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Klaus Meier, Christoph Neuberger, Einführung: Stand und Perspektiven der Journalismusforschung in:

Klaus Meier, Christoph Neuberger (Ed.)

Journalismusforschung, page 7 - 20

Stand und Perspektiven

2. Edition 2016, ISBN print: 978-3-8487-2526-7, ISBN online: 978-3-8452-7142-2, https://doi.org/10.5771/9783845271422-7

Series: Aktuell. Studien zum Journalismus, vol. 1

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Einführung: Stand und Perspektiven der Journalismusforschung Klaus Meier/Christoph Neuberger Analysen zum Journalismus gibt es heute – in Zeiten des Umbruchs und der Unsicherheit – viele. Da heißt es zum Beispiel, der Journalismus müsse sich radikal verändern, wenn er unter den neuen ökonomischen Bedingungen prosperieren, ja überleben wolle: Innovation gilt als Leitkonzept (vgl. Kramp/Weichert 2012). Andere betonen, dass der Kern des Journalismus, die traditionelle „Idee der Zeitung“, verteidigt und gelebt werden müsse – und wenn die Zeitung bedroht sei, dann „sind wir alle bedroht“ (Schirrmacher 2011: 39). Wieder andere meinen, man müsse kein Idealist sein, um dem Journalismus gerade im Internet ein goldenes Zeitalter vorauszusagen: „Nie zuvor konnten Leser auf eine solche Vielzahl nationaler und internationaler Quellen zurückgreifen, um sich ihr eigenes Bild von der Welt zu machen. Nie zuvor wurden Redaktionen in so hoher Geschwindigkeit und Anzahl von ihren Lesern auf neue Aspekte oder auf Fehler hingewiesen. Nie zuvor konnten sich so viele Menschen selbst journalistisch betätigen.“ (Blau 2010, vierter Absatz) Dabei ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass immer mehr Journalistinnen und Journalisten „unter prekären Bedingungen“ (Piepenbrink 2012: 2) arbeiten und gezwungen sind, „sich zu verkaufen“ (Lilienthal/Schnedler 2012). Noch weiter reicht die Feststellung: „Das Jahrhundert des Journalismus ist vorbei“ (Weischenberg 2010); die Debatte darüber, „was Publizistik und Journalismus sind und in Zukunft sein werden“ (Jarren 2016, erster Absatz), sei überfällig. Die öffentliche Debatte über den Journalismus, die vor allem von den Journalisten selbst geführt wird, schwankt zwischen Zuversicht, Reformwille und Resignation, wie diese wenigen Zitate exemplarisch verdeutlichen. Wie sieht er aus – der Journalismus des 21. Jahrhunderts? Ist es vorbei mit ihm, blüht er auf, oder wandelt er sich nur so, wie er sich früher auch immer wieder wandeln musste? Wie beobachtet sich die Gesellschaft heute und morgen? Wie steht es um diesen Schlüsselberuf für die Demokratie? Gewissheiten schwinden, und vieles, was bisher selbstverständlich war, wird infrage gestellt. Gerade der gegenwärtige Wandel lässt deutlich erkennen, dass berufliches Erfahrungs- und Rezeptwissen an Grenzen 7 stößt. Dem Journalismus fehlt eine Tradition im systematischen Experimentieren und Evaluieren, um sich weiterzuentwickeln. Einerseits liegt dies sicherlich am Zeitdruck, der in Redaktionen herrscht und der feste Routinen erfordert. Andererseits spürte der Journalismus, vor allem bei den Tageszeitungen, über viele Jahrzehnte hinweg keinen starken Innovationsdruck – zumindest ökonomisch bestand keine Notwendigkeit, am Althergebrachten zu rütteln. Das hat sich spätestens seit der Jahrtausendwende gründlich geändert. Seit ein paar Jahren haben zumindest die großen Medienhäuser Entwicklungsredaktionen und Innovationslabore; Redaktionsstrukturen und -routinen werden zunehmend auf digitale Publikationsformen ausgerichtet; und vor allem hat sich eine Gründerszene im Journalismus entwickelt, in der – häufig sogar ohne Anbindung an traditionelle Medienunternehmen – mit neuen Finanzierungsformen oder digitalen Formaten experimentiert wird. Beispiele für den Wandel und für Innovationen im Journalismus gibt es inzwischen viele – um nur einige zu nennen: Crowdfunding und Stiftungsfinanzierung, neue Berichterstattungsmuster wie Datenjournalismus oder konstruktiver Journalismus, Apps für mobile Anwendungen, Langformen wie Scrollytelling und Multimediastory oder die Stärkung und der Ausbau des investigativen Journalismus z.B. mit redaktionsund länderübergreifenden Kooperationen. Viele dieser Innovationen greifen wir in dieser zweiten Auflage des Sammelbandes „Journalismusforschung“ auf, der fast schon ein neues Buch gegenüber der ersten Auflage aus dem Jahr 2013 geworden ist: Alle Beiträge wurden gründlich aktualisiert und erweitert; zwei neue Beiträge wurden aufgenommen. Bei allem empirisch belegbaren Wandel enthält die öffentliche Debatte über den Journalismus deutlich mehr Vermutungen und Visionen als bewährtes Wissen und belastbare Prognosen. Es gehört zum Grundprinzip der wissenschaftlichen Forschung, sich nicht auf Augenblickseindrücke zu verlassen, keine kurzfristigen „Erfolgsrezepte“ zu produzieren oder vorschnelle Antworten zu geben, sondern den wissenschaftlichen Beweis zu suchen. So hat auch die Journalismusforschung als Teilbereich der Kommunikationswissenschaft den Anspruch, Aussagen über den Journalismus auf der Basis von Theorien und empirischer Forschung zu treffen. Die Journalismusforschung ist vielfältiger und komplexer geworden. Vor allem international werden empirische Details en masse publiziert – erkennbar etwa an den englischsprachigen Journals zur Journalismusforschung, von denen es seit gut zehn Jahren immer mehr gibt: Zu „Journalism“ und „Journalism Studies“ kamen „Journalism Practice“, „Digital Journalism“ Klaus Meier/Christoph Neuberger 8 oder das „Journal of Applied Journalism & Media Studies“ hinzu, um nur die für die Journalismusforschung wichtigsten Titel zu nennen. In der kommunikationswissenschaftlichen Innovationsforschung gesellten sich zu „new media & society“ zum Beispiel „social media + society“ oder das „Journal of Media Innovations“. Mit diesem Band wollen wir innehalten, thematische Zusammenhänge herstellen und damit einen aktuellen Überblick über Stand und Perspektiven der Journalismusforschung geben. Das Buch richtet sich sowohl an Wissenschaftler/-innen und Studierende als auch an Journalisten/-innen und andere Praktiker, die Einblick in die Forschung gewinnen wollen. Wie stellt man ein Forschungsfeld vor? Dieses Buch ist nicht – wie Lexika, Hand- und Lehrbücher – nach Begriffen, Theorien und Methoden gegliedert, und sein Aufbau folgt auch keinem streng didaktischen Prinzip. Ausgangspunkt der Aufsätze sind vielmehr (ganz im Sinne des Wissenschaftstheoretikers Karl R. Popper [1994: 15]) Probleme – Probleme, die sich einerseits die Wissenschaft selbst stellt: Wie verstehen und erklären Theorien den Journalismus? Wie sind journalistische Phänomene theoretisch einzuordnen? Wie müssen sie empirisch gemessen werden? Und bewähren sich theoretische Annahmen, wenn sie empirisch getestet werden? Dabei will die Journalismusforschung nicht nur beschreiben, sondern auch erklären: Wie beeinflussen unterschiedliche Bedingungen, die man z.B. bei einem Ländervergleich beobachten kann, den Journalismus? Und was bewirken journalistische Angebote? Andererseits geht es um Probleme, die ihren Ursprung im Journalismus haben. Von dort stammen normative Fragen: Welche Erwartungen stellen Gesellschaft und Publikum an den Journalismus? Und ist er in der Lage, diese Erwartungen zu erfüllen? Daran schließen Überlegungen zu Qualität, Medienfreiheit, Organisation, Management, Finanzierung und Selbstregulierung an, wie sie in den ersten beiden Abschnitten dieses Bandes diskutiert werden. Praxisrelevant sind zweifellos auch solche Fragen, die sich auf den gegenwärtigen Wandel des Journalismus richten: Digitalisierung, Ökonomisierung, Globalisierung und Medialisierung sind nur einige Stichworte, die andeuten, in welche Richtung der Wandel geht. Das massenmediale Modell der Öffentlichkeit, in dem der Journalismus seit dem 19. Jahrhundert die zentrale Rolle als ‚Gatekeeper‘ hat, neigt sich dem Ende zu. Die Möglichkeiten der Partizipation und Interaktion im Internet haben dafür gesorgt, dass Redaktionen und Medienunternehmen nicht mehr alleine Publikationsentscheidungen treffen, sondern prinzipiell jeder ohne allzu viel Aufwand veröffentlichen kann. Dadurch ändert sich das Verhält- Einführung: Stand und Perspektiven der Journalismusforschung 9 nis des Journalismus zu seinem Publikum und seinen Quellen, die nicht mehr notwendig auf ihn angewiesen sind – und auch zu den Werbekunden, denen sich ebenfalls Alternativen bieten. Dadurch ist nicht nur sein ökonomisches Fundament ins Wanken geraten, sondern der Journalismus sucht nach einer neuen Identität und gesellschaftlichen Rolle. Zugleich verschwimmen durch Digitalisierung und Medienkonvergenz die Konturen der einzelnen Medienplattformen. Das Internet vereint die Möglichkeiten bisher existierender Medien und Formate. Dadurch kann es zur Bedrohung für traditionelle Angebote und Geschäftsmodelle werden. Plötzlich wird es fraglich, warum wir zur Verbreitung von Information und Meinungsbildung jede Nacht Papier bedrucken, es mit Lastwagen durch die Gegend fahren, von Austrägern in Briefkästen stecken lassen, es danach im Durchschnitt eine halbe Stunde zum Lesen benutzen, anschlie- ßend in die Tonne werfen, es wieder von Lastwagen abholen und erneut zu Druckpapier verarbeiten lassen. Oder warum alle zur gleichen Zeit das gleiche Fernsehprogramm sehen müssen und wir uns die Tagesschau nicht einfach um 20.45 Uhr auf das SmartTV holen oder uns die Nachrichten gleich über YouTube selbst zusammenbauen. Zugleich wollen sich immer mehr Menschen mit Nachrichten-Apps und Messengern auf Smartphone, Tablet oder Smartwatch zwischendurch und rund um die Uhr informieren, was in der Welt passiert. Redaktionen müssen mit den fragmentierten Nutzungsgewohnheiten und der Konvergenz medialer Plattformen zurechtkommen, müssen Qualität neu definieren und sichern – es ist der dauernde Versuch, sich beim Publikum unverzichtbar zu machen und dafür immer mehr und neue Wege zu nutzen. Dabei wandelt sich der Journalismus auch selbst: Dass professionelle Strukturen dafür unbedingt notwendig sind, wird durch den ‚Bürgerjournalismus‘ infrage gestellt. Überdies werden redaktionelle Prozesse automatisiert, die bisher menschliches Handeln erfordert haben. Nicht nur der Journalismus ist dabei, sich grundlegend neu zu orientieren. Dies gilt nicht weniger für die Forschung, die sich ihm widmet. Auch die Journalismusforschung muss – wie andere Felder der Kommunikationswissenschaft – ihre Beobachtungs- und Deutungsinstrumente justieren. Sie hat ihre Begriffe, Theorien, Methoden und empirischen Befunde im 20. Jahrhundert in der Auseinandersetzung mit den traditionellen Massenmedien Presse und Rundfunk entwickelt. Die einseitige Massenkommunikation von wenigen Anbietern zu einem dispersen, passiven Publikum hat dazu geführt, dass die Journalismusforschung lange Zeit ein recht isoliertes Gebiet innerhalb der Kommunikationswissenschaft war: Auf der einen Klaus Meier/Christoph Neuberger 10 Seite die Kommunikatoren, auf der anderen die Rezipienten, hier die Redaktionen, dort das Publikum – diese Unterscheidung kennzeichnete nicht nur bis vor wenigen Jahren die Massenmedien, sondern auch die Forschungsbereiche der Kommunikationswissenschaft: Kommunikator- und Rezipientenforschung trennte dabei nicht alleine der Gegenstand, sondern auch eine theoretische Kluft (zur Überwindung vgl. Loosen/Dohle 2014). Diese und andere traditionelle Grenzen innerhalb des Faches werden infrage gestellt (vgl. Carlson/Lewis 2015): Auch die Unterscheidung von Massen-, Gruppen- und Individualkommunikation oder die Abgrenzung verschiedener Einzelmedien machen nur noch beschränkt Sinn. Das heißt nun nicht, dass alles in einen Topf geworfen werden sollte, aber Medienkonvergenz, die Erweiterung der Partizipation an öffentlicher Kommunikation, Globalisierung und noch einige weitere Ursachen machen es notwendig, sensibler mit internen und externen Grenzen des Faches umzugehen und ihr flexibles Überschreiten, ihre partielle Auflösung und die Hybridisierung des vormals Getrennten in Rechnung zu stellen. Den Medien- und Öffentlichkeitswandel zu begreifen, verlangt zuallererst theoretische Anstrengungen. Nur dann kann die Journalismusforschung eine eigene Perspektive neben und auch in den Praktikerdebatten bieten, die in beruflichen Fachzeitschriften, Feuilletons und auf den Medienseiten geführt werden. Theoriearbeit bedeutete im deutschsprachigen Raum aber lange Zeit vor allem Klassiker-Exegese und die Übertragung soziologischer Basistheorien auf den Journalismus (vgl. Weischenberg 2012; Löffelholz/Rothenberger 2016). So wichtig ein solcher erster Schritt ist, so wenig reicht er aus, wenn darüber der Wandel des Journalismus aus den Augen verloren geht, weil sich Debatten im Prinzipiellen verhaken und in alten Frontstellungen über Jahrzehnte verharren. Auch Theorienpluralismus alleine ist noch kein befriedigender Zustand, wenn es beim Nebeneinander bleibt und es nicht zum systematischen Vergleich (vgl. den Aufsatz von Scholl in diesem Band) sowie zu Versuchen der Integration kommt. Es mangelt an einer kreativen Theorieentwicklung (vgl. Hagen/ Frey/Koch 2015), die sich mit den neuen Phänomenen und Problemen befasst, mit denen sich der Journalismus spätestens seit Mitte der 1990er- Jahre konfrontiert sieht. Für diesen Band wurden solche Themen ausgewählt, die die neuralgischen Punkte des Journalismus berühren und zeigen, wie sich die Journalismusforschung den aktuellen Herausforderungen stellt. Die Autorinnen und Autoren sind ausgewiesene Kenner der Forschungsbereiche, deren zentrale Begriffe, Fragen, Theorien und empirische Ergebnisse sie kom- Einführung: Stand und Perspektiven der Journalismusforschung 11 pakt präsentieren. Vieles ist im Fluss, deshalb ist es notwendig, über eine Bestandsaufnahme hinaus auch Perspektiven für die künftige Forschung zu entwickeln und so den vielschichtigen Wandel des Journalismus in Gegenwart und Zukunft im Blick zu haben. Das Buch beginnt mit den politischen und ökonomischen Voraussetzungen des Journalismus. Eine möglichst umfassende Medienfreiheit und eine solide, möglichst unabhängige Finanzierung sind Grundbedingungen dafür, dass Journalismus seine Funktionen in der Gesellschaft erfüllen kann. Andrea Czepek erläutert das Konzept der Pressefreiheit und unterscheidet zwei Perspektiven auf dieses komplexe Thema: die Einschränkungen der Freiheit aufgrund von unzulänglichen Medienstrukturen oder staatlichen Eingriffen – sowie mögliche Grenzen der Freiheit, wenn sie mit anderen Grundrechten kollidiert. Welche Grenzen als legitim angesehen werden, hängt von historischen und kulturellen Faktoren ab und wird weltweit unterschiedlich beurteilt. Dass beide Perspektiven eng zusammenhängen, lässt sich an der Problematik ablesen, dass mögliche Grenzen für Repressalien gegenüber Journalisten missbraucht werden. Nicht zuletzt aufgrund der extrem schwierigen Lage für Journalisten in Ländern wie Russland oder der Türkei oder der Verschärfung der Mediengesetzgebung durch rechtspopulistische Parteien in EU-Ländern wie Polen oder Ungarn ist das Thema Pressefreiheit (wieder) hochaktuell geworden. Allerdings bleibt ein weltweiter Vergleich schwierig und eine wirtschaftliche Liberalisierung und staatliche Deregulierung führen nicht zwangsläufig zu mehr Pressefreiheit. Die Überlebensfähigkeit des Journalismus hängt aber nicht nur von politischen Rahmenbedingungen ab, sondern auch von seiner Finanzierung, die vor allem in westlichen Gesellschaften zunehmend brüchig wird. Klaus-Dieter Altmeppen, Regina Greck und Tanja Evers sezieren in ihrem Beitrag aus organisationstheoretischer Sicht die Kopplung von Journalismus und Medien: Medienunternehmen kaufen dem Journalismus seine Leistungen ab und verdienen mit dem Vertrieb dieser Leistungen Geld. Journalismus ist darauf angewiesen, dass eine Organisation seine Inhalte distribuiert und finanziert. Wenn Medienunternehmen – wie zum Beispiel Zeitungsverlage – dies nicht mehr ausreichend leisten können, müssten in alternativen Geschäftsmodellen andere Organisationen – wie beispielsweise Stiftungen – an ihre Stelle treten, wobei allerdings der fortschreitende digitale Wandel die klar verteilten Rollen zwischen Journalismus und Medienorganisation erschüttert: Internetkonzerne wie Google, Apple oder Klaus Meier/Christoph Neuberger 12 Facebook sehen sich – trotz ihrer Bedeutung für die individuelle und öffentliche Meinungsbildung – nicht in einer gesellschaftlichen Verantwortung, was immer auch beinhaltete, gemeinwohlorientierten Journalismus zu finanzieren und zu distribuieren. Als „Schicksalsthema“ des Journalismus apostrophiert Frank Lobigs die Finanzierung des Journalismus. In seinem Aufsatz über die ökonomischen Grundlagen zeigt er auf, dass die Marktfinanzierung generell problematisch für die journalistische Versorgung und Qualität ist. Dies liegt an der doppelten Vermarktung auf dem Publikums- und Werbemarkt, an Größenvorteilen, der mangelnden Zahlungsbereitschaft für journalistische Angebote sowie ihrer Eigenart als Vertrauensgut und meritorisches Gut. Gerade dort, wo privatwirtschaftlich Qualität möglich war, nämlich in der Presse, sind die Einnahmen strukturell deutlich rückläufig. Die Hoffnung auf Kompensation im Internet ist unberechtigt, stellt er – auf der Basis einer sehr tief gehenden Analyse aktueller Daten, Fakten und Trends – fest. Eher sei mit einer „inhaltlichen Deformation des Journalismus“ zu rechnen, wenn er sich den Bedingungen im Netz anpasst. Lobigs schlägt vor, nach marktfernen Lösungen zu suchen und sich dafür nicht zu viel Zeit zu lassen. Die Frage nach der Qualität und Verantwortung im Journalismus hat in den vergangenen Jahren nicht nur in der öffentlichen Debatte über den Zustand des Journalismus an Bedeutung gewonnen, sondern auch in der Forschung. Eine Fülle von Studien beschäftigt sich inzwischen mit der Definition und Messung von Qualität, mit den Möglichkeiten, die Redaktionen haben, um Qualität zu sichern und zu optimieren, sowie mit der Frage, wie Journalisten ihre Verantwortung wahrnehmen und welche Strukturen es für Selbstkontrolle in unterschiedlichen Ländern und Kulturen gibt. Klaus Arnold stellt die Theorieansätze der Qualitätsforschung vor, mit deren Hilfe Qualitätskriterien begründet werden können, diskutiert die methodischen Probleme der Messung und fasst die empirische Forschung zusammen. Was Qualität im Journalismus ist, lässt sich nicht objektiv und ‚ein für alle Mal‘ klären, sondern ist perspektivenabhängig: Die professionelle Sicht der Journalisten, das ‚öffentliche Interesse‘ und die Erwartungen des Publikums stimmen keineswegs überein. Dies müssen empirische Studien in diesem Feld berücksichtigen, wenn sie Qualität messen wollen und dafür Maßstäbe brauchen. Die Publikumsperspektive hat in den letzten Jahren zwar stärkere Beachtung gefunden, doch sieht Arnold gerade hier noch Defizite. Einführung: Stand und Perspektiven der Journalismusforschung 13 Journalistische Qualität fällt nicht vom Himmel und entsteht auch nicht einzig durch das Handeln einzelner Journalisten, sondern Redaktionen stellen auf organisationaler Ebene die Bedingungen dafür bereit, dass der Journalismus seine Qualität und Glaubwürdigkeit sichern kann. Vinzenz Wyss hat durch Journalismusforschung über viele Jahre hinweg innovative Konzepte des Qualitätsmanagements entwickelt, in praxisbezogenen Ratgebern vorgestellt und durch Projekte dazu beigetragen, dass sie in Redaktionen implementiert werden. Sein Beitrag begründet, warum redaktionelles Qualitätsmanagement gerade heute zu einem Mehrwert des Qualitätsjournalismus beiträgt. Qualitätsmanagement wird von einer strukturationstheoretischen Perspektive konzipiert und auf dieser Basis werden einzelne Bausteine genauer unter die Lupe genommen. In der freiheitlichen Demokratie kann keine staatliche Instanz den Journalismus zur Qualität zwingen. Die Gesellschaft erwartet, dass Medien und Journalisten verantwortungsvoll mit dieser Freiheit umgehen, sich als Profession selbst kontrollieren und Missstände in der eigenen Branche öffentlich anprangern und diskutieren. Susanne Fengler gibt einen Überblick über die Forschung zur Medienselbstkontrolle, diskutiert theoretische Ansätze, Institutionen und Instrumente. In einer international vergleichenden Perspektive arbeitet sie heraus, dass es viele Unterschiede zwischen Ländern und Journalismuskulturen gibt. Sie stellt aber auch fest, dass durch die Partizipationsmöglichkeiten des Internets der Druck auf die Redaktionen steigt, öffentlich Rechenschaft abzulegen und Transparenz über das eigene Handeln herzustellen. Im Themenbereich des crossmedialen und digitalen Journalismus sind die oben genannten Innovationen am stärksten zu finden, weshalb dieser Buchteil für die zweite Auflage um zwei neue Kapitel erweitert wurde. Die große Herausforderung für den Journalismus besteht zum einen darin, dass Darstellungsformen und Formate für neue Medien, Plattformen und Endgeräte erfunden und geprüft werden müssen. Zum anderen betreffen die neuen digitalen Möglichkeiten nicht nur Online-Redaktionen, sondern wirken sich in konvergenten Medienumgebungen auf alle Journalisten aus. Klaus Meier umreißt das Spektrum, das mit den Schlüsselwörtern Crossmedialität und Konvergenz gemeint ist: organisatorisch, inhaltlich und mit Konsequenzen für Berufsbild und Ausbildung. Crossmediale Redaktionen entwickeln ihre Organisationsformen weiter, um im Alltag mehrere Medienplattformen bedienen zu können. Dabei finden sich empirisch verschiedene Redaktionsmodelle – mit unterschiedlichen Voraussetzungen, Strategien und Konsequenzen. Inhaltliche Crossmedialität zeigt sich Klaus Meier/Christoph Neuberger 14 im Story-Telling über Mediengrenzen hinweg oder in multimedialen Darstellungsformen. Bei den Ausbildungskonzepten kommt es darauf an, dass Experimentierfelder für journalistische Formate und neue Organisationsformen journalistischer Arbeit angeboten werden. Cornelia Wolf und Alexander Godulla beschreiben und evaluieren innovative digitale Formate des Journalismus. Dabei geht es nicht nur um die beinahe schon klassischen Potenziale wie Multimedialität oder Selektivität, die im Scrollytelling oder in der Multimediastory genutzt werden, sondern auch um die neuen Möglichkeiten mobiler Endgeräte, die Medienangebote überall verfügbar, permanent online und standort-sensitiv machen sowie durch Lagesensor, eingebaute Kamera und Fingergesten das spielerische Potenzial von Geschichten erhöhen. Konstantin Dörr befasst sich mit dem ‚Computational Journalism‘ – ein Oberbegriff für den Einsatz von Computern im Rahmen der journalistischen Recherche und bei der automatisierten Textproduktion. Dörr subsumiert darunter sowohl den traditionellen Bereich des ‚Computer-Assisted- Reporting‘ und dessen aktuelle Weiterentwicklung im ‚Data Journalism‘ als auch den ‚Algorithmic Journalism‘. In einem noch so jungen Feld kommt es darauf an, Phänomene zu sortieren, Begriffe zu klären und theoretische Anknüpfungspunkte zu finden, um die journalistische Aneignung dieser neuen technischen Optionen, d.h. die Anwendungsmöglichkeiten und normativen Grenzen, analytisch und kritisch-reflektierend zu begleiten. Das Verhältnis des Journalismus zu seinem Publikum ist in den traditionellen Massenmedien distanziert: Was das passive, anonyme und zerstreute Massenpublikum erwartet und wie es reagiert, war für die Redaktionen von Presse und Rundfunk nur punktuell (etwa durch Leserbriefe) oder verspätet (durch Publikumsforschung) erkennbar. Der Journalismus schrieb und sendete gewissermaßen in ein ‚schwarzes Loch‘. Das Internet – so scheint es zumindest – schafft mehr Transparenz. Und mehr noch: Das Publikum kann sich nun selbst in unterschiedlichen Rollen kommunikativ beteiligen. Das wirft eine Reihe von Fragen für den Journalismus auf. Wie sich die journalistische Beobachtung des Publikums gewandelt hat, erörtert Ralf Hohlfeld. Die empirische Publikumsforschung hat durch zunehmend ausgefeilte Erhebungsmethoden und größere Stichproben im Laufe der Zeit an Aussagekraft gewonnen. Mittlerweile liefert das Internet – durch die Analyse von Klickzahlen – Daten in Echtzeit, und zwar detailliert für den Einzelbeitrag und als Vollerhebung aller Nutzerbewegungen. Auch ausformulierte Nutzerkommentare geben den Redaktionen Hinweise Einführung: Stand und Perspektiven der Journalismusforschung 15 auf Stärken und Schwächen. Hohlfeld stellt die vielen neuen Möglichkeiten der Publikumsbeobachtung vor und diskutiert die Frage, wie die Redaktionen mit den Daten umgehen und welche Schlüsse sie daraus ziehen: Führt die höhere Publikumstransparenz dazu, dass der Journalismus zum ‚Wunschkonzert‘ wird, verstärkt sie die Boulevardisierungstendenz? Wenn das Publikum anfängt, auf ‚eigene Faust‘ im Internet zu publizieren, kann dies bestenfalls (und in seltenen Fällen) als ‚Bürgerjournalismus‘ eine Ergänzung oder gar Konkurrenz zum professionellen Journalismus sein. Redaktionen können Publikumsaktivitäten aber auch kanalisieren, anleiten und moderieren. Darauf konzentriert sich Wiebke Loosen in ihrem Aufsatz, in dem sie zunächst zeigt, dass die Journalismusforschung – ähnlich wie der Journalismus – das Publikum lange Zeit weitgehend ausgeblendet hat. Sie systematisiert das Verhältnis zwischen Journalismus und Publikum in einem Modell und unterscheidet verschiedene Formen der Publikumsbeteiligung: Neben der traditionellen Rolle als Diskutant redaktioneller Beiträge – darauf beschränkt sich die Beteiligung weitgehend noch – können Nutzer auch als Mitproduzenten und eigenständige Publizisten wirken. Die Beziehung zwischen Journalismus und Publikum differenziert sich durch neue Kanäle weiter aus. Wofür z.B. die verschiedenen sozialen Medien eingesetzt werden, ist das Ergebnis eines Aushandlungsprozesses zwischen Redaktion und Publikum, der zu unterschiedlichen Ergebnissen führen kann. Phänomene des Wandels von Journalismus, Medien und Gesellschaft spielen in allen Kapiteln dieses Buches eine Rolle. Ein Abschnitt untersucht aber explizit zwei Entwicklungslinien: die Entwicklung der Boulevardisierung des Journalismus und die der Medialisierung der Gesellschaft durch den Journalismus. Margreth Lünenborg legt in ihrem Beitrag dar, dass Boulevardmedien im öffentlichen Diskurs an Bedeutung gewinnen und dass die Regeln des Boulevards – wie Vereinfachung, Personalisierung und Emotionalisierung – auch in Formaten des Qualitätsjournalismus Einzug halten. Deshalb – so ihre Schlussfolgerung – sollte die Journalismusforschung die dichotome Unterscheidung zwischen Boulevard- und Qualitätsjournalismus aufgeben. Die populären Formate des Boulevards tragen maßgeblich zur Entstehung kollektiver Identitätsräume bei und prägen politische Kommunikation ebenso wie die gesellschaftliche Verständigung im Allgemeinen. Einen Kontrapunkt zu pessimistischen Untergangsszenarien setzt die Medialisierungsthese zur Rolle des Journalismus in der Gesellschaft: Die These besagt, dass wir uns auf dem Weg in eine Mediengesellschaft befin- Klaus Meier/Christoph Neuberger 16 den, in der sich gesellschaftliche Teilsysteme wie Politik, Wirtschaft und Sport immer stärker an den Strukturen des Journalismus orientieren. Der Grund: Öffentliche Aufmerksamkeit und Akzeptanz werden gesellschaftsweit zu Erfolgsbedingungen für Akteure. In seinem Aufsatz zur Medialisierungsthese resümiert Christoph Neuberger den Stand der Diskussion und macht zwei Vorschläge für die Weiterentwicklung der These: Um die verschiedenen Varianten der These besser unterscheiden zu können, empfiehlt er, zwischen der Logik von Einzelmedien und der Logik von Systemen, die sich dieser Medien bedienen, zu unterschieden. Und: Medialisierung sollte als struktureller Effekt des Handelns von Akteuren begriffen werden, die in verschiedenen Rollen darum kämpfen, ihre Interessen durchzusetzen. Der letzte Abschnitt des Bandes ist dem Vergleich in Theorie und Empirie gewidmet: Zum einen geht es um den Vergleich von Theorien über den Journalismus, zum anderen um den Vergleich des Gegenstands „Journalismus“ auf Länderebene. Vor allem im deutschsprachigen Raum sind zahlreiche soziologische (Makro-)Theorien in der Journalismusforschung adaptiert worden. Es fällt schwer, den Überblick zu behalten und ihren Ertrag einzuschätzen. Armin Scholl stellt zunächst metatheoretische Überlegungen über die Voraussetzungen eines Theorienvergleichs an und wählt drei inhaltliche Fragestellungen als ‚Prüfsteine‘ aus: die Autonomieproblematik, die journalistische Objektivitätsnorm und die Rolle des Publikums. Er diskutiert, welche Aussagen dazu in vier Gesellschaftstheorien, die auf den Journalismus angewandt wurden, und in drei Theorien mittlerer Reichweite, die in der Auseinandersetzung mit dem Journalismus entwickelt wurden, zu finden sind. Scholl begrüßt den Theorienpluralismus: Er sieht weniger ein Konkurrenz- als ein Ergänzungsverhältnis zwischen ihnen. Thomas Hanitzsch resümiert Themen, Problemzonen und Entwicklung der komparativen Journalismusforschung, die durch eine geografische Ausdehnung, Erweiterung der Vergleichskriterien sowie eine wachsende gesellschaftliche und historische Einbettung des Journalismus gekennzeichnet ist. Kritisch zu sehen sind die anhaltende westliche Dominanz der Analysen und das Festhalten an Nationalstaaten als Vergleichsobjekten. Methodische Herausforderungen sind vor allem die Äquivalenz der Befragungen und die Anpassung der Instrumente an verschiedene kulturelle Kontexte. Den Maßstab für die komparative Journalismusforschung setzen die Befragungen im Rahmen der „Worlds of Journalism Study“, die paral- Einführung: Stand und Perspektiven der Journalismusforschung 17 lel in zahlreichen Ländern durchgeführt und von Hanitzsch koordiniert werden. Der vorliegende Band bildete den Auftakt der Buchreihe „Aktuell. Studien zum Journalismus“. In der Reihe erscheinen Arbeiten, in denen die Neuorientierung des Journalismus wissenschaftlich begleitet wird. Die Reihe ist ein Forum der akademischen Debatte. Sie versammelt Untersuchungen, in denen der Journalismus in all seinen Facetten theoretisch und empirisch analysiert wird – wie bislang zum Beispiel zu Objektivität, Partizipation und Netzwerköffentlichkeit. Außerdem sollen die Studien der beruflichen Praxis und der öffentlichen Debatte über den Journalismus fundierte Denkanstöße liefern – wie beispielsweise zur Zukunft der Nachrichtenagenturen, zum mobilen Journalismus oder zur Berichterstattung über Gewalt und Kriminalität. Die Herausgeber danken Bernadette Uth und Manuel Wendelin für die umsichtigen Korrekturen und Sandra Frey für das Lektorat. Literatur Blau, Wolfgang (2010): Es geht erstaunlich gut. In: Süddeutsche.de. http://www.suedd eutsche.de/medien/serie-wozu-noch-journalismus-es-geht-erstaunlich-gut-1.94 3587. Veröffentlicht am 20. Mai; zugegriffen am 28. September 2016. Carlson, Matt/Lewis, Seth C. (Hg.) (2015): Boundaries of Journalism. Professionalism, Practices and Participation. London u.a.: Routledge. Hagen, Sebastian/Frey, Felix/Koch, Sebastian (2015): Theoriebildung in der Kommunikationswissenschaft. Eine Bestandsaufnahme zu Bedeutung, Arten und Verfahren der Theorieentwicklung. In: Publizistik, 60. Jg., H. 2, S. 123–146. Jarren, Otfried (2016): Auf dem Prüfstand. Was will eigentlich Journalismus? In: Carta.info. http://www.carta.info/82917/auf-dem-pruefstand-will-eigentlich-journalism us. Veröffentlicht am 29. Juli; zugegriffen am 24. August 2016. Kramp, Leif/Weichert, Stephan (2012): Innovationsreport Journalismus. Ökonomische, medienpolitische und handwerkliche Faktoren im Wandel. Bonn: Friedrich-Ebert- Stiftung. Lilienthal, Volker/Schnedler, Thomas (2012): Gezwungen, sich zu verkaufen? Zur sozialen Lage von Journalistinnen und Journalisten. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, 62. Jg., Beilage 29–31 vom 16. Juli 2012, S. 15–21. Löffelholz, Martin/Rothenberger, Liane (Hg.) (2016): Handbuch Journalismustheorien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Loosen, Wiebke/Dohle, Marco (Hg.) (2014): Journalismus und (sein) Publikum. Schnittstellen zwischen Journalismusforschung und Rezeptions- und Wirkungsforschung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Klaus Meier/Christoph Neuberger 18 Piepenbrink, Johannes (2012): Editorial. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, 62. Jg., Beilage 29–31 vom 16. Juli 2012, S. 2. Popper, Karl R. (1994): Alles Leben ist Problemlösen. Über Erkenntnis, Geschichte und Politik. München: Piper. Schirrmacher, Frank (2011): Die Idee der Zeitung. Wie die digitale Welt den Journalismus revolutioniert. Tübingen: Institut für Medienwissenschaft. Weischenberg, Siegfried (2010): Das Jahrhundert des Journalismus ist vorbei. Rekonstruktionen und Prognosen zur Formation gesellschaftlicher Selbstbeobachtung. In: Gabriele Bartelt-Kircher/Hans Bohrmann/Hannes Haas/Otfried Jarren/Horst Pöttker/Siegfried Weischenberg: Krise der Printmedien: Eine Krise des Journalismus? Berlin u.a.: de Gruyter Saur, S. 33–61. Weischenberg, Siegfried (2012): Max Weber und die Entzauberung der Medienwelt. Theorien und Querelen – eine andere Fachgeschichte. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Einführung: Stand und Perspektiven der Journalismusforschung 19

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References

Abstract

This book provides an appraisal of recent and current research into journalism. Its authors are acknowledged as experts in their respective research fields, whose key issues, theories and findings are presented here in a compact form. Moreover, the authors open up pathways for future research by examining the diverse and complex present and future changes in journalism. This book is a well-established, fundamental guide to journalism and, as such, will appeal to academics, students and practitioners aiming to gain an insight into research. This second edition has been amended to include the newest approaches to research and its latest findings. It has also been expanded with essays on current trends in journalism.

With contributions by:

Klaus-Dieter Altmeppen, Klaus Arnold, Andrea Czepek, Konstantin Dörr, Susanne Fengler, Alexander Godulla, Regina Greck, Thomas Hanitzsch, Ralf Hohlfeld, Tanja Kössler, Frank Lobigs, Wiebke Loosen, Margreth Lünenborg, Klaus Meier, Christoph Neuberger, Armin Scholl, Cornelia Wolf, Vinzenz Wyss

Zusammenfassung

Der Band ist eine aktuelle Standortbestimmung der Journalismusforschung. Die Autorinnen und Autoren sind ausgewiesene Kenner der Forschungsbereiche, deren zentrale Fragen, Theorien und Ergebnisse sie kompakt präsentieren. Außerdem entwickeln sie Perspektiven für die künftige Forschung. Dabei haben sie den vielschichtigen Wandel des Journalismus in Gegenwart und Zukunft im Blick. Als bewährtes Grundlagenwerk richtet sich der Band sowohl an Wissenschaftler und Studierende als auch an Praktiker, die Einblick in die Forschung gewinnen wollen. Für die zweite Auflage wurden neueste Forschungsansätze und -ergebnisse ergänzt. Darüber hinaus wurde der Band um Aufsätze zu aktuellen Trends im Journalismus erweitert.

Mit Beiträgen von:

Klaus-Dieter Altmeppen, Klaus Arnold, Andrea Czepek, Konstantin Dörr, Susanne Fengler, Alexander Godulla, Regina Greck, Thomas Hanitzsch, Ralf Hohlfeld, Tanja Kössler, Frank Lobigs, Wiebke Loosen, Margreth Lünenborg, Klaus Meier, Christoph Neuberger, Armin Scholl, Cornelia Wolf, Vinzenz Wyss