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Rolf Eicke, Zwischenergebnis in:

Rolf Eicke

Repatriierungsstrategien für U.S.-Investoren in Deutschland, page 114 - 114

Steuerplanung mit Holdinggesellschaften

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8329-4010-2, ISBN online: 978-3-8452-1657-7 https://doi.org/10.5771/9783845216577

Series: Steuerwissenschaftliche Schriften, vol. 14

Bibliographic information
114 Kapitel 3: Repatriierungsstrategien statt in die gesetzlich vorgegebenen Verwendungszwecke zu investieren, die meisten Mittel für (zweckfremde) Aktienrückkäufe genutzt wurden.412 II. Zwischenergebnis In diesem Kapitel wurde dargelegt, dass ein Bedarf sowohl für die Repatriierung ausländischer Gewinne als auch für steueroptimale Methoden zur Umsetzung von Repatriierungen besteht. Wenngleich die Beweggründe für eine Repatriierung sehr unterschiedlich sein können, besteht kein Zweifel an deren Notwendigkeit. Allerdings ist auch deutlich geworden, dass der Repatriierungsprozess sehr komplex ist. Die Abbildung 14413 zeigt die einbehaltenen Gewinne ausländischer Holdinggesellschaften von U.S.-amerikanischen Muttergesellschaften. Dabei wird vor allem der Repatriierungsstrom im Jahre 2005 deutlich, der durch das »Sunset Law« in § 965 IRC ausgelöst wurde. Abbildung 14: Einbehaltene Holdinggewinne 412 Clemons, The Who, Why and What of the One-Time Tax Holiday for Repatriations, 2007. 413 Ibarra/Koncz, Direct Investment Positions for 2006, BEA Survey of Current Business, 2007, S. 29. Quelle: BEA – in Mio. US-Dollar; ohne „current cost adjustments“

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Zusammenfassung

Die internationale Steuerplanung mit Holdinggesellschaften ist für multinationale Konzerne häufig lohnenswert. Allerdings gilt es vielerlei Fallstricke zu beachten. Der Autor stellt nicht nur die Grundlagen dieser Art von Steuerplanung dar, sondern präsentiert Strukturen, die sowohl für Praktiker als auch für Wissenschaftler von großem Interesse sind.

Spätestens wenn ein U.S.-amerikanischer Investor einen Gewinn in Deutschland realisiert hat, muss er eine Entscheidung darüber treffen, wie er den Gewinn verwendet. Hierfür gibt es drei Alternativen: Erstens, den Gewinn in Deutschland oder Europa zu reinvestieren, um diesen von der U.S.-amerikanischen Besteuerung abzuschirmen, zweitens, den Gewinn aus Europa heraus in einen Drittstaat zu leiten, um ihn dort zu investieren und von der U.S.-amerikanischen Besteuerung abzuschirmen oder drittens, die Gewinne in die Vereinigten Staaten zu repatriieren. Für die letzte Option gibt es gute Gründe. Diesen widmet sich das Werk, indem es zwei Dutzend Holdingstandorte analysiert, die eine steueroptimale Repatriierung von U.S.-Gewinnen aus Deutschland ermöglichen.

Die Dissertation wurde mit dem Gerhard-Thoma-Ehrenpreis 2009, dem Rudolf-Haufe-Nachwuchsförderpreis 2009 und dem Esche Schümann Commichau Förderpreis 2009 ausgezeichnet.