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Moritz Peter Eichner, Ausblick in:

Moritz Peter Eichner

Insiderrecht und Ad-hoc-Publizität nach dem Anlegerschutzverbesserungsgesetz, page 203 - 204

1. Edition 2008, ISBN print: 978-3-8329-4044-7, ISBN online: 978-3-8452-1242-5 https://doi.org/10.5771/9783845212425

Series: Nomos Universitätsschriften - Recht, vol. 602

Bibliographic information
203 II. Ausblick Die „Reform in Permanenz“, welcher das Kapitalmarktrecht nun bereits seit vielen Jahren unterworfen ist, erklärt sich aus dem Zusammenhang mit der fortschreitenden Institutionalisierung und Globalisierung der Kapitalmärkte. Professionelle Akteure, die weltweit nach Möglichkeiten der Mittelanlage und der Mittelaufnahme suchen, treten zunehmend in den Vordergrund des internationalen Finanzmarktgeschehens. Der europäische Gesetzgeber hat diese Entwicklungen zum Anlass genommen, um die Etablierung eines integrierten europäischen Finanz- und Kapitalmarkts, welcher internationalen Standards in jeder Hinsicht entspricht, nach Kräften voranzutreiben. Eine Tempoverschärfung bei der europäischen Rechtsangleichung sollte und konnte dabei auf Grundlage des neu geschaffenen Lamfalussy-Verfahrens erreicht werden. Nachdem der auf Initiative der Europäischen Kommission gestartete Aktionsplan für Finanzdienstleistungen, der die konzeptionelle Grundlage der regelungsgeberischen Tätigkeit der Europäischen Union auf dem Gebiet des Kapitalmarktrechts darstellte, in allen wesentlichen Punkten umgesetzt werden konnte, ist nun der Eintritt in eine Konsolidierungsphase beabsichtigt. In dieser Phase soll der Fokus auf die effektive Umsetzung der Rechtsvorschriften sowie die Verbesserung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit der verschiedenen nationalen Aufsichtsbehörden gerichtet werden. Mithin ist davon auszugehen, dass die heißgelaufene Gesetzgebungsmaschinerie auf der Großbaustelle des Kapitalmarktrechts doch zumindest vorübergehend zur Ruhe kommen wird. !

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Zusammenfassung

Die Arbeit stellt die Neuerungen, die das Anlegerschutzverbesserungsgesetz in den Bereichen des Insiderrechts und der Ad-hoc-Publizität gebracht hat, in ausführlicher Weise dar. Bei der Erörterung einzelner Fragestellungen wird auf die Dokumentation von Sinnzusammenhängen ebenso besonderer Wert gelegt wie auf ein rechtsdogmatisch fundiertes Vorgehen.

In einem gesonderten Teil zeigt der Autor praxisrelevante Problemfelder, denen in zunehmendem Maße öffentlicher Augenmerk zuteil wird, auf.

Das Werk ist damit nicht nur für Wissenschaftler oder Studenten, sondern auch für Praktiker interessant, um von einer fundierten Basis aus konkrete Lösungswege nachzuvollziehen und weiterzuentwickeln.