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Hans-Jörg Weiß, Titelei/Inhaltsverzeichnis in:

Hans-Jörg Weiß

Entscheidungsorientiertes Costing in liberalisierten Netzindustrien, page 2 - 10

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8329-4061-4, ISBN online: 978-3-8452-1481-8 https://doi.org/10.5771/9783845214818

Series: Freiburger Studien zur Netzökonomie, vol. 16

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Freiburger Studien zur Netzökonomie herausgegeben von Prof. Dr. Günter Knieps Band 16 BUT_Weiss_4061-4.indd 2 07.01.2009 8:11:47 Uhr Hans-Jörg Weiß Entscheidungsorientiertes Costing in liberalisierten Netzindustrien Nomos BUT_Weiss_4061-4.indd 3 07.01.2009 8:11:47 Uhr 1. Auflage 2009 © Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2009. Printed in Germany. Alle Rechte, auch die des Nachdrucks von Auszügen, der fotomechanischen Wiedergabe und der Übersetzung, vorbehalten. Gedruckt auf alterungsbeständigem Papier. Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar. Zugl.: Freiburg i. Br., Univ., Habil.-Schr., 2008 ISBN 978-3-8329-4061-4 Gedruckt mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft für Verkehrswissenschaft und Regionalpolitik an der Universität Freiburg. BUT_Weiss_4061-4.indd 4 07.01.2009 8:11:47 Uhr 5 Vorwort Die vorliegende Arbeit entstand im Rahmen meiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Verkehrswissenschaft und Regionalpolitik der Albert- Ludwigs-Universität Freiburg. Sie wurde im April 2008 abgeschlossen und im Sommersemester 2008 von der Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg als Habilitationsschrift im Fach Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftspolitik, angenommen. Mein ganz besonderer Dank gilt Prof. Dr. Günter Knieps, meinem akademischen Lehrer. Er hat mich intensiv betreut; von ihm habe ich sehr viel gelernt. Unsere ungezählten Diskussionen haben meine Arbeit maßgeblich geprägt. Darüber hinaus möchte ich Prof. Dr. Bernd Schauenberg, dem weiteren Gutachter im Habilitationsverfahren, für seine Verbesserungsvorschläge danken, die in die vorliegende Druckfassung eingeflossen sind. Wertvolle Anregungen habe ich durch die Diskussionen zu meinen Vorträgen im gemeinsamen Seminar der wirtschaftspolitischen Lehrstühle unserer Fakultät erhalten. Dafür danke ich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, insbesondere Prof. Dr. Bernhard Neumärker, Prof. Dr. Günther Schulze und Prof. Dr. Viktor Vanberg. Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Arbeit leisteten die Kolleginnen und Kollegen im Institut. Dafür danke ich Marei Bittner, Monika Steinert, Martin Keller und Patrique Wolfrum aus dem derzeitigen Instituts-Team. Ebenso danke ich den ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, insbesondere Dr. Franziska Birke und Dr. Tillmann Neuscheler. Meinem früheren Kollegen Prof. Dr. Gert Brunekreeft (heute Jacobs University Bremen) fühle ich mich zu besonderem Dank verpflichtet, weil er mir den entscheidenden Impuls zur Rückkehr an die Universität gab. Das Wichtigste am Schluss: Ich danke meiner Frau Annette und meinen Kindern Samuel und David für den familiären Rückhalt, ohne den diese Arbeit letztlich nicht möglich gewesen wäre. Freiburg i. Br., November 2008 Hans-Jörg Weiß 7 Inhaltsverzeichnis Abbildungs- und Tabellenverzeichnis 11 1 Einführung 13 2 Notwendigkeit einer Reform der Kostenermittlung in Netzen 17 2.1 Zweckabhängigkeit jeder Kostenermittlung 17 2.2 Zentraler Zweck der Kostenermittlung vor der Liberalisierung 19 2.3 Ordnungspolitische Bausteine der Liberalisierung der Netzindustrien 22 2.3.1 Paradigmenwechsel I: Beschränkung der Marktmachtregulierung auf monopolistische Bottlenecks 22 2.3.2 Paradigmenwechsel II: Einführung des Bestellerprinzips für defizitäre Leistungen 26 2.3.3 Paradigmenwechsel III: Kapitalseitige Marktöffnung durch Privatisierung öffentlicher Unternehmen 28 2.4 Zentraler Zweck der Kostenermittlung nach der Liberalisierung 31 3 Grundlagen der Ermittlung entscheidungsrelevanter Kosten in Netzen 35 3.1 Das Konzept der entscheidungsrelevanten Kosten 35 3.2 Grundsätzliche Probleme bei der Ermittlung entscheidungsrelevanter Kosten 40 3.2.1 Kapitalkosten 40 3.2.2 Kostenallokation 43 3.3 Spezifische Probleme bei der Ermittlung entscheidungsrelevanter Kosten in Netzen 46 3.3.1 Die Kapitalintensität von Netzinfrastrukturen 46 3.3.2 Die Informationsbedürfnisse von Regulierungsbehörden 49 3.3.3 Die Informationsbedürfnisse von Bestellern defizitärer Leistungen 54 3.3.4 Fazit: Disaggregierte Kapitalkostenermittlung als Problembrennpunkt 57 8 4 Entscheidungsrelevante Abschreibung und Kapitalbewertung 59 4.1 Abschreibung versus Verzinsung 59 4.1.1 Der Ansatz von Böhm-Bawerk 59 4.1.2 Der Ansatz von Ladelle 61 4.1.3 Konventionelle versus entscheidungsrelevante Abschreibung 64 4.2 Abschreibung auf den Deprival value 65 4.2.1 Das Deprival value-Konzept 65 4.2.2 Abschreibungsermittlung nach Wright 68 4.3 Anwendung des Deprival value-Konzepts in Netzen 74 4.3.1 Anwendbarkeit des Deprival value-Konzepts in unterschiedlichen Bewertungskontexten 74 4.3.2 Beispiel für die Implementierung des Deprival value-Konzepts 76 4.3.3 Fazit 77 5 Entscheidungsrelevante Zinskosten 79 5.1 Zinskosten und Risiko 79 5.1.1 Der Ansatz von Knight 79 5.1.2 Der Ansatz von Markowitz 81 5.1.3 Prinzipien der Ermittlung entscheidungsrelevanter Zinskosten 82 5.2 Kapitalmarktorientierte Ermittlung der Zinskosten 84 5.2.1 Das Cost of capital-Konzept 84 5.2.2 Kapitalmarktorientierte Ermittlung der Eigenkapitalkosten 87 5.3 Zinskostenermittlung in regulierten Netzbereichen 90 5.3.1 Regulatory Finance 90 5.3.2 Wirkungen des Einsatzes von Regulierungsinstrumenten auf die Zinskosten 92 5.3.3 Bewirkt Marktmacht niedrigere Zinskosten? 95 5.3.4 Disaggregierte Zinskostenermittlung für unterschiedliche Geschäftsbereiche 98 5.3.5 Fazit 100 6 Entscheidungsrelevantes Mengengerüst der Kapitalkosten 102 6.1 Das Problem der entscheidungsorientierten Aggregation der relevanten Kapitalgüter 102 6.2 Das Mengengerüst im Netzkontext 104 6.2.1 Strategische Entwicklung des Mengengerüsts aus der Perspektive des Netzbetreibers 104 6.2.2 Differenzierte Investitionsmodellierung nach einheitlichen Prinzipien 106 9 6.3 Das Mengengerüst in regulierten Netzbereichen 111 6.3.1 Die Kosten der effizienten Leistungsbereitstellung 111 6.3.2 Accounting Separation 115 6.3.3 Fazit 118 7 Entscheidungsrelevante Kosten öffentlicher Unternehmen 121 7.1 Der Staat in der Unternehmerrolle 121 7.2 Kapitalkostenermittlung in öffentlichen und privaten Unternehmen nach einheitlichen Prinzipien 123 7.2.1 Abschreibung und Kapitalbewertung 123 7.2.2 Zinskosten 125 7.2.3 Mengengerüst 128 7.3 Konsequenzen für die Preise öffentlicher Unternehmen 129 8 Regulierung und Subventionierung defizitärer monopolist. Bottlenecks 132 8.1 Profitable versus defizitäre monopolistische Bottlenecks 132 8.2 Regulierung defizitärer monopolistischer Bottlenecks ohne Subventionen 136 8.2.1 Der Regulierungsbedarf im Szenario ohne Subventionen 136 8.2.2 Horizontale Accounting Separation zwischen profitablen und defizitären monopolistischen Bottlenecks 140 8.3 Regulierung defizitärer monopolistischer Bottlenecks mit Subventionen 144 8.3.1 Der Regulierungsbedarf im Szenario mit Subventionen 144 8.3.2 Ermittlung des Subventionsbedarfs 146 8.3.3 Fazit 151 9 Kostendeckung unter Regulierungsrisiko 153 9.1 Der traditionelle Ansatz zur Modellierung von Regulierungsrisiken 153 9.1.1 Der Ansatz von Ahn/Thompson 153 9.1.2 Kritische Betrachtung des traditionellen Ansatzes 155 9.1.3 Die Kompensationslösung von Kolbe/Tye/Myers 157 9.2 Ein alternativer Ansatz auf Basis der positiven Theorie der Regulierung 161 9.2.1 Das Verhalten von Regulierungsbehörden unter dem Einfluss von Interessengruppen 161 9.2.2 Regulierungsrisiko in wettbewerbsfähigen Netzbereichen 164 9.2.3 Regulierungsrisiko in regulierungsbedürftigen Netzbereichen 167 9.3 Kostendeckung und disaggregiertes Regulierungsmandat 173 10 10 Zusammenfassung 176 Literaturverzeichnis 185

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Zusammenfassung

Für die in liberalisierten Netzindustrien aktiven Unternehmen sind Kosteninformationen insbesondere bei Preis- und Investitionsentscheidungen von zentraler Bedeutung. Darüber hinaus interessieren sich in zunehmendem Maße die wirtschaftspolitischen Entscheidungsträger für die Kosten der Netze, vor allem bei der Regulierung von Marktmacht und der Bestellung defizitärer Netzleistungen. Dies erfordert eine auf anerkannten ökonomischen Prinzipien basierende entscheidungsorientierte Kostenermittlung, die durchgängig und konsistent in allen Netzbereichen – seien sie nun wettbewerblich, reguliert oder subventioniert – anwendbar ist. Die vorliegende Habilitationsschrift will hierfür eine systematische methodische Grundlage legen.

Im Mittelpunkt steht die disaggregierte Ermittlung der Kapitalkosten. Es wird aufgezeigt, dass das Deprival value-Konzept bei der Kapitalkostenermittlung eine zentrale Rolle spielt. Darauf aufbauend wird ein analytischer Rahmen entwickelt, der das Zusammenspiel von Regulierung und Subventionierung (z.B. bei defizitären Eisenbahninfrastrukturen) normativ begründen kann.