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Sebastian Messer, Freie Angaben zu Kommunikationsbarrieren in:

Sebastian Messer

Die polizeiliche Registrierung von Widerstandshandlungen, page 263 - 265

Eine kriminalsoziologische Untersuchung

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8329-4143-7, ISBN online: 978-3-8452-1650-8 https://doi.org/10.5771/9783845216508

Series: Studien zum Strafrecht, vol. 26

Bibliographic information
263 Anhang 2: freie Angaben zu Kommunikationsbarrieren Fragebogennummer: Angabe455: Nr. 14 Drogen, Unrechtsbewusstsein Nr. 15 Täter steht unter Betäubungsmitteleinfluss. Nr. 29 fehlende Intelligenz Nr. 31 Täter ist nicht zugängig. Nr. 32 sozialer Stand / Bildung Nr. 34 persönliche Abneigung Nr. 37 Betäubungsmittel, schlechte Erfahrung mit Polizei Nr. 39 uneinsichtig Nr. 42 Der Täter steht unter Einfluss von Betäubungsmitteln. Nr. 48 Betäubungsmittel-Einfluss Nr. 49 Intellekt Nr. 55 keine Einsicht beim Betroffenen Nr. 61 Drogen Nr. 63 Betäubungsmittelkonsument Nr. 65 Krankheit (psychisch) Nr. 66 Polizei als Feindbild Nr. 67 mangelndes Zuhören des Gegenübers/Widerständlers Nr. 69 Beteiligte "können" nicht miteinander. Nr. 83 psychisch auffällige Personen Nr. 87 Betäubungsmittel-/ Kokaineinfluss Nr. 88 polizeiliche Vorerkenntnisse des Täters Nr. 90 hochgradige Aggressivität, Betäubungsmitteleinfluss Nr. 95 Drogen und Gruppendynamik Nr. 99 mangelnder Respekt Nr. 101 fehlendes Unrechtsbewusstsein Nr. 104 Drogenmissbrauch Nr. 117 Der Betroffene versteht die Maßnahme nicht. Nr. 120 Drogenkonsum, psychische Krankheiten Nr. 122 Täter unter Betäubungsmitteleinfluss Nr. 131 mangelnde Intelligenz Nr. 141 Drogeneinfluss Nr. 143 Drogen 455 Zum Teil nur inhaltliche und nicht wörtliche Wiedergabe; es wurden insbesondere Abkürzungen ausgeschrieben. 264 Fragebogennummer: Angabe: Nr. 148 Es wird nicht die richtige Kommunikationsebene gefunden, der Polizeibeamte kann sich nicht auf das Gegenüber einstellen bzw. will es eventuell auch gar nicht. Nr. 151 Polizeihasser/in Nr. 152 Betäubungsmittel Nr. 158 Uneinsichtigkeit, Unverständnis Nr. 160 fehlender Intellekt Nr. 163 Psychisch labile Personen, Personen, die eine gewisse Grundaggressivität haben. Nr. 165 fehlende Kommunikationsbereitschaft beim Kollegen Nr. 168 generell gewaltbereit Nr. 169 Gruppenverhalten/zwang Nr. 170 psychische Krankheit Nr. 172 Mann lässt sich von der Beamtin nichts sagen. Nr. 189 Missverständnisse Nr. 191 Betäubungsmittelkonsum Nr. 198 notorische Uneinsichtigkeit Nr. 199 Einfluss von Drogen Nr. 200 Unverständnis Nr. 201 Unverständnis Nr. 202 Täter ist uneinsichtig. Nr. 208 psychisch gestört Nr. 214 Unverständnis für polizeiliche Maßnahmen Nr. 216 allgemeine Uneinsichtigkeit Nr. 219 Antipathie von beiden Seiten, welche zunächst verbal zum Ausdruck kommt und die Situation dramatisiert. Nr. 224 uneinsichtig, cholerisch Nr. 225 uneinsichtig Nr. 227 Täter steht unter Drogeneinfluss. Nr. 228 anderer Kulturkreis Nr. 230 Beratungsresistent Nr. 234 Der Täter ist auf Konfrontation aus und/oder will sich in der Gruppe beweisen. Nr. 240 Drogenkonsum, Geisteskrankheit Nr. 241 allgemeine Uneinsichtigkeit des Probanden Nr. 242 bangelnde Bildung bzw. schlechtes soziales Umfeld Nr. 245 zu offensives Auftreten der eingesetzten Beamten Nr. 254 Drogeneinfluss Nr. 260 falsche Ausdrucksweise Nr. 265 Mentalität 265 Fragebogennummer: Angabe: Nr. 282 Mangelnder Respekt vor der Polizei im Allgemeinen und Speziellen Nr. 283 Anfeuerung durch Kumpel Nr. 288 Gruppenzwang Nr. 290 Drogen, Stress Nr. 292 Täter ist uneinsichtig. Nr. 293 Negative Einstellung gegenüber der Polizei

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Zusammenfassung

Die Arbeit knüpft an das irritierende Faktum an, dass in der Hansestadt Lübeck zumindest in den Jahren 1999 bis 2004, aber auch noch aktuell, deutlich mehr Delikte wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte nach § 113 StGB registriert worden sind als in Kiel. Dennoch ist die Zahl der Verurteilten nahezu gleich. Es liegt die Vermutung nahe, dass nur mehr Widerstände thematisiert werden als verurteilt.

Bisher vorhandene Studien zum Thema Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gehen zumeist ätiologisch vor. Sie liefern keine Erklärung für das unterschiedliche Registrierungsverhalten, aber wichtige Vorerkenntnisse über die zu erwartenden Konflikte und sozialen Besonderheiten der „widerständigen“ Personen.

Die Arbeit knüpft an diese Erkenntnisse an, überprüft sie bezüglich ihrer Aktualität und stellt einen eigenen vollständigen theoretischen Ansatz auf. Dieser kriminalsoziologische Ansatz unterscheidet zwischen Wahrnehmung eines Konfliktes, Thematisierung des Konfliktes und Mobilisierung des Widerstandsparagrafen. Die Datenerhebung erfolgte per schriftlicher Befragung mit Interviews bei 300 Polizeibeamtinnen und -beamten. Einbezogen wurden Kiel, Lübeck und – des regionalen Vergleichs wegen – die sozialstrukturell vergleichbare Stadt Mannheim. Abgefragt wurden zahlreiche Konfliktkonstellationen und Einflussfaktoren, solche wie Geschlecht, Diensterfahrung und Dienstgrad. Die Arbeit wertet die Daten umfangreich auf unterschiedliche Reaktionsmuster hin aus.