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Robin Schroeder, Stefan Hansen (ed.)

Stabilisierungseinsätze als gesamtstaatliche Aufgabe, page 417 - 428

Erfahrungen und Lehren aus dem deutschen Afghanistaneinsatz zwischen Staatsaufbau und Aufstandsbewältigung (COIN)

1. Edition 2015, ISBN print: 978-3-8487-0690-7, ISBN online: 978-3-8452-4901-8, https://doi.org/10.5771/9783845249018-417

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417 Autorenverzeichnis Phillip Ackermann Dr. Ackermann ist als Diplomat des Auswärtigen Amtes Gesandter und Ständiger Vertreter an der Deutschen Botschaft in Washington D.C. Von 2010 bis 2014 leitete er den Arbeitsstab Afghanistan und Pakistan im Auswärtigen Amt. In dieser Funktion war er gleichzeitig Stellvertreter des Sonderbeauftragten der Bundesregierung für Afghanistan und Pakistan. Davor war er in der Botschaft Neu Delhi tätig. 2006–2007 war er ziviler Leiter des PRT Kunduz. Von 2002 bis 2006 wirkte er als Redenschreiber von Bundesminister Fischer und Bundesminister Steinmeier. Zu seinen vorherigen Dienstposten gehörten die Botschaft Rabat und die Ständige Vertretung bei den Vereinten Nationen in New York. Außerdem war er Austauschbeamter im Niederländischen Außenministerium. Er promovierte an der Universität Bonn in Kunstgeschichte. Hans-Peter Bartels Dr. Bartels studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Volkskunde an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und promovierte 1988. Daraufhin wurde er Redakteur der Kieler Rundschau und arbeitete dann von 1988 bis 1998 als Angestellter in der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein. Seit 1998 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist außerdem Ordentliches Mitglied im Verteidigungsausschuss und seit 2014 dessen Vorsitzender. Am 18. Dezember 2014 wurde er zum Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestags gewählt. Jörg Bentmann Dr. Bentmann ist Ministerialdirektor und seit März 2011 Leiter der Abteilung „Grundsatzfragen sowie EU- und internationale Angelegenheiten“ im Bundesministerium des Innern. Seit 1991 ist er im Bundesinnenministerium tätig, u.a. in verschiedenen Leitungsfunktionen. Zuvor war Dr. Bentmann von 1989 bis 1991 Rechtsanwalt mit Schwerpunkt öffentliches Recht und von 1985 bis 1989 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Papier an der Universität Bielefeld. Christian von Blumröder Oberstleutnant Dipl.-Kfm. Christian von Blumröder ist Infanterieoffizier und nahm an drei Auslandseinsätzen teil, zuletzt 2010/2011 als Kommandeur des Ausbildungs- und Schutzbataillons Kunduz. Vor seiner jetzigen Tätigkeit als Dezernatsleiter im Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam war er unter anderem Militärattaché an der Deutschen Botschaft in Den Haag, Autorenverzeichnis 418 Kommandeur des Fallschirmjägerbataillons 313 in Seedorf und Referent im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin. Marcel Bohnert Diplom-Pädagoge Marcel Bohnert ist Major der Panzergrenadiertruppe und Teilnehmer der zweijährigen Generalstabsausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Er war Chef einer Infanteriekompanie in der Task Force Kunduz III, die von Juni 2011 bis Januar 2012 in Afghanistan operierte. Bohnert publiziert vorrangig zum Thema „Bundeswehr in Afghanistan“ und ist u.a. Herausgeber der Sammelbände „Armee im Aufbruch“ und „Die unsichtbaren Veteranen“. Axel Dohmen Oberstleutnant i.G Dr. Axel Dohmen hat Staats- und Sozialwissenschaften studiert und eine Promotion mit sicherheitspolitischem Bezug angefertigt. Im Zeitraum von Februar bis Oktober 2010 hat Dr. Dohmen am ISAF-Einsatz in Afghanistan teilgenommen. Von 2011 bis 2013 war er im Planungsstab und in der Abteilung Politik des Bundesministeriums der Verteidigung tätig. Seit 2013 ist Dr. Dohmen der Kommandeur des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung. Udo Ewertz Hauptmann d.R. Udo Ewertz war von 1988 bis 2001 Zeitsoldat und studierte während dieser Zeit an der Uni BW München Staatswissenschaften. 2001 trat er in das Auswärtige Amt ein und hatte seitdem Verwendungen in El Salvador, Uruguay, Afghanistan (PRT Kundus) und im Arbeitsstab AFG/PAK in der Zentrale des AA in Berlin. Derzeit ist Herr Ewertz Mitarbeiter in der (neuen) Abteilung S (Krisenprävention, Stabilisierung und Konfliktnachsorge), dort im Referat S03 (Krisenprävention; Stabilisierung, Friedenskonsolidierung; Mediation). Dirk Freudenberg Dr. Freudenberg ist Oberstleutnant der Reserve und Dozent für Sicherheitspolitik an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallvorsoge und Zivilschutz (AKNZ) im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Er war von Juli 2011 bis Januar 2012 in Afghanistan als Oberstleutnant und Führer CAAT RC(N) eingesetzt. Hans-Werner Fritz General Fritz trat 1973 als Offizieranwärter in die Panzertruppe der Bundeswehr ein. Nach der Ausbildung zum Generalstabsoffizier an der Führungs- Autorenverzeichnis 419 akademie der Bundeswehr von 1985 bis 1987 folgten unterschiedliche Stabs-, Einsatz- und Führungsverwendungen im In- und Ausland. Als Kommandeur eines Panzerbataillons, einer Luftlandebrigade, der Division Spezielle Operationen sowie des Regionalkommandos Nord in Afghanistan von Juni 2010 bis Ende Februar 2011 verfügt er über umfangreiche Erfahrungen auf nahezu allen taktischen Führungsebenen. Seit April 2013 führt Generalleutnant Fritz als Befehlshaber das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam/Schwielowsee und ist damit für Planung, Führung und Auswertung aller Einsätze der Bundeswehr auf operativer Ebene verantwortlich. Axel Gablik Dr. phil. Axel Gablik, M.A. ist Regierungsdirektor im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung. Dr. Gablik hat anglo-amerikanische Geschichte, Mittlere und Neuere Geschichte sowie Volkswirtschaftslehre und Sportwissenschaften studiert. 1994 wurde er an der Universität zu Köln in Zusammenarbeit mit der Stiftung Wissenschaft und Politik über strategische Planungen in der Bundesrepublik Deutschland (1955–1967) promoviert. Von 1995 bis 2001 war Dr. Gablik Wissenschaftlicher Assistent an der Universität der Bundeswehr Hamburg im Bereich Internationale Politik mit Schwerpunkt transatlantische Beziehungen und deutsche Außen- und Sicherheitspolitik. Von 2002 bis 2011 war er als Dezernatsleiter am Zentrum Operative Information zuständig für Informationskonzepte. Seit 2011 ist er Wissenschaftlicher Fachberater am Zentrum Operative Kommunikation und dort verantwortlich u.a. für die Steuerung und Koordinierung der Analysen zur Lage im Informationsumfeld. Dr. Gablik hatte mehrere Einsatzverwendungen in Afghanistan u.a. als Military Assistent des Deputy Chief of Staff Communication in Mazare Sharif und war zuletzt Leiter eines Analyseteams im HQ KFOR. Dorothea Gieselmann Frau Gieselmann ist seit Juni 2012 Referentin im Arbeitsstab Afghanistan und Pakistan. Nach ihrem Eintritt in den Auswärtigen Dienst 2002 war sie als Referentin für Russland in der Zentrale des Auswärtigen Amts, als Kultur- und Pressereferentin in Skopje und als politische Referentin in Warschau tätig. Dort war sie auch Austauschbeamtin im polnischen Außenministerium. Sie studierte in Münster, Moskau und Warschau Slawistik, Osteuropäische Geschichte und Wirtschaftspolitik. Volker Halbauer General Halbauer trat 1975 als Offizieranwärter in die Bundeswehr ein. Das Studium an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg schloss er im März 1980 als Diplom-Kaufmann ab. Anschließend wurde er Zugführer im Fall- Autorenverzeichnis 420 schirmjägerbataillon 253. Dort folgten Verwendungen als Nachrichtenoffizier und als Kompaniechef. Von 1987 bis 1989 war er Teilnehmer des 30. Generalstabslehrgangs an der Führungsakademie in Hamburg. Nachfolgend wurde er bis 1991 als Nachrichtenstabsoffizier und G3 Stabsoffizier im Stab der 1. Luftlandedivision eingesetzt und besuchte von 1991 bis 1992 das Command and General Staff College in Fort Leavenworth, USA. Anschließend diente er bis 1994 als Operationsstabsoffizier der Luftlandebrigade 26. Während dieser Verwendung wurde er im Auslandseinsatz in Somalia, zuerst als G3 Operationsstabsoffizier und G5 Vorkommando GECONFORSOM und dann als Chef des Stabes 1. Kontingent GECONFORSOM eingesetzt. Von 1994 bis 1996 war Halbauer Kommandeur des Fallschirmjägerbataillons 283. Danach besuchte er bis 1997 die School of Advanced Military Studies in Fort Leavenworth, USA. Bis 1999 war er Dozent für Truppenführung und Tutor beim nationalen Generalstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr. Darauf war er Referent beim Führungsstab der Streitkräfte im BMVg. Von 2000 bis 2002 war er Leiter des Generalstabslehrgangs an der Führungsakademie der Bundeswehr. 2003 wurde er Chef des Stabes der 10. Panzerdivision. Anschließend wurde er ab Oktober 2004 als Referatsleiter Heeresentwicklung und Studienarbeit zum Führungsstab des Heeres im BMVg versetzt. Ab 2006 war Kommandeur der Luftbeweglichen Brigade 1. 2008 übernahm er die Aufgaben des Stabsabteilungsleiters Führung, Konzeption und Einsatzgrundsätze im Führungsstab des Heeres, bevor er dort 2010 Chef des Stabes wurde. Von 2012 bis 2013 war er Commander KFOR. Seit 2013 ist er Kommandierender General das I. Deutsch-Niederländischen Korps. Stefan Hansen Korvettenkapitän d.R. Stefan Hansen, M.A. ist Dozent und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialwissenschaften/Bereich Politikwissenschaft der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und zudem stellvertretender Direktor und Geschäftsführer des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität zu Kiel (ISPK). Er hat Politikwissenschaft, Jura und Geschichte studiert und wurde zuvor als Zeitsoldat zum Offizier der Deutschen Marine ausgebildet. Er hat von 2011 bis 2013 an einem Projekt zu Counterinsurgency und der ressortübergreifenden Zusammenarbeit im Rahmen des deutschen Afghanistaneinsatzes (einschließlich Feldforschung in AFG) und von 2013 bis 2014 an einem Projekt zum sicherheitspolitischen Umfeld der Bundesrepublik (jeweils im Auftrag des Bundesministeriums der Verteidigung) gearbeitet. Er ist u.a. Herausgeber der Reihe „Kieler Analysen zur Sicherheitspolitik“ und des „Jahrbuch Terrorismus“. Autorenverzeichnis 421 Jannis Jost Jannis Christian Jost, MLitt ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (ISPK) und hat Terrorism Studies am Handa Centre for the Study of Terrorism and Political Violence (CSTPV) an der University of St. Andrews studiert. Nach dem Bachelorstudium der Politik- und Islamwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel war er als Forschungsassistent am ISPK und am Woodrow Wilson International Center for Scholars in Washington, D.C., sowie im Bereich der Politischen Bildung für staatliche und private Institutionen tätig. Jannis Josts Forschungsschwerpunkte sind qualitative und quantitative Terrorismusforschung, politischer Islam und Regionalstudien zum Thema Naher und Mittlerer Osten. Bruno Kasdorf General Kasdorf trat 1973 in die Bundeswehr ein und studierte Wirtschaftsund Organisationswissenschaft an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg. Von 1978 bis 1985 war Kasdorf Zugführer und Kompaniechef im Panzergrenadierbataillon 311/313. Er absolvierte von 1985 bis 1987 den Generalstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, bis 1989 war er Stabsoffizier in Ulm und legte von 1989 bis 1990 den Generalstabslehrgang am Command and General Staff College der US-Army in Fort Leavenworth, Kansas ab. Danach war Kasdorf bis 1992 Referent im Führungsstab der Streitkräfte für das BMVg in Bonn, von 1997 bis 1999 Abteilungsleiter für Operationen (G3) im Stab des IV. Korps in Potsdam. Anschlie- ßend durchlief er von 1999 bis 2000 einen Lehrgang am US Army War College Carlisle, PA. Von 2000 bis 2001 war General Kasdorf Leiter der Arbeitsgruppe „Weiterentwicklung des Heeres“ im Führungsstab des Heeres, von 2001 bis 2003 hatte er das Kommando über die Panzerbrigade 12 inne und war von 2003 bis 2006 Brigadegeneral/Chef des Stabes des Heeresführungskommandos. Im Jahr 2006 hatte Kasdorf als Generalmajor das Kommando über die 14. Grenadierdivision inne und war 2007 Chef des Stabes der ISAF in Afghanistan sowie 2008 stellvertretender Befehlshaber im Heeresführungskommando. Seit 2010 ist Kasdorf Generalleutnant und war Chef des Stabes im ISAF-Hauptquartier in Afghanistan, von September 2012 bis Juli 2015 war er Inspekteur des Heeres. Joachim Krause Prof. Dr. Joachim Krause ist Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Zudem ist er Direktor des Instituts für Sozialwissenschaften der CAU und Direktor des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität zu Kiel (ISPK). Prof. Dr. Krause wurde 1997 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn habi- Autorenverzeichnis 422 litiert und 1982 an der Freien Universität Berlin promoviert. Er hat an der Universität Hamburg Politische Wissenschaft und Rechtswissenschaft studiert. Wolfgang Lauenroth Fregattenkapitän Lauenroth trat 1991 in die Marine ein und studierte Maschinenbau. Er durchlief verschiedene Ausbildungen und Verwendungen im Bereich der Schiffstechnik (Marine), der Spezialkräfte (KSK) und der Zivil- Militärischen Zusammenarbeit (Streitkräftebasis). Lauenroth absolvierte Einsätze in den Verwendungen der Marine (OEF & UNIFIL), der Spezialkräfte (OEF & ISAF) sowie der Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ISAF). Seine derzeitige Verwendung liegt im Bereich Spezialkräfte auf operativer Ebene (EinsFüKdoBw). Winfried Nachtwei Winfried Nachtwei leistete von 1965 bis 1967 seinen Wehrdienst und studierte anschließend Geschichte und Sozialwissenschaften in Münster und München. Er ist Mitgründer der Partei „Die Grünen“ in Münster. Von 1994 bis 2009 war er Mitglied des Deutschen Bundestages, des Verteidigungsausschusses und seit 2002 sicherheits- sowie abrüstungspolitischer Sprecher der Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen“. 2009 ist Nachtwei freiwillig aus dem Bundestag ausgeschieden und seitdem als sicherheitspolitischer Experte aktiv. Seit 2010 ist er unter anderem Mitglied des Beirats für Fragen der Inneren Führung und des Beirats Zivile Krisenprävention beim Auswärtigen Amt. Afghanistan besuchte er bisher 18 Mal. John A. Nagl Lieutenant-Colonel (ret.) Dr. John Nagl war bis 2008 Offizier in der US- Army. Als Offizier der Panzertruppe nahm er 1991 an der Operation Desert Storm teil. 1997 promovierte er am St. Anthony's College in Oxford. Zwischen September 2003 und September 2004 diente er erneut im Irak, wo er als Einsatzoffizier der Task Force 1-34 Armor mit den besonderen Herausforderungen der Aufstandsbewältigung konfrontiert wurde. Vor dem Hintergrund der kritischen Lage im Irak gehörte John Nagl 2006 zu dem Autoren-Team rund um General David Petraeus, welches mit dem Field Manual 3-24 die Counterinsurgency-Doktrin der US-Streitkräfte verfasste. John Nagl beendete seine militärische Laufbahn als Bataillonskommandeur. Von 2009 bis 2012 war er Präsident des Center for a New American Security (CNAS) in Washington D.C. Von 2012 bis 2013 war er Professor an der US-Naval Academy in Annapolis. Heute ist John Nagl der Direktor der Haverford Privatschule in Pennsylvania und Visiting Professor am King‘s College London. Er ist Mitglied Autorenverzeichnis 423 des Defense Policy Board im US-Verteidigungsministerium und des Council on Foreign Relations. John Nagl ist Autor der Bücher „Learning to Eat Soup with a Knife: Counterinsurgency Lessons from Malaya and Vietnam“ (University of Chicago Press, 2005) und „Knife Fights A Memoir of Modern War in Theory and Practice“ (Penguin Press, 2014). Stefan Oswald Dr. Oswald hat in Göttingen und Gießen Agrarwissenschaften studiert und wurde 1989 in Gießen promoviert. Seit 1984 ist er in der Entwicklungszusammenarbeit tätig im Zuge derer er von 1984 bis 1988 als Entwicklungshelfer des DED in Tansania tätig war. 1990 erfolgte sein Eintritt in das BMZ, wo er von 1990 bis 1992 im Sektorreferat Ländliche Entwicklung und internationale Agrarforschung tätig war. Von 1993 bis 1995 war er der persönliche Referent der Parlamentarischen Staatssekretäre Hans-Peter Repnik und Klaus- Jürgen Hedrich. Von 1995 bis 1996 war er erster Sekretär für Entwicklungspolitik an der Ständigen Vertretung bei der EU in Brüssel und anschließend von 1996 bis 1997 erneut der persönliche Referent des Parlamentarischen Staatssekretärs Klaus-Jürgen Hedrich. Im Zeitraum von 1997 bis 2001 erfolgte eine Beurlaubung zur GTZ als Auftragsverantwortlicher für Vorhaben des Ressourcenmanagements in Zimbabwe und der SADC-Region. In den Jahren von 2001 bis 2004 war er zuständig für Grundsatzfragen der FZ, die Zusammenarbeit mit der DEG und deren Zusammenführung mit der KfW. Darüber hinaus war er Beauftragter des BMZ für Harmonisierung und Aid Effectiveness. Von 2004 bis 2010 erfolgte eine erneute Beurlaubung als Entwicklungspolitischer Fraktionsberater. Daraufhin war er von 2010 bis zum Juni 2011 der Referatsleiter des Referats OECD/DAC und G7/G8/G20 sowie zuständig für die Zusammenarbeit mit anderen Gebern und die ODA-Statistik. Seit Juli 2011 arbeitet Dr. Oswald als Leiter des Referats Afghanistan/Pakistan und ist seit Mai 2004 stellvertretender Asienbeauftragter des BMZ. Wolf Plesmann Wolf Plesmann ist zurzeit Dozent im Fachbereich Sicherheitspolitik und Strategie an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Von 2010 bis 2014 war er in Afghanistan tätig, zunächst für ein Jahr bei der ISAF zur Unterstützung des afghanischen Friedens- und Reintegrationsprogramms (APRP), danach als Projekt- und Portfolioleiter der GIZ. Plesmann ist deutscher Volljurist mit Schwerpunkt im Völkerrecht. Er hat in Frankreich eine Licence en Droit sowie an der Harvard Kennedy School einen Master in Public Administration erworben. Stationen seiner Laufbahn im öffentlichen Dienst waren unter anderem die Leitung des Sicherheitsreferates im Bundeskanzleramt sowie die Koordinierung von Terrorismusbekämpfungsmaßnah- Autorenverzeichnis 424 men an der deutschen Vertretung bei der EU während der deutschen EU- Präsidentschaft. Hans-Joachim Ruff-Stahl Prof. Dr. Hans-Joachim Ruff-Stahl ist Oberstleutnant und gelernter Jagdflugzeugführer. Derzeit dient er in der politischen Abteilung des Verteidigungsministeriums. Er ist Absolvent des US Air War College und hat Masterstudien in Aeronautical Science und Strategic Studies abgeschlossen. Promoviert von der European Graduate School in Media and Communications und der Humboldt Universität zu Berlin im Bereich Kultur- und Politikwissenschaften. In Forschung und Lehre beschäftigt sich Prof. Dr. Ruff-Stahl mit den Themen Human Factors und Sicherheitswissenschaften als Honorarprofessor an der Embry-Riddle Aeronautical University. Einen Bereich von COIN durfte Ruff- Stahl aus nächster Nähe und in täglichen Verhandlungen mit afghanischen Partnern studieren, als er von Februar bis Mai 2014 für das Management des Mazar-e Sharif International Airport und die schrittweise Übergabe des Flughafens an afghanische Behörden zuständig war. Helge Rücker Oberstleutnant Helge Rücker ist seit 1983 Soldat und ausgebildeter Artillerist. Seit 2010 ist er am ZentrZMZBw (vormals CIMIC-Zentrum) in Verwendungen als Bereichsleiter und ZMZ-Stabsoffizier für Weiterentwicklung/Lehre tätig. Er hat insgesamt an sechs Einsätzen in Afghanistan zwischen 2005 und 2014 teilgenommen – stets in CIMIC-Funktionen (Truppführer CIMIC/ Abteilungsleiter J9/Angehöriger Abteilung J9). Marcus Schaper Dr. Marcus Schaper ist seit 2009 Studienleiter für Internationale Politik an der Evangelischen Akademie Loccum. Zuvor hat er vergleichende Politikwissenschaft am Reed College (Portland, Oregon) und der George Washington University (Washington, D.C.) gelehrt. Schaper hat bei der Weltbank gearbeitet und war Programm Manager für transatlantischen Politikdialog beim Aspen Institute Berlin. Sein Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und des öffentlichen Rechts hat ihn nach Potsdam und Maryland geführt. An der University of Maryland hat er in Government and Politics zu Umweltstandards für Exportkreditagenturen promoviert. Ulrich Schlie Dr. Schlie studierte Geschichte, Politik, Romanistik und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Erlangen-Nürnberg, Bonn und London (LSE). Im Jahr 1993 erfolgte der Eintritt in den Auswärtigen Dienst. Von 2005 bis 2012 war Autorenverzeichnis 425 er Leiter des Planungsstabes und von 2012 bis 2014 Politischer Direktor im Bundesministerium der Verteidigung. Seit August 2014 ist Dr. Schlie Weatherhead Fellow am Weatherhead Center der Harvard University (Cambridge, MA). Björn Schreiber Kapitänleutnant d.R. Björn Schreiber war von 2001 bis 2013 Zeitsoldat und fuhr vor seiner Verwendung im CIMIC-Zentrum der Bundeswehr als Wachoffizier auf Schnellbooten der Deutschen Marine. Schreiber hat 2006 einen Abschluss als Diplom-Pädagoge erworben und 2014 den postgraduierten Masterstudiengang „Friedensforschung und Sicherheitspolitik“ am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) abgeschlossen. In seiner Masterarbeit beschäftigte er sich mit dem Vergleich der Counterinsurgency-Doktrinen der USA in Vietnam und Irak/Afghanistan. Robin Schroeder Robin Schroeder, M.A. ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialwissenschaften sowie am Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel. Seine Forschungsschwerpunkte sind internationales Krisenmanagement sowie die Analyse politischer Gewalt und deren Ursachen in heutigen Konflikten. Insbesondere beschäftigt er sich hier mit dem Zusammenwirken von Sicherheit und Entwicklung in fragilen Staaten. Zwischen 2011 und 2013 leitete er im Auftrag des Bundesministeriums der Verteidigung ein Forschungsprojekt zur Counterinsurgency-Doktrin und der ressortübergreifenden Zusammenarbeit im Rahmen des deutschen Afghanistaneinsatzes. 2011 und 2012 führte er dazu Feldforschung in Afghanistan durch. Robin Schroeder studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Öffentliches Recht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und an der Indiana University in den Vereinigten Staaten. Hendrik Staigis Major i.G. Staigis trat 1998 als Offizieranwärter in die Panzergrenadiertruppe der Bundeswehr ein. Nach dem Studium der Staats- und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr in München folgten Führungsverwendungen in der Heeresaufklärungstruppe und die Ausbildung zum Generalstabsoffizier an der Führungsakademie der Bundeswehr von 2011–2013. Seit Oktober 2013 ist er eingesetzt als G3-Stabsoffizier im Leitungsbüro des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr. Staigis war im Auslandseinsatz in Afghanistan. Autorenverzeichnis 426 Gerald Stöter Gerald Stöter ist Diplom-Verwaltungswirt (FH) und pensionierter Polizeibeamter. Er war zuletzt Ministerialrat und Referatsleiter im Innenministerium von Sachsen-Anhalt. Zuvor hatte er Verwendungen auf verschiedenen Dienstposten in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, u.a. als Referent im Innenministerium, als Leiter Zentraler Einsatzdienst Magdeburg, Abteilungsleiter Polizei Halberstadt und Prorektor der Fachhochschule der Polizei Sachsen-Anhalt. Er hat umfangreiche Erfahrungen gesammelt in Auslandseinsätzen 2004/2005 für die OSZE in Kroatien und 2012 in der Republik Moldau, 2006/2007 als stellvertretender Leiter des deutschen Polizeiprojektes in Afghanistan, 2007/2008 im Planungsteam der EU in Brüssel zur Implementierung von EUPOL Afghanistan sowie 2013/2014 als Leiter des Sekretariates des Internationalen Polizeilichen Koordinierungsausschusses (IPCB) in Kabul/AFG. Christine Toetzke Christine Toetzke ist seit November 2014 als Leiterin Entwicklungszusammenarbeit (Head of Development Cooperation) an der Deutschen Botschaft Kabul. Davor war sie seit 2008 Leiterin des Referats „Frieden und Sicherheit“ im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Sie hat Ende 1990 ihr Diplom in Volkswirtschaftslehre an der Universität zu Köln gemacht und von 1991 bis 1992 am Postgraduiertenstudiengang des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) teilgenommen. Seit 1992 ist sie im BMZ tätig, unter anderem in den Arbeitsbereichen Nothilfe, Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und Personalwesen. 1997 bis 1998 war sie an der Ständigen Vertretung bei der EU in Brüssel. Christopher Urbas Christopher Urbas war von 2001 bis 2014 als Offizier in der Bundeswehr tätig (Enddienstgrad Hauptmann). In seinen letzten Funktionen innerhalb der Heeresaufklärungstruppe führte er u.a. einen Feldnachrichtenzug und eine Aufklärungskompanie im Auslandseinsatz in Afghanistan. Christopher Urbas ist seit seinem Dienstzeitende Beamter des Bundes und vorwiegend in Berlin tätig. Er studierte Pädagogik an der Universität der Bundeswehr in Hamburg sowie Verwaltungsmanagement an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl bei Köln. Florian Wätzel Florian Wätzel, M.A. hat Politikwissenschaft, Neueste Geschichte und Geographie in Kiel und Kopenhagen sowie Arabisch in Damaskus und Sanaa studiert. Von 2010 bis 2012 war er in der Unternehmensberatung tätig und unterstütze Unternehmen und Entwicklungshilfeorganisationen bei der Projek- Autorenverzeichnis 427 tumsetzung in Krisengebieten. Seit 2012 promoviert er am ISPK über jihadistische Gewaltakteure in Syrien und im Irak. Als Reserveoffizier absolvierte er Wehrübungen im In- und Ausland und konnte u.a. Erfahrungen in der Ausbildung ausländischer Partnerkräfte sammeln. Matthias Weber Major i.G. Weber trat 1996 zunächst als Gebirgsjäger in die Bundeswehr ein. 1999 erfolgte die Übernahme zum Offizieranwärter der damaligen Panzeraufklärungstruppe. Nach dem Studium der Staats- und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr in München folgten Führungsverwendungen in der Heeresaufklärungstruppe und die Ausbildung zum Generalstabsoffizier an der Führungsakademie der Bundeswehr von 2012 bis 2014. Seit Oktober 2014 ist Major Weber eingesetzt als G3-Stabsoffizier im Dezernat Zentralbereich/Parlamentarische Angelegenheiten des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr. Weber war in Auslandseinsätzen in Afghanistan, Bosnien und im Kosovo.

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Zusammenfassung

Der Stabilisierungseinsatz in Afghanistan hat die Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik so nachhaltig geprägt wie kein internationales Engagement zuvor. Der deutsche Beitrag zum Wiederaufbau des Landes war dabei von einem gesamtstaatlichen Ansatz geprägt, bei dem Sicherheit und Entwicklung ineinandergreifen sollten. Die Realität im Einsatzland stellte die deutschen Soldaten, Diplomaten, Entwicklungshelfer und Polizeiausbilder jedoch vor enorme Herausforderungen.

Das Ende des Mandats der internationalen Schutztruppe ISAF zum Jahreswechsel 2015 gibt Anlass, die hier gewonnenen Erfahrungen und Lehren der unterschiedlichen zivilen und militärischen Akteure festzuhalten. Vor dem Hintergrund einer bestenfalls gemischten Erfolgsbilanz, aber auch angesichts der aktuellen Krisen und Konflikte an den Rändern Europas, ist eine solche Aufarbeitung des Einsatzes von außerordentlicher Relevanz.

Der Sammelband bringt eine einzigartige Vielfalt an Perspektiven von einsatzerfahrenen militärischen und zivilen Führungskräften zusammen. Abgerundet wird das Bild durch Analysen der strategischen Konzepte, die den Einsatz prägten, der Perspektive aus den einzelnen Bundesministerien sowie der persönlichen Bilanz von bedeutenden politischen Entscheidungsträgern.

Mit Beiträgen von: Phillip Ackermann, Hans-Peter Bartels, Jörg Bentmann, Christian von Blumröder, Marcel Bohnert, Axel Dohmen, Udo Ewertz, Dirk Freudenberg, Hans-Werner Fritz, Axel Gablik, Dorothea Gieselmann, Volker Halbauer, Stefan Hansen, Jannis Jost, Bruno Kasdorf, Joachim Krause, Wolfgang Lauenroth, Winfried Nachtwei, John A. Nagl, Stefan Oswald, Wolf Plesmann, Hans-Joachim Ruff-Stahl, Helge Rücker, Marcus Schaper, Ulrich Schlie, Björn Schreiber, Robin Schroeder, Hendrik Staigis, Gerald Stöter, Christine Toetzke, Christopher Urbas, Florian Wätzel und Matthias Weber.