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Bernd Maelicke, Christopher Wein (Ed.)

Resozialisierung und Systemischer Wandel, page 1 - 14

1. Edition 2020, ISBN print: 978-3-8487-6719-9, ISBN online: 978-3-7489-0841-8, https://doi.org/10.5771/9783748908418-1

Bibliographic information
Bernd Maelicke | Christopher Wein [Hrsg.] Resozialisierung und Systemischer Wandel Resozialisierung und Systemischer Wandel Nomos Bernd Maelicke | Christopher Wein [Hrsg.] BUT_Maelicke_6719-9.indd 3 03.06.20 16:05 Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. ISBN 978-3-8487-6719-9 (Print) ISBN 978-3-7489-0841-8 (ePDF) 1. Auflage 2020 © Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2020. Gedruckt in Deutschland. Alle Rechte, auch die des Nachdrucks von Auszügen, der fotomechanischen Wiedergabe und der Übersetzung, vorbehalten. Gedruckt auf alterungsbeständigem Papier. Onlineversion Nomos eLibrary BUT_Maelicke_6719-9.indd 4 03.06.20 16:05 Vorwort Bereits im Vorwort zum Band 2016 „Komplexleistung Resozialisierung – Im Verbund zum Erfolg“ haben die beiden Herausgeber betont, dass ihr Werk selbst als Komplexleistung verstanden werden kann. Für diesen Band 2020 „Resozialisierung und Systemischer Wandel“ gilt dies um so mehr: die Einzelbeiträge von 22 AutorInnen wurden von den Herausgebern in eine Komplexleistung zusammengeführt. Die Analyse zeigt einen offenkundigen und übereinstimmenden Bedarf an systemverbessernden Aktivitäten, deshalb werden zugleich Vorschläge für die Entwicklung von qualitätssteigernden Netzwerken von der regionalen bis zur europäischen Ebene vorgelegt. Unser Dank gilt deshalb sowohl den AutorInnen aus den drei Ländern Schweiz, Österreich und Deutschland, die sich auf diesen Prozess eingelassen haben wie auch erneut den Fachreferenten der 16 Justizministerien der deutschen Bundesländer, die ihre Beiträge zur Umfrage zum Übergangsmanagement aktualisiert haben. Es liegt nun an den Akteuren in den diversen „Kriminalpolitischen Kraftfeldern“ ob, wo, wann und wie ein wirkungsvolles Gesamtsystem Integrierter Resozialisierung entstehen kann und wird. Für Bernd Maelicke ist dies sein letztes Fachbuch im Nomos-Verlag. Die Beziehung zu „seinem“ Hausverlag entstand 1988 mit der Gründung der „Neuen Kriminalpolitik“ (nunmehr im Jahrgang 32), es folgten ungezählte Textausgaben, Monographien, Handbücher (ab 1991 dann auch zu den Themen Sozialmanagement und Sozialwirtschaft). Sein Dank gilt insbesondere Volker Schwarz, Klaus Letzgus und Alfred Hoffmann – es waren und sind Verleger, die für ihre AutorInnen die notwendigen Freiräume zur Entfaltung und Darlegung ihrer Visionen und Botschaften geschaffen haben. Und viele Produkte waren nur möglich durch die Mitwirkung von weiteren AutorInnen und Mitstreitern, sodass ein tragfähiges Netzwerk mit den Zielen einer wirkungsorientierten und nachhaltigen Kriminalund Sozialpolitik entstanden ist. Belohnt haben dies zahllose Leserinnen und Leser – ihre Nachfrage und ihr Feedback waren und sind die Hauptmotivation für den immer wieder mit neuen Produkten verbundenen starken, aber auch freudemachenden Arbeitsaufwand. Dieses Buch entstand und wurde abgeschlossen, bevor die Corona-Krise ihre extrem einschneidenden Wirkungen voll entfaltet hat. Schon vor die- 5 ser Krise war der Bedarf an strukturellen Verbesserungen des Reso-Systems überdeutlich, in Folge der Krise wird diese Aufgabenstellung eher noch größer geworden sein. Wer hat den Mut und die Kraft zur „Großen Transformation“? „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“ Friedrich Hölderlin, 1803/1808 Bleiben Sie uns gewogen. Bernd Maelicke und Christopher Wein Hamburg / Kiel, im Frühjahr 2020 Vorwort 6 Inhalt Abbildungsverzeichnis 11 Einführung 15 GrundlagenA. Komplexleistung Resozialisierung und Systemischer Wandel1. 27 Bernd Maelicke Aktualisierte Länderumfrage: Übergangsmanagement – im Verbund zum Erfolg 2. 57 Christopher Wein Rechtliche Grundlagen der Resozialisierung3. 81 Viktoria Bunge RNR (Risk-Need-Responsivity) und GLM (Good Lives Modell) und ihre Rezeption in die Praxis 4. 101 Ralf Kammerer Desistance erkennen und unterstützen5. 119 Svenja Senkans Opferorientierung und ganzheitlicher Ansatz6. 135 Ute Ingrid Haas, Lena Hügel, Lisa Sabine Buhr Restorative Justice und Resozialisierung – Abgrenzung und Gemeinsamkeiten 7. 151 Otmar Hagemann 7 Systemischer Wandel durch Innovative ProjekteB. Erfahrungen mit den Restaurativen Dialogen in der Schweiz8. 183 Claudia Christen-Schneider Brücken ins Gemeinwesen, team 72, Zürich9. 189 Martin Erismann Sozialnetz-Konferenz – Ein neuer methodischer Ansatz in der österreichischen Bewährungshilfe 10. 201 Jürgen Kaiser Chancen eines familiensensibel ausgerichteten Gefängnisses am Beispiel des „Familienhauses Engelsborg“ in Kopenhagen 11. 213 Klaus Roggenthin Entwicklungsarbeit im Oblast Archangelsk12. 223 Wolfgang Gottschalk Gefangene helfen Jugendlichen13. 231 Volkert Ruhe Komplexleistung Resozialisierung im Jugendstrafvollzug in freien Formen 14. 241 Tobias Merckle Leonhard: Unternehmertum für Gefangene – ein innovatives Resozialisierungsprojekt im bayerischen Justizvollzug 15. 253 Bernward Jopen Resozialisierung und ÖffentlichkeitC. Resozialisierung – Medien- und Öffentlichkeitsarbeit16. 269 Michael Haas Inhalt 8 Resozialisierung und Marketing17. 297 Susanne Vaudt Den Systemischen Wandel strategisch steuernD. Resoz-Masterplan Zürich/Schweiz18. 317 Martin Erismann Netzwerk Kriminalpolitik in Österreich: Zehn Gebote guter Kriminalpolitik 19. 333 Alois Birklbauer, Wolfgang Gratz Reso-Agenda 2025 für den Stadtstaat Hamburg20. 351 Bernd Maelicke, Bernd-Rüdeger Sonnen Reso-Agenda 2025 für eine wissensbasierte und wirkungsorientierte Kriminal- und Justizpolitik in Deutschland 21. 355 Bernd Maelicke Systemischer Wandel auf europäischer EbeneE. Schlussfolgerungen des Rates der Europäischen Union zu alternativen Maßnahmen zum Freiheitsentzug 22. 361 Bernd Maelicke Fazit und AusblickF. Inhalt 9 AnhangG. Aus dem Amtsblatt der Europäischen Union vom 16.12.2019 (C422/9): Schlussfolgerungen des Rates der Europäischen Union zu alternativen Maßnahmen zum Freiheitsentzug A1. 369 Reso-Infoportal.deA2. 375 Autorinnen und Autoren 377 Inhalt 10 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1‑1: Komplexleistung Resozialisierung, siehe Maelicke/Wein 2016. 29 Abbildung 1‑2: Wirkungsorientierte Resozialisierung, siehe Gottschalk/Maelicke, in Maelicke/Wein, 2016. 29 Abbildung 1‑3: Umgang mit komplexen Situationen: 7 Schritte des ganzheitlichen Problemlösens, vgl. Gomez/ Probst 1987. 30 Abbildung 1‑4: Soziale Strafrechtspflege, vgl. Ostendorf 2005. 31 Abbildung 1‑5: Integrierte Resozialisierung, siehe Maelicke/Wein, 2016. 32 Abbildung 1‑6: Gesamtkonzept „Integrierte Resozialisierung“, siehe Maelicke/Wein, 2016. 34 Abbildung 1‑7: 3-Säulen-Modell, siehe Maelicke/Wein, 2016. 35 Abbildung 1‑8: Das Netzwerk Straffälligenhilfe in Baden-Württemberg, Quelle: Netzwerk Straffälligehilfe Baden-Württemberg. 40 Abbildung 1‑9: Kriminalpolitisches Kraftfeld, Maelicke, 2001. 45 Abbildung 4‑1: Persönlichkeits- und Sozialpsychologische Perspektive kriminellen Verhaltens, vgl. Andrews & Bonta, 2006, S. 139. 104 Abbildung 4‑2: Rahmenkonzept für bedürfnisorientierte Intervention, vgl. Ward & Stewart, 2003. 111 Abbildung 7‑1: Heuristik analytischer Ebenen der Restorative Justice nach Hagemann & Lummer (2012, S. 31). 155 11 Abbildung 7‑2: Abkehr von RJ bei nicht vertrauenswürdigen und nicht moralisch handelnden Akteuren nach Karp (2013, S. 20). 159 Abbildung 7‑3: McCold & Wachtel (2002) Restorative Justice Theorievalidierung nach Übersetzung von Hagemann (2011, S. 161). 160 Abbildung 7‑4: Idealtypische Klassifizierung von RJ-Praktiken nach restorativem Potential. 162 Abbildung 15‑1: Rückfallraten in Abhängigkeit von der gerichtlichen Folgeentscheidung nach einer erneuten Straftat innerhalb von drei Jahren nach Entlassung. 264 Abbildung 15‑2: Aufgaben und vereinbarte Stundenzahl der sechs Leonhard-Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent = 5,1). 264 Abbildung 17‑1: Marketing-Anwendungsfelder in sozialen Organisationen (eigene Darstellung). 299 Abbildung 17‑2: Stakeholder-Analyse am Bsp. des Angebotes eines Sozialen Kompetenztrainings eines Trägers der freien (Jugend-) Straffälligenhilfe (eigene Darstellung in Anlehnung an Meffert 2000, S. 27). 304 Abbildung 17‑3: Ansoff-Matrix zur Produkt-Markt-Entwicklung am Bsp. des Angebotes ‚Übergangsmanagement‘ (eigene Darstellung angelehnt an Bruhn 2012, S. 177). 305 Abbildung 17‑4: Leistungsprogramm der Komplexleistung Übergangsmanagement (eigene Darstellung angelehnt an Palmer 2001, S. 129 und Meffert/Bruhn 2006, S. 392). 311 Abbildung 18‑1: Drei Dimensionen der Resozialisierung nach Erismann (2011). 320 Abbildungsverzeichnis 12 Abbildung 18‑2: Mehrfaktorielle Resozialisierung nach Erismann (2019). 322 Abbildung 18‑3: Interventionsmodell Resozialisierung nach Erismann (2019). 330 Abbildung A2‑1: Banner – Reso-Infoportal.de. 375 Abbildungsverzeichnis 13

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Zusammenfassung

In Folge der weltweiten Corona-Krise gewinnen die Vorschläge zu einem „Systemischen Wandel“ auch in der Kriminal-, Justiz- und Sozialpolitik neue Bedeutung.

Dieser Band informiert über Masterpläne und Agenden der strategischen Steuerung von Innovationen in allen Arbeitsfeldern der Resozialisierung in einem Verbund von öffentlichen und privaten Trägern. In Österreich, der Schweiz und in Deutschland gibt es dazu konkrete Vorschläge von Fach- und Führungskräften und Experten der lokalen und nationalen Ebene, dies gilt auch für die internationale und europäische Dimension. Innovative Projekte weisen gesteigerte Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Gesamtkonzepten der ambulanten und stationären Resozialisierung nach.

Maelicke und Wein fordern im Übergang in eine Zeitenwende eine „Große Transformation“ und plädieren für einen nachhaltigen und wirkungsorientierten Umgang mit Tätern und Opfern.