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Sascha Ziemann, Siglen und Abkürzungen in:

Sascha Ziemann

Neukantianisches Strafrechtsdenken, page 17 - 17

Die Philosophie des Südwestdeutschen Neukantianismus und ihre Rezeption in der Strafrechtswissenschaft des frühen 20. Jahrhunderts

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8329-4210-6, ISBN online: 978-3-8452-1595-2 https://doi.org/10.5771/9783845215952

Series: Studien zur Rechtsphilosophie und Rechtstheorie, vol. 53

Bibliographic information
17 Siglen und Abkürzungen Im Folgenden finden sich Erläuterungen zu den in der Arbeit verwendeten Siglen und Abkürzungen (nähere bibliographische Angaben im Literaturverzeichnis). Siglen ›GRGA‹ = Gustav Radbruch-Gesamtausgabe, hrsg. von Arthur Kaufmann, 20 Bde., 1987 ff. Grünhut, Max, ›BuR‹ = „Begriffsbildung und Rechtsanwendung im Strafrecht“ (1926). —, ›MG‹ = „Methodische Grundlagen der heutigen Strafrechtswissenschaft“ (1930). Kant, Immanuel, ›KdrV‹ = „Kritik der reinen Vernunft“ (1./2. Aufl. 1781/87). —, ›Logik‹ = „Logik: ein Handbuch zu Vorlesungen“ (1800). —, ›Prolegomena‹ = „Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können“ (1783). Lask, Emil, ›RPh‹ = „Rechtsphilosophie“ (1. /2. Aufl. 1905/07 u. ö.). von Liszt, Franz, ›AuV‹ = „Strafrechtliche Aufsätze und Vorträge“ (1905). Mayer, Max Ernst, ›LB‹ = „Der allgemeine Teil des deutschen Strafrechts. Lehrbuch“ (1./2. Aufl. 1915/23). —, ›RPh‹ = „Rechtsphilosophie“ (1922 u. ö.). —, ›SH‹ = „Die schuldhafte Handlung und ihre Arten im Strafrecht“ (1901). Mezger, Edmund, ›Lehrbuch‹ = „Strafrecht. Ein Lehrbuch“ (1. Aufl. 1931 u. ö.). —, ›Sinn‹ = „Vom Sinn der strafrechtlichen Tatbestände“ (1926). Radbruch, Gustav, ›RPh‹ = „Grundzüge der Rechtsphilosophie“ und „Rechtsphilosophie“ (1. /2. Aufl 1914/22, 3. Aufl. 1932). Rickert, Heinrich, ›Begriff‹ = „Vom Begriff der Philosophie“ (1910/11). —, ›Def‹ = „Zur Lehre von der Definition“ (v. a. 3. Aufl. 1929). —, ›GE‹ = „Der Gegenstand der Erkenntnis“ (v. a. 4./5. Aufl. 1921). —, ›Grenzen‹ = „Die Grenzen der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung“ (v. a. 5. Aufl. 1929). —, ›Kant‹ = „Kant als Philosoph der modernen Kultur“ (1924). —, ›KuN‹ = „Kulturwissenschaft und Naturwissenschaft“ (v. a. 6./7. Aufl. 1926). —, ›System‹ = „System der Philosophie“ (1921). —, ›Tradition‹ = „Die Heidelberger Tradition und Kants Kritizismus“ (1934). —, ›Zwei Wege‹ = „Zwei Wege der Erkenntnistheorie“ (1909). Schwinge, Erich, ›TB‹ = „Teleologische Begriffsbildung im Strafrecht“ (1930). Stammler, Rudolf, ›Lehre‹ = „Die Lehre von dem richtigen Rechte“ (1902). —, ›LB‹ = „Lehrbuch der Rechtsphilosophie“ (v. a. 3. Aufl.1928). Windelband, Wilhelm, ›Einl‹ = „Einleitung in die Philosophie“ (v. a. 3. Aufl. 1923). —, ›Präl‹ = „Präludien“ (v. a. 9. Aufl. 1924). Wolf, Erik, ›Sachb‹ = „Der Sachbegriff im Strafrecht“ (1929). —, ›SchuldL‹ = „Strafrechtliche Schuldlehre“ (1928).

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Zusammenfassung

Die Zeit zwischen 1900 und 1933 gilt vielen als eine Glanzperiode strafrechtlicher Begriffs- und Systembildung, die trotz ihres gewaltsamen Endes bis heute den exzellenten Ruf der deutschen Strafrechtsdogmatik in aller Welt nährt. Ein Garant hierfür war die erkenntnis- und wissenschaftstheoretische Fundierung, die nach einem Weg zwischen den Klippen des naiven Naturalismus oder Formalismus suchte und sich vor allem mit der Philosophie des Südwestdeutschen Neukantianismus verbindet. Die Zusammenhänge eines „neukantianischen Strafrechtsdenkens“ liegen jedoch noch immer weitgehend im Dunkeln.

Die Arbeit stößt in diese Forschungslücke. Sie beginnt mit der Rekonstruktion des wertphilosophischen Begründungsprogramms des Neukantianismus. Im Mittelpunkt steht die These, dass Wertungen, obwohl sie auf den ersten Blick subjektiv und relativ erscheinen, doch implizit mit einem Anspruch auf objektive und absolute Geltung auftreten.

Die weiteren Ausführungen widmen sich der strafrechtlichen Umsetzung dieser These, wobei nachgewiesen wird, dass sie mit einer tiefgreifenden Transformation verbunden war, welche die gemeinhin behauptete neukantianische Prägung in einem differenzierteren Licht erscheinen lässt.