Vorwort in:

ZSE Zeitschrift für Staats- und Europawissenschaften | Journal for Comparative Government and European Policy, page 299 - 299

ZSE, Volume 9 (2011), Issue 3, ISSN: 1610-7780, ISSN online: 1610-7780, https://doi.org/10.5771/1610-7780-2011-3-299

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299 ___________________________________________________________________________________ Vorwort Das vorliegende Heft der ZSE weicht in seinem Aufbau von den bewährten Gliederungsprinzipien ab. So finden sich unter der Rubrik “Zur aktuellen Situation / Comment” gleich fünf Beiträge, die sich mit der gegenwärtigen Verschuldungs- und Bankenkrise im Rahmen der Europäischen Union beschäftigen. Die Diskussion wird durch einen Beitrag des Bundesfinanzministers, Wolfgang Schäuble, eingeleitet, der die erkennbaren Handlungsoptionen aus der Sicht der Bundesregierung diskutiert, gefolgt von einer Einschätzung der gegenwärtigen Ausgangssituation durch Klaus Regling, den CEO der European Financial Stability Facility (EFSF). Dem schließen sich drei eher akademische Beiträge an, die allerdings durchwegs aus der Feder lösungs- und vollzugsorientiert denkender Analytiker stammen: Während David Vines (Balliol College, Oxford) als führender britischer Beobachter der Währungsunion die crux in der Fortentwicklung des Stabilitätspakts hin zu einer leistungsbilanzorientierten inkrementalen Haushaltsregulierung sieht, sucht Fritz W. Scharpf (MPI, Köln) die Diskussion aus der zu engen Fixierung auf die „Griechenland-Krise“ zu befreien und damit einen erweiterten analytischen Zugriff auf mögliche Problemlösungen zu eröffnen. Joachim Jens Hesse (ISE, Berlin) schließlich verweist auf eine gleich „dreifach unerledigte Agenda“ und skizziert zwei idealtypische Handlungsalternativen, um auf dieser Basis einen eher strukturell greifenden, weniger kurzfristig angelegten Lösungsvorschlag zu begründen. Erst im Anschluss an diesen Themenschwerpunkt folgen, wie gewohnt, einzelne Abhandlungen und Berichte. Unter ersteren findet sich eine zum benannten Schwerpunkt durchaus passende vergleichende Studie zur Wirksamkeit von Verschuldungsgrenzen (Uwe Wagschal) sowie eine auf die SPD gerichtete Fortsetzung der im letzten Heft (mit einer Analyse der CSU) eingeführten Reihe zur Zustandsbeschreibung der deutschen Parteien (Franz Walter/Matthias Micus); weitere Beiträge zur CDU, der FDP, den Grünen und der Linken folgen in den kommenden Ausgaben der ZSE. Die vorgelegten Berichte konzentrieren sich auf regionale Autonomie-/Unabhängigkeitsbestrebungen in Europa, zum einen aus vergleichender Perspektive mit Blick auf Katalonien, das Baskenland und Flandern (Simon Schubert), zum anderen im Rahmen einer Analyse der Erfolgsaussichten des schottischen independence movement (Stefan Schieren). Die Schriftleitung

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Abstract

The quarterly Journal for Comparative Governement and European Policy is not only an outstanding multi-lingual and interdisciplinary journal but also a discussion forum for leading scientists and opinion makers from politics, culture and economy. It provides information on the key questions of public action at the European, the national and the regional level.

The journal addresses legal and social scientists, historians and practitioners in politics and administration.

Website: www.zse.nomos.de

Zusammenfassung

Die ZSE ist eine herausragende und mehrsprachige interdisziplinare Vierteljahreszeitschrift an der Nahtstelle von nationalstaatlicher und europäischer Entwicklung, ein Forum des Gesprächs zwischen führenden Wissenschaftlern und Vertretern von Politik, Wirtschaft und Kultur sowie ein Angebot zum Dialog über Schlüsselfragen des öffentlichen Handelns auf europäischer, nationalstaatlicher und regionaler Ebene. Die Zeitschrift richtet sich an Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, Historiker sowie Vertreter der politisch-administrativen Praxis. Die Zeitschrift ist ab Jahrgang 2003 verfügbar.

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