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Christian Mäscher, Eigene Aktien in:

Christian Mäscher

Teilwertabschreibungen auf Aktien, page 193 - 194

Zugleich ein Beitrag zum Einfluss der Internationalen Rechnungslegungsstandards auf das deutsche Bilanzsteuerrecht

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8329-4230-4, ISBN online: 978-3-8452-1695-9 https://doi.org/10.5771/9783845216959

Series: Wirtschafts- und Steuerrecht, vol. 4

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193 gem. § 253 Abs. 3 S. 4 HGB-RegE zudem auch weiterhin ein Wahlrecht zur Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert, wenn die Voraussetzungen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung nicht vorliegen. In allen übrigen Fällen ist eine handelsrechtliche Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert jedoch durch eine voraussichtlich dauernde Wertminderung bedingt. Hierdurch erfolgt im Ergebnis eine Annäherung an die steuerliche Teilwertabschreibungsregelung, die ebenfalls eine voraussichtlich dauernde Wertminderung voraussetzt.671 Ferner sind Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens gem. § 253 Abs. 4 S. 1 HGB-RegE auch weiterhin im Falle eines im Vergleich zum Buchwert niedrigeren Wertes, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag ergibt, auf diesen Wert abzuschreiben. B. Eigene Aktien Der Nennbetrag oder rechnerische Wert eigener Aktien ist gem. § 272 Abs. 1a S. 1 HGB-RegE zukünftig unabhängig vom Erwerbszweck in der Vorspalte des Eigenkapitals offen von dem Posten »Gezeichnetes Kapital« als Kapitalrückzahlung abzusetzen.672 Der Unterschiedsbetrag zwischen diesem Wert und den Anschaffungskosten ist gem. § 272 Abs. 1a S. 2 HGB-RegE mit den frei verfügbaren Rücklagen zu verrechnen. Ob sich aus dieser Änderung ergibt, dass eigene Anteile zukünftig nicht mehr als Vermögensgegenstände bzw. Wirtschaftsgüter qualifiziert werden können673, muss aus den dargelegten Gründen bezweifelt werden. Der Erwerb eigener Anteile weist unabhängig von der bilanzrechtlichen Behandlung nach wie vor eine Doppelnatur als Anschaffungsvorgang und Teilliquidation auf. Da eigene Anteile grundsätzlich einen realisierbaren Vermögenswert besitzen, stellen sie Vermögensgegenstände bzw. Wirtschaftsgüter dar.674 Bei einer Veräußerung eigener Anteile ist der nach § 272 Abs. 1a HGB-RegE in der Vorspalte des Eigenkapitals erfolgte Ausweis gem. § 272 Abs. 1b S. 1 und 2 HGB-RegE rückgängig zu machen. Ein Veräußerungsgewinn ist in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB einzustellen, vgl. § 272 Abs. 1b S. 3 HGB-RegE.675 671 BT-Drs. 16/10067, S. 56. 672 Vgl. ausführlich zur Thematik des Erwerbs eigener Anteile nach dem Entwurf des BilMoG Küting/Reuter, BB 2008, S. 658. 673 Vgl. Herzig, DB 2008, S. 1339, 1342. 674 Vgl. 3. Kapitel, Abschnitt C. II. 2. b). 675 Vgl. zu den steuerlichen Folgen Herzig, a.a.O., S. 1342. 194 C. Ergebnis Mit Ausnahme des Regelungsbereichs des § 6 Abs. 1 Nr. 2b EStG-RegE hat das BilMoG nach gegenwärtigigem Erkenntnisstand keinen Einfluss auf die Voraussetzungen und Rechtsfolgen einer Teilwertabschreibung auf Aktien.

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Zusammenfassung

Die Arbeit befasst sich mit den Voraussetzungen und Rechtsfolgen einer Teilwertabschreibung auf Aktien. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Nachweis einer voraussichtlich dauernden Wertminderung von börsennotierten Aktien des Anlagevermögens. Der Autor weist nach, dass die in diesem Zusammenhang vertretenen Ansichten von Finanzverwaltung und Rechtsprechung mit den Erkenntnissen der Kapitalmarktforschung nicht vereinbar sind, und stellt sodann ein eigenes Konzept dar. Daneben werden auch nicht börsennotierte Aktien und Aktien des Umlaufvermögens behandelt. Zudem werden die Einflüsse der Internationalen Rechnungslegungsstandards, die Besonderheiten bei eigenen Aktien sowie etwaige Änderungen durch das BilMoG dargestellt.