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Anneke Schuchardt, Titelei/Inhaltsverzeichnis in:

Anneke Schuchardt

Verträge über unbekannte Nutzungsarten nach dem "Zweiten Korb", page 2 - 12

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8329-4080-5, ISBN online: 978-3-8452-1272-2 https://doi.org/10.5771/9783845212722

Series: Düsseldorfer Rechtswissenschaftliche Schriften, vol. 65

Bibliographic information
Düsseldorfer Rechtswissenschaftliche Schriften Herausgegeben von der Juristischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Band 65 Anneke Schuchardt Verträge über unbekannte Nutzungsarten nach dem „Zweiten Korb“ Nomos D 61 1. Auflage 2009 © Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2009. Printed in Germany. Alle Rechte, auch die des Nachdrucks von Auszügen, der fotomechanischen Wiedergabe und der Übersetzung, vorbehalten. Gedruckt auf alterungsbeständigem Papier. Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar. Zugl.: Düsseldorf, Univ., Diss., 2008 ISBN 978-3-8329-4080-5 Die Bände 1 – 34 sind in der Reihe „Nomos Universitätsschriften Recht“ erschienen. Dissertation der Juristischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Erstgutachter: Prof. Dr. Jan Busche Zweitgutachter: Prof. Dr. Ulrich Noack Tag der mündlichen Prüfung: 1. September 2008 5 Vorwort Diese Arbeit wurde im Wintersemester 2007/2008 von der Juristischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als Dissertation angenommen. Literatur und Rechtsprechung konnten bis einschließlich Dezember 2007 berücksichtigt werden. Die mündliche Prüfung fand im September 2008 statt. Die Arbeit hat mich knapp zwei Jahre in guten wie in schlechten Zeiten zwischen Düsseldorf, Arnheim und Hamburg begleitet und ist mir dabei sehr ans Herz gewachsen. Ich bedanke mich bei meinem Doktorvater Prof. Dr. Jan Busche, der mir das Promovieren so angenehm wie möglich gemacht hat, indem er mir einerseits freie Hand ließ, sich aber andererseits immer Zeit für Fragen genommen hat. In diesem Zusammenhang möchte ich mich auch bei Gudrun Mau bedanken, ohne die meine Fragen nicht immer am rechten Ort zur rechten Zeit gelandet wären sowie bei Prof. Dr. Ulrich Noack, der das Zweitgutachten erstellt hat. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Arbeit haben schließlich alle Ideengeber, Diskussionspartner und Rücken-frei-Halter bei Lovells geleistet, bei denen ich mich hiermit herzlich bedanke. Danke liebe Eltern, danke lieber Ole. September 2008 Anneke Schuchardt 6 7 Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis 13 Teil 1: Einleitung 16 A. Hintergründe der Reform 16 B. Entwicklung der Reform 19 Teil 2: Bisherige Rechtslage 28 A. Bedeutung und Anwendungsbereich des § 31 Abs. 4 UrhG a.F. 28 I. Zweck des § 31 Abs. 4 UrhG a.F. 28 II. Rechtsfolge 29 III. Anwendungsbereich 30 1. Persönlicher Anwendungsbereich 30 2. Sachlicher Anwendungsbereich 31 a) Arbeitsverträge 31 b) Wahrnehmungsverträge 34 3. Zeitlicher Anwendungsbereich 34 B. Die unbekannte Nutzungsart 35 I. Nutzungsart 35 1. Herrschende Rechtsprechung 35 a) Technische Eigenständigkeit 36 b) Wirtschaftliche Eigenständigkeit 36 2. Literaturmeinungen 37 a) Technische Eigenständigkeit 38 b) Wirtschaftliche Eigenständigkeit 38 II. Bekanntheit 39 III. Risikogeschäfte 42 C. Beispiele 43 8 Teil 3: Verträge über unbekannte Nutzungsarten nach neuer Rechtslage 47 A. Anwendungsbereich der §§ 31 a, 32 c UrhG 47 B. Vertragliche Einräumung der Rechte an unbekannten Nutzungsarten, § 31 a UrhG 47 I. Gesetzliche Anforderungen an den Vertragsschluss, § 31 a Abs. 1 Satz 1 und 2 UrhG 48 1. Vertragliche Konkretisierung der übertragenen Rechte 48 a) Verfügungsrechtlicher Bestimmtheitsgrundsatz 49 b) Beschränkung der Rechtseinräumung 50 c) Zweckübertragungslehre, § 31 Abs. 5 UrhG 51 aa) Grundsätzliches zur Zweckübertragungslehre 51 bb) Anwendung der Zweckübertragungslehre auf Verträge über unbekannte Nutzungsarten 54 (1) Nicht – ausdrückliche Vereinbarungen 54 (2) Ausdrückliche Vereinbarungen 56 (3) Klarstellung durch den Gesetzgeber 58 (4) Ergebnis 58 2. Schriftformerfordernis 58 a) Grundsätzliches zum Schriftformerfordernis 59 b) Besonderheiten bei Open Source- und Open Content- Lizenzen 62 c) Besonderheiten bei Arbeitsverhältnissen, § 43 UrhG 64 3. Regelung durch AGB 67 a) Unklarheitenregel, § 305 c Abs. 2 BGB 67 b) Inhaltskontrolle, § 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB 68 c) Einhaltung der Schriftform, § 126 BGB 69 d) Ergebnis 71 II. Zeitpunkt der Entstehung des Nutzungsrechts für künftige Nutzungsarten; Insolvenz des Urhebers 71 III. Weiterübertragung der Nutzungsrechte, Einräumung weiterer Nutzungsrechte (§§ 34, 35 UrhG) 72 IV. Widerrufsrecht, § 31 a Abs. 1 S. 3 und 4, Abs. 2 bis 4 UrhG 75 1. Schutzzweck des Widerrufsrechts 76 2. Rechtsnatur des Widerrufsrechts 78 a) Besondere Gestaltungsrechte im Urheber- und Verlagsrecht 78 b) Das Widerrufsrecht 81 3. Teleologische Reduktion des § 31 a Abs. 1 Satz 3 UrhG? 84 4. Besonderheiten bei Arbeitsverhältnissen, § 43 UrhG 86 a) Pflichtwerke 86 9 b) Freie Werke 89 5. Form, Umfang, Rechtsfolge und zeitliche Grenzen des Widerrufs 89 a) Form, Wirksamkeit 89 b) Umfang 90 c) Widerruf bei Weiterübertragung bzw. Weitereinräumung der Rechte an unbekannten Nutzungsarten (§§ 34, 35 UrhG) 91 d) Rechtsfolgen 95 e) Zeitliche Grenzen 98 6. Ausschluss bzw. Einschränkung des Widerrufsrechts 99 a) Mitteilung über die beabsichtigte Nutzungsaufnahme, § 31 a Abs. 1 Satz 4 UrhG 100 aa) Rechtsnatur; Abgrenzung zur Unterrichtungspflicht (§ 32 c Abs. 1 Satz 3 UrhG) 101 bb) Kritik 102 cc) Inhalt und Zeitpunkt der Mitteilung 103 dd) »Zuletzt bekannte Anschrift«; Form der Mitteilung 104 ee) Rechtsfolge: Erlöschen des Widerrufsrechts 106 b) Vergütungsvereinbarungen, § 31 a Abs. 2 Satz 1 und 2 UrhG 107 aa) »Einigung auf eine Vergütung nach § 32 c Abs. 1 UrhG« (§ 31 a Abs. 2 Satz 1 UrhG) 108 (1) Angemessenheit der vereinbarten Vergütung? 108 (2) Zeitpunkt der Vereinbarung 110 (3) Form, Beweislast 112 (4) Vereinbarung der Vergütung in AGB 112 bb) Vereinbarung der Vergütung nach einer gemeinsamen Vergütungsregel i.S. von § 36 UrhG (§ 31 a Abs. 2 Satz 2 UrhG) 114 (1) Gemeinsame Vergütungsregeln i.S.d. § 36 UrhG 114 (2) Verstoß gegen § 1 GWB, Art. 81 Abs. 1 EG? 116 (3) »Vereinbarung« der Vergütung 117 (4) Form, Beweislast 122 cc) Tarifvertragliche Bestimmung der Vergütung 122 dd) Auswirkungen von Weiterübertragung und Weitereinräumung der Nutzungsrechte (§§ 34, 35 UrhG) 125 c) Tod des Urhebers, § 31 a Abs. 2 Satz 3 UrhG 126 d) Widerruf bei Werkgesamtheiten, § 31 a Abs. 3 UrhG 128 aa) Zusammenfassung mehrerer Werke oder Werkbeiträge zu einer Gesamtheit 128 bb) Ausübung wider Treu und Glauben 132 cc) Rechtsfolge eines treuwidrigen Widerrufs 136 e) Unverzichtbarkeit des Widerrufsrechts, § 31 a Abs. 4 UrhG 137 10 f) Ergebnis 138 7. Anwendbarkeit anderer Gestaltungsrechte 139 a) Rückrufsrecht wegen Nichtausübung, § 41 UrhG 139 b) Sonstige urheberrechtliche Gestaltungsrechte, §§ 34 Abs. 3 Satz 2, 40 Abs. 1 Satz 2, 42 UrhG 140 c) Allgemeine Gestaltungsrechte des BGB 141 8. Ergebnis 142 C. Vergütung für später bekannte Nutzungsarten, § 32 c UrhG 143 I. Anspruch auf gesonderte angemessene Vergütung, § 32 c Abs. 1 Satz 1 und 2 UrhG 144 1. Gesetzlicher Vergütungsanspruch bei vertraglicher Nutzungsrechtseinräumung 145 2. Nebeneinander von vertraglichem und gesetzlichem Vergütungsanspruch 150 a) Konkurrenzverhältnis 150 b) Abtretung 152 c) Haftung verschiedener Schuldner 153 d) Ergebnis 155 3. Verwertungsgesellschaftspflicht; Anwendbarkeit von § 63 a Satz 2 UrhG 155 4. Anspruchsvoraussetzung: Nutzungsaufnahme 157 5. Entsprechende Anwendung des § 32 Abs. 2 und 4 UrhG gemäß § 32 c Abs. 1 Satz 2 158 a) § 32 Abs. 2 und 4 UrhG 158 b) Entsprechende Anwendung 163 aa) Vorrang tarifvertraglicher Vergütungsbestimmungen (§ 32 Abs. 4 UrhG) und gemeinsamer Vergütungsregeln (§ 32 Abs. 2 Satz 1 UrhG) 164 bb) Kriterien zur Bestimmung der angemessenen Vergütung im Einzelfall (§ 32 Abs. 2 Satz 2 UrhG) 166 (1) Maßgeblicher Zeitpunkt 166 (2) Branchenübung und weitere Kriterien 167 6. Verhältnis zu §§ 32, 32 a UrhG 169 7. Sachverhalte mit Auslandsbezug 170 8. Besonderheiten bei Arbeitsverhältnissen, § 43 UrhG 173 a) Pflichtwerke 175 b) Freie Werke 177 9. Ergebnis 177 II. Unterrichtungspflicht, § 32 c Abs. 1 Satz 3 UrhG 178 1. Rechtsnatur, Voraussetzungen, Umfang und Formerfordernis der Unterrichtungspflicht 179 a) Rechtsnatur, Zweck 179 11 b) Entstehung 180 c) Umfang 181 d) Form 183 2. Erfüllung der Unterrichtungspflicht bei Unauffindbarkeit des Urhebers 183 3. Rechtsfolgen bei Verletzung der Unterrichtungspflicht 185 4. Übergang der Unterrichtungspflicht bei Weiterübertragung und -einräumung des Nutzungsrechts (§§ 34, 35 UrhG) 188 III. Übergang der Haftung auf Dritte, § 32 c Abs. 2 UrhG 188 1. Anwendungsbereich 189 2. Haftung des Vertragspartners (§ 32 c Abs. 2 Satz 2 UrhG) 191 3. Berücksichtigung des Vertragsverhältnisses zwischen Veräu- ßerer und Erwerber 192 IV. Unverzichtbarkeit des Anspruchs, § 32 c Abs. 3 UrhG 195 V. Prozessuale Geltendmachung des Anspruchs 199 D. Neuregelung der §§ 88, 89 UrhG 201 I. Besondere Interessenlage bei der Auswertung von Filmwerken 201 II. Auslegungsregeln der §§ 88 Abs. 1, 89 Abs. 1 UrhG 203 III. (Partielle) Anwendbarkeit der §§ 31 a, 32 c UrhG 205 E. Schlussbetrachtung 207 Teil 4: Anhang 210 A. Einzelne Reformvorschläge 210 I. Auszug aus dem Vorschlag der Filmwirtschaft 210 II. Vorschlag von Zscherpe 211 III. Auszug aus dem Nordemann-Vorschlag 212 IV. Auszug aus den Vorschlägen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels 212 V. Vorschlag der Initiative Urheberrecht (Schack, Erhard, Schimmel, Pöppelmann) 213 B. Gesetzgebungsverfahren 214 I. Auszug aus dem Referentenentwurf der Bundesregierung vom 27. September 2004 214 12 II. Auszug aus dem Entwurf der Bundesregierung vom 22. März 2006 (BT-Drucks. 16/1828) 215 III. Auszug aus der Stellungnahme des Bundesrates vom 19. Mai 2006 (BR-Drucks. 257/06) 216 IV. Auszug aus der Beschlussempfehlung des Rechtsausschusses vom 4. Juni 2007 (BT-Drucks. 16/5939) 217 Literaturverzeichnis 219

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References

Zusammenfassung

Seit Inkrafttreten des Zweiten Gesetzes zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft („Zweiter Korb“) am 1.1.2008 können Urheber nunmehr auch die Rechte zur Nutzung ihrer Werke in unbekannten Nutzungsarten wirksam übertragen.

Das Verbot solcher Verträge wurde ersetzt durch Bestimmungen zum Vertragsschluss und durch Einführung eines Widerrufsrechts sowie eines gesetzlichen Vergütungsanspruchs zum Schutz der Urheber. Die Verfasserin stellt die Neuregelung sowie ihre Auswirkungen auf die Vertragspraxis vor. Dabei kommt sie zu dem Ergebnis, dass die Verwertungshemmnisse, die nach alter Rechtslage bestanden, im Wesentlichen überwunden sind, dass dabei aber auch die Interessen der Urheber aufgrund der neuen Bestimmungen angemessen gewahrt werden. Abschließend werden die Punkte zusammengefasst, an denen noch eine Nachbesserung des Gesetzgebers erfolgen sollte.

Die Autorin ist derzeit Mitglied der Kammer für Urhebersachen am LG Hamburg.