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Mathias Schmoeckel, Werner Schubert (Ed.)

Handbuch zur Geschichte des Notariats der europäischen Traditionen

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8329-4068-3, ISBN online: 978-3-8452-1862-5, https://doi.org/10.5771/9783845218625

Series: Rheinische Schriften zur Rechtsgeschichte, vol. 12

Bibliographic information

Zusammenfassung

Das Handbuch trägt die Forschungsergebnisse der 20 Referate zusammen, die im September 2007 auf einer internationalen Tagung zur Geschichte des Notariats in Bonn gehalten wurden. Am Beispiel des traditionellen juristischen Berufsbildes des Notars zeigt sich die Zusammengehörigkeit nationaler Rechtsentwicklungen im europäischen Kontext: So wäre ohne die Herausbildung des „lateinischen Notariats“ in Oberitalien die Entstehung des Notarberufs in ganz Europa bis zum 14. Jahrhundert nicht denkbar; das französische „Ventôse-Gesetz“ aus dem Jahr 1803 prägte nicht nur das Notariatsrecht Frankreichs sondern nahm darüber hinaus Einfluss auf die Ausprägung des Notarberufs in Süditalien, Polen, Spanien und Teilen Deutschlands. Die nationalen Entwicklungen verdeutlichen andererseits, wie heterogen die Stellung eines Notars sein konnte und welch unterschiedliche Erwartungen der Rechtsuchende an das Amt knüpfte. Das Spektrum reichte dabei vom einfachen Gerichtsschreiber bis hin zum unabhängigen, hoch qualifizierten Juristen. Neben der Darstellung der Rechtsentwicklung in 20 vornehmlich europäischen Staaten erhält der Leser einen Überblick über die neuere Historiographie zur internationalen Notariatsgeschichte.

References

Zusammenfassung

Das Handbuch trägt die Forschungsergebnisse der 20 Referate zusammen, die im September 2007 auf einer internationalen Tagung zur Geschichte des Notariats in Bonn gehalten wurden. Am Beispiel des traditionellen juristischen Berufsbildes des Notars zeigt sich die Zusammengehörigkeit nationaler Rechtsentwicklungen im europäischen Kontext: So wäre ohne die Herausbildung des „lateinischen Notariats“ in Oberitalien die Entstehung des Notarberufs in ganz Europa bis zum 14. Jahrhundert nicht denkbar; das französische „Ventôse-Gesetz“ aus dem Jahr 1803 prägte nicht nur das Notariatsrecht Frankreichs sondern nahm darüber hinaus Einfluss auf die Ausprägung des Notarberufs in Süditalien, Polen, Spanien und Teilen Deutschlands. Die nationalen Entwicklungen verdeutlichen andererseits, wie heterogen die Stellung eines Notars sein konnte und welch unterschiedliche Erwartungen der Rechtsuchende an das Amt knüpfte. Das Spektrum reichte dabei vom einfachen Gerichtsschreiber bis hin zum unabhängigen, hoch qualifizierten Juristen. Neben der Darstellung der Rechtsentwicklung in 20 vornehmlich europäischen Staaten erhält der Leser einen Überblick über die neuere Historiographie zur internationalen Notariatsgeschichte.