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Lukas Novotny, Der Verlauf der Vertreibung in:

Lukas Novotny

Vergangenheitsdiskurse zwischen Deutschen und Tschechen, page 102 - 106

Untersuchung zur Perzeption der Geschichte nach 1945

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8329-4248-9, ISBN online: 978-3-8452-1727-7 https://doi.org/10.5771/9783845217277

Series: Extremismus und Demokratie, vol. 19

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102 gegeben hatten, legten die Minister eine möglichst hohe Zahl abzuschiebender Menschen fest. Man einigte sich darauf, dass das kon? szierte Eigentum der Vertriebenen eine ? nanzielle Vorleistung darstellen sollte, die später von den Reparationsforderungen abzuziehen sei. Viel wurde auch über die Staatsbürgerschaftsfrage diskutiert. Schließlich überwog die Meinung, die Staatsbürgerschaft den Deutschen und Ungarn kollektiv abzuerkennen. Eine Ausnahme sollten hier nur diejenigen Deutschen und Ungarn darstellen, die aktiv für die Befreiung der Tschechoslowakei kämpften. Auf Grund der Regierungsbeschlüsse noch im Exil durften die Vertriebenen ihr bewegliches Eigentum mitnehmen, für den Rest sollten sie Bestätigungen erhalten, die wiederum mit den Reparationen gegenverrechnet werden würden.250 Am 22. Januar 1945 stimmten die Briten schließlich der Übernahme aller von Deutschland nach dem Münchener Abkommen annektierten Gebiete durch die Tschechoslowakei zu. In der Frage der Festlegung der Grenzen weigerten sie sich freilich immer noch. Sie verwiesen auf den zukünftigen Friedensvertrag, zu dem es bekanntlich aber nicht kam. 7.3 Der Verlauf der Vertreibung Nach Kriegsende billigten die Alliierten auf der Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis zum 2. August 1945 grundsätzliche Maßnahmen gegen das Wiedererstarken Deutschlands. Im Artikel XIII des Abschlussberichts stimmten sie den „ordinary transfers of German populations“ aus Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn zu.251 Die Zahlen der Aussiedler sowie die Ausführungsbestimmungen sollte der Alliierte Kontrollrat festlegen. Er genehmigte im November 1945 die Entfernung von 2,5 Millionen Deutschen aus der Tschechoslowakei, davon 750.000 in die sowjetische und 1.750.000 in die amerikanische Besatzungszone.252 Mit der Vereinbarung bestätigten die Alliierten die schon bis zur Potsdamer Konferenz in großem Umfang durchgeführten sogenannten „wilden“ Vertreibungen, die jedoch ihrer Vorstellung von einer ordnungsgemäßen und humanen Umsiedlung direkt widersprachen. Auch die weitere Umsiedlungspraxis entsprach oft nicht dem Artikel XIII des Abschlussberichts von Potsdam. Die Vertreibungen waren oft gewaltsam, kosteten Tausenden das Leben und beschränkten sich nicht allein auf Polen, Ungarn und die Tschechoslowakei. Deshalb wurden noch im Jahre 1945 die Regierungen der drei Länder gebeten, weitere Ausweisungen zu unterlassen, bis die drei Alliierten den Bericht geprüft hätten, den der 250 Vgl. Václav Pavlí?ek: Die Frage der Legitimität der Zwangsaussiedlung, in: Geschichte verstehen. Die Entwicklung der deutsch-tschechischen Beziehungen in den böhmischen Ländern 1848-1948. Prag 2002, S. 271-276. 251 Vgl. hierzu Fritz Faust: Das Potsdamer Abkommen und seine völkerrechtliche Bedeutung. Frankfurt a.M. 1964. 252 Vgl. Eberhard Heidmann: The Potsdam Agreement. Selected Documents Concerning the German Question 1943-1949. Berlin 1967. 103 Koordinierungsrat der Verbündeten über Ausmaß und Bewältigung des Flüchtlingsproblems in den vier Besatzungszonen Deutschlands erstellen sollte. Die Realität sah nämlich wirklich anders aus. Der Flüchtlingsstrom aus dem Osten – der lange vor Potsdam begonnen hatte – hielt unvermindert an. Die Schätzungen vom Dezember 1945 gingen davon aus, dass bereits zwischen vier und fünf Millionen Deutsche aus den Ländern Mittel- und Osteuropas im Gebiet der vier Besatzungszonen angekommen waren.253 Insgesamt waren aber 15 Millionen Deutsche aus Mittel- und Osteuropa für die Aussiedlung vorgesehen, meist also in das verstümmelte Deutschland.254 Zudem waren Flucht und Vertreibung kein nur punktuelles Ereignis, sondern ein ausgedehnter Prozess, der seit dem Kriegsende bis zum Beginn der 1950er Jahre andauerte. Diese Bevölkerungsverschiebung änderte von Grund auf die politische und wirtschaftliche Karte Europas.255 Am Ende des Zweiten Weltkrieges lebten zum Beispiel allein in Böhmen, Mähren und Tschechisch-Schlesien zwischen 3,1 und 3,2 alteingesessene Deutsche. Zusammen mit jenen aus dem Reich und aus Österreich, die vom NS-Regime mit allen möglichen Aufgaben in das Protektorat geschickt worden waren, daneben auch mit Frauen und Kindern, die man dort vor den alliierten Bombenangriffen in relative Sicherheit brachte, und mit den sog. „Volksgästen“, also Flüchtlingen von der vorrückenden Ostfront, befanden sich dort etwa 3,5 bis vier Millionen Deutsche. Die Protektoratsbehörden evakuierten einen Teil der Bevölkerung noch vor der Befreiung, ein anderer meist nationalsozialistische Funktionäre - ? üchtete vor der Front in die von den Amerikanern befreiten Gebiete. Die meisten Alteingesessenen blieben aber an Ort und Stelle. Bereits Mitte April 1945 rief die tschechoslowakische Regierung dazu auf, man solle sich erbarmungslos für die Bestialitäten an den deutschen Besatzern rächen, die besonders die Prager Bewohner noch wenige Tage vor Kriegsende beim Prager Aufstand erleben mussten. Alle politischen Parteien, die Regierung und der einheimische Widerstand waren sich in der Frage der Aussiedlung einig. Deutsche wurden als Verräter und Volksfeinde bezeichnet. In vielen Orten fand Lynch- und Selbstjustiz statt. Brutale Ausschreitungen gegen die Deutschen unternahmen Rotarmisten, befreite Gefangene, Mitglieder der tschechischen Militäreinheiten wie auch Gruppen, die auf eigene Faust handelten. Tschechen, die in Einzelfällen intervenierten, setzten sich der Gefahr aus, selber als Feinde der Republik bezeichnet zu werden. Deutsche durften weder öffentliche Verkehrsmittel benutzen noch telefonieren und mussten Radios und Fotoapparate, Fahrräder und Schreibmaschinen abliefern. Außerdem trugen sie weiße Armbinden oder ein aufgenähtes „N“ als N?mec (Deutscher). Die tschechoslowakische Verwaltung schränkte ihre Bewegungsfreiheit durch Ausgehverbote ein, sie verloren das Wahlrecht, konnten in der Öffentlichkeit die deutsche Sprache nicht benutzen und wurden aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. 253 Vgl. Josef Foschepoth: Potsdam und danach: Die Westmächte, Adenauer und die Vertriebenen, in: Wolfgang Benz (Hrsg.): Die Vertreibung der Deutschen aus dem Osten. Ursachen, Ereignisse, Folgen. Frankfurt a.M. 2000, S. 86-113. 254 Vgl. Hans Neuhoff: Die deutschen Vertriebenen in Zahlen. Bonn 1978. 255 Vgl. Hunt Tooley: Ethnic Cleansing in 20th Century Europe. Columbia 2003. 104 Viele dieser restriktiven Maßnahmen waren durch die nationalsozialistischen Anordnungen aus der Okkupationszeit inspiriert. Allen Sudetendeutschen (bis auf wenige Ausnahmen) wurde die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft entzogen. Über sie verhängte man auf Grund des Dekrets Nr. 71 vom 19. September 1945 bezüglich der „Arbeitsp? icht von Personen, welche die ?SR-Staatsbürgerschaft verloren haben“ eben eine solche.256 Quali? zierte und unabkömmliche Arbeitskräfte blieben in der Regel jedoch auf ihren Arbeitsplätzen. Viele von ihnen, insbesondere Frauen und Jugend, mussten allerdings ihr Zuhause verlassen. Sie wurden ins Landesinnere verschickt und hatten dort Zwangsarbeit zu leisten. Deshalb lebt die deutsche Minderheit heute in einer ausgesprochenen Diaspora. Ihnen wurden weiterhin 20 Prozent vom Lohn abgezogen, um damit die Kosten der Aussiedlung zu decken. Im Diskurs der deutschen nationalen Minderheit in der Tschechischen Republik prägte man für diese historische Etappe, bei der viele Familien getrennt wurden, die Bezeichnung „innere Vertreibung“.257 Die tschechoslowakische Regierung gab dadurch ihre feste Entschlossenheit zu erkennen, die Ausweisung der Deutschen durchzuführen. Da es in den ersten Nachkriegswochen keine zentralen Richtlinien und keine klaren Kompetenzen zwischen Militär und Staatsverwaltung gab, bot sich besonders auf dem von der Roten Armee befreiten Gebiet die Möglichkeit für selbsternannte Rächer, die Deutschen aus ihren Häusern zu jagen. Ganze Personengruppen wurden von der Straße weg verhaftet und in dafür errichtete Internierungslager abgeführt. Diese Phase des nationalen Radikalismus und brachialer Gewalt ist als „wilde Vertreibung“ bekannt.258 Abgesehen von den Erfahrungen mit der Okkupationsmacht und mit den damit zusammenhängenden Hassgefühlen radikalisierte die Situation auch noch das Dekret Nr. 5 des Präsidenten der Republik vom 19. Mai, in dem die Deutschen gemeinsam mit den Ungarn als „staatlich unzuverlässige Personen“ erklärt wurden. Diese Kategorisierung bestimmte entscheidend die Stellung der Deutschen und ihre bürgerlichen Rechte. Die US-Armee suchte freilich mit allen Kräften diese spontanen Vertreibungen und Terroraktionen zu verhindern. „Dies wurde von den tschechischen Kommunisten derart hochgespielt, dass sie behaupteten, nur die Sowjets hätten ein Herz für die tschechischen Interessen, da sie aktiv die Vertreibung der Deutschen unterstützten und auch erlaubten, dass ent- 256 Vgl. Vladimír Mikule: Dekrety prezidenta republiky o postavení N?mc? a jejich dnešní právní význam [Die Dekrete des Prasidenten der Republik zur Stellung der deutschen und ihre heutige rechtliche Bedeutung], in: Karel Jech u.a. (Hrsg.): Die Deutschen und Magyaren in den Dekreten des Präsidenten der Republik: Studien und Dokumente 1940-1945. Prag 2003, S. 76-215, hier 204. 257 Vgl. Walter Piverka: Tschechische Bürger deutscher Nationalität, in: Deutsche und Tschechen. 150 Jahre nach Bolzano. Bilanz und Erwartungen. Prag 1998, S. 187-189. 258 Vgl. Tomáš Stan?k: Verfolgung 1945. Die Stellung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien (außerhalb der Lager und Gefängnisse). Wien 2002. – Tomáš Stan?k: Povále?né „excesy“ v ?eských zemích v roce 1945 a jejich vyšetování [Die „Exzesse“ nach dem Krieg in den böhmischen Ländern im Jahre 1945 und ihre Untersuchung]. Prag 2005. 105 zogenes Eigentum von Deutschen unter tschechoslowakischen BürgerInnen verteilt wurde.“259 Unmittelbar an das Dekret Nr. 5 schließt Dekret Nr. 12 vom 21. Juni 1945 über die Kon? skation und beschleunigte Verteilung des landwirtschaftlichen Vermögens der Deutschen, Magyaren. Über deren Vermögen entschied die sog. Nationalverwaltung. Von dieser Regelung waren die deutschen Antifaschisten und Juden ausgenommen. Das Dekret Nr. 28 vom 20. Juli 1945 über die Besiedlung des landwirtschaftlichen Bodens der Deutschen, Magyaren und anderer Staatsfeinde durch tschechische, slowakische und andere slawische Landwirte löste das Problem der Zuteilung landwirtschaftlichen Bodens. Diesen verteilten spezielle Kommissionen, die die Neubesiedlung der Grenzgebiete regelten, an Interessenten oder er blieb in Staatshänden. Die fast drei Millionen Hektar kon? szierten Eigentums, die bisher größten eigentumsrechtlichen Veränderungen in der Geschichte der böhmischen Länder, sollten als Bestandteile der Reparationen gelten. Als das letzte die Deutschen und ihre Lebensgrundlagen betreffende Dekret erscheint das mit der Nr. 108 vom 27. Oktober 1945 über „die Kon? skation des feindlichen Vermögens und die Fonds der nationalen Erneuerung“.260 Mit diesem wurde das unbewegliche und bewegliche Vermögen einbehalten. Betroffen waren auch die Vermögensrechte. Parallel zu diesen Beschlüssen, die das durch die Nationalausschüsse gewählte Parlament als Gesetze ab initio erklärte und die bis heute einen Anlass zum Streit in den deutsch-tschechischen Debatten darstellen, wurden in den Nachkriegsmonaten weitere Verordnungen erlassen, welche die politischen, ökonomischen und kulturellen Existenzgrundlagen der Deutschen in der Tschechoslowakei verkomplizierten, wie etwa die Schließung aller deutschen Schulen einschließlich der deutschen Universität in Prag, das Tragen von Armbinden oder die Festlegung der Zeiten zum Einkauf.261 Die sog. Beneš-Dekrete, unter denen im medialen Diskurs diejenigen verstanden werden, die das Leben der Deutschen regelten, bedeuten bis heute einen Streitpunkt in den deutsch-tschechischen Beziehungen. Aus der Sicht der Gegenwart entspricht ihr Inhalt kaum den juristischen Standards. In Tschechien gibt es derzeit verschiedene Untersuchungen zur Beurteilung dieser juristischen Normen, die ihre Rolle in der Geschichte zu entmythisieren sollen. Zum Beispiel wurde oft vermutet, dass diese Bestimmungen Vorbereitungen auf die kommunistische Diktatur gewesen seien. Sie erleichterten zwar die Durchsetzung des Kommunismus in der Tschechoslowakei, zum Umbruch im Jahre 1948 wäre es allerdings auch ohne sie gekommen. Die tschechische Politik zeigt bis heute freilich noch wenig Bereitschaft, sich von bestimmten Passagen zu distanzieren. Druck von außen in Richtung Abschaffung dieser Beschlüsse, wie ihn die Sudetendeutsche Landsmannschaft und die bayerische CSU ausüben möchten, 259 Bradley F. Abrams: Allierte Planungen und Entscheidungen. Zur Nachkriegslösung des deutschtschechischen Kon? ikts, in: Barbara Coudenhove-Kalergi/Oliver Rathkolb (Hrsg.): Die Beneš- Dekrete. Wien 2002, S. 118-129, hier 126. 260 Vgl. Vladimír Mikule (Fn. 257), S. 197. 261 Mehr dazu Niklas Perzi (Fn. 8), S. 221ff. 106 wirkt dabei kontraproduktiv. Als Warnung erweist sich bis heute Václav Havels Entschuldigung für das Vertreibungsgeschehen, die von einem Teil der Sudetendeutschen als tschechisches Schuldeingeständnis gewertet wurde, der weitere Zugeständnisse hätten folgen müssen. Die Dekrete bleiben somit ein Politikum, ein erprobtes Mittel, um immer wieder in die Diskussion eingreifen zu können. 7.4 Wilde Vertreibung und geordneter Transfer Auf dem tschechoslowakischen Gebiet entstanden 1215 Internierungslager, 846 Arbeits- und Stra? ager sowie 215 Gefängnisse, durch welche mehrere Zehntausend Deutsche gingen. Diese verloren mit dem Dekret Nr. 33 über „die Regelung der tschechoslowakischen Staatsbürgerschaft von Personen deutscher und magyarischer Nationalität“ vom 2. August 1945 die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft.262 Damit war der Endpunkt der Entwicklung zur schrittweisen Aberkennung der Staatsbürgerschaft erreicht. Die Internierung in den Lagern erfolgte oft spontan auf Grund einer Anzeige und ohne vorherige Untersuchung.263 Im Herbst 1945 lebten in diesen Lagern mehr als 150.000 Deutsche. Von ihnen sollten nach Tomáš Stan?ks Untersuchungen in den Jahren 1945 bis 1948 etwa 10.000 Personen sterben, meist infolge von Epidemien, völliger Erschöpfung und Altersschwäche. Eines dieser Lager war auch Theresienstadt, das aus einem Konzentrationlager der Nazis zu einem Internierungslager für die deutsche Bevölkerung umfunktioniert wurde. Auch nach dem Krieg herrschten dort also unmenschliche Bedingungen. „In die Kleine Festung wurden Deutsche des Landes und reichsdeutsche Flüchtlinge eingeliefert. Bestimmt gab es unter ihnen welche, die sich während der Besatzungsjahre manches hatten zuschulden kommen lassen, aber die Mehrzahl, darunter viele Kinder und Halbwüchsige, wurden bloß eingesperrt, weil sie Deutsche waren.“264 Nach der Befreiung hatten ehemalige Häftlinge die Verwaltung der Kleinen Festung übernommen. Sie begannen umgehend damit, die Einrichtung als Internierungslager für Deutsche zu nutzen. Diese Aufgabe erfüllte sie bis 1948. Gerade die Entstehungsphase wurde also von Ex-Häftlingen bestimmt, sie dauerte bis Juli 1945. In dieser Zeit waren deutsche Kriegsgefangene und Nazis bzw. Personen, denen Nazi- oder Kriegsverbrechen vorgeworfen wurden, dort eingesperrt. Am 2. Juli 1945 übernahm das Innenministerium der Tschechoslowakei die Verwaltung der Kleinen Festung und bestimmte die Einrichtung hauptsächlich für die Internierung von Deutschen, die aus ihrer Heimat vertrieben werden sollten. In der dritten Phase – sie umfasst etwa vier Monate im Jahr 1946 – 262 Vgl. hierzu Helmut Slapnicka: Die Vertreibung der Deutschen aus der Sicht der innerstaatlichen Rechtsordnung, in: Bohemia 42 (2001), S. 11–26. 263 Vgl. Zden?k Beneš/Jií Pešek: Die Durchführung der Zwangsaussiedlung, in: Zden?k Beneš/ Václav Kural (Hrsg.): Geschichte verstehen. Die Entwicklung der deutsch-tschechischen Beziehungen in den böhmischen Ländern 1848-1948. Prag 2002, S. 214-235, S. 222. 264 Vgl. Hans G. Adler: Theresienstadt 1941-1945. Das Antlitz einer Zwangsgemeinschaft. Göttingen 1955, S. 314.

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Zusammenfassung

In den deutsch-tschechischen Beziehungen spielt die Geschichte eine wichtige Rolle. Sie wird zum einen als Argument für die Gestaltung der gemeinsamen Zukunft benutzt, zum anderen aber auch als Waffe, um die andere Seite möglichst negativ darzustellen.

Die Arbeit untersucht an Hand eines qualitativen Datenmaterials die Funktion der Vergangenheitsdiskurse in der deutsch-tschechischen Nachbarschaft.