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Rolf Eicke, Situation in:

Rolf Eicke

Repatriierungsstrategien für U.S.-Investoren in Deutschland, page 361 - 362

Steuerplanung mit Holdinggesellschaften

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8329-4010-2, ISBN online: 978-3-8452-1657-7 https://doi.org/10.5771/9783845216577

Series: Steuerwissenschaftliche Schriften, vol. 14

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VI. Check-the-Box: Repatriierung via »Debt Push Down« 361 Wahl voraus, um die GmbH & Co. KG steuerlich als umgekehrt hybride Gesellschaft (in diesem Falle als Körperschaft) zu behandeln. Die in Deutschland gezahlten Steuern können in den Vereinigten Staaten angerechnet werden.1552 Allerdings gibt es auch in dieser Struktur ein paar Fallstricke.1553 Insbesondere ist auf Beschränkungen durch geänderte Gesetze und Doppelbesteuerungsabkommen zu achten.1554 Abbildung 43: Struktur – Double Dip VI. Check-the-Box: Repatriierung via »Debt Push Down« A. Situation Die Check-the-Box-Regeln eröffnen einige Möglichkeiten zur steueroptimalen Repatriierung. Denkbar ist eine Struktur mit einer deutschen AG 1552 Müller, Double-Dip-Modelle bei deutschen Personengesellschaften, IStR 2005, 181, S. 276; Kowallik, Typische Investitionsstrukturen, in: Grotherr, Handbuch der internationalen Steuerplanung, 2003, S. 835, 847. 1553 Kollruss, Die hybride Kapitalgesellschaft – Gestaltungen zur doppelten Verlustverwertung (Double-Dipping) im Verhältnis Deutschland – USA, IStR 2004, 735, 736-737. 1554 Vgl. Plewka/Beck, German Tax Issues for Hybrid Forms of Financing, Tax Notes International 2006, Vol. 44, 375; Müller, Double-Dip-Modelle bei deutschen Personengesellschaften, IStR 2005, 181, 184-186. GmbH & Co KG - Holding USA Double Dip Struktur Organschaft Darlehen Deutschland 100% Zinsen abzugsfähig Repatriierung ohne QSt Zinsen abzugsfähig (Sonderbetriebsausgaben) U.S. Corp II = Kommanditist der KG U.S. Corp. I 0 % 100 % Double Dip Struktur 362 Kapitel 10: Strukturen (OpCo) und einer deutschen GmbH (spätere Holdinggesellschaft), die beide einer U.S.-amerikanischen Muttergesellschaft gehören. B. Lösung In der unten stehenden Struktur wird die deutsche GmbH zunächst für Check-the-Box-Zwecke als Disregarded Entity (Betriebsstätte) eingestuft. Anschließend kauft sie mit aufgenommenem Fremdkapital die deutsche OpCo [Abbildung 44]. Dadurch wird es der U.S.-amerikanischen Muttergesellschaft ermöglicht, Gewinne steuerfrei aus Deutschland zu repatriieren und Zinsaufwendungen in Deutschland zu generieren. Allerdings muss diese Struktur so gestaltet werden, dass sie mit der Zinsschranke im Einklang steht.1555 Abbildung 44: Struktur – Debt Push Down I 1555 Siehe oben Kapitel 8(IV.). USA Check-the-Box: Repatriierung via Debt Push Down OpCo Ausgangsstruktur GmbH als DRE (BS) Zielstruktur OpCo Deutschland Check-the-Box: Repatriie ung via Debt Push Down

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Zusammenfassung

Die internationale Steuerplanung mit Holdinggesellschaften ist für multinationale Konzerne häufig lohnenswert. Allerdings gilt es vielerlei Fallstricke zu beachten. Der Autor stellt nicht nur die Grundlagen dieser Art von Steuerplanung dar, sondern präsentiert Strukturen, die sowohl für Praktiker als auch für Wissenschaftler von großem Interesse sind.

Spätestens wenn ein U.S.-amerikanischer Investor einen Gewinn in Deutschland realisiert hat, muss er eine Entscheidung darüber treffen, wie er den Gewinn verwendet. Hierfür gibt es drei Alternativen: Erstens, den Gewinn in Deutschland oder Europa zu reinvestieren, um diesen von der U.S.-amerikanischen Besteuerung abzuschirmen, zweitens, den Gewinn aus Europa heraus in einen Drittstaat zu leiten, um ihn dort zu investieren und von der U.S.-amerikanischen Besteuerung abzuschirmen oder drittens, die Gewinne in die Vereinigten Staaten zu repatriieren. Für die letzte Option gibt es gute Gründe. Diesen widmet sich das Werk, indem es zwei Dutzend Holdingstandorte analysiert, die eine steueroptimale Repatriierung von U.S.-Gewinnen aus Deutschland ermöglichen.

Die Dissertation wurde mit dem Gerhard-Thoma-Ehrenpreis 2009, dem Rudolf-Haufe-Nachwuchsförderpreis 2009 und dem Esche Schümann Commichau Förderpreis 2009 ausgezeichnet.