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Christian Jarling, Reyels, Lili, Paola Ivanov und Kristin Weber-Sinn (Hrsg.): Humboldt Lab Tanzania. Objekte aus den Kolonialkriegen im Ethnologischen Museum, Berlin – Ein tansanisch-deutscher Dialog. Berlin: Dietrich Reimer Verlag, 2018. 397 pp. ISBN 978-​3-​496-​01591-​8. Preis: € 59,00 in:

Anthropos, page 261 - 263

Anthropos, Volume 115 (2020), Issue 1, ISSN: 0257-9774, ISSN online: 0257-9774, https://doi.org/10.5771/0257-9774-2020-1-261

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mentier describes the American philosopher-scientist’s quest for certainty, amounting in some cases to a mathe‐ matical exactitude that excluded ambiguity, poetry, and rhetoric (32). Both Peirce and Saussure strove to emerge from the cul-de-sac of nominalism (42), and to discover general laws of signification that would escape the grav‐ ity of mere empiricism. Such laws constitute an impor‐ tant contribution to a general anthropology. However, they always need to be modified through practical appli‐ cation to empirical data, as Parmentier illustrates. A further tension raised although not entirely re‐ solved by the book concerns the relation of an etic semi‐ otic metatheory to emic or “folk” theories of representa‐ tion. One of the most promising developments in recent years has been the increasing recognition of the role that “semiotic ideologies” play in regimenting communica‐ tion (95, 195). Webb Keane’s work is a sterling exam‐ ple. This suggests a corresponding shift away from uni‐ versality to particularity, away from the search for math‐ ematical precision, such as that expressed by the Peircean trichotomies, to an attention, even affection for the rhetorical dimensions of culture. Parmentier is on board with this newer paradigm, yet at times appears to be a reluctant passenger. For example, in several places he uses semiotics to explain the belief in the immanence of the divine in images (52, 97, 197), or the Catholic doctrine of the “real presence” of Christ in the Eu‐ charist, in terms that do not appear to this reader to ac‐ knowledge fully the reality of magical thinking as a cul‐ tural and historical phenomenon. Parmentier states that “Anthropologists are justly wary of crude typological generalizations about cultures grounded in some ‘mysti‐ cal participation’ in which the levels of sign and refer‐ ent are blurred because of some evolutionary cognitive deficit” (131). The reference appears to be to such out‐ moded approaches as those of Lucien Lévy-Bruhl, James George Frazer, etc. Yet, as scholars from Hans Aarsleff to Brian Vickers have shown, the rejection of an older philosophy of “identity” between sign and ref‐ erent was an important philosophical advance that itself contributed to the birth of modern linguistic and semi‐ otic theory. In the Hindu Tantras we find sincere state‐ ments that the deity is produced from mantras, consists of mantras, etc. In contemporary India the image of a deity is invested with life as well as legal personality upon the performance of the rites of prāṇapratiṣṭhā, which use mantras (as “speech acts”) performatively to install the deity in its image. Such modes of immanen‐ tism, if not “magical thinking,” may be illuminated through the Peircean categories of icon and index. How‐ ever, what is illuminated is not thereby, ex opere opera‐ to, transformed into a science, much less into one con‐ gruent with the Peircean trichotomies. It remains as an example of a perennial human tendency to create per‐ suasive illusions. Part of the power of a cultural semi‐ otics is its ability to negotiate between the scientific de‐ mand for a technical metalanguage and the messier products of real life. These are only a few of the thought-provoking issues raised by Parmentier’s volume, which represents a wel‐ come contribution and deserves to be read widely by anthropologists and semioticians of all persuasions. Robert Yelle (Robert.yelle@lrz.uni-muenchen.de) Reyels, Lili, Paola Ivanov und Kristin Weber-Sinn (Hrsg.): Humboldt Lab Tanzania. Objekte aus den Kolo‐ nialkriegen im Ethnologischen Museum, Berlin – Ein tansanisch-deutscher Dialog. Berlin: Dietrich Reimer Verlag, 2018. 397 pp. ISBN 978-3-496-01591-8. Preis: € 59,00 Der zu besprechende Sammelband beruht auf einer 15-monatigen Forschungskooperation von September 2016 bis Dezember 2017 zwischen dem Ethnologischen Museum, Staatliche Museen zu Berlin, tansanischen Wissenschaftlern der University of Dar es Salaam und des National Museum and House of Culture, Dar es Sa‐ laam sowie dem tansanischen Antiquities Department des Ministry of Natural Resources and Tourism von Tanzania. Fester Bestandteil des Projekts waren darüber hinaus vier Künstler/-innen aus Dar es Salaam unter der künstlerischen Leitung von Sarita Lydia Mamseri, Gründerin der Bookstop Sanaa Visual Art Library in Dar es Salaam. Zehn von elf Beiträgen des Sammelbandes stammen von Mitgliedern des Projektes “Humboldt Lab Tanza‐ nia”. Neben der Projektleiterin und Kuratorin für Ost-, Nordost-, Zentral- und Südafrika am Ethnologischen Museum Berlin, Paola Ivanov, sind es die Mitherausge‐ berinnen Kristin Weber-Sinn vom Ethnologischen Mu‐ seum Berlin und die Historikerin und Projektleiterin in Tansania Lili Reyels. Die Autor/-innen der tansanischen Partnerinstitutionen sind der Archäologe Bertram B. B. Mapunda, der Kunsthistoriker Elias Jengo und der His‐ toriker Oswald Masebo von der University of Dar es Salaam; Philip Chachu M. Maligisu, Kurator am Na‐ tional Museum and House of Culture; Donatius M. Kamamba, ehemaliger Direktor im Antiquities Depart‐ ment des Ministry of Natural Resources and Tourism sowie die oben bereits erwähnte Sarita Lydia Mamseri. Der Afrikahistoriker Andreas Eckert von der Humboldt- Universität zu Berlin steuert den einzigen Beitrag bei, der nicht von Projektmitarbeiter/-innen stammt. Das Coverbild des Sammelbandes zeigt eines der im Projekt untersuchten tansanischen Objekte, die während der gewaltsamen kolonialen Eroberung Tansanias durch deutsche Kolonialherren ihren Weg in die Sammlung des Ethnologischen Museums in Berlin fanden. Debat‐ ten und Diskurse um die Aufarbeitung deutscher Kolo‐ nialgeschichte, die jahrzehntelang nur ein Schattenda‐ sein fristeten, manifestieren sich heute vor allem in mu‐ sealen Sammlungsbeständen aus kolonialen Kontexten. Dies betrifft nicht nur ethnografische Sammlungen, son‐ dern auch naturkundliche Objekte. Als 2015 bekannt wurde, dass die Bestände des Ethnologischen Museums in Berlin Dahlem in das künftige Humboldt Forum ver‐ lagert werden sollten, erfuhren diese Diskussionen eine Book Reviews 261 Anthropos 115.2020 hohe öffentliche Wirkung. Diese bezogen sich nicht nur auf die Sammlungen selbst, sondern auch auf den Ort. Einerseits stünde das rekonstruierte preußische Schloss als Symbol für die gewaltsame Kolonialeroberung im wilhelminischen Kaiserreich, andererseits suggeriere die Zurschaustellung außereuropäischer Objekte im Zentrum Berlins eine Rechtfertigung der häufig gewalt‐ samen Aneignung. Erneuten Aufwind erhielten diese Debatten mit der Ankündigung des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron im November 2017, afrikanische Kulturgüter in ihre Ursprungsländer zurückzuführen. Die politische Dimension lässt sich auch daran erkennen, dass im Koalitionsvertrag der ak‐ tuellen Bundesregierung erstmals das Thema der Aufar‐ beitung der deutschen Kolonialgeschichte explizit Er‐ wähnung fand. Die Museen in Deutschland reagierten auf diese Aufmerksamkeit vor allem mit der Forderung nach Mitteln für Forschungsprojekte zu den Sammlun‐ gen und deren Aneignungskontexten. Heute laufen an zahlreichen ethnologischen Museen Projekte zu kolo‐ nialen Sammlungen. Es scheint, als gelte die Proveni‐ enzforschung als Allheilmittel gegen das Vergessen und Verdrängen. Kritiker werfen den Museen vor, dies sei nur eine weitere Ausrede, um sich nicht mit Restituti‐ onsforderungen auseinandersetzen zu müssen oder diese zu vertagen. Dem wird vor allem der Verweis auf ein geteiltes Erbe und eine gemeinsam zu tätigende For‐ schung sowie die sich daran anschließende Bewertung entgegengehalten. Im Mittelpunkt des hier vorgestellten Provenienzfor‐ schungsberichtes steht eine nur sehr geringe Anzahl von Objekten, von deren Existenz selbst die Kurator/-innen des Museums lange keine Kenntnis hatten. Die in In‐ ventarbüchern und Katalogen als “Kriegsbeute” ge‐ kennzeichneten 32 noch vorhandenen Objekte waren Teil einer über 1.000 Gegenstände umfassenden Samm‐ lung, die während verschiedener kriegerischer Ausein‐ andersetzungen zwischen deutschen Eroberern und tan‐ sanischen Widerstandskämpfern erbeutet wurde. Im Fo‐ kus stehen genau genommen nur drei Objekte: ein soge‐ nannter Gong, eine Trommel und ein Medizinbeutel samt Inhalt. Angesichts einer Gesamtzahl von etwa 10.000 Objekten aus der ehemaligen Kolonie Deutsch- Ostafrika in den Berliner Sammlungen mag dies zu‐ nächst enttäuschend wirken. Jedoch kann die hier vor‐ gestellte und explizit als work in progress begriffene Aufarbeitung in Form des vorliegenden Buches als vor‐ bildhaft gelten. Hinzu kommt, dass der Sammelband in drei Sprachen – Swahili, Englisch und Deutsch – ver‐ fasst und mit zahlreichen Abbildungen der Objekte, des Forschungsprozesses und zeitgenössischer Protago‐ nisten des kolonialen Widerstandes bereichert wurde. Die meisten Autor/-innen nehmen dementsprechend di‐ rekten Bezug auf die drei Gegenstände. Dies ermöglicht auch Fachfremden und Interessierten einen sehr leichten Zugang zum Thema. Der Sammelband gliedert sich neben Grußworten und Einführung in drei Hauptteile: “Forschung”, “Erinne‐ rungen” und “Kunst und (Re)Präsentation”. Die zwei Einleitungstexte der Herausgeberinnen stellen das Pro‐ jekt und die Autor/-innen vor und betonen vor allem den Werkstattcharakter des Projektes (30). Als eines der ersten abgeschlossenen kooperativen Projekte zwischen deutschen und tansanischen Akteuren wird hier darauf verwiesen, dass mit dem Ende des Projektes der Dialog erst begonnen habe, die Forschung auf andere Objekte erweitert werden solle und eine kritische und transpa‐ rente Auseinandersetzung mit sensiblen Sammlungen ein integraler Bestandteil der Zukunft sein müsse (34). Aufgezeigt werden daneben auch Einblicke in die Hal‐ tungen tansanischer Akteure bezüglich des Wissens und der Erinnerung an die deutsch-tansanische Kolonialge‐ schichte und die Erwartungshaltung gegenüber den In‐ stitutionen, die heute umfassende Bestände tansanischen materiellen Erbes verwahren (42). Zu Beginn des Kapitels “Forschung” geben Paola Ivanov und Kristin Weber-Sinn in einem äußerst gelun‐ genen zusammenfassenden Artikel Auskunft über die Hintergründe der Sammelwut deutscher Institutionen und verbinden dies geschickt mit der Einbettung der da‐ maligen Ethnologie in das Projekt der kolonialen Inbe‐ sitznahme (66ff.). Außerdem zeigen sie die Wege der Objekte ins Museum auf und verdeutlichen welch gerin‐ ge Wertschätzung ihnen zunächst wiederfuhr (76ff.). Ausführlich werden auch die Hintergründe der beiden gewaltsamen Auseinandersetzungen, dem sogenann‐ ten “Aufstand” der Küstenbevölkerung 1888–1890 und dem Maji-Maji-Krieg 1905–1907 zwischen deutscher Kolonialmacht und tansanischen Widerstandskämpfern erörtert. Der Kriegskontext wird hier anhand der Objek‐ te eng mit dem Aneignungskontext verbunden und es wird deutlich, wie neue Erkenntnisse aus der aktuellen Forschung an den Orten der kolonialen Eroberung das Wissen bereichern (92ff.). Der einzige Wermutstropfen dieser umfassenden Darstellung ist, dass einigen ande‐ ren Beiträgen dadurch eine gewisse Redundanz inne‐ wohnt. Dies gilt nicht für den Artikel von Bertram B. B. Mapunda. Dieser verortet die Objekte im System des Symbolismus und Ritualismus des vorkolonialen Afri‐ kas und berichtet über die Erfahrungen der tansanischen Forscher während ihrer Reisen zu lokalen Spezialisten und Informanten. Neben Abbildungen aller Objekte werden hier die gesammelten Informationen anhand von Beschreibung und Funktion (-sprozess) aus heutiger Perspektive verdeutlicht (178ff.). Oswald Masebo hebt die Bedeutung der Objekte in Bezug auf den tansani‐ schen Widerstand hervor. Er gibt dabei zu bedenken, dass die gewalttätige Aneignung nur Begleiterscheinung der Eroberung und Machtkonsolidierung war (224) und dem Aneignungsprozess kulturelle und epistemologi‐ sche Gewalt innewohnte (228). Im Kapitel “Erinnerungen” erläutert Andreas Eckert die Geschichte der lückenhaften Erinnerungskultur in Deutschland. Viel spannender, weil auch viel seltener publiziert, sind aber die Beiträge von Philip Chachu M. Maligisu und Donatius M. Kamamba. Maligisu führt zunächst in die Geschichte des tansanischen National‐ museums ein und berichtet, wie in Tansania auf nationa‐ 262 Book Reviews Anthropos 115.2020 ler und lokaler Ebene an die deutsche Kolonialzeit erin‐ nert wird. Er unterstreicht, dass das Museum in Afrika mehr sein muss als nur ein Ort des Bewahrens und Aus‐ stellens. Vielmehr gelte die Einbeziehung traditioneller landesüblicher Praktiken als umwälzende Entscheidung, das Nationalmuseum zu afrikanisieren (300). Kamamba beleuchtet den rechtlichen Rahmen des kulturellen Er‐ bes in Tansania und stellt klar, dass große Teile des tan‐ sanischen kulturellen Erbes im Ausland verwahrt wer‐ den. Ein gemeinsames Vorgehen sei deshalb unerläss‐ lich. Im Vordergrund dürfe keine methodische Einbahn‐ straße basierend auf gutem Willen und moralischen Ab‐ sichten stehen (320). Das Kapitel “Kunst und (Re)Präsentation” beschreibt die Einbindung zeitgenössischer tansanischer Künst‐ ler/-innen in das Projekt. Am Ende stellen Mamseri und Reyels die Ausstellung “Living inside the Story” vor, die während des Forschungsprojektes entstanden ist und an verschiedenen Orten in Tansania gezeigt wurde. Lei‐ der kommen die Künstler/-innen selbst nur in sehr kur‐ zen Statements zu Wort. Aber vielleicht war genau das auch ihre Absicht. Äußerst lesenswert ist der Artikel von Sarita Lydia Mamseri. Sie zeigt auf, welche Rolle Künstler/-innen im Narrativ der Nationenbildung Tansa‐ nias spielten und spielen (336 f.) und wie diese heute in‐ stitutionelle Wissensstandpunkte hinterfragen und re‐ flektieren. So schafft sie es, zu verdeutlichen, dass durch einen Austausch mit Kreativen neue Narrative er‐ schaffen werden können (352). Der Sammelband ist eine Bereicherung, nicht nur für diejenigen, die sich über mögliche Wege der gemeinsa‐ men Forschung informieren wollen, sondern auch für Neulinge im Feld. Er illustriert eindrucksvoll die Hin‐ tergründe der Aneignung und die Aktualität des The‐ mas. Offen bleibt aber die Frage nach dem weiteren Verfahren mit den Objekten, die einst als “Kriegsbeute” nach Deutschland transferiert wurden. Fraglich bleibt ebenso, ob sich angesichts der schieren Menge der teils noch deutlich schlechter dokumentierten Sammlungen dieser Standard aufrechterhalten lässt. Christian Jarling (christian.jarling@uni-hamburg.de) Ritterband, Salomé:Tracking Indigenous Heritage. Ju/’Hoansi San Learning, Interpreting, and Staging Tra‐ dition for a Sustainable Future in Cultural Tourism in the Tsumkwe District of Namibia. Zürich: LIT, 2018. 291 pp. ISBN 978-3-643-90976-3. (Legal Anthropology and Indigenous Rights, 3) Price: € 29,90 The book “Tracking Indigenous Heritage. Ju/’hoansi San Learning, Interpreting, and Staging Tradition for a Sustainable Future in Cultural Tourism in the Tsumkwe District,” by Salomé Ritterband is based on a MA thesis in Cultural and Social Anthropology at the University of Vienna. In the thesis, Ritterband describes the cultural performances that the Ju/’hoansi (San) in the Tsumkwe district of Namibia stage for tourists. Her focus is on how “intangible cultural heritage” and traditional knowledge form the basis of tourism in the region, and how people engage with the potential benefits of tourism focused on cultural heritage. This is a worthwhile focus: cultural tourism is impor‐ tant for San communities in Namibia. As Ritterband points out, it is both economically significant for com‐ munities and individuals that engage with it, and it plays an increasingly important role in knowledge mainte‐ nance and transmission. It is also intimately connected with land rights and self-determination, identity, social relationships, economic opportunities, and power rela‐ tionships. There are many puzzles to be solved regard‐ ing the role of tourism in the Tsumkwe district, includ‐ ing how to address the potential for exploitation (which Ritterband acknowledges but does not explore), and how to manage competition among communities and in‐ dividuals for a share of this potentially growing – but ultimately limited – resource. Well-informed advice about how to manage tourism is something that could potentially be useful, and it is an area in need of re‐ search. Ritterband notes that, for indigenous peoples, the enormous global industry of tourism can be either “an empowering tool” or an “exploitative instrument”; her emphasis is on the former and she aligns herself with authors who view cultural tourism as an “opportunity for change, invention and re-identification” (35). She identifies the theoretical context of her research as “the commodification of cultural heritage within indigenous tourism” (121). Her very optimistic approach to this topic is perhaps best summarized in her explanation about how she approaches her subject: “[i]nstead of considering the commodification of indigenous culture in tourism businesses as a threat or with pity, one can analyse these processes as part of ‘normal’, and rather interesting, developments” (128). I wholeheartedly agree with her emphasis on the ways that the Ju/’hoansi are strategically, and often positively, reacting to the op‐ portunities that tourism represents. I appreciated the points she made throughout the book about self-man‐ agement, identifying the ways in which the community is making their own choices. I also applaud her decision to take this perspective, as opposed to knee-jerk decon‐ struction and critique for the sake of it – an all too com‐ mon retreat for researchers working on the complex is‐ sues involving indigenous peoples and development. However, recognition of the positive potential of tourism, and the ways that it can be empowering, should not prevent us from being acutely aware of the potential for exploitation and other negative impacts that tourism can bring. It should also not distract us from the ques‐ tions of power involved, nor from the often quite dire circumstances that they are facing. This community is in the midst of a huge and rapid transition. The Ju/’hoansi and other San in Tsumkwe district are trying to hold on to their land, and are resisting various kinds of incursions; this leads to a sense of insecurity. Normal seasonal variations including droughts are intensified by climate change, with periods of extreme scarcity. Priori‐ ties can fluctuate quickly, depending quite a lot upon Book Reviews 263 Anthropos 115.2020

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Abstract

Anthropos is the international journal of anthropology and linguistics, founded in 1906 by Wilhelm Schmidt, missonary and member of the Society of the Divine Word (SVD). Its main purpose is the study of human societies in their cultural dimension. In honor of Wilhelm Schmidt‘s legacy, the cultivation of anthropology, ethnology, linguistics, and religious studies remain an essential component oft he Anthropos Institute – the organizational carrier of the journal.

Zusammenfassung

Anthropos - internationale Zeitschrift für Völkerkunde wird vom Anthropos Institut St. Augustin seit 1906 zweimal jährlich herausgegeben. Ursprünglich als Sprachrohr für katholische Missionarsarbeit geplant, gilt sie heute als wichtige Fachzeitschrift der allgemeinen Ethnologie. Sie behandelt sowohl kulturelle als auch sprachliche Themen in mehreren Sprachen, mit Schwerpunkt auf den Völkern des gesamtamerikanischen und afrikanischen Kontinents.