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Anna Christmann, Abkürzungsverzeichnis in:

Anna Christmann

In welche politische Richtung wirkt die direkte Demokratie?, page 14 - 14

Rechte Ängste und linke Hoffnungen in Deutschland im Vergleich zur direktdemokratischen Praxis in der Schweiz

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8329-4204-5, ISBN online: 978-3-8452-1344-6 https://doi.org/10.5771/9783845213446

Series: Studien zur Sachunmittelbaren Demokratie, vol. 6

Bibliographic information
14 Abkürzungsverzeichnis Auns Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz CDU Christlich-Demokratische Union CSU Christlich-Soziale Union CVP Christlich Demokratische Partei der Schweiz DC Democrazia Cristiana DD Direkte Demokratie EDU Eidgenössische Demokratische Union FDP (1) Freie Demokratische Partei Deutschland FDP (2) Freisinnig-Demokratische Partei Schweiz GfS Gesellschaft für praktische Sozialforschung (Schweiz) GPS Grüne Partei Schweiz GSoA Gesellschaft für eine Schweiz ohne Armee LdU Landesring der Unabhängigen NZZ Neue Zürcher Zeitung PdA Partei der Arbeit PSI Partito Socialista Italiano SGB Schweizer Gewerkschaftsbund SP Sozialdemokratische Partei Schweiz SPD Sozialdemokratische Partei Deutschland SVP Schweizerische Volkspartei SD Schweizer Demokraten VCS Verkehrsclub Schweiz VKMB Vereinigung Kleiner und Mittlerer Bauern

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Zusammenfassung

Die seit den 90er Jahren intensiver werdende Diskussion um die Einführung direktdemokratischer Instrumente in der Bundesrepublik schlägt sich auch in einer steigenden Zahl wissenschaftlicher Beiträge zu diesem Thema nieder. Unbeachtet blieb bisher jedoch die Diskrepanz zwischen der deutschen Debatte und der direktdemokratischen Praxis. Die Diskussion in der Bundesrepublik wird vor allem von den linken Parteien geschürt, die Erfahrungen mit direkter Demokratie in der Schweiz und anderen Staaten lassen hingegen eher eine rechts-konservative Wirkung vermuten.

In der vorliegenden Untersuchung werden erstmals Umfragen unter Bundestagsabgeordneten und Schweizer Nationalräten vorgelegt, die aufzeigen, dass es sich um typisch deutsche Konfliktlinien handelt. In der Schweiz stehen die politisch linken Parteien der direkten Demokratie deutlich skeptischer gegenüber als die rechten. In einer empirischen Analyse der Schweizer Volksabstimmungen der letzten 20 Jahre bestätigt sich, dass die bisherigen Erfahrungen mit direkter Demokratie eher auf eine rechts-konservative Wirkung von Volksentscheiden schließen lassen – ein Widerspruch zur Haltung der deutschen Parteien.

Neben diesem innovativen Beitrag zur wissenschaftlichen Debatte bietet das Werk einen aktuellen Überblick über den Forschungsstand zur Wirkung von Volksrechten.