Content

Jens F. Emsinghoff, Titelei/Inhaltsverzeichnis in:

Jens F. Emsinghoff

Entschädigung für Eigentumseingriffe infolge rechtmäßiger Rechtsetzungsakte der Europäischen Gemeinschaft, page 2 - 20

1. Edition 2008, ISBN print: 978-3-8329-4042-3, ISBN online: 978-3-8452-1228-9 https://doi.org/10.5771/9783845212289

Series: Nomos Universitätsschriften - Recht, vol. 610

Bibliographic information
Nomos Universitätsschriften Recht Band 610 BUT_Emsinghoff_4042-3.indd 2 22.10.2008 9:21:14 Uhr Jens F. Emsinghoff Entschädigung für Eigentumseingriffe infolge rechtmäßiger Rechtsetzungsakte der Europäischen Gemeinschaft Nomos BUT_Emsinghoff_4042-3.indd 3 22.10.2008 9:21:14 Uhr 1. Auflage 2009 © Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2009. Printed in Germany. Alle Rechte, auch die des Nachdrucks von Auszügen, der photomechanischen Wiedergabe und der Übersetzung, vorbehalten. Gedruckt auf alterungsbeständigem Papier. Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. Zugl.: Bielefeld, Univ., Diss., 2008 ISBN 978-3-8329-4042-3 BUT_Emsinghoff_4042-3.indd 4 22.10.2008 9:21:14 Uhr Meinen Eltern 7 Vorwort Die vorliegende Arbeit wurde im Wintersemester 2007/2008 von der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld als Dissertation angenommen. Das Manuskript wurde im September 2007 fertig gestellt. Die Arbeit gibt den Stand der Rechtsprechung zu diesem Zeitpunkt wieder. Spätere Literatur konnte nur teilweise noch berücksichtigt werden. An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, denjenigen meinen Dank auszusprechen, die zum Gelingen dieser Dissertation beigetragen haben. Besonders danken möchte ich zunächst meinem Doktorvater, Herrn Prof. Dr. Armin Hatje, Direktor der Seminarabteilung für europäisches Gemeinschaftsrecht der Universität Hamburg, der meine Dissertation betreut hat und mir stets in seiner freundlichen Art wertvolle und lehrreiche Unterstützung hat zukommen lassen. Bei Frau Prof. Dr. Ulrike Davy, Direktorin des Lehrstuhls für öffentliches Recht, deutsches und internationales Sozialrecht und Rechtsvergleichung der Universität Bielefeld, bedanke ich mich für die Erstellung des Zweitgutachtens. Meinen Eltern, Friedrich Emsinghoff und Gabriele Emsinghoff, möchte ich besonders herzlich danken. Zeit meines Lebens haben sie mich bei jeglichen Vorhaben nach allen Kräften unterstützt und mir somit auch das Studium und die Promotion ermöglicht. Ihnen widme ich diese Arbeit voller Dankbarkeit. Zum Schluss möchte ich auch meiner lieben Verlobten Dr. Eva-Maria Wenzel von Herzen dafür danken, dass sie mich stets mit viel Geduld und Zuversicht unterstützt. Köln, im Juli 2008 Jens F. Emsinghoff 9 Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis 21 Einleitung 25 I. Problemaufriss 25 II. »Symbiose« aus effektivem Schutz des Eigentumsgrundrechts und außervertraglicher Haftung für rechtmäßiges Handeln der Europäischen Gemeinschaft nach Art. 288 Abs. 2 EG 27 III. Gang der Untersuchung 29 Erster Teil: Eigentumsschutz im Völker- und Gemeinschaftsrecht 30 I. Einleitende Gedanken zur Prüfung des Eigentumsschutz im Völkerund Gemeinschaftsrecht 30 II. Eigentumsschutz nach der Europäischen Menschenrechtskonvention 31 1. Historische Entwicklung 31 2. Anwendungsbereich der Konvention 33 3. Schutzbereich des Art. 1, 1. ZP EMRK 34 a) Allgemeines 34 b) Eigentum an Mobilien und Immobilien 35 c) Anteilsrechte 36 d) Forderungen aus privatrechtlichen Schuldverhältnissen 36 e) Geistiges Eigentum 36 f) Der Goodwill 37 g) Das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb und Erwerbschancen 37 h) Öffentlich-rechtliche Ansprüche 38 i) Das Erbrecht 39 4. Eingriffe in das Eigentumsrecht 39 a) Entzug des Eigentums gem. Art. 1 Abs. 1 S. 2, 1. ZP EMRK 40 10 aa) Die Individualenteignung 40 aaa) Die Individualenteignung im formellen Sinne 40 bbb) Die Individualenteignung im materiellen Sinne 41 ccc) Bewertung 42 bb) Nationalisierung 43 cc) Konfiskation 43 b) Nutzungsbeschränkungen 44 c) »Sonstige« Eingriffe 44 5. Rechtfertigung der Eigentumseingriffe 45 a) Rechtfertigung von Eigentumsentziehungen 46 aa) Öffentliches Interesse 46 bb) Gesetzmäßigkeit des Handelns 47 cc) Konformität mit den allgemeinen Grundsätzen des Völkerrechts 49 dd) Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz als ungeschriebene Rechtfertigungsvoraussetzung 51 aaa) Geeignetheit der Eigentumsentziehung 52 bbb) Notwendigkeit der Enteignungsmaßnahme 52 ccc) Entschädigungserfordernis 52 (1) Bestehen einer generellen Entschädigungspflicht für Enteignungen 52 (2) Höhe der zu gewährenden Entschädigung 53 (3) Eigene Bewertung 56 b) Rechtfertigung von Nutzungsbeschränkungen 58 6. Zusammenfassung der Eigentumsgewährleistung nach Art. 1, 1. ZP EMRK 58 III. Das Eigentumsrecht im Gemeinschaftsrecht 59 1. Artikel 295 EG als eigentumsrelevante Regelung des Gemeinschaftsrechts 59 2. Das Eigentumsgrundrecht in der Rechtsprechung des EuGH 61 3. Entscheidung in der Rechtssache Hauer 62 4. Schutzbereich des gemeinschaftlichen Grundrechts auf Eigentum 63 a) Bewegliche und unbewegliche Sachen 64 b) Recht an Forderungen aus privatrechtlichen Verträgen 64 c) Geistiges Eigentum 64 d) Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb 65 e) Gewinne und Erwartungen 65 5. Eingriffe in das Eigentumsgrundrecht 66 a) Eigentumsentziehung 67 b) Benutzungsregelung 68 11 6. Rechtfertigung von Eigentumseingriffen 68 a) Gesetzliche Grundlage 68 b) Allgemeinwohlgebundenheit als Ausdruck der eigentumsrechtlichen Sozialbindung 69 c) Grundsatz der Verhältnismäßigkeit 69 aa) Geeignetheit der Eingriffsmaßnahme 70 bb) Erforderlichkeit der Eingriffsmaßnahme 70 cc) Angemessenheit der Eingriffsmaßnahme 70 7. Entschädigung für Eigentumsbeeinträchtigungen 72 a) Zur Entschädigungsproblematik im Gemeinschaftsrecht 72 b) Eigentumsschutz und die Enteignungsvoraussetzungen in den Rechtsordnungen einzelner Mitgliedstaaten der EU 75 aa) Rechtslage in den west-europäischen Mitgliedstaaten 75 aaa) Belgien 75 (1) Allgemeines Grundrechtsverständnis 75 (2) Recht auf Eigentum und dessen Einschränkbarkeit 76 (3) Enteignungsvoraussetzungen 77 bbb) Dänemark 78 (1) Allgemeines Grundrechtsverständnis 78 (2) Eigentumsgewährleistung in der dänischen Verfassung 78 (3) Eigentumsentzug und Entschädigung 79 ccc) Deutschland 79 (1) Allgemeines Grundrechtsverständnis 79 (2) Eigentumsgarantie 80 (3) Inhaltsbestimmung und Enteignung 81 ddd) Finnland 82 (1) Allgemeine Verfassungsgrundsätze 82 (2) Begriff und Umfang des Eigentumsschutzes 82 (3) Enteignung und Entschädigung 83 eee) Frankreich 84 (1) Allgemeine Verfassungsgrundsätze 84 (2) Eigentumsgarantie 85 (3) Einschränkbarkeit und Entziehung des Eigentumsrechts 85 (4) Ausübungsregelungen 86 (5) Enteignungen 86 fff) Griechenland 87 (1) Allgemeine Verfassungsgrundsätze 87 (2) Schutz des Eigentums 87 ggg) Italien 89 (1) Allgemeines Grundrechtsverständnis 89 12 (2) Eigentumsgewährleistung 89 (3) Einschränkung des Eigentumsrechts und Enteignung 90 (4) Enteignungsentschädigung 90 hhh) Irland 91 (1) Der Eigentumsbegriff in der irischen Verfassung 91 (2) Einschränkbarkeit des Eigentums 92 (3) Entschädigung für Enteignungen 92 iii) Luxemburg 93 kkk) Niederlande 93 (1) Allgemeines 93 (2) Eigentum und Enteignung 94 (3) Zusammenfassung 95 lll) Österreich 95 (1) Verfassungsgrundlagen 95 (2) Eigentumsgewährleistung 96 (3) Einschränkbarkeit des Eigentumsrechts und Enteignung 96 (4) Enteignungsentschädigung 97 mmm)Portugal 98 (1) Verfassungsgrundlagen 98 (2) Eigentumsgewährleistung 98 (3) Einschränkbarkeit und Enteignung 98 nnn) Spanien 100 (1) Allgemeines Grundrechtsverständnis 100 (2) Das Eigentumsrecht 100 (3) Beschränkung und Enteignung 101 ooo) Schweden 101 (1) Allgemeines Grundrechtsverständnis 101 (2) Eigentumsgewährleistung und Enteignung 102 ppp) Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland 102 (1) Allgemeines Grundrechtsverständnis 102 (2) Einschränkbarkeit des Eigentumsrechts 104 (3) Entschädigung des Eigentumsentzugs 104 (4) Zusammenfassung 105 bb) Rechtslage in den ost-europäischen Mitgliedstaaten 106 cc) Zusammenfassung des verfassungsrechtlichen Rechtsvergleichs 109 8. Bewertung des gemeinschaftsrechtlichen Eigentumsschutzes 111 IV. Eigentumsschutz nach der Europäischen Grundrechte Charta 113 1. Einführung 113 13 2. Adressaten und Rechtsverbindlichkeit 114 3. Schutzbereich des Art 17 Abs. 1 S. 1 EuGRCh 115 4. Schrankenregelung 116 V. Gleichwertigkeit der Grundrechtsgewährleistungen in der EMRK, der Rechtsprechung des EuGH und der EuGRCh 117 VI. Auswertung des Rechtsvergleichs und Konsequenzen für den gemeinschaftsrechtlichen Grundrechtsschutz 118 Zweiter Teil: Primärrechtlicher und sekundärrechtlicher Rechtsschutz gegen rechtmäßige Rechtsetzungsakte der Europäischen Gemeinschaft 120 I. Untersuchungen zur Rechtmäßigkeit oder Rechtswidrigkeit eines eigentumsbeeinträchtigenden Rechtsetzungsakts 120 1. Die Lehren vom Handlungs- und vom Erfolgsunrecht 121 2. Einordnung nach der Lehre vom Handlungs- und Erfolgsunrecht 122 3. Orientierung an den Rechtsschutzmöglichkeiten gegen rechtmäßige und rechtswidrige Hoheitsakte 123 4. Fazit 124 II. Primärrechtsschutz gegenüber rechtmäßigen Rechtsetzungsakten der Europäischen Gemeinschaft 125 1. Das Urteil in der Rechtsache T. Port 126 2. Konsequenzen aus der Rechtsprechung zu der Rechtsache T. Port für die Haftungserweiterung 128 3. Fazit 129 III. Sekundärrechtsschutz gegen rechtswidrige und rechtmäßige Rechtsetzungsakte der Europäischen Gemeinschaft nach Art. 288 Abs. 2 EG 130 1. Außervertragliche Haftung der Europäischen Gemeinschaft für rechtswidrige Rechtsetzungsakte 130 2. Außervertragliche Haftung der Europäischen Gemeinschaft für rechtmäßige Rechtsetzungsakte – Entwicklungen in Rechtsprechung und Literatur 131 14 a) Rechtsprechung von EuG und EuGH zur Frage der Haftung für rechtmäßiges Handeln der Gemeinschaft 131 aa) Ältere Rechtsprechung 131 bb) Durchbruch in der Rechtsache Dorsch Consult? 133 cc) Neuere Rechtsprechung nach der Entscheidung Dorsch Consult 135 dd) Entscheidung durch das EuG im Streit über die Bananenmarktordnung – die Rechtsache FIAMM u.a. 136 aaa) Hintergrund 136 bbb) Die Rechtsache FIAMM u.a. 137 ccc) Die Klage der betroffenen Unternehmen in den Parallelverfahren 138 (1) Die Rechtsache Le Laboratoire du Bain 138 (2) Die Rechtsache Claude-Anne de Solère und Groupe Fremaux und Palais Royal Inc. 139 (3) Die Rechtsache CD Cartondruck 139 (4) Die Rechtsache Beamglow Ltd. 140 (5) Die Rechtsache Giorgio Fedon & Figli SpA und Fedon Srl und Fedon America Inc. 140 ee) Ansätze der Rechtsprechung für eine verschuldensunabhängige Haftung als Alternative zur Rechtmäßigkeitshaftung? 140 aaa) Problemstellung 140 bbb) Untersuchung der Rechtsprechung unter dem Aspekt verschuldensunabhängiger Haftung 141 (1) Ältere Rechtsprechung 141 (2) Zwischenergebnis 142 (3) Jüngste Rechtsprechung 143 ccc) Übersetzungsfehler als Erklärungsversuche 143 ddd) Keine Verdrängung der Rechtmäßigkeitshaftung zu Gunsten einer verschuldensunabhängigen Haftung 144 eee) Fazit 145 b. Literaturmeinungen 146 aa) Skeptische Literaturstimmen 146 bb) Befürwortende Stimmen 147 cc) Stellungnahme zu den Entwicklungen in der Literatur 148 3. Zusammenfassung der Entwicklungen 150 15 Dritter Teil: Untersuchung der allgemeinen Rechtsgrundsätze der Mitgliedstaaten im Rahmen einer Haftung der Gemeinschaft für rechtmäßiges hoheitliches Handeln nach Art. 288 Abs. 2 EG 151 I. Allgemeine Rechtsgrundsätze im Gemeinschaftsrecht 152 II. Begriff der allgemeinen Rechtsgrundsätze 152 III. Rechtsvergleich als methodischer Ansatz zur Auffindung allgemeiner Rechtsgrundsätze 153 1. Die »Minimaltheorie« von Heldrich 154 2. Orientierung an der fortschrittlichsten Lösung 154 3. Vorgehen nach der wertenden, funktionalen Rechtsvergleichung 155 4. Einbeziehung der Rechtsordnungen neuer Mitgliedstaaten 156 5. Kritische Auseinandersetzung mit der wertenden, funktionalen Rechtsvergleichung 158 IV. Auffinden gemeinsamer allgemeiner Rechtsgrundsätze mittels der wertenden Rechtsvergleichung 160 1. Rechtslage in den west-europäischen EU-Mitgliedstaaten 161 a) Belgien 161 aa) Haftung für administratives Handeln 161 bb) Haftung für normatives Handeln 162 cc) Gesetzliche Grundlage 162 b) Dänemark 163 aa) Haftung für administratives Handeln 163 bb) Haftung für normatives Handeln 164 cc) Haftungsgrundlage 164 c) Deutschland 164 aa) Haftung für administratives Handeln 164 bb) Haftung für normatives Handeln 165 cc) Haftungsgrundlage 166 d) Finnland 167 aa) Haftung für administratives Handeln 167 bb) Haftung für normatives Handeln 168 cc) Zusammenfassung 168 e) Frankreich 168 aa) Haftung für administratives Handeln 168 bb) Haftung für normatives Handeln 170 cc) Haftungsgrundlage 171 16 f) Griechenland 171 aa) Haftung für administratives Handeln 171 bb) Haftung für normatives Handeln 172 cc) Zusammenfassung 173 g) Großbritannien 173 aa) Haftung für administratives Handeln 173 bb) Haftung für normatives Handeln 175 h) Irland 176 aa) Haftung für administratives Handeln 176 bb) Haftung für normatives Handeln 176 i) Italien 177 aa) Haftung für administratives Handeln 177 bb) Haftung für normatives Handeln 177 k) Luxemburg 178 aa) Haftung für administratives Handeln 178 bb) Haftung für normatives Handeln 179 l) Niederlande 179 aa) Haftung für administratives Handeln 179 bb) Haftung für normatives Handeln 180 cc) Gesetzlicher Grundgedanke 180 m) Österreich 180 aa) Haftung für administratives Handeln 180 bb) Haftung für normatives Handeln 181 cc) Haftungsgrundlage 182 n) Portugal 182 aa) Haftung für administratives Handeln 182 bb) Haftung für normatives Handeln 183 cc) Haftungsgrundlage 183 o) Schweden 184 aa) Haftung für administratives Handeln 184 bb) Haftung für normatives Handeln 184 p) Spanien 185 aa) Haftung für administratives Handeln 185 bb) Haftung für normatives Handeln 185 cc) Haftungsgrundlage 186 q) Zypern 186 2. Rechtslage in den ost-europäischen EU-Mitgliedstaaten 187 a) Entwicklung staatshaftungsrechtlicher Strukturen im allgemeinen Umwandlungsprozess 187 aa) Staatshaftung als modifizierte Arbeitgeberhaftung 187 bb) Öffentlich-rechtlich geregelte Staatshaftung 188 cc) Zusammenfassung des Überblicks 189 b) Verdeutlichung der Entwicklung am Beispiel von Polen 190 aa) Geschichtliche Entwicklung 190 17 bb) Haftung für administratives Handeln 191 cc) Haftung für normatives Handeln 192 dd) Fazit 192 3. Auswertung des Rechtsvergleichs 192 a) Auswertung der nationalen Staatshaftung für rechtmäßiges administratives Handeln 193 aa) Haftung für rechtmäßiges administratives Handeln nach dem Grundsatz der Lastengleichheit 193 bb) Haftung für rechtmäßiges administratives Handeln nach dem Prinzip der Vermögensgarantie 196 cc) Grundsatz der Nichthaftung 196 dd) Fazit des Vergleichs nationaler Staatshaftung für rechtmäßiges administratives Handeln 198 b) Auswertung der nationalen Staatshaftung für rechtmäßiges normatives Handeln 199 c) Gesamtergebnis des nationalen Rechtsvergleichs der Haftung für rechtmäßiges administratives und normatives Handeln 200 Vierter Teil: Gemeinschaftsrechtskonformität der außervertraglichen Haftung der Gemeinschaft für rechtmäßige Rechtsetzungsakte 201 I. Geltung des Rechtsstaatsprinzips auf Gemeinschaftsebene 201 1. Rechtsstaatlichkeit von EG und EU 201 2. Effektiver Grundrechtsschutz als Ausdruck des gemeinschaftsrechtlichen Rechtsstaatsprinzips 203 3. Das Prinzip »Dulde und Liquidiere« als Verstoß gegen die Normenhierarchie des Gemeinschaftsrechts? 205 4. Fazit 207 II. Geltung des Demokratieprinzips auf Gemeinschaftsebene 207 1. Problemdarstellung 207 2. Demokratische Legitimierung der Europäischen Gemeinschaft 209 3. Das Prinzip der Gewaltenteilung 210 a) Begriff der »europäischen Verwaltung« 211 b) Institutionelles Gleichgewicht zwischen Exekutiv- und Legislativorganen der Gemeinschaft 212 4. Kompensation des sog. »Demokratiedefizits« 214 18 5. Einordnung von Verordnungen und Richtlinien 216 a) Einordnung anhand des Erlassorgans 216 b) Unterscheidung von Verordnungen und Richtlinien zur Bestimmung ihrer Rechtsnatur 217 c) Zuordnung anhand der bestmöglichen Rechtsschutzgewährleistung 217 III. Auswirkungen der Haftungserweiterung auf die Funktionsfähigkeit der Exekutiv- und Legislativorgane der Gemeinschaft 218 1. Budgetäre Bedenken – die mögliche Überbelastung des Gemeinschaftshaushalts 218 2. Unzulässiger Eingriff in die Kompetenzen und Gestaltungsfreiheit von Rat und Kommission 221 a) Die Rechtmäßigkeitshaftung als Beeinträchtigung des Kompetenzgefüges von legislativer und judikativer Gewalt? 221 b) Negative Auswirkungen der Rechtmäßigkeitshaftung auf den europäischen Integrationsprozess? 222 c) Die Rechtmäßigkeitshaftung als Beitrag zur Vereinheitlichung nationalen und europäischen Grundrechtsschutzes 223 d) Fazit 224 3. Mögliche Arbeitsüberlastung der europäischen Gerichtsbarkeit durch die Zunahme der Schadensersatzklagen 225 IV. Ergebnis der Konformitätsprüfung 226 Fünfter Teil: Verhältnis der außervertraglichen Haftung der Gemeinschaft für rechtmäßige Rechtsetzungsakte zu nationalen Rechtsbehelfen 228 I. Problemdarstellung 228 II. Konkurrierende Haftung von Gemeinschaft und Mitgliedstaat 229 1. Konkurrierende Verantwortlichkeit im Bereich des Vollzuges rechtmäßiger Verordnungen? 229 2. Konkurrierende Verantwortlichkeit im Bereich des Vollzugs rechtmäßiger Richtlinien? 230 3. Ausräumung der Konkurrenz durch getrennte Verantwortlichkeiten 230 19 III. Staatshaftungsrechtliche Ansprüche gegen die Mitgliedstaaten anstelle der Europäischen Gemeinschaft 232 1. Totaler Rechtschutz durch nationales Staatshaftungsrecht? 232 2. Rechtsprechung des EuGH zur Subsidiarität der Gemeinschaftshaftung 234 IV. Fazit und Bewertung 235 Sechster Teil: Die Voraussetzungen des Haftungstatbestandes nach Art. 288 Abs. 2 EG 237 I. Passivlegitimation der Gemeinschaft 237 II. Amtstätigkeit 239 III. Entschädigungspflichtiger Eingriff in eine Eigentumsposition i.S.d. gemeinschaftlichen Grundrechts auf Eigentum 240 1. Eingriff in eine vom gemeinschaftsrechtlichen Grundrecht auf Eigentum geschützte Rechtsposition 240 2. Entschädigungspflicht 241 3. Rechtmäßigkeit des Rechtsetzungsaktes trotz Eingriffs in das Eigentumsgrundrecht 242 IV. Vorliegen eines tatsächlichen und sicheren Schadens 243 V. Kausalität 244 VI. Haftungsauslösendes Sonderopfer 246 1. Zur Besonderheit des Schadens 246 2. Zum außergewöhnlichen Schaden 248 VII. Rechtsfolge 249 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse 251 Literaturverzeichnis 257

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Die Studie begründet, weshalb die Haftung der Europäischen Gemeinschaft für rechtmäßige Rechtsetzungsakte keinen Verstoß gegen Grundsätze des Gemeinschaftsrechts darstellt. Im Gegenteil: Diese Haftung für Sonderopfer ist gemeinschaftsrechtskonform und liefert zugleich einen Beitrag zur grundrechtlichen Anerkennung der Entschädigungspflicht für eigentumsentziehende oder -entwertende Maßnahmen. Mittels einer detaillierten rechtsvergleichenden Untersuchung zur Entschädigungspflicht bei Eigentumsentzugsmaßnahmen und zur gemeinschaftsrechtlichen Grundlage der europäischen Sonderopferhaftung stellt die Bearbeitung einen alternativen Ansatzpunkt für die Sonderopferhaftung bereit und liefert einen neuen Diskussionspunkt zu einer aktuellen Rechtsprechung.