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Lukas Novotny, Parteien und Parteiensystem in:

Lukas Novotny

Vergangenheitsdiskurse zwischen Deutschen und Tschechen, page 56 - 60

Untersuchung zur Perzeption der Geschichte nach 1945

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8329-4248-9, ISBN online: 978-3-8452-1727-7 https://doi.org/10.5771/9783845217277

Series: Extremismus und Demokratie, vol. 19

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56 Es gab freilich auch positive Beispiele, wie zum Beispiel den aus der Habsburger Monarchie übernommenen deutsch-tschechischen Ferienaustausch, der mit dem Ausdruck „na handl“ oder „na vexl“ bedacht wurde. Die tschechoslowakische Regierung hätte sich – im Rückblick betrachtet - gerade hier stärker für die Fortsetzung dieses Projekts einsetzen sollen, bei dem die Kinder die Sprache der anderen Seite erlernen konnten. Offensichtlich war die Bereitschaft dazu jedoch auf beiden Seiten gering. 3.4 Parteien und Parteiensystem In der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit bildeten die Angehörigen der größten Nationalitäten, auch wenn sie dem gleichen Parteitypus angehörten, jeweils gesonderte Parteien.105 Es gab zum Beispiel eine tschechoslowakische Sozialdemokratie, eine deutsche und eine ungarische. Die Kommunisten waren die einzige internationale Partei und verfügten über Angehörige aus allen Volksgruppen. Besonders die deutschen Parteien waren wegen ihrer ablehnenden Haltung und den Protestdemonstrationen in den ersten Jahren nach der Gründung des Staates schwer für eine Zusammenarbeit in der Staatspolitik zu gewinnen. Präsident T.G. Masaryk bot ihren Repräsentanten mehrmals Ministersessel in der Regierung an, unter anderen nach dem unglücklichen 4. März 1919. Die Verweigerung einer Mitarbeit durch die politischen Repräsentanten der Sudetendeutschen bei der Regierungsbildung hielt, wie schon erwähnt, auch die deutsche Politik für einen schweren Fehler. Andererseits sorgte die tschechische Seite selber in den Gründungsjahren des neuen Staates für die Erhaltung der Kluft zwischen beiden Nationalitäten. Als Beispiel können Straßenunruhen erwähnt werden, bei der man Denkmäler Josephs II. beschädigte. Der gesellschaftliche und politische „Negativismus“, die ablehnende Haltung der Deutschen gegenüber dem neuen Staat, hielt bis in die mittleren zwanziger Jahre an, und zwar trotz des am 10. September 1919 verabschiedeten Friedens von Saint Germain, mit dem die Selbständigkeit und die Grenzen der Tschechoslowakei gerantiert worden waren. Am 26. Mai 1920 gründeten Parlamentarier der Parteien Bund der Landwirte, Deutsche Nationalpartei, Deutsche Christlich-soziale Volkspartei, Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei und Deutsche Demokratische Freiheitspartei den Deutschen parlamentarischen Verband, der eine „vereinigte“ Opposition gegen die tschechischen und slowakischen Parteien bildete. Der Verband zer? el jedoch am 29. November 1922 in eine Gruppe von Parteien, die bereit waren, mit den tschechoslowakischen Staatsorganen zusammenzuarbeiten, und in eine zweite, welche weiter gegen diese kämpfte. Während die Deutschnationale Partei die Zusammenarbeit mit den Tschechen ablehnte und eine solche als Verrat der nationalen Interessen ansah, war sich die Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei der Vorteile des Aktivismus und der Teil- 105 Vgl. Rüdiger Kipke: Die politischen Systeme Tschechiens und der Slowakei: eine Einführung. Wiesbaden 2002. 57 nahme an der Regierung bewusst. Die Arbeiterpartei forderte jedoch im Unterschied zu anderen aktivistischen Parteien wie dem Bund der Landwirte oder der Deutschen Christsozialen Volkspartei Garantien für eine Lösung der Autonomie der Sudetendeutschen. Als erste erkannten die Existenz des neuen Staates im Jahre 1920 schließlich die erwähnte Deutsche Sozialdemokratische Arbeiterpartei und die Agrarpartei an, die gemeinsam die Grundlage für den sudetendeutschen politischen Aktivismus der zwanziger Jahre bildeten. In den Wahlen von 1925 wählten mehr als zwei Drittel der Deutschen in der Tschechoslowakei so genannte aktivistische Parteien, also solche, die zu einer aktiven Mitarbeit in der ?SR und damit zur Anerkennung der Zugehörigkeit zu diesem Staat bereit waren.106 Die Beteiligung der genannten Parteien an der Regierung änderte freilich nichts an der Tatsache, dass sich die meisten Sudetendeutschen darin immer noch nicht heimisch fühlten. Ihr Verhältnis zur ?SR verkehrte sich deshalb in den Wahlen nach zehn Jahren ins Gegenteil, wie später dargestellt wird. Sudetendeutscher parteienübergreifender Aktivismus hätte nach der Gründung der Ersten Republik, nach dem Scheitern sudetendeutscher Abspaltungsbestrebungen und der Besetzung sudetendeutscher Gebiete durch tschechische Truppen durchaus einen Weg offerieren können, innerhalb eines pluralistischen Parteiensystems wieder Handlungsfähigkeit und die Vertretung sudetendeutscher Interessen herzustellen. Die Aktivisten waren vornehmlich die nichtnationale Weltanschauungs- und Interessenparteien. Sie hofften, über die Mitarbeit im Staat und die grundsätzliche Staatsbejahung das Leben der Deutschen verbessern und dann einer Umwandlung des Staatsfundaments näherkommen zu können. Der Aktivismus steht damit im Gegensatz zum Konzept des Negativismus, der die deutsche politische und gesellschaftliche Beteiligung innerhalb der Strukturen der Ersten Republik völlig ausschloss. Ablehnend gegenüber dem Verbleib der Deutschen im tschechoslowakischen Staat verhielten sich gerade die Parteien der äußersten Rechten – die Deutschnationale Partei und die Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei – und auf der äußersten Linken die Kommunisten, die sich zu Beginn der zwanziger Jahre von der Sozialdemokratie abgespalten hatten.107 Die Deutschnationalen waren bereits 1904 in der Monarchie Österreich-Ungarn entstanden und bildeten die eigentliche Grundlage für die gesamte deutsche nationalsozialistische Bewegung. Sie waren von 1933 an verboten und gingen 1935 in der Sudetendeutschen Heimatfront auf. Als Höhepunkt des politischen Aktivismus der Sudetendeutschen gilt ihr Eintritt in die tschechoslowakische Regierung im Jahre 1926. Hinter der Teilnahme dieser Par- 106 Vgl. Silke Sobieraj: Der Aktivismus im Spiegel der deutschen Geschichtsschreibung in den böhmischen Ländern, in: Michael Neumüller (Hrsg.): Die Böhmischen Länder in der deutschen Geschichtsschreibung seit dem Jahre 1848. Teil 2. Vorträge des 3. Aussiger Kolloquiums des Instituts für slawisch-germanische Forschung der J. E. Purkyn?-Universität u.a. in Aussig vom 25.-26. April 1996. Ústí nad Labem 1997, S. 93-103. 107 Bernhard Fisch: Linke Parteien der Tschechoslowakei im Kampf um die nationale Gleichberechtigung der Deutschen: 1918-1938, in: Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung, 45 (2003), S. 70-90. 58 teien an der Regierung stehen mehrere Gründe. Neben der guten wirtschaftlichen Bilanz des Staates war es vorwiegend ein politisches Kalkül, denn eigentlich war der Wille zur Zusammenarbeit der deutschen und tschechischen politischen Gruppierungen ziemlich gering. Ohne die deutsche Agrarpartei und die Christdemokraten (1929 kamen noch die deutschen Sozialdemokraten hinzu) war es im Herbst 1926 jedoch nicht möglich, eine Koalition zu bilden. In den Parlamentswahlen von 1929 gewannen die deutschen Aktivisten sogar 75 Prozent der deutschen Stimmen. Sie waren an der Regierung bis 1938 beteiligt und trugen somit maßgeblich zur Aufrechterhaltung der tschechoslowakischen Demokratie bis in die letzten Monate der Republik bei. Ihre aktivistische Politik schlug sich Ende der 1920er Jahre auch in den Einstellungen des tschechoslowakischen politischen Spektrums nieder. Es wurde sogar über die Autonomie für die Deutschen verhandelt und Edvard Beneš wollte sie als zweite Staatsnation anerkennen. Die Durchsetzung dieser Versuche war jedoch nicht leicht, denn bei den tschechischen politischen Entscheidungsträgern waren Befürchtungen hinsichtlich der völligen Abtretung der von den Deutschen mehrheitlich bewohnten Gebiete vorhanden. Auch auf die tschechoslowakischen Koalitionsparteien wurde nämlich seitens der eigenen Nationalisten Druck in Richtung Autonomieverweigerung ausgeübt. Als Argumente wurden meist die potentiellen Probleme mit der ef? zienten Verwaltung und die genaue Bestimmung der anzuerkennenden Gebiete vorgebracht. Selbst die aktivistischen Parteien, besonders die Sozialdemokratie108, waren sich dieser Probleme und vor allem des drohenden politischen Umbruchs durch die Nationalisten bewusst. Es gelang deshalb nur, eine Autonomie im deutschen Schulwesen zu gewährleisten.109 Dieses kooperative politische Klima änderte sich grundlegend mit dem „schwarzen Freitag“ im Oktober 1929. Die vorwiegend aus kleinen und mittleren Unternehmen bestehende tschechoslowakische Industrie wurde durch die Wirtschaftskrise stark beeinträchtigt. Besonders betroffen waren die mehrheitlich von Deutschen bewohnten Grenzgebiete und ihre Industriestruktur, wo die Textil-, Glas- und Porzellanindustrie überwog, d.h. vor allwem auf Leben und Tod vom Export abhängige Produktionsbereiche, die nun durch Zollbarrieren zum Erliegen gebracht wurden. Die große Wirtschaftskrise brachte den sudetendeutschen Aktivismus zum Scheitern, denn auf ihrem Höhepunkt 1936 befanden sich in der Tschechoslowakei unter den 846 000 Arbeitslosen der Tschechoslowakei 525 000 Deutsche.110 Die Arbeitslosigkeit erreichte mancherorts mehr als 20 Prozent. Die gesteigerte soziale Unruhe drückte sich den gege- 108 Vgl. Sergej Kretinin: Sudeto-nemeckaja social-demokratija: Stranicy politi?eskoj istorii 1918- 1939. [Sudetendeutsche Sozialdemokratie. Kapitel der politischen Geschichte 1918-1939] Voronež 1998. 109 Vgl. Tomáš Kasper: Sudetendeutsche Schulreform. Versuch einer Komparation mit der tschechischen Erscheinung, in: Brücken 14. Germanistisches Jahrbuch Tschechien-Slowakei. Prag 2006, S. 69-80. 110 Vgl. Rudolf Jaworski: Die Sudetendeutschen als Minderheit in der Tschechoslowakei 1918- 1938, in: Wolfgang Benz (Hrsg.): Die Vertreibung der Deutschen aus dem Osten, Ursachen, Ereignisse, Folgen. Frankfurt a.M. 2000, S. 33-44, hier 41. 59 benen Umständen entsprechend in einer nationalsozialistischen Radikalisierung breitester Schichten der deutschen Bevölkerung aus. Deutschland wurde für viele dieser Deutschen zum Bezugspunkt, denn als die Krise in der Tschechoslowakei ihre Endphase erreichte, waren im Nachbarland bereits Anzeichen eines wirtschaftlichen Aufschwungs zu beobachten. „Auch du wirst wieder rauchen, wenn dich wird Hitler brauchen“, lautete die Aufschrift auf einem Fabrikschlot im tschechoslowakischen Grenzgebiet. Die Loyalität der Sudetendeutschen gegenüber der Tschechoslowakei sank dramatisch– dies war in den Parlamentswahlen des Jahres 1935 zum Ausdruck gekommen und noch drastischer in den Kommunalwahlen von 1938, als Henleins Sudetendeutsche Partei, die von Hitlers Drittem Reich ? nanziert und beherrscht wurde, an die 88 Prozent aller deutschen Stimmen auf sich vereinigte. Die Wahlen waren von einheimischen Wirtschaftsproblemen beein? usst, gegen die die nationalistische Rhetorik wirtschaftliche und soziale Erfolge des Dritten Reiches mit aller Schärfe ins Feld führte. Der Druck der Henlein-Anhänger zeigte bereits Zeichen von Einschüchterungstaktik. Gleich im ersten Anlauf (1935) gewann die Sudetendeutsche Partei 44 Mandate und wurde in der deutschen wie in der tschechoslowakischen Parteienlandschaft die stärkste Partei überhaupt.111 Sie erreichte bei den Angehörigen der deutschen Minderheit zuletzt fast eine Monopolstellung. Dennoch wurde sie nicht in die Regierungskoalition einbezogen.112 Die Gründung der Sudetendeutschen Heimatfront 1933 und ihr phänomenaler Wahlsieg als Sudetendeutsche Partei 1935 sind auf ein ganzes Bündel an Ursachen zurückzuführen, von denen meist der Ausbruch der Weltwirtschaftskrise und deren unterschiedlicher zeitlicher Verlauf in der Tschechoslowakei und in Deutschland, der Aufstieg des Dritten Reiches und die damit zusammenhängende Attraktivität Hitler- Deutschlands nicht zuletzt in der Frage des Arbeitsmarktes hervorgehoben werden müssen.113 Die im Oktober 1933 entstandene Heimatfront musste ihren Namen am 19. April 1935 in Sudetendeutsche Partei ändern. Der Vorsitzende und Aktivist der deutschen Turnbewegung, Konrad Henlein (seit 1931 Führer des Deutschen Turnverbands), vereinigte hier Mitglieder der „wertekonservativen“ und „radikalen“ Parteien.114 Die Sudetendeutsche Partei orientierte sich anfangs überwiegend an „großdeutschen Traditionen der Österreicher“ und befürwortete die Vereinigung eher mit Österreich als mit Deutschland. Doch wurde sie zunehmend von den „Alldeutschen“ unterwandert und als Folge des aus Berlin ? nanzierten Wahlkampfes unter massiver ? nanzieller, ideologischer und politischer Ein? ussnahme der NSDAP auf reichsdeutschen 111 Vgl. Jörg K. Hoensch: Geschichte der Tschechoslowakischen Republik 1918-1978. Stuttgart u.a. 1992, S. 68. 112 Eine Interpretation des Wahlergebnisses ? ndet sich bei Reinhard Schmutzer: Der Wahlsieg der Sudetendeutschen Partei: Die Legende von der faschistischen Bekenntniswahl, in: Zeitschrift für Ostforschung 41 (1992), S. 345-385. 113 Vgl. Hans Lemberg: Tschechen und Deutsche in der Ersten Tschechoslowakischen Republik, in: Frank Boldt (Hrsg.): München 1938. Das Ende des alten Europa. Essen 1990, S. 43-62. 114 Vgl. Erich Später: Kein Frieden mit Tschechien. Die Sudetendeutschen und ihre Landsmannschaft. Hamburg 2005, S. 15. 60 Kurs gebracht und zur „fünften Kolonne“ umgebaut. Sie machte nicht mehr die Sprache, sondern – entsprechend der Ideologie von Adolf Hitler – das „Blut und Boden- Prinzip“ zum Merkmal der nationalen Identität. Völkisch, politisch offensiv und antisemitisch ausgerichtet, gewann sie alsbald die Unterstützung der meisten Sudetendeutschen. Zwischen 1935 und 1938 wuchs die Mitgliederzahl der Sudetendeutschen Partei von 385 000 auf 1,3 Millionen an. Dieses Ergebnis ist Volker Zimmermann zufolge „nicht nur auf eine Zustimmung zur Politik der SdP und als Reaktion auf außenpolitische Ereignisse wie dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 zurückzuführen, sondern auch auf einen verstärkten Druck von Seiten der Henleinpartei auf die deutsche Bevölkerung in der ?SR.“115 Ab 1937 steigerte Heinlein seinen Radikalismus: Am 17. März 1938 forderte er die Funktionäre der aktivistischen Parteien zur Beteiligung an der Tätigkeit der SdP auf. Am 23. März 1938 ging der Sudetendeutsche Bund der Landwirte in der Sudetendeutschen Partei auf, und auch die Abgeordneten der Deutschen Christlich-Sozialen Volkspartei schlossen sich an. Konrad Henlein übernahm sogar selbst die Leitung der Sudetendeutschen Freikorps, welche die tschechische und jüdische Bevölkerung angriffen und für die Übernahme der politischen Macht an Deutschland arbeiteten. Das politische und gesellschaftliche Leben der deutschen Minderheit wurde von der Henleinpartei immer straffer organisiert, „wobei vor allem nach dem Anschluss Österreichs von einer ´freiwilligen Gleichschaltung´ (Andreas Luh) gesprochen werden kann“.116 Hand in Hand mit der zentralen Sicherung der politischen Stellung ging das Organisationswesen. Völkisch orientierte Jugendverbände vereinigten sich in der im Jahre 1937 gegründeten Sudetendeutschen Volksjugend. Erwachsenen-Verbände waren von 1938 an im Sudetendeutschen Verband versammelt.117 Gegen die sudetendeutsche „Sammlungsbewegung“ stellten sich in den Grenzgebieten die Sozialdemokraten und Kommunisten. Beide Parteien waren entschiedene Gegner Hitlers sowie Henleins und organisierten Demonstrationen zur Verteidigung der Tschechoslowakei. Die deutsche Sozialdemokratie gründete sogar die paramilitärische Organisation Republikanische Wehr und verfasste ein Memorandum an die Regierung, in dem sie ? nanzielle Hilfe für die im Grenzland betroffenen Deutschen und die Erleichterung der Sprachprüfungen für Deutsche verlangte. In dem Dokument stand kein Wort über die Autonomie oder über die Abtretung der Gebiete, was auf Pluralität bei den Positionen der Deutschen gegenüber ihrer weiteren Existenz innerhalb der Tschechoslowakei hindeutet.118 115 Volker Zimmermann: Bruch mit der Vergangenheit oder Kontinuität? Die Gleichschaltung von Politik und Gesellschaft im „Sudetengau“, in: Zden?k Radvanovský (Hrsg.): Historie okupovaného pohrani?í 1938-1945 [Geschichte des besetzten Grenzlands]. Band 1. Ústí nad Labem 1998, S. 154-168, hier 155. 116 Ebd. S. 155. 117 Vgl. Andreas Luh: Der Deutsche Turnverband in der Ersten Tschechoslowakischen Republik. Vom völkischen Vereinsbetrieb zur volkspolitischen Bewegung. München 1988, S. 289f., 213ff. 118 Vgl. Martin K. Bachstein: Wenzel Jaksch und die Sudetendeutsche Sozialdemokratie. München/ Wien. 1974.

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References

Zusammenfassung

In den deutsch-tschechischen Beziehungen spielt die Geschichte eine wichtige Rolle. Sie wird zum einen als Argument für die Gestaltung der gemeinsamen Zukunft benutzt, zum anderen aber auch als Waffe, um die andere Seite möglichst negativ darzustellen.

Die Arbeit untersucht an Hand eines qualitativen Datenmaterials die Funktion der Vergangenheitsdiskurse in der deutsch-tschechischen Nachbarschaft.