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Lydia Bittner, Titelei/Inhaltsverzeichnis in:

Lydia Bittner

Die Struktur der Unternehmensgruppe im deutschen und europäischen Recht, page 2 - 18

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8329-4201-4, ISBN online: 978-3-8452-1354-5 https://doi.org/10.5771/9783845213545

Series: Heidelberger Schriften zum Wirtschaftsrecht und Europarecht, vol. 49

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Heidelberger Schriften zum Wirtschaftsrecht und Europarecht Herausgegeben von Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Hommelhoff Prof. Dr. Dr. h.c. Peter-Christian Müller-Graff Band 49 BUT_Bittner_4201-4.indd 2 10.12.2008 8:53:41 Uhr Lydia Bittner Die Struktur der Unternehmensgruppe im deutschen und europäischen Recht Nomos BUT_Bittner_4201-4.indd 3 10.12.2008 8:53:41 Uhr 1. Auflage 2009 © Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2009. Printed in Germany. Alle Rechte, auch die des Nachdrucks von Auszügen, der fotomechanischen Wiedergabe und der Übersetzung, vorbehalten. Gedruckt auf alterungsbeständigem Papier. Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar. Zugl.: Halle-Wittenberg, Univ., Diss., 2007 ISBN 978-3-8329-4201-4 Die vorliegende Dissertation ist durch die Hans-Böckler-Stiftung gefördert worden. BUT_Bittner_4201-4.indd 4 10.12.2008 8:53:41 Uhr Meinen Eltern Vorwort Die Arbeit hat im Wintersemester 2005/2006 der Juristischen Fakultät der Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg als Dissertation vorgelegen. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Herrn Professor Dr. Wolfhard Kohte für die Betreuung der Arbeit bedanken. Mit vielfältigen Anregungen und ideenreichen konstruktiven Diskussionen hat er die Arbeit kritisch gefördert und mir gleichzeitig wissenschaftliche Freizügigkeit gewährt. Danken möchte ich auch dafür, dass ich an seinem Lehrstuhl mehr als zwei Jahre arbeiten durfte sowie all jenen, die dazu beigetragen haben, dass ich mich an die Hallenser Zeit gern erinnere. Mein Dank gilt ebenfalls Herrn Professor Dr. Rolf Sethe, LL.M. für die zügige Erstellung des Zweitgutachtens und seine wertvollen Anregungen. Darüber hinaus danke ich Herrn Professor Dr. Christian Schröder für seine Mitwirkung im Prüfungsausschuss der mündlichen Promotionsprüfung, die durch eine angenehme Atmosphäre und intensive fachliche Gespräche geprägt war. Den Herren Professoren Dr. Dr. h. c. Peter Hommelhoff und Dr. Dr. h. c. Peter- Christian Müller-Graff danke ich für die Aufnahme der Arbeit in die von ihnen herausgegebene Schriftenreihe. Ein besonderer Dank gilt schließlich meinen Eltern für das mir entgegengebrachte Verständnis. Dortmund, im Oktober 2008 Lydia Bittner 9 Inhaltsverzeichnis Einführung 19 Gang der Untersuchung 22 Teil 1: Prämissen 27 Kapitel 1: Vorgaben der EBR-Richtlinie 27 A. Kennzeichen der Unternehmensgruppe 27 B. Der transnationale Unternehmensbezug des EBRG 28 I. Gemeinschaftsweite Tätigkeit der Unternehmensgruppe 28 II. Interpretationsverweis auf das nationale Recht in Art. 3 VI S. 1 EBR-Richtlinie 31 C. Methode der EBR-Richtlinie und des EBRG 31 D. Control-Konzept in Normen des Gemeinschaftsrechts und des deutschen Rechts 32 I. Europäische Betriebsrat-Richtlinie und Gesetz über die Europäischen Betriebsräte 32 1. Gemeinschaftsrecht: Europäische Betriebsrat-Richtlinie (94/45/EG) 32 2. Umsetzung in Deutschland: Gesetz über Europäische Betriebsräte (EBRG) 35 II. Richtlinie 2001/86/EG und SEBG 36 III. Richtlinie über den konsolidierenden Abschluss (83/349/EWG) und § 290 HGB 36 1. Gemeinschaftsrecht: Richtlinie 83/349/EWG 36 2. Umsetzung: § 290 HGB 37 a) § 271 II i.V.m. § 290 II HGB 37 b) § 271 II i.V.m. § 290 I HGB 38 3. Andere Normen aus dem HGB 39 IV. Wertpapierhandelsgesetz und Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz 41 V. Normen aus dem Aktienrecht (§§ 15 ff. AktG) 41 VI. Die Zusammenschlusskontrolle nach europäischem und deutschem Recht 42 1. Gemeinschaftsrecht: Art. 3 Fusionskontrollverordnung (VO 139/2004/EG) 42 a) Fusion 42 b) Erwerb der Kontrolle über ein Unternehmen Art. 3 I lit.b) und 3 II FKVO 44 2. Deutsches Recht: § 37 I GWB 47 VII. Quellen des Control-Konzepts 50 E. Schlussfolgerungen 53 I. Formelle versus materielle Begriffsbildung 53 II. Schlussfolgerungen für die folgenden Untersuchungen 54 10 Teil 2: Der Begriff der Unternehmensgruppe in der EBR-Richtlinie und dem EBRG 57 Kapitel 2: Kennzeichen der Unternehmensgruppe 57 A. Anwendungsbereich des EBRG 57 B. Der Unternehmensbegriff im EBRG 58 I. Das Einzelunternehmen als Normadressat 58 II. Die zu einer Unternehmensgruppe verbundenen Unternehmen 59 1. Der Begriff des herrschenden Unternehmens 59 a) Ansatz nach dem Aktiengesetz 59 b) Ansatz nach dem Mitbestimmungsgesetz 61 c) Scheinbare Widersprüchlichkeit bei der Begriffsbestimmung des herrschenden Unternehmens 62 d) Folgerungen für den Begriff des herrschenden Unternehmens nach dem EBRG 63 aa) Regelungsziel der EBR-Richtlinie und des EBRG 63 bb) Abhängigkeitsspezifische Gefahren für die Arbeitnehmer 63 cc) Der Begriff des herrschenden Unternehmens im EBRG 64 2. Ausnahmeregelung für Investment- und Beteiligungsgesellschaften 67 3. Der Begriff des abhängigen Unternehmens 67 C. Gesetzliche Voraussetzungen der Unternehmensgruppe 68 I. Abhängigkeitsverhältnis als Grundlage 68 II. Abgrenzung zum Konzern 69 D. Abhängigkeit als Gefährdungstatbestand im Recht der Mitbestimmung nach dem EBRG 70 I. Formen der Arbeitnehmermitbestimmung 70 II. Rechtliche Selbständigkeit der Unternehmen 72 III. Kennzeichen der Unternehmensgruppe 73 IV. Leitbild des unabhängigen Unternehmens 73 V. Abhängigkeit als Gefährdungstatbestand 74 E. Abgrenzung gegenüber dem aktienrechtlichen Abhängigkeitstatbestand 75 Kapitel 3: Der Abhängigkeitsbegriff der Unternehmensgruppe nach § 6 EBRG und Art. 3 EBR-Richtlinie 77 A. Verhältnis § 6 I EBRG/Art. 3 I EBR-Richtlinie zu § 6 II EBRG/Art. 3 II EBR- Richtlinie 77 11 B. Rahmen für die beherrschende Einflussnahme aus dem Wortlaut der Generalklausel § 6 I EBRG/Art. 3 I EBR-Richtlinie 78 I. Adressat der Einflussnahme 79 II. Gegenstand der Einflussnahme 80 1. Beständigkeit 80 2. Umfang der Einflussnahme 80 3. Art der Einflussnahmemöglichkeit 85 III. Potentialität der Einflussnahme 88 IV. Grundlagen beherrschender Einflussnahme 88 1. Auslegung nach dem Wortsinn beim aktienrechtlichen Abhängigkeitsbegriff 89 2. Auslegung nach dem Wortsinn beim Abhängigkeitsbegriff des EBRG 90 V. Unmittelbare und mittelbare Abhängigkeit 92 VI. Anwendungsbereich der Generalklausel § 6 I EBRG/Art. 3 I EBR-Richtlinie - gesellschaftliche Entwicklungen und Chancen 92 VII. Ergebnis 96 C. Analyse der Regelbeispiele des § 6 II EBRG/Art. 3 II EBR-Richtlinie 96 I. Mehrheit der Bestellungsrechte § 6 II Nr. 1 EBRG/Art. 3 II Nr. 1 EBR-Richtlinie 97 1. Einflussmöglichkeiten in der Aktiengesellschaft als abhängiges Unternehmen 99 a) Organisationsverfassung der Aktiengesellschaft 99 b) Bestellungsmöglichkeit aufgrund einer Stimmrechtsmehrheit 101 c) Entsenderechte 102 d) Zurechnungsklausel § 6 III EBRG 103 e) Bestellungsrechte aufgrund von Vereinbarungen mit Gesellschaftern? 104 f) Ergebnis 104 2. Einflussmöglichkeiten in der GmbH als abhängiges Unternehmen 105 a) Organisationsverfassung der GmbH 105 b) Bestellungsmöglichkeit aufgrund einer Stimmrechtsmehrheit 110 c) Statuarisch gewährte Bestellungsrechte 111 d) Entsenderechte 113 e) Ergebnis 115 3. Wirkungsweise und Intensität des Beherrschungsmittels aus § 6 II Nr. 1 EBRG/Art. 3 II Nr. 1 EBR-Richtlinie 116 a) Einflussmöglichkeiten auf der Grundlage des Aktienrechts 117 b) Einflussmöglichkeiten auf der Grundlage des Rechts der GmbH 119 c) Ergebnis 121 II. Mehrheit der Stimmrechte § 6 II Nr. 2 EBRG/Art. 3 II EBR-Richtlinie 122 12 1. Einflussmöglichkeiten in der Aktiengesellschaft als abhängiges Unternehmen 125 2. Einflussmöglichkeiten in der GmbH als abhängiges Unternehmen 128 3. Einflussmöglichkeiten in der Personengesellschaft als abhängiges Unternehmen 131 4. Stille Gesellschaft 133 5. Wirkungsweise und Intensität des Beherrschungsmittels aus § 6 II Nr. 2 EBRG/Art. 3 II Nr. 2 EBR-Richtlinie 135 III. Kapitalmehrheit § 6 II Nr. 3 EBRG/Art. 3 II Nr. 3 EBR-Richtlinie 136 1. Einflussmöglichkeiten in der Aktiengesellschaft als abhängiges Unternehmen 136 a) Vorzugsaktien 137 b) Mehrstimmrechte 139 c) Höchststimmrechte 139 d) Fazit 140 2. Einflussmöglichkeiten in der GmbH als abhängiges Unternehmen 141 3. Einflussmöglichkeiten in der Personengesellschaft als abhängiges Unternehmen 143 4. Stille Gesellschaft 143 5. Wirkungsweise und Intensität des Beherrschungsmittels aus § 6 II Nr. 3 EBRG/Art. 3 II Nr. 3 EBR-Richtlinie 144 IV. Kollisionsregel § 6 II S. 2 EBRG/Art. 3 VII EBR-Richtlinie 146 V. Folgerungen für Anforderungen an taugliche Beherrschungsmittel im Sinne des § 6 EBRG/Art. 3 EBR-Richtlinie 147 Teil 3: Analytischer Teil: Beherrschungsmittel und Unternehmenswirklichkeit 155 Kapitel 4: Beherrschungsmittel im Sinne des § 6 I EBRG 155 A. Vergleichbarkeit der Beherrschungsmittel aus EBRG und FKVO 155 B. Beherrschungsmittel Teil I: Sole Control – alleinige Beherrschung 160 I. Beherrschungs- und Kontrollmittel entsprechend der Regelbeispiele des § 6 II EBRG 161 1. Stimmrechtsmehrheit 161 a) Hauptversammlungspräsenzmehrheit 162 b) Stimmbindungsverträge 162 2. Kapitalmehrheit 163 II. Beherrschungs- und Kontrollmittel auf der Grundlage von § 6 I EBRG 164 1. Satzungs- oder vertragsbasierte Zustimmungserfordernisse oder Vetorechte 164 2. Verträge 165 a) Organisationsverträge 165 b) Verträge mit Organisationscharakter 166 c) Relationale und Austauschverträge: Liefer- und Kreditbeziehungen 167 13 3. Tatsächliche Einflussgrundlagen – faktische Kontrolle 167 a) Personelle Verflechtungen 167 b) Wirtschaftliche Abhängigkeitsbeziehungen: relationale und Austauschverträge, enge Liefer- und Kreditbeziehungen 168 4. Kombinierte Formen 175 a) Minderheitsbeteiligung und relationale oder Austauschverträge: Lieferund Kreditbeziehungen 175 b) Minderheitsbeteiligung, Bestellungsrechte und Zustimmungserfordernisse hinsichtlich strategischer Entscheidungen in der kontrollierten Gesellschaft 175 c) Minderheitsbeteiligung, personelle und organisatorische Verflechtungen 177 III. Ergebnis 178 C. Beherrschungsmittel Teil II: Joint Control – gemeinsame Beherrschung 182 I. Kennzeichen der Gemeinschaftsunternehmen – mehrfache Abhängigkeit 182 1. Rechtlich selbständige durch Abhängigkeitsbeziehungen verflochtene Unternehmen – Mehrfachabhängigkeit 182 2. Zusammenwirken der Mütter 184 a) Gemeinsame beherrschende Einflussnahme durch die Mütter 184 b) Koordinierung der Willensbildung durch die Mütter – Formen des Zusammenwirkens 184 II. Beherrschungs- und Kontrollmittel entsprechend der Regelbeispiele des § 6 II EBRG 188 1. Stimmrechtsmehrheit 188 a) Paritätische Beteiligung am gemeinsam kontrollierten Unternehmen 188 b) Disparitätische Beteiligung und Ausgleichsinstrumente (Vetorechte) 190 c) Stimmbindungsverträge, Stimmenpoolverträge 195 2. Mehrheit der Bestellungsrechte 196 III. Beherrschungs- und Kontrollmittel auf der Grundlage von § 6 I EBRG 197 1. Gemeinsame Gremien 198 2. Verträge 201 a) Verträge als Instrumente der Willensbildung 201 aa) Verträge über Bestellungsrechte 201 bb) Verträge mit Vetorechten 201 cc) Stimmbindungsverträge, Stimmenpoolverträge 202 dd) Verträge über die Errichtung von Gremien 202 ee) Verträge über eine Zusammenarbeit 202 b) Verträge als Kontrollmittel 202 aa) Verträge, die eine direkte Einflussnahmemöglichkeit gewähren 203 bb) Verträge, die eine indirekte Einflussnahmemöglichkeit gewähren 203 cc) Verträge, die in Kombination mit anderen Mitteln eine Einflussnahme ermöglichen 204 3. Tatsächliche Einflussgrundlagen – faktische Kontrolle 204 14 a) Personelle Verflechtungen 204 b) Organisatorische Verflechtungen 204 c) Wirtschaftliche Abhängigkeitsbeziehungen: atypische Liefer- und Kreditbeziehungen 205 d) Kombinierte Kontrollformen 205 aa) Minderheitsbeteiligung und Exklusivliefervertrag 206 bb) Minderheitsbeteiligung, personelle und organisatorische Verflechtungen 207 cc) Verträge mit Organisationscharakter in Verbindung mit faktischer Organisationsherrschaft 207 IV. Ergebnis 208 1. Beherrschungs- und Kontrollmittel entsprechend der Regelbeispiele des § 6 II EBRG 208 a) Stimmrechtsmehrheit 208 b) Mehrheit der Bestellungsrechte 209 2. Beherrschungs- und Kontrollmittel auf der Grundlage des § 6 I EBRG 210 a) Verträge oder Satzungsbestimmungen über die Errichtung gemeinsamer Gremien 210 b) Verträge 210 c) Tatsächliche Einflussgrundlagen 211 d) Formen kombinierter gemeinsamer Beherrschung 212 3. Instrumente der Willensbildung 214 a) Paritätische Beteiligung 214 b) Disparitätische Beteiligungen und Ausgleichsinstrumente (Vetorechte) 214 c) Paritätische Bestellungsrechte in die Organe des kontrollierten Unternehmens 215 d) Gremien, gemeinsame Besprechungen 215 e) Verträge 215 f) Einigungszwang auf faktischer Grundlage 216 D. Beherrschungsmittel Teil III: Reciprocal Control – wechselseitige Abhängigkeitsverhältnisse 217 I. Kennzeichen und Abgrenzung 217 1. Kennzeichen 217 2. Abgrenzung zu sole und joint control 218 3. Motive 218 II. Typisierung 219 1. Typ I: wechselseitige Beteiligung und Gremien 219 2. Typ II: wechselseitige Beteiligung an zwei Tochterunternehmen und Gremien 222 3. Typ III: Zusammenarbeitsvertrag und gemeinsame Besprechungen 224 4. Typ IV: Gleichordnungsvertrag, Gremien und Vereinheitlichung der Strukturen 226 15 a) Analyse der Vertragsbeziehungen 227 b) Kennzeichen wirtschaftlicher Fusionen und Abgrenzung 228 c) Problem wirtschaftliche Fusion: materieller Fusionsbegriff oder wirtschaftliche Fusion als Kontrolltatbestand 229 d) Stellungnahme 230 III. Ergebnis 233 Kapitel 5: Sonderform der Sole Control: Just-in-Time-Zulieferverträge 235 A. Problemaufriss 235 B. Ökonomischer Hintergrund für die Herausbildung von Hybridformen 236 C. Just-in-Time-Belieferung 238 D. Zulieferstrukturen am Beispiel der Automobilindustrie 239 E. Rechtsnatur und Klassifikation 239 F. Zielbestimmung und methodisches Vorgehen 240 G. Differenzierung und Fallgruppenbildung 241 H. Vertragsmerkmale, Integrationsgrad und Grad der Abhängigkeit 245 I. Systematisierung der Abhängigkeitsarten 253 J. Zulieferverträge als Beherrschungsgrundlagen im Sinne des § 6 I EBRG 255 I. Anforderungen an taugliche Beherrschungsmittel im Sinne des § 6 I, II EBRG 256 II. Zulieferverträge als Beherrschungsgrundlagen 258 1. Einflussnahmemöglichkeit auf wesentliche unternehmerische Entscheidungsbereiche 258 2. Vergleichbarkeit mit den Beherrschungsmitteln aus § 6 II EBRG 259 3. Veränderungen in der Organisationsstruktur 260 4. Schutzzweck des EBRG 260 III. Ergebnis 261 Kapitel 6: Mehrfache Abhängigkeit – Gemeinschaftsunternehmen im Kontext von EBR-Richtlinie und EBRG 263 A. Problemaufriss 263 B. Meinungsstand 265 C. Stellungnahme 266 D. Richtlinienkonforme Auslegung des § 6 EBRG 267 I. Methodik 267 II. Auslegung des nationalen Rechts § 6 I EBRG 269 1. Grammatikalische Auslegung 269 2. Historische Auslegung 269 3. Systematische Auslegung 270 4. Teleologische Auslegung 271 5. Ergebnis 275 16 III. Auslegung der EBR-Richtlinie 275 1. Grammatikalische Auslegung 276 2. Historische Auslegung 276 3. Teleologische Auslegung 277 a) Rechtsgrundlage 277 b) Ziel und Zweck 277 c) Sachgemäßheit und Konformität 278 d) Effet utile 280 e) Standards 280 4. Ergebnis 281 IV. Teleologische Gesamtschau 281 E. Folgerungen für die Anwendung des EBRG bei gemeinsamer Beherrschung 283 I. Einbeziehung in den Begriff der Unternehmensgruppe 283 II. Voraussetzung für die Errichtung von Europäischen Betriebsräten kraft Gesetzes 284 III. Fallgruppen 285 IV. Zentrale Leitung und besonderes Verhandlungsgremium bzw. Europäischer Betriebsrat als Interaktionspartner 288 V. Kollisionsregeln 289 VI. Ergebnis 290 Kapitel 7: Schlussfolgerungen 291 A. Taugliche Beherrschungsmittel im Sinne des § 6 I EBRG/Art. 3 I EBR-Richtlinie 291 I. Feststellung der Prüfungskriterien 291 1. § 6 I EBRG – Rahmen für taugliche Beherrschungs- und Kontrollmittel 291 2. Art, Umfang und Wirkungsweise der Beherrschungs- und Kontrollmittel 291 a) Art und Umfang der Einflussnahme 292 b) Wirkungsweise der Beherrschungs- und Kontrollmittel 292 aa) Personenbezogene Wirkung 292 bb) Unternehmensbezogene Wirkung 293 cc) Wirkung der Instrumente der Willensbildung zwischen den kontrollierenden Unternehmen 294 3. Abhängigkeitsarten und Wirkungsrichtung der Einflussnahme 294 a) Abhängigkeitsarten 294 aa) Einfache Abhängigkeit = alleinige Kontrolle (sole control) 294 bb) Mehrfache Abhängigkeit = gemeinsame Kontrolle (joint control) 295 cc) Wechselseitige Abhängigkeit = wechselseitige Kontrolle (reciprocal control) 295 17 b) Wirkungsrichtung der Einflussnahme 296 aa) Einseitige Wirkungsrichtung 296 bb) Wechselseitige Wirkungsrichtung 297 4. Strukturveränderung 297 a) Strukturveränderungen als Grundlage für das Entstehen der Abhängigkeitsbeziehung 297 b) Arten von Strukturveränderungen 298 aa) Unabhängige Gesellschaft 298 bb) Gesellschaft, die über eine Stimm- oder Bestellungsrechtsmehrheit kontrolliert wird 298 cc) Gesellschaft, die per Vertrag mit Organisationswirkung oder über satzungsmäßige bzw. vertragliche Zustimmungs- oder Vetorechte kontrolliert wird 299 c) Ergebnis: organisationsvermittelte Abhängigkeit 301 II. Prüfung der Beherrschungs- und Kontrollmittel 302 1. Einfache Abhängigkeit – alleinige Kontrolle 303 a) Beherrschungs- und Kontrollmittel entsprechend der Regelbeispiele des § 6 II EBRG/Art. 3 II EBR-Richtlinie 303 b) Beherrschungs- und Kontrollmittel nach § 6 I EBRG/Art. 3 I EBR-Richtlinie 303 aa) Verträge: Organisationsverträge, Verträge mit Organisationscharakter 303 bb) Satzungs- oder vertragsbasierte Zustimmungserfordernisse 304 cc) Liefer- und Kreditbeziehungen auf austausch- bzw. relationalvertraglicher Basis 304 dd) Personelle Verflechtungen 308 ee) Kombinierte Beherrschungs- und Kontrollmittel 309 2. Mehrfache Abhängigkeit – gemeinsame Kontrolle 309 a) Beherrschungs- und Kontrollmittel entsprechend der Regelbeispiele des § 6 II EBRG/Art. 3 II EBR-Richtlinie 309 b) Beherrschungs- und Kontrollmittel nach § 6 I EBRG/Art. 3 I EBR-Richtlinie 310 aa) Verträge oder Satzungsbestimmungen über die Errichtung gemeinsamer Gremien 310 bb) Verträge, die Vetorechte gewähren 311 cc) Sonderfall: faktisches Vetorecht durch Exklusivliefervertrag 311 3. Wechselseitige Abhängigkeit – wechselseitige Kontrolle 312 a) Beherrschungs- und Kontrollmittel entsprechend der Regelbeispiele des § 6 II EBRG/Art. 3 II EBR-Richtlinie 312 b) Beherrschungs- und Kontrollmittel nach § 6 I EBRG/Art. 3 I EBR-Richtlinie 312 III. Ergebnis: Beherrschungs- und Kontrollmittel im Sinne eines organisationsvermittelten Abhängigkeitsbegriffs 313 18 B. Typisierung der Verträge als Beherrschungs- und Kontrollmittel im Sinne des § 6 I EBRG/Art. 3 I EBR-Richtlinie 315 I. Organisationsverträge 316 II. Verträge mit Organisationscharakter 317 1. Kennzeichen 317 2. Einflussnahmemöglichkeiten, Beherrschungsverhältnis 318 III. Verträge mit Kooperationscharakter 318 IV. Relationale Verträge 319 C. Ergebnis 322 Teil 4: Rechtspraktischer Teil 323 Kapitel 8: Rechtsanwendung 323 A. Der Fall „Bofrost“ 323 B. Einsetzung eines Europäischen Betriebsrats oder Verfahren zur Unterrichtung und Anhörung 325 C. Auskunftspflicht § 5 EBRG 326 I. Anspruchsgegner 327 II. Inhalt der Auskunftspflicht 329 D. Unterrichtungs- und Anhörungspflicht §§ 32, 33 EBRG 330 I. Inhalt 330 II. Funktion des Europäischen Betriebsrats 330 1. Spektrum unternehmerischen Zusammenwirkens 330 2. Der Europäische Betriebsrat als organisationsrechtliche Folge auf Seiten der Arbeitnehmer 331 III. Ansprechpartner des Europäischen Betriebsrats bei mehrfacher und wechselseitiger Abhängigkeit 332 IV. Wesen der Unterrichtungs- und Anhörungsrechte 334 Gesamtergebnis 335 Literaturverzeichnis 339

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Zusammenfassung

Europaweit agierende Unternehmen bevorzugen zunehmend Formen der Einflussnahme auf andere Gesellschaften, die sich nicht mehr nur über die Kategorien Austauschvertrag und Konzern erfassen lassen. Um diese einer rechtlichen Regelung zuführen zu können, müssen sie strukturell erfasst und einem Rechtsbegriff zugeordnet werden.

Ausgehend von dem in der EBR-Richtlinie verwendeten Begriff der Unternehmensgruppe werden in dieser Studie vielfältige Abhängigkeitsbeziehungen untersucht. Über die bisher vom deutschen Konzernrecht betrachteten gesellschaftsrechtlich vermittelten Beherrschungsgrundlagen hinausgehend, gelingt die strukturelle Erfassung von organisationsvertraglichen Einflussnahmeformen. Die entwickelten Strukturelemente von Unternehmensgruppen sind auch für andere Bereiche des europäischen Rechts der Unternehmensverbindungen von größtem Interesse.