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Levent Günes, Fragebogen Ausweisung in:

Levent Günes

Europäischer Ausweisungsschutz, page 267 - 273

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8329-4003-4, ISBN online: 978-3-8452-1312-5 https://doi.org/10.5771/9783845213125

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267 Fragebogen Ausweisung Teil I: Persönliche Daten 1. Name: …………………. Vorname: ……………… 2. Geschlecht: männlich weiblich 3. Geburtsdatum: ……… 4. Geburtsort: …………. Geburtsland: …………. 4.1 Falls Sie nicht in Deutschland geboren wurden, in welchem Alter sind Sie eingereist? ……………… 5. Staatsangehörigkeit: ……………………... 6. Welchen Aufenthaltsstatus hatten Sie vor Ihrer Ausreise? befristete Aufenthaltserlaubnis unbefristete Aufenthaltserlaubnis Wenn ja, wie lange? ……..... Jahre Aufenthaltsberechtigung 7. Welchen Schulabschluss haben Sie in Deutschland erlangt? Sonderschule Hauptschule Realschule Gymnasium Fachhochschule Studium der …………… keinen 8. Haben Sie eine abgeschlossene Berufsausbildung? ja, als …………………… nein 9. Waren Sie zum Zeitpunkt der Ausreise angestellt als ………….... in Ausbildung zum ………… selbstständig, als …………. arbeitslos, wie lange? ……………. 10. Wie waren Ihre Deutschkenntnisse (Sprechen + Lesen + Schreiben!) vor der Ausreise? sehr schlecht eher schlecht befriedigend gut sehr gut 268 Teil II: Familienstand vor der Ausreise 11. Haben Sie Kinder? keine Kinder Kinder, wie viele? ……….. Wenn Kinder: Staatsangehörigkeit der Kinder ………………………… 12. Familienstand vor der Ausreise: (Wenn Sie nicht verheiratet waren, dann bitte weiter mit Frage 17)) verheiratet ledig 6.1 Welche Staatsangehörigkeit hatte / hat Ihr Ehepartner? ……………………………………… 6.2 Wie lange lebte Ihr Ehepartner zum Zeitpunkt Ihrer Ausreise in Deutschland? seit seiner Geburt ……....Jahre 6.3 Falls Ihr Ehepartner kein gebürtiger deutscher Staatsangehöriger war: Welchen Aufenthaltsstatus hatte Ihr Ehepartner zum Zeitpunkt Ihrer Ausreise? a) befristete Aufenthaltserlaubnis b) unbefristete Aufenthaltserlaubnis Wenn a) oder b): Wie lange? …. Jahre c) Aufenthaltsberechtigung trifft nicht zu, da mein Ehepartner deutscher Staatsangehöriger ist 13. Hatten Sie eine eigene Wohnung mit Ihrem Ehepartner? ja nein Wenn nein: Wo haben Sie gelebt? ……………………………………… 14. War Ihr Ehepartner zum Zeitpunkt Ihrer Ausreise berufstätig? ja nein 15. Wie würden Sie das finanzielle Einkommen von Ihnen und Ihrem Ehepartner vor der Ausreise einschätzen? sehr schlecht eher schlecht ausreichend gut sehr gut Wenn sehr schlecht/schlecht: Haben Sie Sozialhilfe beantragt ja nein 16. Wie war das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Ehepartner vor der Ausreise? schlecht bzw. angespannt gut sehr gut 269 Teil III: Soziales Umfeld 17. Wie hoch war der Ausländeranteil in dem Wohngebiet, in dem Sie Ihre Kindheit und Jugend verbracht haben? weniger als 10% ca. 25% bis zu 50% mehr als 50% weiß nicht 18. Wie war der Anteil von Deutschen und Ausländern in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis? nur Ausländer mehr Ausländer als Deutsche ungefähr gleich mehr Deutsche als Ausländer außer mir nur Deutsche weiß nicht 19. Haben Sie einer „Freundesgruppe“ angehört, die aus Angehörigen einer bestimmten Nationalität bestand? ja nein, wir waren eine gemischte Gruppe Wenn ja: Welcher Nationalität? …………………………………………………. 20. In welcher Sprache haben Sie sich überwiegend in Ihrem Freundeskreis unterhalten? überwiegend in Deutsch überwiegend in der Sprache meiner Eltern gemischt 21. Waren Sie aktives Mitglied in politischen oder gesellschaftlichen Verbänden, Vereinen, Organisationen (Sport, Politik, ehrenamtliche Tätigkeiten usw.)? ja nein Wenn ja: In welchen? ……………………………………………………………………………………… 270 Teil IV: Elternhaus 22. Welche Sprache wurde in Ihrem Elternhaus gesprochen? nur in der Sprache der Eltern gemischt (Deutsch und Elternsprache) nur Deutsch 23. Welchen Schulabschluss hatten Ihre Eltern? Vater: ………………………… Mutter: ………………………….. weiß nicht 24. Wie hoch war die Unterstützung Ihrer Eltern für Ihren schulischen und beruflichen Weg (materiell und immateriell)? sehr gering gering ausreichend gut sehr gut 25. Denken Sie, dass die Werte (Moral, Anstand, Disziplin, Erfolg, Ehre), die Ihnen im Elternhaus vermittelt wurden, mit denen der deutschen Gesellschaft übereinstimmten? überhaupt nicht eher nicht teilweise eher schon voll und ganz 26. Viele in Deutschland geborene bzw. aufgewachsene Ausländer haben „Streit/Differenzen“ mit ihren Eltern, da sie sich zwischen zwei Kulturen „hin und her“ gerissen fühlen. Traf das auch auf Sie zu? traf auf mich voll und ganz zu traf auf mich zu traf auf mich teilweise zu traf auf mich eher selten zu traf auf mich nicht zu 27. Haben während Ihrer Kinder- und Jugendzeit beide Elternteile gearbeitet? überwiegend beide Elternteile überwiegend ein Elternteil keiner von beiden hat gearbeitet 28. Wie würden Sie das finanzielle Einkommen Ihres Elternhauses vor Ihrer Ausreise einschätzen? sehr schlecht eher schlecht ausreichend gut sehr gut 29. Falls Sie zum Zeitpunkt Ihrer Ausreise berufstätig gewesen sind, haben Sie da Ihr Elternhaus finanziell unterstützt? ja, regelmäßig nein ab und zu nein; ich hatte kein eigenes Einkommen 271 Teil V: Ausweisungsphase 30. Gemäß welcher Ausweisungsform wurden Sie ausgewiesen? Ermessensausweisung (§§45 oder 46 AuslG) Regelausweisung (§47 Abs.2 AuslG) Zwingende Ausweisung (§47 Abs.1 AuslG) weiß nicht 31. Welche Straftat bzw. Straftaten haben Sie genau begangen? ………………………………………………………………………………………………………………………. ………………………………………………………………………………………………………………………. 32. Wurden Sie zu einer Jugend- bzw. Freiheitsstrafe verurteilt? Jugendstrafe Freiheitsstrafe weiß nicht a) wurde zur Bewährung ausgesetzt b) Gefängnisaufenthalt Wenn a) oder b): Wie lange? ………………………………………… 33. Falls Sie im Gefängnis inhaftiert waren: Wurden Sie aus dem Gefängnis abgeschoben? ja nein war nicht inhaftiert 34. Haben Sie nach Erhalt Ihrer Ausweisungsverfügung einen Rechtsanwalt beauftragt, der Sie verteidigt hat? ja nein Wenn nein: Warum? …………………………………………………………………………………………….. 35. Wurde eine Befristung der Sperrwirkung der Ausweisung beantragt, so dass Sie nach Ablauf dieser eventuell wieder einreisen können? ja nein, wurde nicht beantragt. weiß nicht Wenn ja: Wann läuft die Sperrwirkung ab? ……………………………………………………………………. Wenn nein: Warum wurde sie nicht beantragt? ………………………………………………………………. 36. Ihnen wurde mit der Aufforderung, die BRD zu verlassen, eine Ausreisefrist gesetzt, wann genau/bis wann Sie die BRD zu verlassen haben. Falls Sie nicht abgeschoben wurden: Sind Sie dieser Aufforderung nachgekommen? ja nein, ich wurde aufgefangen und dann abgeschoben ich wurde aus dem Gefängnis abgeschoben 37. Zu welchem Datum mussten Sie laut Ausreisefrist Deutschland verlassen? ………………….. ………………………………………………………………………………………………………………………. 272 Teil VI: Nach der Ausweisung 38. Wie waren Ihre Sprachkenntnisse (Sprechen + Lesen + Schreiben) des Landes, in das Sie ausgewiesen wurden? sehr schlecht eher schlecht befriedigend gut sehr gut 39. Seit wie vielen Jahren leben Sie jetzt im Herkunftsland Ihrer Eltern? ……. Jahre 40. Hatten Sie an Ihrem neuen Aufenthaltsort in der Anfangsphase Schwierigkeiten? ja nein Wenn ja: In welchen Bereichen? (Mehrfachnennung möglich) Arbeit, Beruf Finanzen Sonstiges. Was? 1. ……………………… Wohnung Freundschaften/Kontakte/Ehe 2. …………………….. 41. Haben sich Ihre Sprachkenntnisse im Laufe Ihres Aufenthalts verbessert? nein ja, ein wenig ja, eindeutig Wenn ja: Kommen Sie jetzt besser zu recht? ja immer noch nicht 42. Wurden Sie nach Ihrer Ausreise aus Deutschland zum Militärdienst eingezogen? ja nein 43. Haben oder hatten Sie nach Ihrer Ankunft Schwierigkeiten, eine Arbeit zu finden? ja es geht so nein ich habe keine Arbeit gesucht, da ich von meiner Familie finanziell unterstützt wurde 44. Wie lange hat es gedauert, bis Sie eine Arbeit gefunden haben? (Falls Sie Ihren Militärdienst abgeleistet haben, dann zählen Sie diesen nicht dazu.)…..…………………………………….. 45. Sind Sie berufstätig? ja, angestellt als …………………………….…. ja, selbstständig als ……………………....... nein, bin nicht berufstätig 46. Hatten Sie an Ihrem neuen Aufenthaltsort Verwandte oder Freunde? ja, Verwandte ……….(Wer) ja, Freunde nein Wenn ja: Haben Sie nach Ihrer Ankunft bei diesen gelebt? ja, ich lebe jetzt bereits in einer eigenen Wohnung ja, ich lebe immer noch bei ihnen seit …… (Monaten/Jahren) nein, habe von Anfang an alleine gelebt und zwar in/im ………………………………………………… 47. Falls Sie schon in Deutschland verheiratet waren: Sind Sie noch verheiratet? a) ja (weiter mit Frage 48) b) nein c) ich war in Deutschland nicht verheiratet Wenn b) oder c): Haben Sie an Ihrem neuen Aufenthaltsort geheiratet? ja nein Wenn ja: Welche Staatsangehörigkeit hat Ihr Ehepartner? …………………………………………………. In welchem Land arbeitet und wohnt Ihr Ehepartner? ……………………………………………… Haben Sie gemeinsame Kinder? ……………………………………………………………………… . 273 48. Ist Ihr Ehepartner mit Ihnen ausgereist oder lebt er in Deutschland? ja, er ist mit mir ausgereist nein, er lebt weiterhin in Deutschland Wenn nein: Hat Ihr Ehepartner als Einzelverdiener finanzielle Schwierigkeiten? ja nein 49. Falls Sie zum Zeitpunkt der Ausreise nicht verheiratet waren: Hat ein Familienmitglied Sie mit an Ihren neuen Aufenthaltsort begleitet und mit Ihnen dort gelebt? ja, wer?........................... nein ich war schon verheiratet 50. Falls Sie vor Ihrer Ausreise Ihr Elternhaus finanziell unterstützt haben: Sind nach Ihrer Ausreise in Ihrem Elternhaus finanzielle Schwierigkeiten aufgetreten? ja, diese sind immer noch vorhanden ja, diese sind jedoch nicht mehr vorhanden nein, es sind keine finanziellen Schwierigkeiten aufgetreten ich habe mein Elternhaus nicht finanziell unterstützt 51. Sind Sie an Ihrem neuen Aufenthaltsort straffällig geworden? ja ……………………………………………………………….(Straftat) nein 52. Sind Sie nach Ihrer Ausreise aus Deutschland wieder illegal eingereist? ja, ich bin jedoch selbst zurückgekehrt ja, ich wurde jedoch aufgefangen und wieder abgeschoben nein, ich bin nicht wieder illegal eingereist Wenn ja: Wie viele Monate nach Ihrer Ausreise sind Sie eingereist? ………………. Wie lange haben Sie sich in Deutschland illegal aufgehalten? …………. 53. Wie sehr trifft diese Aussage für Sie zu? a) Ich habe mich an mein Leben hier gewöhnt trifft überhaupt nicht zu trifft eher zu teils/teils trifft zu trifft voll und ganz zu b) Ich glaube nicht, dass ich meine Schwierigkeiten überwinden werde und mich an diese Lebensumstände gewöhnen werde trifft überhaupt nicht zu trifft eher zu teils/teils trifft zu trifft voll und ganz zu 54. Was haben Sie kurz nach Ihrer Ausweisung aus Deutschland empfunden? …………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………. 55. Was empfinden bzw. fühlen Sie heute? …………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………. 56. Sonstige Bemerkungen: …………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………. …………………………………………………………………………………………. Ich möchte Sie nochmals darauf hinweisen, dass alle Angaben und Daten anonym und streng vertraulich behandelt werden!

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Zusammenfassung

Für straffällige Ausländer, die in Deutschland geboren oder im Kindesalter eingereist sind, stellt sich eine Ausweisung regelmäßig als „Doppelbestrafung“ dar. Auch die Verwurzelung im Bundesgebiet schützt nach nationalen Maßstäben hiervor nur begrenzt. Betrachtet man das sozioökonomische Profil der Ausgewiesenen, so zeigt sich, dass diese fast ausnahmslos der sog. Unterschicht angehören. Bildungsarmut, Arbeits- und Perspektivlosigkeit sowie der damit einhergehende unsichere Aufenthaltsstatus bestimmen ihr Leben. Im Gegensatz zum bisherigen nationalen Ausländerrecht stellt der Europäische Ausweisungsschutz nun insbesondere für Unionsbürger und assoziationsbegünstigte türkische Staatsangehörige stärker auf faktische Bindungen in der „Heimat“ ab. Aus sozialwissenschaftlicher Perspektive ist nachweisbar, dass er hierdurch ausgesprochen effektiv wirkt und die Ausweisungszahlen in der Ausländerpraxis deutlich reduziert hat.