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Christine Maria Koch, Zusammenfassung § 13 in:

Christine Maria Koch

Die Insolvenz des selbstständigen Rechtsanwalts, page 277 - 278

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8329-4047-8, ISBN online: 978-3-8452-1177-0 https://doi.org/10.5771/9783845211770

Series: Schriften zum Insolvenzrecht, vol. 30

Bibliographic information
277 Gründe sprechen dafür, auch die Auslagen des Kanzleiabwicklers der Vergütung des Insolvenzverwalters und den sonstigen Masseverbindlichkeiten vorgehen zu lassen. 3. Ergebnis Der Vergütungsanspruch und der Aufwendungsersatzanspruch des Kanzleiabwicklers sind vorab nach §§ 53, 55 InsO aus der Insolvenzmasse zu berichtigen. C. Zusammenfassung § 13 Der Widerruf der Zulassung des Rechtsanwalts hat regelmäßig die Bestellung eines Kanzleiabwicklers zur Folge. Seine Aufgabe ist die Abwicklung der schwebenden Angelegenheiten. Er nimmt damit die anwaltlichen Interessen des ehemaligen Rechtsanwalts wahr. Ist über das Vermögen des Rechtsanwalt ein Insolvenzverfahren eröffnet, so nimmt der Insolvenzverwalter die Vermögensinteressen des Rechtsanwalts wahr. Das Verhältnis von Kanzleiabwickler zu Insolvenzverwalter entspricht dem des Insolvenzschuldners als Anwalt zu dem Insolvenzverwalter. Der Insolvenzverwalter ist trotz der Bestellung des Kanzleiabwicklers zur Veräußerung der Kanzlei befugt. Die vom Kanzleiabwickler eingezogenen Honorarforderungen fallen als Neuerwerb in die Insolvenzmasse. Der Kanzleiabwickler hat gegen die Insolvenzmasse einen Vergütungs- und einen Aufwendungsersatzanspruch, der gemäß §§ 53, 55 InsO vorab vom Insolvenzverwalter zu berichtigen ist.

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Zusammenfassung

Die Insolvenz des selbstständigen Rechtsanwalts zeichnet sich durch eine Kollision von insolvenz- und berufsrechtlichen Regelungen aus. Zuvorderst ist für den Rechtsanwalt in der Insolvenz der Erhalt seiner Zulassung von Bedeutung. Daneben stellen sich Fragen rund um die Verwertung, Freigabe oder Fortführung der Kanzlei, Sanierungsmöglichkeiten vor und in der Insolvenz, den Unterhalt des Rechtsanwalts im laufenden Insolvenzverfahren sowie den möglichen Schutz und Erhalt seiner Altersvorsorge. In berufsrechtlicher Hinsicht werden in dieser Arbeit neben Fragen rund um die Zulassung, wie Erhalt und Wiedererlangung der Zulassung, die Auswirkungen der Schweigepflicht des Rechtsanwalts im Insolvenzverfahren und das Verhältnis des Insolvenzverwalters zum Kanzleiabwickler untersucht. Dabei werden auch allgemeine Überlegungen zur Insolvenz des Selbstständigen und des Freiberuflers angestellt. Das Buch wendet sich insbesondere an Insolvenzrechtler und Rechtsanwälte.