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Harald Grauer, Moreman, Christopher M. (ed.): The Routledge Companion to Death and Dying. London: Routledge, 2018. 594 pp. ISBN 978-​1-​138-​85207-​5. Price: £ 165.00 in:

Anthropos, page 250 - 252

Anthropos, Volume 115 (2020), Issue 1, ISSN: 0257-9774, ISSN online: 0257-9774, https://doi.org/10.5771/0257-9774-2020-1-250

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ity, as well as licit and illicit, are in practise. The cata‐ dores are self-employed and usually understood as oper‐ ating in the “informal” sphere of the economy. In Jardim Gramacho, they collected at a garbage dump owned by the semipublic waste-management company Comlurb. While considered part of the “formal,” regu‐ lated economy, the dump was technically illegal, as it violated Brazilian environmental law determining where waste can be disposed of. Comlurb also involved themselves in the “informal” activities at the dump through interventions in the work of catadores and scrap dealers. The scrap dealers operating on the dump were mostly unlicensed, and their daily running in‐ volved interactions with catadores as well as registered and regulated recycling companies. They also paid bribes to enter the dump at certain times and paid both police and drug traffickers to be allowed to operate in peace. Hence, in this situation, there is no simple way to distinguish between the “formal” and the “informal,” regulated and unregulated, licit and illicit. In order to more accurately describe these processes, Millar takes inspiration from scholars such as Carolyn Nordstrom and Daniella Gandolfo, who have reconcep‐ tualised informality as a mode, rather than a sector, status, or economy. What this work has fundamentally aimed to capture, Millar suggests, is not informality but rather plasticity. Plasticity, according to Catherine Malabou, refers to the capacity to both receive form and to give form. This dual capacity disrupts the binary framework of a formal and informal economy and al‐ lows us to see economic processes as relationships in which different forms leave imprints on each other. Just like objects at the dump can be reclaimed and remould‐ ed into products for a market in another part of the world, leaving their imprint on the lives and bodies of catadores in the process, the relationships between the city of Rio de Janeiro, catadores, waste, scrap dealers, the waste-management company, drug traffickers, and police are also being continuously reworked through their ever-changing interactions. Hence, rather than see‐ ing the work of catadores as unstructured, unregulated labour performed by persons located outside the bound‐ aries of the formal economy, Millar suggests we pay at‐ tention to how different structures leave imprints on each other. It is in this interchange, in giving and receiv‐ ing form, she argues, that what we understand as “the economy” emerges (133). “Reclaiming the Discarded” is a well-written, access‐ ible and original book that contributes to forward our thinking on economic processes and the entanglements of life and labour on Rio’s urban periphery. Margit Ystanes (margit.ystanes@hivolda.no) Moreman, Christopher M. (ed.): The Routledge Companion to Death and Dying. London: Routledge, 2018. 594 pp. ISBN 978-1-138-85207-5. Price: £ 165.00 Nimmt man das “Routledge Companion to Death and Dying” in die Hand und wirft einen Blick auf das Cover dieses festgebundenen Buches, so wird der Blick auf einen winterlich verschneiten von Bäumen gesäumten Weg gelenkt, an dessen Ende, klein und schemenhaft, eine Person zu erahnen ist. Es stellt sich nun die Frage, wohin dieser von Christopher Moreman, als Herausge‐ ber dieses Bandes, vorgezeichnete Weg führt? Wird die Gestalt am Ende des Weges, die hier als Bild für das Buch dienen soll, an Profil gewinnen oder sich doch in einzelne Fragmente auflösen? Der Band umfasst, abgesehen von der sehr knapp ge‐ haltenen Einführung, Autorenangaben und einem aus‐ führlichen Register, 52 Beiträge unterschiedlicher Auto‐ rinnen und Autoren. Auffällig ist, dass die Aufsätze in ihrem Umfang jeweils recht genau zehn Seiten umfas‐ sen, wobei die weiterführenden Literaturangaben den Aufsätzen direkt zugeordnet sind. Die Beiträge sind in sechs Themenbereiche gegliedert, wobei der erste unter dem Titel “Religious Approaches to Death and After‐ life” mit 22 Einzelbeiträgen der mit Abstand umfang‐ reichste Bereich ist. Diese Beiträge widmen sich Jen‐ seitsvorstellungen und Bestattungspraktiken einzelner religiöser Traditionen. Hierbei ist zu beachten, dass ei‐ nige Aufsätze beide Themen gleichzeitig abhandeln und in anderen Beiträgen sich nur einem der Themen gewid‐ met wird. In letzterem Fall ist ein zweiter, komplemen‐ tärer Beitrag angehangen. So findet sich für den Islam sowohl ein Beitrag über Jenseitsvorstellungen als auch ein Beitrag zu Bestattungs- und Trauerriten. Anderer‐ seits wird der Zoroastrismus oder die Sikh-Religion nur jeweils in einem Beitrag dargestellt. Der Bogen hin‐ sichtlich der vorgestellten Religionen ist breit gespannt, so werden auch sog. Neue Religiöse Bewegungen be‐ rücksichtigt und beispielsweise der Raël-Bewegung, die mit der Ankündigung, Menschen zu klonen in die Öf‐ fentlichkeit trat, ein eigener Aufsatz gewidmet (230– 241). Dagegen ist festzustellen, dass erloschene religiö‐ se Traditionen kaum Berücksichtigung finden. Artikel zu Jenseitsvorstellungen des Alten Ägyptens, der klassi‐ schen Antike, Mesoamerikas oder der Etrusker, die man in einem solchen breit angelegten Handbuch erwarten würde, finden sich wider Erwarten nicht. Die sieben Beiträge des zweiten Bereichs sind unter dem Titel “General Beliefs and Practices” zusammenge‐ fasst. Sie betrachten jeweils in vergleichender Perspekti‐ ve ein Thema. Bei den Themen handelt es sich um Jen‐ seitsvorstellungen in Form von Himmels- und Höllen‐ imaginationen, Wiedergeburtsvorstellungen, Todesvor‐ stellung innerhalb mystischer Denkweisen, amerikani‐ sche Friedhofskultur, Leichenverbrennung, Mumifizie‐ rungspraktiken und digitale Gedenkstätten. Der dritte Bereich richtet den Blick auf Schwellenzustände und Schwellenwesen (“Liminal States and Liminal Beings”). Auch hier präsentiert der Herausgeber sieben Einzelbeiträge. Sie verhandeln sog. Nahtodvorstellun‐ gen, Konzepte der Erinnerung an frühere Leben, Geis‐ tervorstellungen, Engelwesen, Untote, die Verknüpfung von Tieren mit Jenseitsvorstellungen und Organspende. 250 Book Reviews Anthropos 115.2020 Der vierte Teil ist mit “On Dying” überschrieben und bietet sechs Beiträge. Sie befassen sich mit der Frage wie Tod und Sterben definiert werden können, transkul‐ tureller Erforschung von Trauer, den Zielen palliativer Pflege und Sterbehilfe. Die beiden letzten Bereiche prä‐ sentieren ergänzende Betrachtungsweisen, die unter den Titeln “Additional Ethical Considerations” und “Addi‐ tional Scholarly Perspectives” zusammengefasst wer‐ den. Die Beiträge, die ethische Perspektiven besitzen, befassen sich mit Suizid, dem Märtyrerbegriff, der Psy‐ chologie des Massenmordes und der Serienmörder, Ab‐ treibung, Hirntod und der Frage nach der Definition und Bekämpfung von Epidemien. Der letzte Themenkom‐ plex bietet Einblicke in philosophische Betrachtungs‐ weisen des Todes und des Sterbens, kulturanthropologi‐ sche Theoriebildung zu Tod und Ritualen mit Todesbe‐ zug, Archäologie von Grablegungen und eine abschlie‐ ßende Abhandlung des Todesthemas in westlicher Kunst und Literatur. Im Folgenden sollen drei Beiträge “Catholic Views of the Afterlife” (5–13), “The Undead. Vampires and Zom‐ bies” (362–370) und “Anthropology and Death (543– 547) exemplarisch vorgestellt werden. Die Religions‐ wissenschaftlerin Diana Walsh Pasulka ordnet ihren Beitrag zu den katholischen Perspektiven auf das Jen‐ seits mit Hilfe der Stichwörter “death”, “judge‐ ment”, “hell”, “purgatory”, “limbo” und “heaven”. Sie ordnet diesen Stichworten dann mehr oder weniger sys‐ tematisch Beobachtungen aus der katholischen Fröm‐ migkeits-, Theologie- und Kirchengeschichte zu, die sich dann aber nicht nur auf das Jenseits beziehen, son‐ dern auch auf die Abtreibungsfrage und Sterbehilfe. Dies geschieht in wenig kontextualisierter Form und wird garniert mit Verweisen auf katholische Katechis‐ men. Warum in der Moderne irdische Anliegen, wie die Wiederbegegnung mit verstorbenen Angehörigen, die Jenseitsvorstellungen in der katholischen Theologie in besonderer Weise geprägt haben sollen, erschließt sich dem Rezensenten nicht so ganz. In anderer Hinsicht ist es verwunderlich, dass die Autorin nicht auf die sog. “Neuere Theologie des Todes” eingeht, wie sie in‐ spiriert von Karl Rahner von dessen Schüler Ladislaus Boros vorgelegt wurde und dann in einer breiten Rezep‐ tionsbewegung weitergedacht wurde. Mittlerweile ist diese weithin, auch international, Standard innerhalb ka‐ tholischer Theologie und Verkündigung. Auch der im 20. Jh. unter Rückgriff auf den altkirchlichen Theologen Origenes von katholischen Theologen, wie Hans Urs von Balthasar, geführte Diskurs um eine Allversöhnung findet in diesem Beitrag keine Berücksichtigung. Ob‐ wohl der Beitrag systematisch gegliedert ist, macht er eher den Eindruck einer weitgehend beliebigen Blüten‐ lese. Das mit seinen elf Titeln knapp gehaltene Litera‐ turverzeichnis besticht eher durch die Berücksichtigung ausgefallener Spezialstudien zu abgelegenen Themen der Frömmigkeits- und Theologiegeschichte als durch den Verweis auf grundlegende theologische und fröm‐ migkeitsgeschichtliche Arbeiten. John Edgar Browning widmet sich in seinem Beitrag den sog. Untoten. Der erste Teil des Beitrags thematisiert den volkskundlichen Befund und Vampirvorstellungen unter Irokesen, ein Thema das sich eher selten in Überblicksdarstellungen findet. Es folgt dann ein Überblick über literarische und filmische Darstellungen des Vampirs, der jedoch so knapp gehalten ist, dass nicht einmal der genreprägende Film “Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens” von Friedrich W. Murnau Erwähnung findet. Hinsichtlich des zweiten Teils, der sich mit dem Zombie-Thema be‐ fasst, ist festzustellen, dass die ethnologische Betrach‐ tung des Themas deutlich gegenüber der literatur- und insbesondere filmhistorischen Betrachtung zurücktritt. Auch in diesem Beitrag entspricht das Literaturver‐ zeichnis mit seinen neun Titeln nicht den Erwartungen, die man an die Bibliografie eines Handbuches stellt. Douglas J. Davies’ Beitrag zur Theoriebildung über den Tod im Rahmen kulturanthropologischer Forschung legt den Schwerpunkt auf die Darstellungen der Interpretati‐ onsansätze der britischen Evolutionisten und der Durk‐ heim Schule, inklusive des von diesen getrennt zu se‐ henden Ethnologen Arnold van Gennep. Jüngeren An‐ sätzen widmet der Beitrag ganze 17 Zeilen (546). Auch in diesem Beitrag erscheint das Literaturverzeichnis zu überschaubar, immerhin nennt der Autor die ursprüngli‐ chen Publikationsdaten der von ihm in Übersetzung oder Neuauflage angeführten Literatur. Die drei hier näher vorgestellten Beiträge sollten nicht verdecken, dass sich in dem Band auch Beiträge von Autorinnen und Autoren finden, die den ihnen zur Verfügung gestellten Raum geschickt nutzen, um das vorzustellende Thema gekonnt in angemessener Form darzustellen und darüber hinaus eine weiterführende Bi‐ bliografie den Nutzerinnen und Nutzern des Buches zu bieten. Hier sind beispielsweise die Beiträge von Peter Flügel “Jaina Afterlife Beliefs and Funerary Practices” (119–132), Rachelle M. Scott “Theravāda Buddhist Afterlife Beliefs and Funerary Practices” (133–142) und Matthew T. Kapstein “Tibetan Buddhist Afterlife Be‐ liefs and Funerary Practices” (143–152) zu nennen. Richtig spannend wird das Buch in den Beiträgen, in denen neue oder ungewohnte Fragestellungen aufge‐ worfen oder neue Themen erschlossen werden; so etwa in dem Artikel von Lesley A. Sharp, in dem die Wahr‐ nehmung von Organspende in Bezug gesetzt wird zu Sprachspielen im Rahmen von Besessenheitsvorstellun‐ gen (“The Talking Dead in Organ Donation and Spirit Possession”; 385–395) oder im Aufsatz von Candi K. Cann, in welchem auf digitale Formen des Totenge‐ dächtnisses und auf virtuelles Fortleben aufmerksam ge‐ macht wird (“Digital Memorials”; 307–316). Im Blick auf die eingangs gestellte Frage ist somit festzustellen, dass im übertragenen Sinne die Figur nicht an Schärfe gewinnt, sondern sich deren fragmentarischer Charakter offenbart. Einiges was man erwarten würde fehlt, ande‐ res erscheint eher als ein Schatten seiner selbst, und dann finden sich doch noch die mit klaren Konturen versehenen und inhaltlich gefüllten Elemente der Figur, die die Substanz der schemenhaft auf dem Titelbild zu erkennenden Figur bilden mögen. Letztlich sollten sich Book Reviews 251 Anthropos 115.2020 der Verlag und der Herausgeber die Frage stellen, ob es sinnvoll erscheint, in einem solchen “Companion”, das deutlich über 100 € kostet, mehrere Beiträge zu zentra‐ len Themen abzudrucken, deren Nutzwert deutlich unter jenem entsprechender Wikipedia-Artikel liegt. Harald Grauer (library@anthropos.eu) Mosko, Mark S.: Ways of Baloma. Rethinking Ma‐ gic and Kinship from the Trobriands. Chicago: HAU Books, 2017. 473 pp. ISBN 978-0-9973675-6-0. Price: $ 40.00 In this impressive volume, Mark Mosko provides an in-depth critique of Malinowski’s perception and articu‐ lation of life in Northern Kiriwina, Trobriand Islands, Papua New Guinea. For Malinowski, the spirits of the dead moved to Tuma, the invisible world of spirits, and stayed there. They returned to Boyowa, the visible, ma‐ terial world of the living people, only for the procre‐ ation of a new child. For Malinowski and his successors working in Trobriand Islands, spirits of the dead were more or less uninvolved in the doings of their human descendants, while magic penetrated every aspect of their lives. Mosko, however, presents the opposite view and argues that the spirits of the dead, as well as other spirits identified under the generic term bilubaloma, are present in everything the Trobrianders do and most prominently in magic. He writes: “[T]he effectiveness of Trobriand magic is a matter of kinship: that is, of an‐ cestral spirit linkage” (7). Mosko is, besides his own detailed ethnography and analysis, encouraged to make such a claim by Viveiros de Castro who in the article “The Gift and the Given” wonders about a deeper con‐ nection between magic and kinship than it has usually been acknowledged in contemporary anthropological theory. The latter, who also wrote the “Foreword” to Mark Mosko’s book, goes on to say that magic and kin‐ ship might be interrelated in terms of “mysterious ef‐ fectiveness of relationality” (5) realised through a medi‐ atory concept of a gift. This is not a book about concrete daily life of con‐ temporary Trobrianders, be them Christian or not, but rather a book about concept-cum-praxis principles of their cosmogony and cosmology not easily articulated by everyone. These principles became revealed mainly through endless discussions with the Trobriand Para‐ mount Chief Tabalu Pulayasi Daniel as well as remark‐ able elders Molubabeba Daniel, Pakalaki Tokulupai, and Yogaru Vincent, all acknowledged as collaborators on the title page in the book. This tight cooperation with Omarakana chiefs and elders has led Mosko to expand the notion of the New Melanesian Ethnography (NME), of which he was the principal proponent, to the New‐ born Melanesian Ethnography (NBME) in which a di‐ vine individual takes the leading role. The main argu‐ ment of the book is that baloma, the spirits of the dead or ancestral kin, coexist with the living people (whose baloma is their “soul” or personal spirit that will once become baloma, the spirit of the dead) as agents every‐ where and in everything. Life coexists with death, so kinship is animistic and animism is in a close proximity with kinship. If these observations were written about the non-Austronesian peoples living around the mighty Sepik River, for example, it would be a common sense. Even powerful Catholic Charismatic and other Christian movements could not abolish the spirits of the dead and other spirits. However, not so for the Trobrianders as they were portrayed by Bronisław Malinowski. Mosko therefore engages with and revises Malinowski’s and other Trobriand scholars’ ethnographies framing his ar‐ guments within the theoretical framework of Marilyn Strathern’s “partiability” of Melanesian person and Lévy-Bruhl’s “participation.” Persons are magically endowed. Mosko argues that it is not efficacy of magical spells or magical efficacy of words, as Malinowski claimed, but efficacy of spirit be‐ ings evoked in them. The power of spells is the power of spirit beings. “[L]iving people are their ancestors em‐ bodied. Thus when humans act magically, their incor‐ porated spirit predecessors as kin are invisibly but ef‐ fectively acting also” (57). Masculine capacity of gener‐ ating magical spells are on the same level as feminine capacity of giving birth (chap. 4). Land and spells are shared by dala members. Dala, usually translated as matrilineage (challenged and cor‐ rected by Mosko), includes and expands to a variety of cosmological and cosmogonic beings and entities, in‐ cluding specific animals and plants in a kind of totemic relationship. Its living members share images and powers of human and nonhuman inhabitants or “per‐ sons” of both the material and visible world (Boyowa) and immaterial invisible spirit world (Tuma). Thus, spiritual images and powers of a newborn child origin‐ ate in Tuma and although this spirit child is of the same dala as their mother, they are of masculine, paternal ori‐ gin. Complementing maternal blood, they constitute child’s thoughts and reasoning. Fathers give both land and spells to their favoured sons (and sometimes daughters), who belong to another mater‐ nal dala. At the same time these sons are grouped under the term litulela (man’s children) belonging also to the dala of their fathers and their fathers’ maternal relatives. One could say that men give their parts – both material and immaterial – when they father a child regardless of the dala to which his children belong. Only later when the father dies, his male dala relatives pay his son to get back their own dala spells and land from him. While Malinowski confounded ceremonial payments and sacrificial offerings under the single term ula’ula, Mosko emphasises the importance of seeing them as two separate activities: ula’ula offerings or payments to magical specialists and bwekasa sacrificial exchanges. The latter become the main theme of his fifth chapter. The purpose of displaying food at different stages is of‐ fering food to bilubaloma spirits who extract shadows of the food and leave their saliva – “blessings” or “gifts of love” – on it as a kind of reciprocal sharing of lifegiving parts between Boyowa and Tuma. Spirits con‐ 252 Book Reviews Anthropos 115.2020

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References

Abstract

Anthropos is the international journal of anthropology and linguistics, founded in 1906 by Wilhelm Schmidt, missonary and member of the Society of the Divine Word (SVD). Its main purpose is the study of human societies in their cultural dimension. In honor of Wilhelm Schmidt‘s legacy, the cultivation of anthropology, ethnology, linguistics, and religious studies remain an essential component oft he Anthropos Institute – the organizational carrier of the journal.

Zusammenfassung

Anthropos - internationale Zeitschrift für Völkerkunde wird vom Anthropos Institut St. Augustin seit 1906 zweimal jährlich herausgegeben. Ursprünglich als Sprachrohr für katholische Missionarsarbeit geplant, gilt sie heute als wichtige Fachzeitschrift der allgemeinen Ethnologie. Sie behandelt sowohl kulturelle als auch sprachliche Themen in mehreren Sprachen, mit Schwerpunkt auf den Völkern des gesamtamerikanischen und afrikanischen Kontinents.