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Dorit Bölsche, Entwicklung im Zeitablauf in:

Dorit Bölsche

Internationales Katastrophenmanagement, page 27 - 33

Logistik und Supply Chain Management

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8329-4019-5, ISBN online: 978-3-8452-1310-1 https://doi.org/10.5771/9783845213101

Series: Weltwirtschaft und internationale Zusammenarbeit, vol. 3

Bibliographic information
27 DAT“ (Emergency Events database) zur Verfügung gestellt, die bis in das Jahr 1900 zurückgeht.16 Die Begriffsdefinition des CRED eignet sich für die vorliegende Arbeit, da sie disziplinenübergreifend in Wissenschaft und Praxis des Katastrophenmanagements Anerkennung gefunden hat. Darüber hinaus lässt sich so die Datenbasis des CRED verwenden, ohne dass weitere Anpassungen erforderlich sind. Das Centre for Research on the Epidemiology of Disasters legt Kriterien fest, von denen mindestens eines erfüllt sein muss, damit das Ereignis als Katastrophe in die Datenbasis aufgenommen wird: ? Der Tod von mindestens 10 Personen ist gemeldet oder wird bei vermissten Personen vermutet, ? mindestens 100 Personen sind von dem Ereignis betroffen und benötigen sofortige Unterstützung (auch in Form einer Evakuierung und aufgrund von Obdachlosigkeit), ? das Ereignis wird als Notfall deklariert oder ? internationale Hilfe wird erbeten.17 2.1.2 Entwicklung im Zeitablauf In diesem Abschnitt wird die Entwicklung von Katastrophen, die die oben benannten Kriterien erfüllen, im Zeitablauf dargestellt. Dabei erfolgt zunächst eine Ausrichtung auf Naturkatastrophen (weitere Arten von Katastrophen werden mit der Klassifizierung von Katastrophen in Abschnitt 2.1.4 vorgestellt). Bereits aus dem Jahr 1755 liegt mit dem Erdbeben von Lissabon, dem etwa 30.000 Menschen zum Opfer gefallen sind, eine umfangreiche Dokumentation über eine gravierende Naturkatastrophe mit ihren Auswirkungen vor.18 Seit der Gründung des CRED wird systematisch Datenmaterial über Anzahl und Auswirkungen von Katastrophen erfasst. Auf dieses Datenmaterial stützen sich die folgenden übergreifenden Darstellungen, die bis in das Jahr 1974 zurückgehen. Das nachfolgende Diagramm stellt zunächst den Verlauf der Anzahl weltweiter Naturkatastrophen bis zum Jahr 2006 dar.19 Für Zwecke der Übersichtlichkeit wurden in der Darstellung jeweils Durchschnittswerte über mehrere Jahre gebildet. Die Abbildung verdeutlicht einen Anstieg in der Anzahl aufgetretener Naturkatastrophen von durchschnittlich 99 in den Jahren 1974-1978 auf durchschnittlich 430 in den aktuellen Berichtsjahren 2005 und 2006. Dem Diagramm wurde eine lineare Trendlinie 16 Die Datenbank steht unter www.emdat.be zur Verfügung. Vgl. auch Guha-Sapir, Debarati u.a. (2004); Hoyois, P. u.a. (2007), S. 13; Tschoegl, Liz u.a. (2007). 17 Vgl. Hoyois, P. u.a. (2007), S. 15-16; vgl. auch Henderson, James H. (2007), S. 1-2. 18 Vgl. z. B. Treptow, Rainer (2007), S. 9. 19 Die Daten wurden zusammengestellt aus Guha-Sapir, Debarati u.a. (2004), S. 75-188; Hoyois, P. u.a. (2007), S. 35-37; IFRC (Hrsg.) (2007), S. 185-196; www.emdat.be. 28 sowie der formale Trendverlauf hinzugefügt.20 Diese lineare Regressionsfunktion bringt zum Ausdruck, dass innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren im Mittel die Anzahl registrierter Katastrophen um 52 angestiegen ist.21 Demnach sind durchschnittlich pro Jahr mehr als 10 zusätzliche Naturkatastrophen gemeldet worden. Anzahl weltweiter Naturkatastrophen 1976-2006 y = 52,257x + 34,314 0 50 100 150 200 250 300 350 400 450 500 Du rc hs ch ni tt 19 74 -7 8 Du rc hs ch ni tt 19 79 -8 3 Du rc hs ch ni tt 19 84 -8 8 Du rc hs ch ni tt 19 89 -9 3 Du rc hs ch ni tt 19 94 -9 8 Du rc hs ch ni tt 19 99 -2 00 3 Du rc hs ch ni tt 20 05 /0 6 1976 1981 1986 1991 1996 2001 2006 Abbildung 3: Entwicklung der Anzahl weltweiter Naturkatastrophen22 Die Auswirkungen der erfassten (Natur-) Katastrophen werden durch das CRED sowohl nach der Anzahl betroffener Menschen als auch nach den ökonomisch entstandenen Schäden erfasst. Die nachfolgende Abbildung enthält zunächst die Entwicklung der Anzahl weltweit betroffener Menschen. Erfasst werden sowohl gemeldete bzw. vermutete Todesfälle als auch Menschen, die sofortige Unterstützung benötigen.23 20 Ausführliche Informationen über die Ermittlung von Regressionsfunktionen finden sich z. B. in Backhaus, Klaus u.a. (2006), S. 45-118 sowie in Bleymüller, Josef / Gehlert, Günther / Gülicher, Herbert (2004), S. 139-180. 21 Das Bestimmtheitsmaß der Regressionsfunktion liegt bei 90,23%. Der Erklärungsanteil der Regressionsfunktion ist damit als hoch einzustufen. Vgl. Bleymüller, Josef / Gehlert, Günther / Gülicher, Herbert (2004), S. 139-180. 22 Eigene Darstellung, die Daten wurden zusammengestellt aus Guha-Sapir, Debarati u.a. (2004), S. 75-188; Hoyois, P. u.a. (2007), S. 35-37; IFRC (Hrsg.) (2007), S. 185-196; www.emdat.be. Für die Jahre 1974-2001 wurde mit Bezug zur Quelle Guha-Sapir, Debarati u.a. (2004), S. 75-188 der Durchschnitt aus vier Jahren gebildet; der Durchschnitt der beiden Jahre 2005 und 2006 wurde ergänzend aus Hoyois, P. u.a. (2007), S. 35-37 hinzugefügt, um aktuelle Werte ergänzend darzustellen. 23 Vgl. weitere Angaben zur Methode der Datenerfassung und -auswertung in Hoyois, P. u.a. (2007), S. 1-17 sowie Tschoegl, Liz u.a. (2007). 29 Anzahl Betroffener durch weltweite Naturkatastrophen 1976-2006 0 40.000.000 80.000.000 120.000.000 160.000.000 200.000.000 240.000.000 280.000.000 320.000.000 Du rc hs ch ni tt 19 74 -7 8 Du rc hs ch ni tt 19 79 -8 3 Du rc hs ch ni tt 19 84 -8 8 Du rc hs ch ni tt 19 89 -9 3 Du rc hs ch ni tt 19 94 -9 8 Du rc hs ch ni tt 19 99 -2 00 3 Du rc hs ch ni tt 20 05 /0 6 1976 1981 1986 1991 1996 2001 2006 Abbildung 4: Entwicklung der Anzahl Betroffener durch Naturkatastrophen24 Die Auswahl des Bezugszeitraums, die Bildung von Durchschnittswerten sowie die Darstellungsweise erfolgen in Anlehnung an Abbildung 3, sodass eine Gegenüberstellung der Werte möglich wird. Auffallend ist, dass die Anzahl der betroffenen Menschen zwar ebenfalls zunächst kontinuierlich ansteigt; in den Jahren 2005/06 aber ein deutlicher Rückgang zu erkennen ist. Die hohen Werte der Periode 1999- 2003 sind insbesondere auf zahlreiche Naturkatastrophen in Indien und China im Jahr 2002 zurückzuführen, durch die jeweils mehrere hundert Millionen Menschen betroffen waren.25 Auf die Darstellung einer Trendlinie wurde an dieser Stelle verzichtet, da diese insbesondere aufgrund der aktuellen Entwicklung lediglich einen Erklärungsanteil von 47% aufweisen würde. Auch die Entwicklung der gemeldeten finanziellen Schäden, die insbesondere durch Versicherungsgesellschaften gemeldet werden, weist einen abweichenden Verlauf auf. Eine sinkende Entwicklung lässt sich auch hier feststellen – jedoch nicht in der aktuellen Periode 2005/06 sondern in der vorhergehenden Periode 1999- 2003. 24 Eigene Darstellung, die Daten wurden zusammengestellt aus Guha-Sapir, Debarati u.a. (2004), S. 75-188; Hoyois, P. u.a. (2007), S. 35-37; IFRC (Hrsg.) (2007), S. 185-196; www.emdat.be. 25 Vgl. Hoyois, P. u.a. (2007), S. 19. 30 Ökonomische Schäden durch weltweite Naturkatastrophen in Mio. US $, 1976-2006 y = 13542x + 2656,1 0 20.000 40.000 60.000 80.000 100.000 120.000 140.000 Du rc hs ch ni tt 19 74 -7 8 Du rc hs ch ni tt 19 79 -8 3 Du rc hs ch ni tt 19 84 -8 8 Du rc hs ch ni tt 19 89 -9 3 Du rc hs ch ni tt 19 94 -9 8 Du rc hs ch ni tt 19 99 -2 00 3 Du rc hs ch ni tt 20 05 /0 6 1976 1981 1986 1991 1996 2001 2006 Abbildung 5: Entwicklung ökonomischer Schäden durch Naturkatastrophen26 Eine lineare Trendlinie wurde der Abbildung ebenso hinzugefügt, wie die entsprechende Regressionsfunktion; diese weist aber mit einem Bestimmtheitsmaß von 64% einen wesentlich geringeren Erklärungsanteil auf als die Entwicklung der Anzahl erfasster Naturkatastrophen (hier liegt der Erklärungsanteil bei über 90%). Das hohe Ausmaß ökonomischer Schäden in der Periode 2005/06 ist insbesondere auf zwei Naturkatastrophen im Jahr 2005 zurückzuführen: Das Erdbeben in Kobe und Hurrikane Katrina in den USA.27 Die Erläuterungen zu den abweichenden Entwicklungen zwischen der Anzahl und den Auswirkungen von (Natur-) Katastrophen weisen auf die unterschiedlichen Auswirkungen der Naturkatastrophen hin. Während sich Extremereignisse in vergleichsweise armen Ländern eher auf die Anzahl betroffener Menschen auswirkt (Indien und China im Jahr 2002), sind in vergleichsweise reichen Ländern in hohem Ausmaß finanzielle Schäden zu erwarten (vgl. Japan und USA im Jahr 2005). So lässt sich beispielsweise für das Jahr 2005 feststellen, dass in den am wenigsten entwickelten Ländern (gebildet aus einer Kombination des Bruttosozialprodukts, der durchschnittlichen Lebenserwartung und der Alphabetisierungsrate eines Landes) zwar nur 11% der Weltbevölkerung leben, jedoch 53% aller durch Naturkatastrophen zu beklagenden Todesopfern aus diesen Ländern stammen. In der Gruppe hoch entwickelter Industrieländer hingegen leben 19% der Weltbevölkerung, ihnen sind aber nur 2% aller Todesfälle nach Naturkatastrophen zuzuschreiben.28 26 Eigene Darstellung, die Daten wurden zusammengestellt aus Guha-Sapir, Debarati u.a. (2004), S. 75-188; Hoyois, P. u.a. (2007), S. 35-37; IFRC (Hrsg.) (2007), S. 185-196; www.emdat.be. 27 Vgl. Hoyois, P. u.a. (2007), S. 20. 28 Vgl. Schmidt, Annette (2007), S. 145. 31 Dieser Zusammenhang lässt sich übergreifend durch einen Vergleich der Kontinente skizzieren und mit einer länderbezogenen Datenbasis noch weiter detaillieren.29 Die nachfolgende Abbildung enthält eine übergreifende Gegenüberstellung der Anzahl und Auswirkungen von Naturkatastrophen in den Jahren 2005 und 2006 mit Bezug zu den fünf Kontinenten. Dabei wird jeweils ? der Anteil der Naturkatastrophen eines Kontinentes an der Anzahl weltweiter Naturkatastrophen, ? der Anteil der Anzahl Betroffener eines Kontinentes an der Anzahl weltweit Betroffener ? der Anteil der ökonomischen Schäden eines Kontinentes an den weltweit gemeldeten Schäden dargestellt. Aufgrund der geringen Anteile Australiens an den Gesamtwerten werden die Anteile in der nachfolgenden Grafik zwar skizziert nicht aber mit den entsprechenden Werten ausgewiesen. Insbesondere fällt auf, dass für Amerika (dargestellt als schwarzer Balken) der Anteil der betroffenen Menschen (5% für 2005 und 1% für 2006) im Vergleich zum Anteil an den gemeldeten Naturkatastrophen (23% in 2005 und 18% im Jahr 2006) wesentlich geringer ist, während der Anteil an den ökonomischen Schäden insbesondere im Jahr 2005 (85% nach dem Hurrikane Katrina) relativ hoch ist. In Asien wurden die meisten Naturkatastrophen eines Kontinentes gemeldet (38% Anteil im Jahr 2005 und 44% Anteil im Jahr 2006) mit gravierenden Auswirkungen auf die betroffene Bevölkerung (81% Anteil im Jahr 2005 und 83% Anteil im Jahr 2006). Für Afrika lässt sich feststellen, dass Naturkatastrophen (die Anteile betragen 14% im Jahr 2005 und 19% im Jahr 2006) Menschen in Notlagen bringen (14% Anteil im Jahr 2005 und 15% Anteil im Jahr 2006). Die finanziellen Schäden sind aber kaum darstellbar (mit Anteilen in Höhe von 0,01% im Jahr 2005 und ca. 1% im Jahr 2006). Für Europa lässt sich weltweit ein Anteil an der Gesamtanzahl gemeldeter Katastrophen in Höhe von 16% (2006) bzw. 22% (2005) feststellen. Der Anteil betroffener Menschen liegt aber jeweils unterhalb von 0,5%; messbar sind die finanziellen Auswirkungen, die aber jeweils mit einem Anteil von drei und sieben Prozent an den weltweiten Schäden im Vergleich zur Anzahl der Katastrophen als relativ gering einzustufen sind. 29 Nachfolgend werden übergreifende Auswertungen auf Basis von Hoyois, P. u.a. (2007) vorgenommen. Die angegebene Quelle enthält einen umfangreichen Anhang mit länderspezifischen Angaben, aus dem sich auch Detailauswertungen zusammenstellen lassen. 32 Naturkatastrophen nach Kontinenten (2005) 14% 14% 23% 5% 85% 38% 81% 12% 22% 3% 0% 20% 40% 60% 80% 100% Anteil an der Anzahl Naturkatastrophen Anteil an der Anzahl Betroffener nach Naturkatastrophen Anteil an den ökonomischen Schäden durch Naturkatastrophen Afrika Amerika Asien Europa Australien / Ozeanien Naturkatastrophen nach Kontinenten (2006) 19% 15% 18% 16% 44% 83% 73% 16% 7% 1% 0% 20% 40% 60% 80% 100% Anteil an der Anzahl Naturkatastrophen Anteil an der Anzahl Betroffener nach Naturkatastrophen Anteil an den ökonomischen Schäden durch Naturkatastrophen Afrika Amerika Asien Europa Australien / Ozeanien Abbildung 6: Naturkatastrophen nach Kontinenten30 Mehrere Quellen weisen darauf hin, dass ein weiterer Anstieg sowohl in der Anzahl als auch im Ausmaß der Naturkatastrophen erwartet wird, so z. B.: ? Centre for Research on the Epidemiology of Disasters (CRED): „There is increasingly conclusive evidence which confirms that global climate change will have an impact on the occurrence and magnitude of extreme events.”31 ? Auswärtiges Amt: „Setzt sich diese Entwicklung [Bezug genommen wird auf den Klimawandel; Anm. d. Verf.] fort, muss von einer weiteren Steigung der Zahl und des Ausmaßes von Naturkatastrophen gerechnet werden. Nach Angaben der Vereinten Nationen werden 2050 jährlich 100.000 Tote und Schäden in Höhe von 300 Mrd USD durch Katastrophen zu beziffern sein.“ 32 ? International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies (IFRC): „With natural disasters on the increase and exacerbated by the threat of climate 30 Eigene Darstellung, die Daten wurden zusammengestellt Hoyois, P. u.a. (2007), S. 38-39; www.emdat.be. 31 Hoyois, P. u.a. (2007), S. 14. 32 Auswärtiges Amt (2007), S. 1. 33 change …”33 „…our focus is solely on the consequences of climate change and global warming in terms of the increase human vulnerability.”34 ? Deutsches Komitee für Katastrophenvorsorge e.V. (DKKV): Szenarien, „die sich auf Erdbeben mit Epizentren in Los Angeles und Tokio beziehen, beziffern die Anzahl von Toten auf 3.000 bis 8.000 bzw. 30.000 bis 60.000 und die möglichen volkswirtschaftliche Schäden auf 170 -225 Mrd. US-$ (Los Angeles) bzw. auf Billionenhöhe (für Tokio) mit weltweit verhängnisvollen wirtschaftlichen Konsequenzen.“35 2.1.3 Beispiele für Katastrophen Die vorgestellten empirischen Daten geben einen Gesamtüberblick über die weltweite Entwicklung und geografische Verteilung der Katastrophen. Beispiele sind in diesem Zusammenhang angedeutet, nicht aber beschrieben worden. Im Folgenden werden drei Beispiele für Katastrophen herausgegriffen, denen gemeinsam ist, dass ? es sich um Naturkatastrophen (jedoch unterschiedlicher Art) handelt, ? sie in den Jahren 2004 und 2005 aufgetreten sind, sodass diese zeitlich nicht weit zurück liegen, ? die Auswirkungen auf die Anzahl der betroffenen Menschen und finanziellen Folgen relativ hoch sind, ? dass sie aufgrund von Berichten in den Medien einen hohen Bekanntheitsgrad aufweisen, ? dass sie durch das Fritz Institute36 sowohl wissenschaftlich dokumentiert und analysiert als auch in Form von vergleichbaren empirischen Studien mit ihren Auswirkungen erfasst wurden, und weitere Fallstudien bzw. wissenschaftliche Dokumentationen vorliegen. Damit stützt sich dieses Buch – auch im weiteren Verlauf – auf eine wissenschaftliche und gut dokumentierte Datenbasis, und der Leser verfügt i.d.R. über eigene Kenntnisse, sodass eine einleitende ausführliche Beschreibung der Beispiele nicht erforderlich ist: “The storm surge from Hurricane Katrina, which made landfall on August 29, 2005, caused catastrophic damage along the coastlines of Louisiana, Mississippi, and Alabama. Levees separating Lake Pontchartrain from New Orleans were breached, ultimately flooding about 80% of the city. Additionally, major wind damage was reported as far as 200 miles inland. Katrina is now considered the deadliest and costliest hurricane in the U.S. in over 80 years. In 33 IFRC (Hrsg.) (2006), S. 6. 34 IFRC (Hrsg.) (2008), S. 5. 35 DKKV (2002), S. 13. 36 Vgl. www.fritzinstitute.org.

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References

Zusammenfassung

Im internationalen Katastrophenmanagement werden täglich Entscheidungen mit Logistikbezug getroffen. Die Autorin skizziert die Vielfalt der Entscheidungen durch die folgende Fragestellung: Welche Beschaffungskonzepte, Standorte, Touren, Informationssysteme und Konzepte der Zusammenarbeit sollen im Rahmen der Katastrophenvorsorge und -bewältigung realisiert werden?

Da die Entscheidungen in hohem Maße Qualität und Kosten der Versorgung betroffener Menschen beeinflussen, sollten diese nicht alleine aus dem Erfahrungswissen heraus getroffen, sondern durch logistische Planungsmethoden unterstützt werden.

Anwendungsbezogen und verständlich wird in dem Buch der Einsatz geeigneter Methoden (z. B. Standortplanung, Netzplantechnik) am Beispiel realer Katastrophen vermittelt. Konzepte des SCM und aktuelle Informationssysteme werden mit ihren Potenzialen und Grenzen für das internationale Katastrophenmanagement vorgestellt und unter Einsatz geeigneter Entscheidungskriterien exemplarisch bewertet.