) Ähnlich wird auch in Tschechien argumentiert, dass die Bürger in den Grenzgebieten anders als diejenigen aus dem Landesinneren nicht nur mit dem Nachbar selbst, sondern auch mit der kon? iktgeladenen Vergangenheit umgehen. Hierzu drei Aussagen tschechischer Gesprächspartner: „So viel ich weiß, haben diejenigen aus dem Landesinneren die meisten Befürchtungen, dass zum Beispiel die Sudetendeutschen kommen und alles wieder zurück haben wollen. Sie sind alle zu sehr durch die Medien beein? usst. Sie kritisieren auch meist die Zusammenarbeit mit den Vertriebenen.“ (66,m) „Ich denke, dass mit der Geschichte und mit den Sudetendeutschen und ihren Forderungen einfach übertrieben wird. Ich denke, dass es hier keine Rolle spielt, die Menschen in Aš beispielweise haben ganz andere Probleme, als sich immer wieder mit der Vergangenheit zu beschäftigen.“ (68,m) F: Je näher man zur Grenze kommt, desto mehr antideutsche Stimmungen ? ndet man. Stimmt es? A: Das stimmt für mich nicht. Nach der Wende habe ich zuerst von meinen Bekannten im Landesinneren gehört, wie schlimm es ist, an der Grenze zu leben und wie uns die Deutschen wieder annektieren werden. Ich verfolge hier aber nicht, dass man es hier auch so sieht. Im Gegenteil würde ich sagen, dass es hier den Menschen ziemlich egal ist, das ganze Thema. Ich denke, das liegt daran, dass diejenigen, die so etwas sagen, keine Ahnung von der Problematik haben.“ (49,m) Wenn die Rede auf die historische Dimension der deutsch-tschechischen Beziehungen kommt, dann wünschen sich die meisten, dass man mit dieser „künstlichen Hysterie“ (68,m) endlich Schluss machen soll. „Nicht in der Vergangenheit kramen, sondern nach vorne blicken. Wir müssen doch damit irgendwann aufhören. Es gibt wichtigere Dinge wie das. Es muss irgendwo aufhören“ (40,w), wie eine Meinung aus Bayern lautet. Beide Länder sind demzufolge immer noch zu sehr in der eigenen Historie befangen und betonen viel zu oft die Opferrolle. Und sie sind kaum oder gar nicht fähig, das Leid des jeweils Anderen anzuerkennen. Das gilt insbesondere für die Beziehung zwischen Sudetendeutschen und Tschechen. Ihre Einstellung zeigt sich in der immer noch bestehenden Spannung und dem Unwillen zur Veränderung der Wahrnehmungsmuster sowie Geschichtsbilder. Die meisten Befragten halten die bestehende Geschichtsbesessenheit für nicht sinnvoll und wünschen sich, um es mit den Worten eines Interviewpartners aus Tschechien auszudrücken, dass man die Vergangenheit „endlich verlässt und nach vorne schaut“ (68,m). Diese distanzierte Haltung überwiegt bei al- 159 len Altersgruppen, insbesondere aber bei der jüngeren Generation. Sie ist andererseits in jeder stark vertreten. Etwas mehr Personen mit entsprechenden Meinungen ? nden sich den Untersuchungsergebnissen zufolge in Bayern. 10.3 Bewusstsein über die Geschichte des Nachbarlandes Sowohl für die Deutschen wie auch für die Tschechen gilt, dass sie nur wenig oder gar nichts über die historischen Vorkommnisse des Nachbarlandes wissen. Während sie vielleicht im günstigsten Falle noch zumindest Grundkenntnisse der Entwicklung des Nachbarstaates haben und einige wichtige Jahreszahlen der „großen“ Geschichte nennen, kennen sie sich in der regionalen Vergangenheit des Anderen so gut wie gar nicht aus. Dabei gibt es mehrere Ereignisse, die in beiden Grenzgebieten geschahen, auch wenn sie sich jeweils anders ausgewirkt haben wie etwa die Re-Katholisierung der Reichsstadt Eger von 1627, ein Geschehen, das übrigens einmal von einem bayerischen Befragten erwähnt wird. Eger kehrte seinerzeit unter dem Druck der Gegenreformation zum Katholizismus zurück und versuchte Marktredwitz mit einzubeziehen, das sich in seinem Besitz befand. 1560 war der Markt wie die Reichsstadt Eger zur evangelischen Konfession übergewechselt. Als nun die Reichsstadt 1627 unter dem Druck der Gegenreformation zum Katholizismus zurückkehrte, sollte sich auch Redwitz anschließen. Nur unter dem Schutz des Bayreuther Markgrafen konnte sich der Ort gegen die Obrigkeit der Reichsstadt behaupten. Gesprächspartner mit einem ausreichenden historischen Bewusstsein und mit Wissen über solche Vorfälle sind also selten anzutreffen. Etwas zahlreicher sind sie in Tschechien als in Deutschland, was mit dem höheren Interesse am großen Nachbarland und mit der Kenntnis der deutschen Sprache zu erklären ist. Die Kenntnisse sind jedoch in erster Linie vom jeweiligen Bildungsgrad abhängig. Allgemein kann auch bei den Ereignissen des Nachbarlandes beobachtet werden, dass die Bayern öfter die „ältere“ Geschichte der Anderen und die Tschechen die deutschen Daten des 20. Jahrhunderts insbesondere aus der Zeit des Nationalsozialismus nennen. Von der „großen“ Geschichte Tschechiens bzw. der böhmischen Länder kennen die bayerischen Befragten meist nur die Heimatvertreibung und die Hussiten. Die Zwangsaussiedlung der Sudetendeutschen aus den früheren Sudetenländern fällt dabei den meisten Interviewpartnern zuerst ein. Ihnen zufolge „hätte man es ja mit der Vertreibung nicht so durchziehen müssen mit allem drum und dran“. (64,m) Die meisten meinen deshalb, dass „von dem her die Meinung der Vertriebenen zu Tschechen und zur EU-Erweiterung eine völlig andere ist. Die wollen heute noch nichts mit den Tschechen zu tun haben“. (49,m) Auf Grund der noch vor einigen Jahren heftig geführten medialen Diskussion über die Entscheidungen des tschechoslowakischen Staatspräsidenten Edvard Beneš gehört gerade er ebenfalls zu jenen Personen der Geschichte des Nachbarlandes, die in Bayern bekannt sind. Seine Dekrete sind zwar besonders der älteren Generation ein Begriff, aber nur wenige verfügen über detaillierte Informationen. Bei den Vertriebenen kommt noch das sogenannte Amnestiegesetz vom Februar 1946 hinzu. Für alle anderen ist die Vertreibung ein „schreckliches, aber abgeschlos-

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Zusammenfassung

In den deutsch-tschechischen Beziehungen spielt die Geschichte eine wichtige Rolle. Sie wird zum einen als Argument für die Gestaltung der gemeinsamen Zukunft benutzt, zum anderen aber auch als Waffe, um die andere Seite möglichst negativ darzustellen.

Die Arbeit untersucht an Hand eines qualitativen Datenmaterials die Funktion der Vergangenheitsdiskurse in der deutsch-tschechischen Nachbarschaft.