Content

Elke Berger, Christoph Reichebner, Astrid Eriksen, Helena Aurich, Matthias Kretzler, Reinhard Busse, Wie digitalisiert ist die Gesundheitsversorgung in Dänemark im Vergleich zu Deutschland? in:

G&S Gesundheits- und Sozialpolitik, page 39 - 48

GuS, Volume 74 (2020), Issue 4-5, ISSN: 1611-5821, ISSN online: 1611-5821, https://doi.org/10.5771/1611-5821-2020-4-5-39

Browse Volumes and Issues: G&S Gesundheits- und Sozialpolitik

Bibliographic information
PDF download Citation download Share
39 THEMA 4-5/2020G+SDOI: 10.5771/1611-5821-2020-4-5-39 Wie digitalisiert ist die Gesundheitsversorgung in Dänemark im Vergleich zu Deutschland?* ELKE BERGER ET AL. Elke Berger, MPH, Christoph Reichebner, M. Sc, und Astrid Eriksen, M. Sc, sind wissenschaftliche Mitarbeiter*innen am Fachgebiet Management im Gesundheitswesen (MiG) an der TU Berlin Helena Aurich ist studentische Mitarbeiterin am Fachgebiet Management im Gesundheitswesen (MiG) an der TU Berlin Matthias Kretzler, MHMM ist Referent Krankenhaus und Innovation beim BKK Dachverband e. V., Berlin Prof. Dr. med. Reinhard Busse, MPH FFPH, ist Leiter des Fachgebiets Management im Gesundheitswesen (MiG) an der TU Berlin Während Dänemark im Bereich der Digitalisierung der Gesundheitsversorgung zu den Spitzenreitern weltweit gehört, liegt Deutschland hier weit abgeschlagen. Entsprechend befasst sich der Beitrag mit der Frage, wie digitalisiert die Gesundheitsversorgung Dänemarks im Vergleich zur deutschen ist und mit den Ausgangsbedingungen, die dafür nötig waren. Darüber hinaus wird eruiert, was Deutschland bei der Digitalisierung der Gesundheitsversorgung von Dänemark lernen könnte. Dabei wird auch dargestellt, dass in den letzten Jahren bereits wichtige Schritte in Richtung eines höheren Digitalisierungsgrads unternommen worden sind. 1. Einleitung Wir befinden uns im Zeitalter der Digitalisierung, die zunehmend alle Bereiche unseres Lebens betrifft und viele Veränderungen nach sich zieht. Diese Veränderungen zeigen sich in der Art und Weise, wie Menschen kommunizieren, sich informieren, konsumieren, soziale Kontakte pflegen, arbeiten oder mobil sind. Darüber hinaus zeigen sie sich in der Ausgestaltung der Gesundheitsversorgung, die durch Digitalisierung maßgeblich beeinflusst werden kann. Doch was meint eigentlich Digitalisierung? Obwohl sie in vollem Gange und in aller Munde ist, ist ihre Definition doch nicht ganz trivial. Das haben Wolf und Stroschen [1] in einem Artikel aus dem Jahr 2018 gezeigt, in dem sie vorhandene Definitionen gegen- über gestellt und schlussendlich eine eigene Definition vorgeschlagen haben, die in ihrer Einfachheit besonders treffend für das Gesundheitswesen scheint: „Wir sprechen von Digitalisierung, wenn analoge Leistungserbringung durch Leistungserbringung in einem digitalen, computerhandhabbaren Modell ganz oder teilweise ersetzt wird.“ Dabei umfasst Digitalisierung das gesamte Spektrum digitaler Lösungen wie etwa Telemedizin, eHealth oder Ambient Assisted Living (ALL) [2]. Innerhalb Europas sind es vor allem die nordischen Länder, die durch ihren hohen Digitalisierungsgrad – auch und insbesondere im Gesundheitswesen – eine Vorbildfunktion in Sachen Digitalisierung innehaben. Besonders hervor sticht hier das Beispiel Dänemarks, wo die Digitalisierung ein wichtiger Baustein bei der Konsolidierung der Krankenhauslandschaft war. Mit dieser beschäftigt sich das Konsortium rund um das Innovations- * Der Artikel ist im Rahmen des vom Innovationsfonds geförderten Projekts „Krankenhaus: Impulse für Deutschland aus Dänemark (K:IDD)“ entstanden. (FKZ: 01VSF18044) GuS_4-5_2020_Buch.indb 39 09.10.20 13:07 40 THEMA G+S 4-5/2020 Darüber hinaus gibt es eine Skala basierend auf dem Electronic Medical Record Adoption Model (EMRAM), mit deren Hilfe der Digitalisierungsgrad von Krankenhäusern ermittelt werden kann. Mit einem Wert von 2,3 von maximal 7 erreichbaren Stufen ist Deutschland weit abgeschlagen; Dänemark hingegen gehört mit einem Wert von 5,4 zu den Spitzenreitern [5]. Wie sich die Platzierung Dänemarks in den verschiedenen Bewertungssystemen auf das tatsächliche Versorgungsgeschehen von Patient*innen auswirkt, kann anhand folgender Fakten aus einem von der dänischen Gesundheitsbehörde veröffentlichten Bericht [6] nachvollzogen werden: ■ alle dänischen Hausärzt*innen besitzen eine elektronische Patient*innenakte ■ 98 % der Hausärzt*innen tauschen Akten auch elektronisch miteinander aus ■ Krankenhäuser leiten Testergebnisse ausschließlich digital an die Hausärzt*innen weiter ■ 99 % aller Verschreibungen erfolgen elektronisch ■ 97 % aller Überweisungen erfolgen elektronisch ■ alle Überweisungen zwischen Fachärzt*innen und Psycholog*innen erfolgen elektronisch Um all das umsetzen zu können, bedarf es jedoch auch bestimmter Ausgangsbedingungen technischer und gesellschaftlicher Natur, die im folgenden Abschnitt vergleichend zu Deutschland dargestellt werden sollen. 3.2 Ausgangsbedingungen für den Digitalisierungsgrad der Gesundheitsversorgung in Dänemark und Deutschland 3.2.1 Vertrauen und technische Affinität der Bevölkerung Ein hohes Vertrauen in den Staat und Offenheit gegenüber neuen Medien – das sind zwei Grundvoraussetzungen für einen hohen Grad der Digitalisierung in einer Gesellschaft. Die Dänen haben seit jeher ein hohes Vertrauen in den Staat und zeigen sich neuen Medien gegenüber offen. Das betrifft auch den älteren Teil der Bevölkerung, wie Ergebnisse einer Befragung zeigen. Haben im Jahr 2011 noch 44 % der Menschen zwischen 65 und 89 Jahren angegeben, das Internet noch nie genutzt zu haben, waren es im Jahr 2016 nur noch 19 % [7]. auf Informationen zurückgegriffen, die durch 17 Expert*inneninterviews gewonnen werden konnten und solche, die für den im Rahmen des Projekts erarbeiteten Kriterienkatalog zum Ländervergleich zusammengetragen worden sind. 3. Bestandsaufnahme der Digitalisierung der dänischen Gesundheitsversorgung im Vergleich zu Deutschland 3.1 Digitalisierungsgrad der Gesundheitsversorgung in Dänemark und Deutschland Da der Digitalisierungsgrad eines Landes an sich die Basis für eine Digitalisierung des Gesundheitssystems bildet, soll zunächst dieser für beide Länder thematisiert werden. Dafür wird der Digital Economy and Society Index (DESI) herangezogen, der von der Europäischen Kommission entwickelt wurde und verschiedene Aspekte wie Konnektivität, Nutzung des Internets durch Bürger*innen, oder die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung bzw. deren Leistungen umfasst. Unter den Mitgliedsstaaten der EU liegt Deutschland auf Rang 12 und Dänemark (nach Finnland und Schweden) auf Rang drei. Im Zeitverlauf konnte Deutschland hier zwar Lücken schließen, erreicht jedoch längst nicht das Niveau der Rangbesten, die auch zu den globalen Spitzenreitern zählen [3]. Um nun explizit den Digitalisierungsgrad im Gesundheitswesen zu ermitteln, stehen verschiedene Kennziffern zur Verfügung. Dazu zählt der Digital-Health-Index, der den Digitalisierungsgrad des gesamten Gesundheitssystems abbildet. In einer Studie der Bertelsmann-Stiftung aus dem Jahr 2018 befand sich Deutschland unter 17 untersuchten Ländern auf dem vorletzten Platz; Dänemark hingegen belegte nach Estland und Kanada den dritten Rang. Auch in den Subkategorien „Digital-Readiness“, „Policy-Aktivität“ und „Tatsächliche Datennutzung“ befindet sich Deutschland nur in der letztgenannten Kategorie nicht auf dem vorletzten, sondern drittletzten Platz [4]. Der Auswertung zufolge eint die Spitzenreiter das Aufweisen einer guten Strategie, einer starken politischen Führung und einer speziellen Institution auf nationaler Ebene. Wie genau das und weitere Aspekte der Digitalisierung in Dänemark ausgestaltet sind, soll im vorliegenden Artikel dargestellt werden. fonds-Projekt „Krankenhaus: Impulse für Deutschland aus Dänemark (K:IDD)“, zu dem nähere Informationen dem gleichnamigen Beitrag in diesem Heft entnommen werden können. Um auch im Hinblick auf die Digitalisierung des Gesundheitswesens Impulse für Deutschland zu generieren, zielt dieser Artikel darauf ab, Dänemarks Weg zu seinem hohen Digitalisierungsgrad zu beschreiben und darzustellen, welche Digitalisierungsstrategie das Land verfolgt und wie diese umgesetzt worden ist. Um das zu tun, wird zunächst ein Überblick über den Grad an Digitalisierung gegeben, sowohl in allgemeiner Hinsicht und unter Berücksichtigung der Affinität und Offenheit der Bevölkerung als auch in der Gesundheitsversorgung. Darüber hinaus werden Vor- und Nachteile der Digitalisierung aus verschiedenen Perspektiven wie etwa Patient*innen und Leistungserbringer berücksichtigt dargestellt, um so förderliche und hemmende Faktoren zu ermitteln. Das soll stets vergleichend zu Deutschland geschehen, dessen Stand der Digitalisierung jedoch als weitestgehend bekannt vorausgesetzt wird. Auch die aktuelle Situation rund um die COVID-19-Pandemie soll hier kurz thematisiert werden, weil sie die Notwendigkeit der Digitalisierung und gleichzeitig die Bereiche aufgezeigt hat, an denen es in Deutschland an genau dieser fehlt. Warum nun macht es überhaupt Sinn, Deutschland und Dänemark auch hinsichtlich der Digitalisierung miteinander zu vergleichen? Weil Dänemark einer der europäischen Vorreiter in Sachen Digitalisierung ist und es sich immer lohnt, von den Erfahrungen solcher Länder zu lernen. Ein weiterer Aspekt ist die Tatsache, dass wir es uns bei mit Dänemark vergleichbarer Wirtschaftskraft auch leisten können müssten, einen ähnlichen Stand der Digitalisierung zu haben. Nicht zuletzt, weil Deutschland das Land ist, in dem der erste Computer gebaut wurde und international als das Land der Innovationen gilt. 2. Methoden Der vorliegende Artikel umfasst einen beschreibenden Vergleich zweier Länder, für den verschiedene Methoden und unterschiedliche Datenquellen Anwendung finden. Es werden quantitative Kennzahlen aus frei zugänglichen Datenbanken bzw. -quellen (u. a. OECD, Digital Health Index, EMRAM) sowie Dokumente (u. a. Digitalstrategie Dänemarks) genutzt. Darüber hinaus wird GuS_4-5_2020_Buch.indb 40 09.10.20 13:07 41 THEMA 4-5/2020G+S Digitalstrategie von 2011-2015 war und u. a. die Implementierung eines gemeinsamen Medikationsplans (Fælles Medicinkort) vorangetrieben hat [13]. Als übergeordnete Institution ist die dem dänischen Finanzministerium untergeordnete Digitalisierungsbehörde (Digitaliseringsstyrelsen) verantwortlich für die Digitalisierung und für die Umsetzung der digitalen Ambitionen der Regierung im öffentlichen Sektor. Sie wurde im Jahr 2011 ins Leben gerufen, um die zur Modernisierung der dänischen Wohlfahrtsgesellschaft erforderlichen Digitalisierungsprozesse zu beschleunigen [14]. Um das tun zu können, erarbeitet die Digitalisierungsbehörde gemeinsam mit den Regionen und der Kommunalverwaltung eine Digitalisierungsstrategie, die in regelmäßigen Abständen überarbeitet und neu ausgerichtet wird. Im Bereich der Gesundheitsversorgung gibt es wiederum zwei für die Digitalisierung zuständige Institutionen, die jeweils der nationalen Gesundheitsbehörde zugehörigen Gesundheitsdatenbehörde (Sundhedsdatastyrelsen) untergeordnet und beratend tätig sind: (1) Ausschuss für Gesundheitsdaten und (2) Ausschuss für Gesundheits-IT. Der (1) Ausschuss für Gesundheitsdaten konzentriert sich auf Gesundheitsdaten in nationalen Gesundheitsregistern und klinischen Datenbanken wie dem nationalen Patient*innenregister und den Qualitätsdatenbanken. Sein Fokus liegt in erster Linie auf der Verwendung von Gesundheitsdaten für sekundäre Zwecke wie Qualitätsentwicklung, Management, Planung und Forschung. Der (2) Ausschuss für Gesundheits-IT konzentriert sich auf die Zusammenarbeit bei nationalen IT-Infrastrukturen und klinischen Systemen im Gesundheitsbereich, wie z. B. des gemeinsamen Medikationsplans und legt nationale Anforderungen und Standards in diesem Bereich fest. Der Ausschuss konzentriert sich vorrangig auf festem drahtlosem Breitband nicht existent ist (Inselkommune Fanø als Beispiel) [9]. In Deutschland zeigen Überprüfungen der Mobilfunknetzbetreiber zur Erfüllung der ab dem Jahr 2020 festgeschriebenen Versorgungsauflagen von bundesweit 98 % in Bezug auf die mobile Breitbandabdeckung, dass diese nicht annähernd erfüllt werden. Auch die geforderte 100%ige Abdeckung auf Bundesautobahnen und auf der Schiene wurde nicht erfüllt. Die Abdeckung mit mobilem Breitband ist in Deutschland nach wie vor regional unterschiedlich und variiert stark zwischen den Anbietern [10]. In 2019 stand 91,7 % der Haushalte in Deutschland ein Breitbandanschluss mit DSL, 66,8 % mit Kabel und 11,8 % mit Glasfaser zur Verfügung1. Hier zeigen sich deutliche Unterschiede in Bezug auf die Gemeindeprägung. Während im städtischen Raum eine Abdeckung von 99 % gegeben ist, sind es im halbstädtischen Raum 93,7 % und im ländlichen Raum sogar nur 81,9 %. Unterschiede zeigen sich auch zwischen den Bundesländern: Während die Verfügbarkeit in Hamburg und dem Saarland für 99,4 % der Haushalte gegeben ist, war dies nur für 81,5 % der Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern der Fall [11]. Vergleicht man die erzielten durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeiten der Internetanschlüsse im Festnetz, so ist die durchschnittliche Downloadrate in Dänemark mit 20,1 Mbit/s rund ein Viertel schneller als in Deutschland mit 15,3 Mbit/s [12] Im Vergleich beider Länder lässt sich festhalten, dass die technische Infrastruktur in Dänemark vor allem in Bezug auf mobiles Internet und die Nutzung von Glasfasertechnologie sowie hinsichtlich der tatsächlich erzielten Verbindungsgeschwindigkeiten weiter ausgebaut ist. 3.2.3 Politische Steuerung Seit 2001 wird die Digitalisierung des öffentlichen Sektors in Dänemark durch eine enge und verbindliche Zusammenarbeit zwischen Staat, Kommunen und Regionen vorangetrieben. Das ist insbesondere für jene Bereiche angezeigt, in denen Querschnittslösungen notwendig sind. Zu diesen Bereichen zählt auch die Gesundheitsversorgung, die einer der Schwerpunkte der Diese grundsätzliche Affinität der Dänen hat sich Dänemark für den öffentlichen Sektor zu Nutze gemacht und das Erledigen der meisten behördlichen Angelegenheiten (ca. 80 %) über die im Jahr 2007 eingeführte Plattform borger.dk zwischen 2012 und 2015 sukzessive verpflichtend für alle Bürger*innen gemacht. Die Plattform dient als Zugangspunkt für rund 2.000 behördliche Dienstleistungen, angefangen von der Anmeldung für die Kita über Umzugsanzeigen bis hin zum Hausarztwechsel und der Steuererklärung. Darüber hinaus ist der Empfang digitaler Post (über borger. dk) von öffentlichen Behörden seit Ende 2014 für alle dänischen Bürger*innen verpflichtend – Bescheide und Mitteilungen o. ä. in Papierform gibt es seither nicht mehr. Die Inhalte des Portals sind zudem je nach Nutzergruppe zugeschnitten und umfassen auch Erinnerungen, etwa die Rente zu beantragen. Ergebnissen einer Umfrage aus 2018 zufolge kennen 95 % der befragten Bürger*innen die Plattform und 93 % gaben an, sich im Umgang damit sicher zu fühlen. Die Zufriedenheit mit dem Portal lag bei 92,5 % [8]. Der Altersbericht in Deutschland zeigt hingegen, dass diese Bevölkerungsgruppe bereits weniger Zugang zum Internet hat: In der Altersgruppe von 67 bis 72 Jahren lag der Anteil von Menschen mit Internetzugang im Jahr 2017 bei 80,9 %, in der Altersgruppe von 73 bis 78 Jahren bei 64,4 % und bei den Menschen zwischen 79 und 84 Jahren bei nur noch 39,4 %. Auch im Hinblick auf die Digitalisierung des öffentlichen Sektors zeigt sich anhand der Subkategorie „Digital Public Services“ des DESI (siehe 1.1), dass Deutschland mit Platz 21 unter den europäischen Mitgliedsstaaten weit abgeschlagen liegt [3]. 3.2.2 Technische Voraussetzungen Für einen derartigen Digitalisierungsgrad wie in Dänemark ist aber nicht nur eine technische Affinität der Bevölkerung von Nöten, sondern auch die entsprechende technische Infrastruktur. Daten für Dänemark zeigen eine 100%ige Abdeckung des Landes mit mobilem Breitband, während es 93 % mit DSL, 72 % mit Glasfaser, 63 % mit Kabel und 11 % mit festem drahtlosem Breitband sind. Auch auf den Inseln zeigt sich eine ähnliche oder gar höhere Abdeckung mit Kabel und mobilem Breitband, wohingegen die Abdeckung mit Glasfaser geringer (66 %) und die mit 1 Ausgehend von >= 16 Mbit/s. Für einen Digitalisierungsgrad wie in Dänemark ist aber nicht nur eine technische Affinität der Bevölkerung von Nöten, sondern auch die entsprechende Infrastruktur. GuS_4-5_2020_Buch.indb 41 09.10.20 13:07 42 THEMA G+S 4-5/2020 Zuvor soll ein Überblick über weitere Meilensteine der Digitalisierung von Dänemarks Gesundheitsversorgung gegeben werden (Abbildung 1). Mit der Einführung der Regionalen Zusammenarbeit der Gesundheits-IT (Regionernes samarbejde om sundhedsit [RSI]) folgte im Jahr 2010 ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einer digitalisierten Gesundheitsversorgung. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Einrichtung der Regionen, deren Ziel es ist, digitale Maßnahmen und Innovationen zu stärken [23]. Im Jahr darauf erhielten die Bürger*innen mit der NemID persönlichen Zugang zur Kommunikationsplattform borger.dk (siehe 3.2.1). Im Jahr 2012 wurde der Rettungsdienst mit Tablets in den Fahrzeugen ausgestattet, sodass durch präklinische Datenübermittlung eine effiziente Notfallversorgung ermöglicht werden kann. Unter RSI wurde 2013 die erste Version der Gesundheitsakte (Sundhedsjournalen) implementiert. Krankenhäuser haben seitdem die Möglichkeit, innerhalb einer Region Patient*innendaten (z. B.Labortests, Krankenakten der Hausärzt*innen) über eine über sundhed.dk aufzurufen. In der präklinischen Versorgung ist seit 2014 ein regionsübergreifender Austausch möglich, was im Jahr 2017 in die Einführung einer neuen Version der Gesundheitsakte 2.0 (Sundhedsjournalen 2.0) mündete. Im gleichen Jahr wurde die gemeinsame Medikationsakte (Fælles Medicinkort) eingeführt. 2019 wurde eine neue verbesserte Version des nationalen Patient*innenregisters eingeführt, das u. a. einen Überblick über die Versorgungspfade von Patient*innen bietet und die Grundlage für eine bessere Patient*innensteuerung in der stationären Versorgung bildet [24]. Im gleichen Jahr erfolgte die Einführung der Applikation „Meine Gesundheit“ (Min sundhed), wo Patient*innen z. B. ihre eigenen Gesundheitsdaten oder nach entsprechender Autorisierung auch die von Familienangehörigen einsehen können. Darüber hinaus können Schließzeiten von Ärzt*innen eingesehen und auch Vollmachten hinterlegt werden [25]. Im Jahr 2020 wurde ein überregionaler IT-Rat ins Leben gerufen, dessen Aufgabe in der Nutzenbewertung von IT- Projekten der Regionen ab Projektkosten von 1,34 Mio. Euro (10 Mio. DKK) liegt [26]. Im Jahr 2021 ist die nationale Implementierung von Telemedizin für Schwangere und Patient*innen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) vorgesehen (siehe 1.3.3). Außerdem soll Im Bereich des Gesundheitswesens jedoch haben sich ähnliche Strukturen wie in Dänemark entwickelt und verschiedene dem BMG untergeordnete Institutionen gegründet, die sich dem Vorantreiben der Digitalisierung im Gesundheitswesen verschrieben haben. Dazu zählt etwa die Abteilung 5 Digitalisierung und Innovation des BMG, die 2018 ins Leben gerufen worden ist. Mit den zwei Unterabteilungen Digitalisierung und Innovation sowie gematik, Telematikinfrastruktur, eHealth ist sie u. a. zuständig für Grundsatzfragen neuer Technologien und Datennutzung sowie Grundsatzfragen der gematik, Telematikinfrastruktur und eHealth, Cybersicherheit und Interoperabilität und auch ein Nationales Gesundheitsportal [19]. Weiterhin soll die Digitalisierung im Gesundheitswesen auch durch die Einrichtung des hih- health innovation hub des BMG vorangetrieben werden. Seine Themenschwerpunkte sind elektronische Patient*innenenakte (ePA), Interoperabilität/ Datenformate, Künstliche Intelligenz(KI)-Applikationen, Digitale Anwendungen & Fast Track, Datenspende sowie Evaluation digitaler Anwendungen [20]. 3.3 Die Digitalisierung des dänischen Gesundheitswesens 3.3.1 Überblick über die Entwicklung Die Digitalisierung des dänischen Gesundheitswesens fand bereits in den 1970er Jahren und mit der Einführung erster Patient*innenverwaltungssysteme seinen Anfang. Einen Aufschub gab es dann in den 1990er Jahren, in denen erste einrichtungsübergreifende elektronische Gesundheitsakten für den ambulanten Bereich sowie elektronische interne Patient*innenakten für die Krankenhäuser entwickelt wurden [21]. Anfang der 2000er Jahre war das von MedCom (siehe 3.2.3) entwickelte Gesundheitsdatennetzwerk fast vollständig, sodass die Abwicklung der meisten Rezepte, Überweisungen, Entlassungsbriefe, Laborergebnisse und Erstattungen bereits auf elektronischem Weg erfolgen konnte und auch erfolgte. Und auch elektronische Akten gab es zu der Zeit bereits in vielen Hausarztpraxen und Krankenhäusern. All das mündete im Jahr 2003 schließlich in die Gründung des nationalen Patient*innenportals sundhed.dk, das im nächsten Abschnitt näher erläutert werden soll (ebd.). die Unterstützung der Verwendung und des Austauschs von Daten bei der direkten Versorgung von Patient*innen. Beide Institutionen arbeiten untereinander und auch mit der Digitalisierungsbehörde eng zusammen. Über die Jahre haben sich in Dänemark die folgenden drei Prinzipien herauskristallisiert, wenn es um die Digitalisierung des Gesundheitswesens geht: (1) Das Gesundheitswesen stellt eine herstellerneutrale Umgebung dar, d. h. jeder Leistungsanbieter kann Applikationen frei wählen. Der Datenaustausch unter der daraus resultierenden Vielfalt an nicht integrierten Systemen soll mithilfe national entwickelter und vorgeschriebener Austauschformate und -standards ermöglicht werden. (2) Alle Gesundheitsorganisationen müssen gemeinsam vereinbarte Schnittstellen, Standards, Terminologien und Klassifizierungen einhalten und implementieren, um sowohl die technische als auch die semantische Interoperabilität für Datenaustauschzwecke aufrechtzuerhalten. (3) Profile und Schnittstellen für die elektronische Kommunikation im Gesundheitswesen werden in einem Konsensprozess entwickelt [15]. In Deutschland gibt es keine Digitalisierungsbehörde, die sich ausschließlich der Digitalisierung widmet. Vielmehr sind es diverse Ministerien, die bisher mehr oder weniger koordiniert parallel an verschiedenen Themen zur Digitalisierung gearbeitet haben [16]. Die erste Digitale Agenda 2014-2017 baute auf den Berichten der Enquete- Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestages (2010- 2013) auf und gab erste Impulse für den digitalen Wandel. In der Legislaturperiode 2017-2021 wurde nun mithilfe einer „strategisch-kooperativen Methodik in mehreren Workshops“ durch alle Bundesministerien und dem Bundeskanzleramt eine Umsetzungsstrategie erarbeitet, die sich stärker an Nutzer*innen ausrichtet, regelmäßig überarbeitet und deren Umsetzungsstand transparent öffentlich gemacht wird. Die Strategie umfasst die Handlungsfelder (1) Digitale Kompetenz, (2) Infrastruktur und Ausstattung, (3) Innovation und digitale Transformation, (4) Gesellschaft im digitalen Wandel und (5) Moderner Staat [17]. Weiterhin gibt es im deutschen Bundestag den Ausschuss Digitale Agenda, in dem „die verschiedenen Aspekte der Digitalisierung und Vernetzung fachübergreifend diskutiert und entscheidende Weichen für den digitalen Wandel gestellt werden“ sollen [18]. GuS_4-5_2020_Buch.indb 42 09.10.20 13:07 43 THEMA 4-5/2020G+S bei Hausärzt*innen und dazu, die eigene Compliance bei der Medikamenteneinnahme zu überwachen. Auch bei der Suche nach Leistungserbringern ist sundhed.dk behilflich, indem sie Informationen über Wartezeiten für Operationen und Qualitätsbewertungen von Krankenhäusern bereitstellt. Daneben ist eine Registrierung als Organspender*in und das Hinterlegen einer Patientenverfügung möglich. Auch COVID-19-Testergebnisse werden auf der Plattform zur Verfügung gestellt. Für Akteure des Gesundheitssystems wiederum bietet das System nach entsprechender Identifizierung die gleichen Funktionen aus der jeweils anderen Perspektive. Behandler erhalten Zugriff auf personenbezogene Daten von Patient*innen, die sie aktiv behandeln. Ob und wann Behandler ebenfalls Daten eines*einer Patient*in eingesehen haben, können diese innerhalb einer Art Logbuch ebenfalls nachvollziehen – inklusive Art und Umfang der abgerufenen Daten [21, 27]. 3.3.3 Telemedizin Auch wenn telemedizinische Lösungen bereits seit 2008 ein wichtiger Bestandteil der Digitalstrategien Dänemarks waren, so wurde deren Einsatz erst mit dem nationalen Aktionsplan für Telemedizin wirklich Informationen aus der eigenen Krankengeschichte in der Gesundheitsakte (Sundhedsjournalen) gewährt wird. Die Gesundheitsakte umfasst einen Überblick über die neuesten über Patient*innen registrierten Informationen zu Behandlungen, Medikamenten oder auch Arzneimittelallergien. In der ebenfalls auf sundhed.dk hinterlegten elektronischen Krankenhausakte (e-journal) sind Informationen zu Behandlungen in den öffentlichen Krankenhäusern enthalten, wohingegen die elektronische Patient*innenakte (p-journal) Informationen zu ambulanten Behandlungen durch Hausärzt*innen, Physiotherapeut*innen oder auch Rehabilitationseinrichtungen enthält. Das p-journal wird allerdings noch nicht umfänglich genutzt, da insbesondere Hausärzt*innen Vorbehalte gegenüber der hohen Transparenz haben. Künftig ist hier ein höherer Durchdringungsgrad des p-journals angestrebt [28]. Darüber hinaus bietet die gemeinsame Medikamentenakte (Fælles Medicinkort) Angehörigen der Gesundheitsberufe Zugang zu einer vollständigen aktuellen Übersicht über verschreibungspflichtige Medikamente, die ein Patient erhält – unabhängig vom verschreibenden Leistungserbringer. Über das Portal sundhed.dk besteht die Möglichkeit, mit Ärzt*innen zu kommunizieren z. B. im Hinblick auf die Terminbuchung eine gemeinsame Datenkarte eingeführt werden, über die Patient*innen auch mit ihren Angehörigen kommunizieren können sowie ein gemeinsames Tagebuch, in dem bei Bedarf der tagesaktuelle Gesundheitszustand dokumentiert werden kann. 3.3.2 Das nationale Patient*innenportal sundhed.dk Seit seiner Implementierung im Jahr 2003 umfasst sundhed.dk die komplette medizinische Vorgeschichte inklusive aller Arzneimittelverschreibungen, Laborbefunde, Überweisungen und Arztberichte; Informationen zu Diagnostik und ambulanter Behandlung im Krankenhaus sind sogar rückwirkend bis 1977 enthalten. Dabei handelt es sich um ein öffentliches internetbasiertes Portal, das neben dem Zugang zu Krankenakten und Medikationsplänen auch qualitätsgesicherte Gesundheitsinformationen und Informationen zum dänischen Gesundheitssystem bietet. Es bietet eine gemeinsame Plattform zur Kommunikation und Datensammlung und soll durch maximale Einblicke und Transparenz dazu beitragen, Patient*innen in ihrer Selbsthilfefähigkeit zu fördern [27]. Für Bürger*innen hält die Plattform eine persönliche Seite vor, über die nach entsprechender Identifizierung Zugriff auf Abbildung 1: Weg der Digitalisierung in der dänischen Gesundheitsversorgung Quelle: Modifizierte und übersetzte Darstellung nach [22] GuS_4-5_2020_Buch.indb 43 09.10.20 13:07 44 THEMA G+S 4-5/2020 Einführung deutliche Probleme, darunter eine fehlerhafte und inkonsistente Dokumentation sowie Kodierung oder auch den Verlust von Anforderungen und Rezepten – u. a., weil das Personal der Krankenhäuser nicht ausreichend auf die Umstellung vorbereitet worden ist [30]. Auch vor dem Hintergrund des hier exemplarisch beschriebenen Optimierungspotentials gibt sich Dänemark mit dem Erreichten nicht zufrieden und möchte die Digitalisierung des Gesundheitssektors mit der 2018 veröffentlichten neuen Digitalstrategie noch weiter vorantreiben. 3.4 Dänische Strategie zur weiteren Digitalisierung des Gesundheitswesens Im Jahr 2017 hat sich Dänemark acht ambitionierte Gesundheitsziele gesetzt, die unter dem Motto “Bessere Kohärenz, höhere Qualität und größere geographische Gleichheit” zusammengefasst werden [31]. Diese resultieren u. a. daraus, dass die dänische Bevölkerung unzufrieden war mit der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren [7], welche einige der im Rahmen des Projekts K:IDD befragten Expert*innen ebenfalls als problematisch bezeichnet haben. Um deren Umsetzung zu unterstützen, wurde im darauf folgenden Jahr die neue Digitalisierungsstrategie für das Gesundheitswesen veröffentlicht [7]. Deren übergeordnetes Ziel ist es, die Akteure des Gesundheitswesens bei der Schaffung von Kohärenz über die Sektorengrenzen hinweg zu unterstützen. Die Kernelemente der neuen Digitalisierungsstrategie sind in Abbildung 2 dargestellt und sollen im Zeitraum zwischen 2018 und 2022 umgesetzt werden. Zunächst soll Digitalisierung dazu beitragen, die Patient*innen über den Zugang zu ihren Gesundheitsinformationen aktiver in die Behandlung einzubinden. So sollen sie dazu befähigt werden, als Expert*in ihrer eigenen Erkrankung agieren und den Behandlungsverlauf aktiv mitbestimmen zu können. Daneben sollen die Informationen so aufbereitet sein, dass sowohl Patient*innen als auch Leistungserbringer schnell und unkompliziert darauf zugreifen können, ohne sich durch unübersichtliche Strukturen „klicken“ zu müssen. Zugriff auf Patient*innendaten aus der Kommune haben, was aber andersherum nicht der Fall ist. Den befragten Expert*innen zufolge resultiert das vor allen Dingen aus einem noch nicht ausreichend gewachsenem Vertrauen in die Kommunen, die mit der Strukturreform „plötzlich“ ebenfalls für Gesundheitsleistungen (Prävention und Rehabilitation) zuständig wurden, ohne jedoch zu Beginn adäquat personell ausgestattet gewesen zu sein.2 Zwar besteht eine hohe Vernetzung, es mangelt jedoch an einer einheitlichen Kodierung und damit semantischer Interoperabilität über die Sektoren hinweg, sodass im Jahr 2018 nur rund 25 % der Leistungserbringer eine einheitliche Kodierung verwendet haben. Auch die tatsächliche Nutzung der Infrastruktur für die elektronischen Krankenhausakten (e-journalen) variiert von Region zu Region: Die Nutzungsraten reichen von 31 % in der Region Zentral-Dänemark über 62 % in der Hauptstadtregion und 80 % in der Region Süddänemark [28]. Darüber hinaus werden von Region zu Region unterschiedliche IT-Systeme für die elektronische Krankenhausakte (e-journale) genutzt, sodass der Datenaustausch etwa bei Verlegungen von Krankenhäusern in der einen Region in Krankenhäuser einer anderen erschwert wird. Über die Jahre hat sich die Anzahl der Systeme von 23 im Jahr 2007 auf vier im Jahr 2018 verringert; im Jahr 2021 sollen es nur noch zwei sein [22]. Vor dem Hintergrund haben die Hauptstadtregion und die Region Seeland 2012 die Organisation Sundhedsplatformen (Gesundheitsplattform) gegründet und damit beauftragt, ein neues IT-System für Krankenhäuser zu implementieren. Hierfür wurde im Jahr 2013 nach entsprechender Ausschreibung der US-amerikanische Anbieter Epic System Corp. gewählt, der im Jahr 2016 das erste Krankenhaus an Epic angeschlossen hat. Das System, an das im Verlauf der Jahre 2016 und 2017 alle weiteren Krankenhäuser der Regionen angeschlossen wurden, zeigte nach seiner vorangebracht. Der Plan wurde durch die dänische Regierung gemeinsam mit den Gemeinden und Regionen entwickelt und umfasste eine Auswahl von fünf großen Telemedizin-Initiativen, die es hinsichtlich ihrer Effektivität und Skalierbarkeit zu testen galt [15]. Eine dieser Initiativen war ein Home-Monitoring von Patient*innen mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) in der Region Norddänemark, an der die Regionen, Kommunen und Hausärzt*innen beteiligt waren. Im Rahmen des Projekts, dessen Effektivität im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Studie untersucht wurde, wurden Patient*innen mit Geräten zur Messung von Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz, Blutdruck und Gewicht und einem Tablet ausgestattet, um die erfassten Werte an das Studienpersonal zu übermitteln. Eine positive Evaluation hat dazu geführt, dass das Projekt auf nationaler Ebene implementiert werden soll. Gleiches gilt für ein telemedizinisches Assessment von Geschwüren, das im Jahr 2017 erfolgreich skaliert und im ganzen Land eingeführt worden ist (ebd.). Darüber hinaus wurden ebenfalls im Rahmen des Aktionsplans Telemedizin drei Telemedizin-Zentren mit unterschiedlichen Schwerpunkten gegründet, um so zielgerichtet und mit gebündelter Expertise den Ausbau telemedizinischer Leistungen voranzubringen (ebd.). Auf der von MedCom seit 2013 betriebenen Plattform telemedicinsk-landkort.dk (telemedizinische Landkarte) müssen sich telemedizinische Projekte registrieren. Aktuell sind dort 333 Projekte verzeichnet [29]. Trotz des beschriebenen Vorsprungs zeigen sich jedoch auch in Dänemark Schwierigkeiten im Hinblick auf die digitalisierte Gesundheitsversorgung. Diese sollen im nächsten Abschnitt exemplarisch dargestellt werden. 3.3.4 Potentiale in Dänemarks digitalisierter Gesundheitsversorgung Sowohl in den Interviews mit dänischen Gesundheitsexpert*innen als auch in einem digitalen Ländervergleich aus dem Jahr 2018 [28] zeigte sich, dass es trotz des hohen Digitalisierungsgrads durchaus noch Verbesserungspotentiale gibt. Dies gilt insbesondere in der Kommunikation zwischen Hausärzt*innen und Kommunen, wo zwar die Hausärzt*innen Dänemark will die Digitalisierung des Gesundheitssektors mit der neuen Digitalstrategie von 2018 weiter vorantreiben. 2 Weitere Informationen zur Strukturreform im Beitrag Jahrzehnte der Transformation – Eine Analyse von Dänemarks Struktur- und Krankenhausreform in diesem Heft. GuS_4-5_2020_Buch.indb 44 09.10.20 13:07 45 THEMA 4-5/2020G+S Darüber hinaus wurde die (weitere) Digitalisierung in beiden Ländern deutlich durch die Pandemie vorangetrieben. So wurde sowohl in Deutschland als auch in Dänemark stark bzw. stärker auf telemedizinische Lösungen wie Videosprechstunden zurückgegriffen, um persönliche Kontakte zu meiden und dabei dennoch die medizinische Behandlung sicherzustellen. 3.6 Was bringt eine digitalisierte Gesundheitsversorgung den Patient*innen und Leistungserbringern und gibt es Risiken? Einige der Vorteile einer digitalisierten Gesundheitsversorgung wurden bereits in den beiden vorherigen Abschnitten dargelegt, etwa eine Stärkung der Selbsthilfefähigkeit von Patient*innen, indem sie aktiv in ihre Behandlung eingebunden werden können. So können insbesondere chronisch Kranke gestärkt werden. Darüber hinaus können digitale Lösungen wie ein gemeinsamer Medikationsplan gefährliche Wechselwirkungen von Medikamenten verhindern und Behandler sich durch elektronische Patient*innenakten schneller ein Bild machen, als das durch Berichte der Patient*innen oder das Lesen analoger Epikrisen möglich ist. Telemedizin ermöglicht die Verbindung von Ärzt*in und Patient*in unabhängig von deren Ort, was insbesondere für ländliche Regionen einen großen Zugewinn bringen kann [4]. Natürlich kann und soll das den persönlichen Kontakt nicht ersetzen, jedoch auch in der Krise eine gute Ergänzung sein. Das zeigen etwa die Ergebnisse von Fokusgruppen, die im Rahmen der HTA-Berichterstellung zu nicht medikamentösen Maßnahmen in suizidalen Krisen bei unipolarer Depression durchgeführt worden sind. Hier gaben die Teilnehmer*innen (Angehörige und Betroffene) an, den persönlichen Kontakt zu bevorzugen, jedoch auch für digitale Lösungen offen zu sein [35]. Das erfordert aber auch eine Stärkung von Affinität sowie Health Literacy bei der Bevölkerung [36], worauf auch das BMG mit seiner Agenda Digitale Gesundheit 2025 einen Fokus setzt. Die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig und hilfreich digitale Lösungen gerade in der Gesundheitsversorgung sein können und, dass Deutschlands Gesundheitsakteure und Patient*innen hierfür auch durchaus offen sind. Darüber hinaus hat Dänemark auch gezeigt, dass die Digitalisierung ein wesentlicher Baustein Gesetze mit Bezug zu Gesundheitsdaten in Papierform geherrscht haben. Der letzte Aspekt in der Strategie zur Förderung der Digitalisierung im Gesundheitswesen befasst sich mit dem Fortschritt und dem Weg zu einem einheitlichen bzw. harmonisierten System, dessen Kompatibilität unabhängig vom Betreiber einer digitalen Gesundheitslösung sein soll. Um das zu erreichen, werden Anforderungen von Beginn an transparent gemacht, sodass sich Betreiber daran ausrichten können. Insgesamt sollen lokal gut funktionierende Anwendungen schneller auch national ausgerollt werden und Patient*innen und Akteure des Gesundheitswesens davon profitieren können. 3.5 Exkurs: COVID-19 Dänemark und Deutschland haben Mitte Juni fast zeitgleich eine Applikation für mobile Endgeräte (App) zur Kontaktverfolgung eingeführt. In Dänemark hat die Entwicklung der App Kosten in Höhe von etwa 1,34 Mio. Euro (10 Mio. DKK) verursacht [32]. Im Vergleich dazu lagen die Entwicklungskosten in Deutschland bei rund 15 Mio. Euro [33] und damit zehnmal höher als in Dänemark. Auch die dänische Applikation namens Infektions- Stop (Smitte|stop) ist freiwillig und die Nutzerzahlen liegen bei 824.000 Downloads in Dänemark (Stand 30. Juli 2020), also rund 14.000 Downloads je 100.000 Einwohner*innen und in Deutschland bei 16,4 Mio. Downloads (Stand 4. August) [34]. Mit entsprechend rund 20.000 Downloads je 100.000 Einwohner*innen zeigte sich die deutsche Bevölkerung hier gegenüber der Applikation zur Kontaktverfolgung offener als die dänische. Das betrifft auch die Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren, die durch digitale Lösungen vereinfacht werden soll. Statt einer Übermittlung von Nachrichten oder Befunden von einem System in ein anderes (z. B. von Region zu Kommune) wird deren Harmonisierung angestrebt, sodass diese Informationen vom lokalen IT-System gesendet und abgerufen werden können. Durch diese Aspekte soll gewährleistet sein, dass digital verfügbare Daten tatsächlich hilfreich sind im täglichen Behandlungsgeschehen. Der Aspekt der Prävention umfasst sowohl die Primär- als auch Sekundärprävention und Früherkennung von Erkrankungen, die durch den noch höheren und zielgerichteten Einsatz digitaler Lösungen inklusive Machine Learning und Künstlicher Intelligenz (KI) gestärkt werden soll. Konkret beinhaltet das etwa einen Ausbau telemedizinischen Monitorings in der Häuslichkeit oder in Pflegeeinrichtungen, z. B. im Hinblick auf Wundmanagement oder Diabetes-Kontrolle, oder auch automatisierte Erinnerungssysteme für Impfungen oder Screening-Programme. Ein weiteres Kernelement der dänischen Digitalstrategie ist die Datensicherheit. Hier geht es darum, dass hohe Vertrauen der Dänen in digitale Anwendungen kontinuierlich hoch zu halten, indem die Datensicherheit stets den aktuellsten Anforderungen entsprechend angepasst und sichergestellt wird. Angesichts einer zu diesem Zeitpunkt schon weit voran geschrittenen Digitalisierung des Gesundheitswesens hat die Regierung im Jahr 2017 Prinzipien zum Umgang mit Gesundheitsdaten veröffentlicht. Dadurch sollten Rechtsunsicherheiten der Gesundheitsakteure beseitigt werden, die durch Abbildung 2: Kernelemente der Digitalstrategie für das Gesundheitswesen in Dänemark Quelle: Eigene Darstellung nach [7] GuS_4-5_2020_Buch.indb 45 09.10.20 13:07 46 THEMA G+S 4-5/2020 In Dänemark sind alle telemedizinischen Projekte in einer Datenbank gelistet (telemedicinsk-landkort.dk). In Deutschland gibt es auch entsprechende Datenbanken, die Registrierung ist jedoch auf freiwilliger Basis. Dazu zählt etwa das Vesta-Informationsportal, bei dem sich etwa 1203 telemedizinische Projekte registriert haben [40]. Verschiedene Studien [41] [42] haben jedoch ergeben, dass die Informationen in dieser und anderen Datenbanken lückenhaft sind und längst nicht jedes telemedizinische Projekt dort gelistet ist. Demnach ist also nicht nur die telemedizinische Infrastruktur, sondern auch ein Überblick über diese in Dänemark umfassender als in Deutschland vorhanden. Dabei bildet ein Gesamtüberblick die Grundvoraussetzungen für eine koordinierte und gesteuerte telemedizinische Versorgungslandschaft, etwa auch um unnötige Parallelstrukturen zu vermeiden. Was nun kann Deutschland von Dänemark lernen und warum sollte es? Analysen McKinseys zufolge birgt die Digitalisierung des Gesundheitssystems ein Nutzenpotential von 34 Mrd. Euro [43], darüber hinaus kann sie dazu beitragen, dass Gesundheitssystem nicht nur effizienter, sondern auch kohärenter zu gestalten. Weitere Gründe wurden bereits im vorhergehenden Abschnitt aufgeführt. Grundsätzlich zeigt das Nachbarland eine entschlossenere und damit auch schnellere Umsetzung, nicht nur im Bereich der Digitalisierung.4 Wie Tabelle 1 zeigt, hat die politische Steuerung der Digitalisierung in Dänemark sehr viel früher begonnen und ist insgesamt stärker ausgeprägt als in Deutschland. So wurde in Dänemark bereits früh mit der Formulierung und Verfolgung einer Digitalisierungsstrategie begonnen, wohingegen Deutschland eine solche erst in den letzten Jahren formuliert hat. Darüber hinaus gibt es in Dänemark eine dedizierte Behörde, die ausschließlich für Fragen der Digitalisierung zuständig ist – das bringt natürlich auch die Digitalisierung des Gesundheitswesens voran. Wie in einem Ländervergleich zur Digitalisierung der Gesundheitsversorgung bereits konstatiert wurde [4], sind dies Medicinkort) zugreifen können. Auch wenn die elektronische Patient*innenakte der Hausärzt*innen (p-journalen) dort noch nicht in vollem Umfang integriert ist, so ist Dänemark hier doch deutlich weiter. In Deutschland gibt es seit 2015 die elektronische Gesundheitskarte und erst seit 2017 erfolgt eine bundesweite Implementierung der Telematik-Infrastruktur, an die nun im Jahr 2020 auch Apotheken und bis 1. Januar 2021 Krankenhäuser angeschlossen werden sollen. Die Einführung eines elektronischen Medikationsplans ist ebenfalls für dieses Jahr vorgesehen und am 1. Januar 2021 auch die der elektronischen Patient*innenenakte (ePA) [37]. Während die technische Interoperabilität dänischer Krankenhäuser als hoch zu bezeichnen ist, findet die Kommunikation zwischen deutschen Leistungserbringern auch heute noch hauptsächlich mittels Telefon, Post oder Fax statt. Abhilfe soll künftig über eine gemeinsame Kommunikationsplattform über das Netzwerk der Telematik- Infrastruktur geschaffen werden [5]. Weiterhin fehlt es laut einer repräsentativen Befragung von Krankenhäusern an finanziellen Mitteln, um eine umfassende Digitalisierung vorzunehmen. Mitunter sei die IT-Infrastruktur veraltet, IT-Fachpersonal und IT-Fachwissen des Krankenhauspersonals nicht ausreichend vorhanden. Außerdem fehle eine nachhaltige Digitalisierungsstrategie und auch telemedizinische und telematische Lösungen werden nur selektiv eingesetzt [38]. Ein Grund dafür sind die bisher noch mangelhaft ausgeprägten Vergütungsstrukturen für Telemedizin [39]. bei der (auch in Deutschland notwendigen) Konsolidierung der Krankenhauslandschaft sein kann, etwa wenn es um die Kompensation weiterer Anfahrten durch technische Lösungen wie die Übermittlung prähospitaler Daten ans Krankenhaus im Notfall geht. Vor dem Hintergrund der Sensibilität von Gesundheitsdaten dürfen datenschutzrechtliche Aspekte zu deren Schutz natürlich nicht außer Acht gelassen werden, wobei die Balance zwischen Schutz und Nutzung von Daten in Dänemark scheinbar besser gelingt als in Deutschland. Dies jedoch weiter auszuführen, würde hier den Rahmen sprengen. 3.7 Status quo der digitalen Gesundheitsversorgung in Deutschland – Möglichkeiten, von Dänemark zu lernen In den Abschnitten 1.1 und 1.2 sowie 1.5 wurde die Digitalisierung Deutschlands der von Dänemark gegenübergestellt. Ergebnisse dieses Vergleichs sind in Tabelle 1 dargestellt. Insbesondere die Platzierungen innerhalb der unterschiedlichen Bewertungssysteme verdeutlichen, dass Dänemark Deutschland in vielen Aspekten der Digitalisierung (des Gesundheitswesens) weit voraus ist. Das Flaggschiff und Vorzeigeobjekt der digitalisierten Gesundheitsversorgung in Dänemark ist das in Abschnitt 1.3.2 vorgestellte nationale Patient*innenportal sundhed.dk, über das Patient*innen und Leistungserbringer auf die elektronische Krankenhausakten (e-journalen) und die gemeinsame Medikamentenakte (Fælles 3 Stand September 2019; eigene Zuordnung zur Kategorie Telemedizin. 4 Siehe Artikel Zentralisierung und Spezialisierung – Dänemarks Spezialisierungspläne als strategisches Planungs- und Steuerungsinstrument am Beispiel der Krebsbehandlung in dieser Ausgabe. Tabelle 1: Vergleich der Digitalisierung des Gesundheitswesens zwischen Deutschland und Dänemark Dänemark Deutschland DESIa Platz 3/28 Platz 12/28 Digital-Health-Indexb Platz 3/17 Platz 16/17 EMRAM-Skalac Platz 1/8 Platz 7/8 Nationale Digitalstrategie ja (seit 2001) ja (seit 2014) Nationale Digitalstrategie Gesundheit ja (seit Ende der 90er Jahre) ja (seit 2020) Behörde für Digitalisierung ja nein Elektronische Patientenakte ja nein (ab 2021) Datenbank zu telemedizinischen Projekten verpflichtend ja Nein telemedizinische Leistungen im Leistungskatalog ja vereinzelt Anmerkungen: a: EU-Mitgliedsstaaten; b: 14 EU-Mitgliedsstaaten und 3 andere OECD- Länder; c: AT, DE, DK, ES, NL, TR, UK, USA Quelle: Eigene Darstellung GuS_4-5_2020_Buch.indb 46 09.10.20 13:07 47 THEMA 4-5/2020G+S Dänemark insbesondere bei den ersten Schritten hin zur Digitalisierung des Gesundheitswesens von Nöten war: So wurde etwa das von MedCom aufgebaute Gesundheitsdatennetzwerk in seinen frühen Entwicklungsstufen kaum von den Akteuren im Gesundheitswesen genutzt. Statt jedoch aufzugeben hat die dänische Gesundheitsbehörde die Förderung für MedCom verlängert und damit dazu beigetragen, dass Dänemark heute eine der besten digitalen Infrastrukturen im Gesundheitswesen aufweist und die Plattform sundhed.dk weltweit als Best- Practice-Beispiel angesehen wird. All das scheint nun in Deutschland auch langsam möglich, wenn die Gesundheitspolitik weiterhin so zielstrebig sowie mit klarer Strategie vorgeht und zugleich die Bevölkerung und Leistungsanbieter systematisch einbezieht. 5. Fazit und Ausblick Die aktuelle Situation rund um die CO- VID-19-Pandemie zeigt, wie wichtig und hilfreich digitale Lösungen gerade in der Gesundheitsversorgung sein können und dass Deutschlands Gesundheitsakteure und Patient*innen hierfür auch durchaus offen sind. Während Dänemark bereits einen langen und teilweise steinigen Weg hin zu einem hohen Digitalisierungsgrad der Gesundheitsversorgung hinter sich gebracht hat, beginnt dieser Weg nun für Deutschland, wo politische Entscheidungsträger*innen in den letzten Jahren und durch die Pandemie umso deutlicher erkannt haben, wie notwendig die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung und ihre politische Steuerung ist. ■ können. Eine Evaluation des Digitalisierungsgrads der Krankenhäuser ist zum 30. Juni 2021 und zum 30. Juni 2023 vorgesehen [45]. 4. Diskussion Ländervergleiche unterliegen diversen Problemen, sodass selbst Best-Practice- Beispiele aus anderen Ländern nicht ohne weiteres übernommen werden können, da sie stets den nationalen Gegebenheiten angepasst werden müssen. Die Ausführungen haben gezeigt, dass sich die Ausgangsbedingungen für die Digitalisierung des Gesundheitswesens in Dänemark deutlich von denen in Deutschland unterscheiden: Die technische Infrastruktur ist in Dänemark besser als in Deutschland, die technische Affinität der dänischen Bevölkerung ist höher als die der deutschen und auch die politische Steuerung ist mit länger existierenden nationalen Digitalisierungsstrategien und einer ausgewiesenen Digitalisierungsbehörde stärker ausgeprägt als in Deutschland. Dass dies jedoch keine naturgegebenen Ausgangsbedingungen sind, ist ebenfalls augenscheinlich. Auch Dänemark hat einen langen Weg hinter sich, um diese Ausgangsbedingungen zu schaffen und die Digitalisierung Schritt für Schritt voranzubringen. Dabei ist Dänemark entschlossen vorgegangen und hat gezeigt, dass es das Thema Digitalisierung insbesondere im Bereich der Gesundheitsversorgung nicht als Problem, sondern als Chance sieht, die mithilfe zielgerichteter Strategien und im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ergriffen wird. Dazu gehört auch ein lösungsorientierter Umgang mit Problemen, der in u. a. Gründe für den starken Digitalisierungsgrad des öffentlichen Sektors und der Gesundheitsversorgung, der sich auch in den deutlich besseren Platzierungen in den Bewertungssystemen DESI, Digital- Health-Index und EMRAM-Skala niederschlägt. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung forderte in seinem Jahresgutachten 2017/18 eine größere Innovationsoffenheit im Gesundheitswesen, um hier den Rückstand Deutschlands in Sachen Digitalisierung abzubauen. So könne nicht nur unmittelbar die Versorgung, sondern auch die Datenlage für die Versorgungsforschung verbessert werden, die perspektivisch wiederum zu einer qualitativ hochwertigeren und effizienteren Behandlung beitragen könne [44]. Wie unter 3.3.3 beschrieben, zeigt sich seit 2018 deutliche Bewegung im Bereich Digitalisierung – sowohl allgemein als auch bezogen auf das Gesundheitssystem. Insbesondere in den letzten beiden Jahren gab es im Hinblick auf die Digitalisierung des Gesundheitswesens in der Gesetzgebung viel Bewegung (siehe Abbildung 3). Auch das geplante Krankenhauszukunftsgesetz stimmt optimistisch: Es umfasst einen Krankenhauszukunftsfonds (KHZF) in Höhe von 3 Mrd. Euro und ist u. a. darauf ausgerichtet, eine bessere digitale Infrastruktur zu schaffen und etwa die elektronische Dokumentation von Pflege- und Behandlungsleistungen, ein digitales Medikationsmanagement und Maßnahmen zur IT-Sicherheit sowie sektorenübergreifende telemedizinische Netzwerkstrukturen zu ermöglichen. Weiterhin sollen auch Maßnahmen im Hinblick auf das entsprechende Personal über den KHZF finanziert werden Abbildung 3: Gesetze zur Digitalisierung der Gesundheitsversorgung in Deutschland Quelle: Eigene Darstellung GuS_4-5_2020_Buch.indb 47 09.10.20 13:07 48 THEMA G+S 4-5/2020 Literatur [1] Wolf T, Strohschen J-H (2018) Digitalisierung: Definition und Reife. Quantitative Bewertung der digitalen Reife. Informatik Spektrum 41:56–64 [2] Leppert F, Greiner W (2015) Taxonomie eHealth, Bielefeld: Universität Bielefeld [3] European Comission (2020) The Digital Economy and Society Index (DESI). DESI 2020. https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/ desi. Zugegriffen: 26. August 2020 [4] Bertelsmann Stiftung (2018) Digitale Gesundheit: Deutschland hinkt hinterher. https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/ themen/aktuelle-meldungen/2018/november/ digitale-gesundheit-deutschland-hinkthinterher/. Zugegriffen: [5] Stephani V, Busse R, Geissler A (2019) Benchmarking der Krankenhaus-IT: Deutschland im internationalen Vergleich. In: Klauber J, Geraedts M, Friedrich J, Wasem J (Hrsg) Krankenhaus-Report 2019. Das digitale Krankenhaus. SpringerOpen, Berlin, S 17–32 [6] Ministry of Health and Prevention (2016) Healthcare in Denmark. An overview. Ministry of Health [7] Ministry of Health, Ministry of Finance, Danish Regions, Local Government Denmark (2018) A Coherent and Trustworthy Health Network for All. Digital Health Strategy 2018- 2022. https://sum.dk/Aktuelt/Publikationer/~/ media/Filer%20-%20Publikationer_i_pdf/ English/2018/A-coherent-and-trustworthyhealth-network-for-all-jan-2108/A-coherentand-trustworthy-health-network-jan-2018.pdf [8] Digitaliseringsstyrelsen (2020) Borger. dk – the public-sector citizien portal. https:// en.digst.dk/digitisation/national-citizenportal/. Zugegriffen: 27. August 2020 [9] Energistyrelsen (2020) Tjekditnet. https:// tjekditnet.dk/nøgletal. Zugegriffen: 27. August 2020 [10] Bundesnetzagentur (2020) Ende der Frist zur Erfüllung der Versorgungsauflagen aus der Auktion 2015. Netzbetreiber legen Versorgungsberichte vor – Bundesnetzagentur überprüft diese kritisch, Bonn [11] BMVI (2020) Aktuelle Breitbandverfügbarkeit in Deutschland (Stand Ende 2019). Erhebung der atene KOM im Auftrag des BMVI [12] Statista (2020) Durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit der Internetanschlüsse in den führenden Ländern weltweit im 1. Quartal 2017 [13] Digitaliseringsstyrelsen (2020) 15 års fælles digitaliseringsstrategier. https://digst.dk/ strategier/digitaliseringsstrategien/15-aarsfaelles-digitaliseringsstrategier/. Zugegriffen: 02. September 2020 [14] Digitaliseringsstyrelsen (2020) Om Digitaliseringsstyrelsen. https://digst.dk/omos/om-digitaliseringsstyrelsen/. Zugegriffen: 02. September 2020 [15] Kristensen MBD, Høiberg L, Petersen J, Bjørnsholm TA, Kidholm K (2019) Telemedicine in Denmark. In: Jordanova M, Lievens F, Vladzymyrskyy A (Hrsg) A Century of Telemedicine: Curatio Sine Distantia et Tempora A World Wide Overview – Part III [16] Die Bundesregierung (2020) Innovation und digitale Transformation. Was uns gemeinsam leitet [17] Die Bundesregierung (2020) Umsetzungsstrategie der Bundesregierung zur Gestaltung des digitalen Wandels. https://www. bundesregierung.de/breg-de/themen/digitalmade-in-de. Zugegriffen: 04. September 2020 [18] Deutscher Bundestag (2020) Ausschuss Digitale Agenda. https://www.bundestag.de/ ada. Zugegriffen: 04. September 2020 [19] Bundesministerium für Gesundheit (2020) Organisationsplan. https://www. bundesgesundheitsministerium.de/ fileadmin/Dateien/3_Downloads/O/ Organisationsplan/200301_Organisationsplan. pdf. Zugegriffen: 04. September 2020 [20] health innovation hub (2020) Über uns. https://hih-2025.de/. Zugegriffen: 04. September 2020 [21] Henriksen HE (2019) Digitalisierung in der Neurodnung des dänischen Krankenhausmarktes. In: Klauber J, Geraedts M, Friedrich J, Wasem J (Hrsg) Krankenhaus-Report 2019. Das digitale Krankenhaus, S 91–100 [22] Danske Regioner (2020) Sundhed for Dig. Regionernes samarbejde om digitalisering [23] Danske Regioner (2020) RSI. www.regioner. dk/rsi. Zugegriffen: 06. September 2020 [24] Sundhedsdatastyrelsen (2019) Nyt Landspatientregister er gået i luften. https:// sundhedsdatastyrelsen.dk/da/nyheder/2019/ lpr3_i_luften_04022019. Zugegriffen: 06. September 2020 [25] Politiken (2018) Ny app giver dig lægen med i lommen. Det bliver nemmere for borgerne at se deres undhedsdata og få kontakt til lægen fra december med en ny app [26] IT-Branchen (2020) Så kom Regionerne med et it-råd. https://itb.dk/maerkesager/sundhedsit/saa-kom-regionerne-med-et-it-raad/. Zugegriffen: 06. September 2020 [27] sundhed.dk (2020) Background. https:// www.sundhed.dk/borger/service/omsundheddk/ehealth-in-denmark/background/. Zugegriffen: 02. September 2020 [28] Thiel R, Deimel L, Schmidtmann D, Piesche K, Hüsing T, Rennoch J, Stroetmann V, Stroetmann K (2018) #SmartHealthSystems. International comparison of digital strategies [29] medcom (2020) telemedicinsk-landkort.dk. https://telemedicinsk-landkort.dk/. Zugegriffen: 04. September 2020 [30] Metcalf-Rinaldo O, Jensen, S (2016) Learnings from the implementation of Epic. Benefits, issues, causes and recommendations [31] Ministry of Health, Local Government Denmark, Danish Regions (2018) National Goals of the Danish Healthcare System [32] Computerworld (2020) Alle troede den var gratis: Men Netcompany kommer til at modtage op mod 10 millioner kroner for at udvikle dansk corona-app. https://www.computerworld.dk/ art/252001/alle-troede-den-var-gratis-mennetcompany-kommer-til-at-modtage-op-mod- 10-millioner-kroner-for-at-udvikle-dansk-coronaapp. Zugegriffen: 05. September 2020 [33] ärzteblatt.de (2020) Corona-Warn- App kostete 15 Millionen Euro. https:// www.aerzteblatt.de/nachrichten/116144/ Corona-Warn-App-kostete-15-Millionen-Euro. Zugegriffen: 05. September 2020 [34] World Health Organization, European Commission and European Observatory on Health Systems and Policies (2020) COVID-19 Health System Response Monitor (HSRM). https://www.covid19healthsystem.org/ mainpage.aspx. Zugegriffen: 05. August 2020 [35] Fuchs S, Berger E, Baier N, Busse R (2019) Suizidale Krisen bei unipolarer Depression: Welchen Einfluss haben nicht medikamentöse Maßnahmen auf deren Bewältigung? Health Technology Assessment im Auftrag des IQWiG. HTA-Nummer HT17-03 [36] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2020) Achter Altersbericht. Ältere Menschen und Digitalisierung [37] Bundesministerium für Gesundheit (2019) Die elektronische Patientenakte (ePA). https:// www.bundesgesundheitsministerium.de/ service/begriffe-von-a-z/e/elektronischepatientenakte.html. Zugegriffen: 05. September 2020 [38] BDO AG, Deutsches Krankenhausinstitut (2019) Das digitale Krankenhaus [39] Berger E, Busse R, Geissler A, Spies C, Weiß B (2020) Übertragbarkeit neuer Versorgungsformen in die Regelversorgung – Chancen und Herausforderungen des Innovationsfonds. G&S Gesundheits- und Sozialpolitik 74(1):68–74 [40] gematik GmbH (2019) vesta Informationsportal. https://www. informationsportal.vesta-gematik.de/. Zugegriffen: 04. September 2020 [41] Schnee M (2019) Bestandsaufnahme der aktuellen telemedizinischen Projekte in Deutschland. Beiträge und Analyse. In: Repschläger U, Schulte C, Osterkamp N (Hrsg) BARMER Gesundheitswesen aktuell 2019. Beiträge und Analysen, S 272–289 [42] Lehmann B, Bitzer E-M (2019) Vom Projekt zur Versorgung – Wie gelangen telemedizinische Anwednungen (nicht) in den Versorgungsalltag? In: Pfannstiel MA, Da-Cruz P, Mehlich H (Hrsg) Digitale Transformation von Dienstleistungen im Gesundheitswesen VI: Impulse für die Forschung. Springer Fachmedien Wiesbaden, Wiesbaden, S 91–116 [43] McKinsey (2018) Digitalisierung im Gesundheitswesen: Chancen für Deutschland [44] Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (2018) Jahresgutachten 2017/18. Für eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik [45] Bundesministerium für Gesundheit (2020) Krankenhauszukunftsgesetz für die Digitalisierung von Krankenhäusern. https:// www.bundesgesundheitsministerium.de/ krankenhauszukunftsgesetz.html. Zugegriffen: 05. September 2020 GuS_4-5_2020_Buch.indb 48 09.10.20 13:07

Zusammenfassung

Während Dänemark im Bereich der Digitalisierung der Gesundheitsversorgung zu den Spitzenreitern weltweit gehört, liegt Deutschland hier weit abgeschlagen. Entsprechend befasst sich der Beitrag mit der Frage, wie digitalisiert die Gesundheitsversorgung Dänemarks im Vergleich zur deutschen ist und mit den Ausgangsbedingungen, die dafür nötig waren. Darüber hinaus wird eruiert, was Deutschland bei der Digitalisierung der Gesundheitsversorgung von Dänemark lernen könnte. Dabei wird auch dargestellt, dass in den letzten Jahren bereits wichtige Schritte in Richtung eines höheren Digitalisierungsgrads unternommen worden sind.

References
[1] Wolf T, Strohschen J-H (2018) Digitalisierung: Definition und Reife. Quantitative Bewertung der digitalen Reife. Informatik Spektrum 41:56–64
[2] Leppert F, Greiner W (2015) Taxonomie eHealth, Bielefeld: Universität Bielefeld
[3] European Comission (2020) The Digital Economy and Society Index (DESI). DESI 2020. https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/desi. Zugegriffen: 26. August 2020
[4] Bertelsmann Stiftung (2018) Digitale Gesundheit: Deutschland hinkt hinterher. https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2018/november/digitale-gesundheit-deutschland-hinkt-hinterher/. Zugegriffen:
[5] Stephani V, Busse R, Geissler A (2019) Benchmarking der Krankenhaus-IT: Deutschland im internationalen Vergleich. In: Klauber J, Geraedts M, Friedrich J, Wasem J (Hrsg) Krankenhaus-Report 2019. Das digitale Krankenhaus. SpringerOpen, Berlin, S 17–32
[6] Ministry of Health and Prevention (2016) Healthcare in Denmark. An overview. Ministry of Health
[7] Ministry of Health, Ministry of Finance, Danish Regions, Local Government Denmark (2018) A Coherent and Trustworthy Health Network for All. Digital Health Strategy 2018-2022. https://sum.dk/Aktuelt/Publikationer/~/media/Filer%20-%20Publikationer_i_pdf/English/2018/A-coherent-and-trustworthy-health-network-for-all-jan-2108/A-coherent-and-trustworthy-health-network-jan-2018.pdf
[8] Digitaliseringsstyrelsen (2020) Borger.dk – the public-sector citizien portal. https://en.digst.dk/digitisation/national-citizen-portal/. Zugegriffen: 27. August 2020
[9] Energistyrelsen (2020) Tjekditnet. https://tjekditnet.dk/nøgletal. Zugegriffen: 27. August 2020
[10] Bundesnetzagentur (2020) Ende der Frist zur Erfüllung der Versorgungsauflagen aus der Auktion 2015. Netzbetreiber legen Versorgungsberichte vor – Bundesnetzagentur überprüft diese kritisch, Bonn
[11] BMVI (2020) Aktuelle Breitbandverfügbarkeit in Deutschland (Stand Ende 2019). Erhebung der atene KOM im Auftrag des BMVI
[12] Statista (2020) Durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit der Internetanschlüsse in den führenden Ländern weltweit im 1. Quartal 2017
[13] Digitaliseringsstyrelsen (2020) 15 års fælles digitaliseringsstrategier. https://digst.dk/strategier/digitaliseringsstrategien/15-aars-faelles-digitaliseringsstrategier/. Zugegriffen: 02. September 2020
[14] Digitaliseringsstyrelsen (2020) Om Digitaliseringsstyrelsen. https://digst.dk/om-os/om-digitaliseringsstyrelsen/. Zugegriffen: 02. September 2020
[15] Kristensen MBD, Høiberg L, Petersen J, Bjørnsholm TA, Kidholm K (2019) Telemedicine in Denmark. In: Jordanova M, Lievens F, Vladzymyrskyy A (Hrsg) A Century of Telemedicine: Curatio Sine Distantia et Tempora A World Wide Overview – Part III
[16] Die Bundesregierung (2020) Innovation und digitale Transformation. Was uns gemeinsam leitet
[17] Die Bundesregierung (2020) Umsetzungsstrategie der Bundesregierung zur Gestaltung des digitalen Wandels. https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/digital-made-in-de. Zugegriffen: 04. September 2020
[18] Deutscher Bundestag (2020) Ausschuss Digitale Agenda. https://www.bundestag.de/ada. Zugegriffen: 04. September 2020
[19] Bundesministerium für Gesundheit (2020) Organisationsplan. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/O/Organisationsplan/200301_Organisationsplan.pdf. Zugegriffen: 04. September 2020
[20] health innovation hub (2020) Über uns. https://hih-2025.de/. Zugegriffen: 04. September 2020
[21] Henriksen HE (2019) Digitalisierung in der Neurodnung des dänischen Krankenhausmarktes. In: Klauber J, Geraedts M, Friedrich J, Wasem J (Hrsg) Krankenhaus-Report 2019. Das digitale Krankenhaus, S 91–100
[22] Danske Regioner (2020) Sundhed for Dig. Regionernes samarbejde om digitalisering
[23] Danske Regioner (2020) RSI. www.regioner.dk/rsi. Zugegriffen: 06. September 2020
[24] Sundhedsdatastyrelsen (2019) Nyt Landspatientregister er gået i luften. https://sundhedsdatastyrelsen.dk/da/nyheder/2019/lpr3_i_luften_04022019. Zugegriffen: 06. September 2020
[25] Politiken (2018) Ny app giver dig lægen med i lommen. Det bliver nemmere for borgerne at se deres undhedsdata og få kontakt til lægen fra december med en ny app
[26] IT-Branchen (2020) Så kom Regionerne med et it-råd. https://itb.dk/maerkesager/sundheds-it/saa-kom-regionerne-med-et-it-raad/. Zugegriffen: 06. September 2020
[27] sundhed.dk (2020) Background. https://www.sundhed.dk/borger/service/om-sundheddk/ehealth-in-denmark/background/. Zugegriffen: 02. September 2020
[28] Thiel R, Deimel L, Schmidtmann D, Piesche K, Hüsing T, Rennoch J, Stroetmann V, Stroetmann K (2018) #SmartHealthSystems. International comparison of digital strategies
[29] medcom (2020) telemedicinsk-landkort.dk. https://telemedicinsk-landkort.dk/. Zugegriffen: 04. September 2020
[30] Metcalf-Rinaldo O, Jensen, S (2016) Learnings from the implementation of Epic. Benefits, issues, causes and recommendations
[31] Ministry of Health, Local Government Denmark, Danish Regions (2018) National Goals of the Danish Healthcare System
[32] Computerworld (2020) Alle troede den var gratis: Men Netcompany kommer til at modtage op mod 10 millioner kroner for at udvikle dansk corona-app. https://www.computerworld.dk/art/252001/alle-troede-den-var-gratis-men-netcompany-kommer-til-at-modtage-op-mod-10-millioner-kroner-for-at-udvikle-dansk-corona-app. Zugegriffen: 05. September 2020
[33] ärzteblatt.de (2020) Corona-Warn-App kostete 15 Millionen Euro. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/116144/Corona-Warn-App-kostete-15-Millionen-Euro. Zugegriffen: 05. September 2020
[34] World Health Organization, European Commission and European Observatory on Health Systems and Policies (2020) COVID-19 Health System Response Monitor (HSRM). https://www.covid19healthsystem.org/mainpage.aspx. Zugegriffen: 05. August 2020
[35] Fuchs S, Berger E, Baier N, Busse R (2019) Suizidale Krisen bei unipolarer Depression: Welchen Einfluss haben nicht medikamentöse Maßnahmen auf deren Bewältigung? Health Technology Assessment im Auftrag des IQWiG. HTA-Nummer HT17-03
[36] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2020) Achter Altersbericht. Ältere Menschen und Digitalisierung
[37] Bundesministerium für Gesundheit (2019) Die elektronische Patientenakte (ePA). https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/e/elektronische-patientenakte.html. Zugegriffen: 05. September 2020
[38] BDO AG, Deutsches Krankenhausinstitut (2019) Das digitale Krankenhaus
[39] Berger E, Busse R, Geissler A, Spies C, Weiß B (2020) Übertragbarkeit neuer Versorgungsformen in die Regelversorgung – Chancen und Herausforderungen des Innovationsfonds. G&S Gesundheits- und Sozialpolitik 74(1):68–74
[40] gematik GmbH (2019) vesta Informationsportal. https://www.informationsportal.vesta-gematik.de/. Zugegriffen: 04. September 2020
[41] Schnee M (2019) Bestandsaufnahme der aktuellen telemedizinischen Projekte in Deutschland. Beiträge und Analyse. In: Repschläger U, Schulte C, Osterkamp N (Hrsg) BARMER Gesundheitswesen aktuell 2019. Beiträge und Analysen, S 272–289
[42] Lehmann B, Bitzer E-M (2019) Vom Projekt zur Versorgung – Wie gelangen telemedizinische Anwednungen (nicht) in den Versorgungsalltag? In: Pfannstiel MA, Da-Cruz P, Mehlich H (Hrsg) Digitale Transformation von Dienstleistungen im Gesundheitswesen VI: Impulse für die Forschung. Springer Fachmedien Wiesbaden, Wiesbaden, S 91–116
[43] McKinsey (2018) Digitalisierung im Gesundheitswesen: Chancen für Deutschland
[44] Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (2018) Jahresgutachten 2017/18. Für eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik
[45] Bundesministerium für Gesundheit (2020) Krankenhauszukunftsgesetz für die Digitalisierung von Krankenhäusern. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/krankenhauszukunftsgesetz.html. Zugegriffen: 05. September 2020

Abstract

Gesundheits- und Sozialpolitik is an independent journal that informs about new developments in legislature and management regarding healthcare and social security. Insiders and scholars discuss recent reforms, rehash background information, develop case scenarios for legislature, describe ways and conflicts of management, and document jurisdiction in a comprised form.

The journal addresses corporations of all industries, human resources managers, organizations, administration bureaus, unions, and works committees.

Website: www.gus.nomos.de

Zusammenfassung

Die Zeitschrift berichtet als interessenpolitisch unabhängige Fachzeitschrift über neue Entwicklungen in Gesetzgebung und Management des Gesundheitswesens und der sozialen Sicherungssysteme. Insider und Wissenschaftler diskutieren aktuelle Reformen, bereiten Hintergrundinformationen auf, entwerfen Szenarien der Gesetzgebung, beschreiben Wege und Konflikte des Managements und dokumentieren die Rechtsprechung in komprimierter Form.

Die Zeitschrift "Gesundheits- und Sozialpolitik" wendet sich an Unternehmen aller Wirtschaftszweige, Personalverantwortliche, Verbände, Verwaltungsdienststellen, Gewerkschaften, Betriebsräte.

Homepage: www.gus.nomos.de