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Patricia Schneider, Migranten und Flüchtlinge als Herausforderung für Deutschland und Europa in:

S&F Sicherheit und Frieden, page 1 - 19

S+F, Volume 34 (2016), Issue 1, ISSN: 0175-274X, ISSN online: 0175-274x, https://doi.org/10.5771/0175-274X-2016-1-1

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S+F (34. Jg.) 1/2016 | 1 Schneider, Migranten und Flüchtlinge als Herausforderung  | T H E M E N S C H W E R P U N K T DOI: 10.5771/0175-274X-2016-1-1 Migranten und Flüchtlinge als Herausforderung für Deutschland und Europa Patricia Schneider* Abstract: The change in migration and refugee policy which has since 2015 occurred as a reaction to the large influx, oscillates between shielding and opening. This article attempts to provide some common ground on what has become a highly polarized debate by offering information on migration in general, and Germany and Europe in particular. What are the latest developments, and how can they be evaluated? To gain a better understanding of the developments, facts, data and policies from the global, European and German context on resettlement, maritime migration and navy operations, as well as on border management and perceived terror risks are referred to. In addition, the introduction of new German laws and regulations are discussed, as well as and whether the latest influx of migrants and asylum seekers is a chance or rather an excessive burden for society. In the final parts of the paper, an outlook is provided. Keywords: migration, security, naval operations, refugee routes, German and European asylum policies, relocation, border controls, terrorism, polarisation Stichworte: Migration, Sicherheit, Marineeinsätze, Fluchtrouten, deutsche und europäische Asylpolitik, Umverteilung, Grenzkontrollen, Terrorismus, Polarisierung Seit 2015 erlebten wir als Reaktion auf Flüchtlings- und Migrationsbewegungen mehrere Politikwechsel in Deutschland und Europa. Diese oszillierten zum einen zwischen Öffnung und Abschottung, waren zum anderen aber nicht aufeinander abgestimmt. Die Politikmaßnahmen haben zu hochpolarisierten Debatten – innerstaatlich und international – geführt. Der Artikel soll einen Beitrag dazu leisten, die Diskussion zu versachlichen und einführend die wichtigsten empirischen Entwicklungen, Politikmaßnahmen und Argumentationslinien für den Bereich „Migration, Sicherheit, Frieden“ in Deutschland und Europa aufzuzeigen. Wie stellen sich die aktuellen Entwicklungen dar und wie sind diese zu beurteilen? Dazu gehören Daten zum globalen Kontext (Kapitel 1), zu Bootsflüchtlingen und Marineeinsätzen S+F Sicherheit und FriedenSecurity and Peace 201634. JahrgangS. 1–96 Herausgeber Prof. Dr. Michael Brzoska, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) Dr. Walter E. Feichtinger, Landesverteidigungsakademie, Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement, Wien Dr. Volker Franke, Kennesaw State University, Kennesaw, Georgia (USA) Prof. Dr. Hans J.Giessmann, Executive Director der Berghof Foundation, Berlin Prof. Dr. Heiner Hänggi, Genfer Zentrum für die demokratische Kontrolle der Streitkräfte (DCAF), Genf Dr. Sabine Jaberg, Führungsakademie der Bundeswehr, Hamburg Dr. Axel Krohn, Führungsakademie der Bundeswehr, Hamburg Dr. Patricia Schneider, IFSH Schriftleitung Prof. Dr. Michael Brzoska Redaktion Dr. Patricia Schneider (V.i.S.d.P.), IFSH Susanne Bund Martin Krüger Dr. Sybille Reinke de Buitrago Dr. Tim René Salomon Beirat Dr. Detlef Bald, München Prof. Dr. Susanne Buckley- Zistel, Universität Marburg Prof. Dr. Sven Chojnacki, FU Berlin Alain Deletroz, Vizepräsident International Crisis Group Dr. Véronique Dudouet, Berghof Foundation, Berlin Prof. Dr. Pál Dunay, Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik (GCSP) Prof. Dr. Susanne Feske, Universität Münster Prof. Dr. Heinz Gärtner, Universität Wien Prof. Dr. Laurent Götschel, Universität Basel Prof. Andrea de Guttry, Scuola Sant’Anna, Pisa PD Dr. Hans-Joachim Heintze, Ruhr-Universität Bochum Heinz-Dieter Jopp, KptzS a.D. ehem. FüAkBw, Hamburg Prof. Dr. Heinz-Gerhard Justenhoven, IThF, Hamburg Dr. Jocelyn Mawdsley, Newcastle University Dr. Anja Seibert-Fohr, MPI Heidelberg Dr. Marianne Wade, University of Birmingham PD Dr. Ines-Jacqueline Werkner, FEST, Heidelberg T H E M E N S C H W E R P U N K T 1 * Die Autorin bedankt sich für die Unterstützung bei Recherchen und der Erstellung von Tabellen bei Nadja Sieffert sowie Morgane Chouzenoux (Tabelle 7 und Tabelle 8). Gedankt sei auch den Kolleginnen und Kollegen Prof. Dr. Michael Brzoska, Dr. Johann Schmid, OTL Jürgen Schrödl, Dr. Horst Sebastian Amanuel Tewelde, Kathrin Rupprecht, Dr. Tim René Salomon, Martin Krüger und Susanne Bund für wertvolle Kommentare und Anregungen. SuF_01_16_Inhalt_3.Umbruch.indd 1 07.06.16 09:38 T H E M E N S C H W E R P U N K T  | Schneider, Migranten und Flüchtlinge als Herausforderung 2 | S+F (34� Jg�) 1/2016 Management der meisten Flücht lingslager weltweit zuständig ist, sich für die Anzahl der durch die syrische Krise ausgelösten Flücht lingsbewegungen überfordert zeigte, was zu einer schlechteren Versorgung führte. Dafür ist auch deren chronische Unterfinanzie rung durch die Mitgliedstaaten verantwortlich. Ende 2015 war das humanitäre Programm der UN für die syrischen Flüchtlinge nur zu 61 Prozent finanziert (Am nesty International 2016). In der Region um Syrien befan den sich im März 2016 über 4,8 Mio. registrierte syrische Flücht linge – der Großteil in der Türkei (etwa 2,7 Mio.), im Libanon (1.07 Mio.), in Jordanien (639 Tsd.), im Irak (246 Tsd.) und Ägypten (118 Tsd.) (UNHCR 2016c). In der EU wurden zwischen April 2011 und Januar 2016 616 Tsd. Asylanträge gestellt (UNHCR 2016b). Somit liegen Aufnahmeländer der EU für die syrischen Flüchtlinge bisher etwa an vierter Stelle. Hinzu kommen die Binnenvertriebenen (6,5 Mio.) in Syrien in 2015 und ein enormer Bedarf an humanitärer Hilfe im Land (für 13,5 Mio. Menschen in 2015) (UNHCR 2015b: 9).3 Doch nicht nur Flüchtlinge aus Syrien, sondern auch aus anderen Staaten sind eine Herausforderung für die Fluchtprävention in den Herkunftsländern sowie die lokale Versorgung oder gar Integration im Transit und Empfängerstaat. 2. Bootsflüchtlinge und Marineeinsätze Die Migranten/ innen erreichten Europa in 2015 über Land und Seewege, davon über eine Million auf dem Seeweg. Die meisten davon kamen über Griechenland, in dessen Gewässern in 2016 bisher die meisten Toten und Vermissten registriert wurden (In ternational Organization for Migration 2016a: 4) (vgl. Tabelle 1). Ankünfte von Migranten in Europa in 2015 Staat See Land Insgesamt Mittelmeerroute Griechenland 853.650 3.713 857.363 östlich Bulgarien 31.174 31.174 Italien 153.842 153.842 zentral Spanien 3.845 3.845 westlich Malta 106 106 Zypern 269 269 Insgesamt 1.011.712 34.887 1.046.599 Tabelle 1. Daten der International Organization for Migration 2016a: 4 mit Ergänzung um Routen 3 Schwer ist oft die Trennung von Faktoren aus den Bereichen Umwelt, Wirtschaft, Politik und Soziales, die sich gegenseitig verstärken können. Zur Diskussion der Fluchtgründe in insbesondere der oft überschätzen Rolle des Klimawandels beim Ausbruch des Krieges in Syrien siehe Christiane Fröhlich 2016. Volker Boege (in dieser Ausgabe) beschäftigt sich mit der weltweiten Auswirkung von Klimawandel als Fluchtgrund am Beispiel von Umsiedlungen aufgrund des steigenden Meeresspiegels in Ozeanien. (Kapitel 2), Daten zu Deutschland (Kapitel 3) und Europa (Kapitel 4). Die Darstellung der Entwicklung der Politikmaßnahmen der EU (Kapitel 5) konzentriert sich auf Fragen der Umverteilung, des Grenzmanagements und des Terrorrisikos. Bei den deutschen Politikmaßnahmen (Kapitel 6) werden die neuen Gesetzespakete diskutiert sowie die Frage, ob wir es mit einer möglichen Überforderung oder mit einer Chance zu tun haben, bevor der Artikel mit einem Ausblick (Kapitel 7) endet. 1. Zahlen und Fakten: Global Schon 2014 konstatierte der UNHCR, dass weltweit knapp 60 Mio. Menschen auf der Flucht sind. Dazu zählen Flüchtlinge, Rück kehrer, Asylsuchende, Staatenlose und mit über 38 Mio. die größte Gruppe der Binnenvertriebenen (UNHCR 2015a: 8). Die meisten Flüchtlinge befinden sich 2014 in der Türkei (1.59 Mio.), Pakistan (1.51 Mio.), Libanon (1.15 Mio.), Iran (982 Tsd.), Äthiopien (659 Tsd.) und Jordanien (654 Tsd.) (UNHCR 2015a: 2). Eine besondere Herausforderung stellen dabei länger als fünf Jahre anhaltende Flüchtlingssituationen dar – etwa 45 Prozent (UNHCR 2015a: 11). Dies weist darauf hin, dass es sich oft nicht um neue humanitäre Krisen handelt und weiterhin die überwiegende Last vom globalen Süden getragen wird.1 Die langanhaltenden Flüchtlingssituationen führen wiederum zu heterogenen Flüchtlingsgruppen und stellen besondere Anforderungen an die Schaffung von Lebensgrundlagen für Flüchtlinge vor Ort.2 Staaten, die geografisch näher an den Herkunftsländern der Flüchtlinge liegen, sind am stärksten belastet. Die aktuell größte Krise in Syrien ist geografisch nah an Europa, sodass nun auch in Europa verstärkt Schutz gesucht wird. Dabei hat auch eine wichtige Rolle gespielt, dass der UNHCR, die Orga nisation der Vereinten Nationen, die u.a. für den Aufbau und das 1 Zur Diskussion der Nord Süd Polarisierung und der Handlungsspielräu me im Konflikt Flucht Nexus sowie der genderbezogenen Auswirkungen siehe Ulrike Krause in dieser Ausgabe. 2 Vgl. dazu Kathryn Tätzsch in dieser Ausgabe. Routen: Illegale Grenzübertritte in die EU in 2015 Abbildung 1. Quelle und Copyrights: Frontex 2016b, Nachdruck mit freundlicher Genehmigung von Frontex. SuF_01_16_Inhalt_3.Umbruch.indd 2 03.06.16 12:34 S+F (34� Jg�) 1/2016 | 3 Schneider, Migranten und Flüchtlinge als Herausforderung  | T H E M E N S C H W E R P U N K T der u.a. die Schleusung von Migranten/ innen als Sicherheitsri siko definiert und gesamteuropäisches Vorgehen als Ziel gesetzt wurde. Seit November 2014 agiert die von der EU Grenzschutz agentur Frontex geführte EU Marineoperation „Triton“, um die italienischen Aktivitäten insbesondere der Seenotrettung zu unterstützen. Triton ersetzte die schon vorher unterstützenden Operationen Hermes und Aeneas (Europäische Kommission 2014). Im April 2015 beschlossen die Staats und Regierung schefs der EU auf einem Sondergipfeltreffen die finanziellen Mittel der Marinemission „Triton“ (mit Basis in Italien) zu verdreifachen (Euronews 2015). Ab Mai 2015 wurde „Triton“ ausgeweitet, sodass mehr Schiffe, Helikopter und Flugzeuge in einem größeren Seegebiet als zuvor und unter Beteiligung von insgesamt 26 Staaten agieren (Frontex 2015). Diese Maßnah men, die Marineeinsätze und die privaten Seenotrettungsiniti ativen könnten – neben der offenen Balkanroute – mitverant wortlich dafür sein, dass es seither geringere Opferzahlen und 2015 insgesamt eine stark nachlassende Nutzung der Seeroute von Libyen über das Mittelmeer nach Lampedusa bzw. Italien gab (vgl. Tabelle 1). Die drei unten abgebildeten Landkarten zeigen die in 2015 hauptsächlich genutzten Routen für die Migrationsbewegungen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak (vgl. Abbildung 3, 4, 5). Die EU betreibt seit Dezember 2013 „Eurosur“ (European bor der surveillance system), ein Überwachungssystem, das u.a. Satellitenüberwachung und Drohnentechnologie nutzt. Er klärtes Ziel von „Eurosur“ ist die Verbesserung des Manage ments der europäischen Außengrenzen und die Verbesserung der Lageerkennung und der Reaktionsfähigkeit. Dadurch soll dreierlei erreicht werden: Die Bekämpfung der grenzüber schreitenden Kriminalität, die Bekämpfung der „irregulären Migration“, sowie die Seenotrettung von Migranten/ innen (Frontex 2016a). Die Seenotrettung wurde offenbar dennoch nicht so weit optimiert, dass die Anzahl der Opfer im gesam ten Mittelmeerraum stark eingeschränkt werden konnte. Die Routen werden auch noch mal anhand der Abbildung 1 verdeutlicht. Die Opfer, die aus unterschiedlichen Regionen kommen (deren Herkunft häufig aber auch unbekannt ist, siehe Abbildung 2), haben immer wieder zu Betroffenheit, Schlagzeilen und dem Ruf nach Politikmaßnahmen geführt. 2015 sind im Mittelmeer dennoch schätzungsweise – die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen – 3.770 Menschen als vermisst registriert worden und ertrunken, mehr als jemals zuvor (Missing Migrants Project 2016). Dies liegt auch an der erhöhten Anzahl der Flüchtlinge, die den unsicheren Seeweg auf teils seeuntauglichen Booten in 2015 wählten. Spätestens seit den Vorfällen vor Lampedusa im Oktober 2013 mit hunderten von Toten/Vermissten kam es zu einer erhöhten Aufmerksamkeit für diesen Sachverhalt und Handlungsdruck, woraufhin verschiedene Marineeinsätze beschlossen wurden. Als direkte Reaktion auf die Vorfälle vor Lampedusa kann die Einrichtung der Operation „Mare Nostrum“ der italienischen Marine und Küstenwache zur Seenotrettung von Flüchtlingen verstanden werden, die vom Herbst 2013 bis zum Herbst 2014 operierte und nach eigenen Aussagen mehr als 150.000 Men schen rettete (Ministero Della Difesa o.J.). Diese wurden nach Italien gebracht, wo sie einen Asylantrag stellen konnten. Der italienischen Marine wurde 2014 vorgewor fen, durch ihre Seenotrettungsprogramme Anreize für mehr Migration gegeben zu haben. Allerdings wählten später viele Migranten/ innen die Route nach Grie chenland, sodass die Push Faktoren, wie die Krisen im Nahen Osten, die dominanten Erklärungsfaktoren bleiben (Fargues 2015: 3 4). Die italienische Regierung forderte immer wieder eine stärkere Unterstützung durch die EU und ihre Mitglieder bei der Seenotrettung, der Beteiligung an den Ko sten sowie bei der Aufnahme der Flücht linge und stellte die Operation schließlich aus Protest ein. Im Juni 2014 verabschiedete die EU ihre Europäische Maritime Sicherheitsstrategie in Abbildung 3 Tote und vermisste Migranten/-innen im Mittelmeer nach Herkunftsregion in 2015 Abbildung 2. Daten des Missing Migrants Project 2016 SuF_01_16_Inhalt_3.Umbruch.indd 3 03.06.16 12:34 T H E M E N S C H W E R P U N K T  | Schneider, Migranten und Flüchtlinge als Herausforderung 4 | S+F (34� Jg�) 1/2016 borenes somalisches Mädchen (Bundeswehr 2016). Die Operation hat bereits mehr als zehntausend Menschen gerettet (European External Action Service 2016). Operation Sophia ist vornehmlich als Militäreinsatz gegen Schleuser gedacht und in verschie dene Phasen unterteilt. Während in der er sten Phase die Aufklärung im Vordergrund stand, startete im Oktober 2015 die zweite Phase damit, zudem verdächtige Schiffe in internationalen Gewässern zu überprüfen, woran sich auch die Bundeswehr beteiligt (Bötel 2015). Für die in späteren Phasen an gedachten Vorgehen in fremden (libyischen) Territorialgewässern (Phase 2b) oder fremden Territorien (Phase 3) fehlt es an der Zustim mung der Küstenstaaten (Bundeswehr 2016; Wikileaks 2016; Mogherini 2015). Der im März 2016 begonnene NATO-Einsatz in der Ägäis dient ebenfalls der Bekämpfung von Schlepperkriminalität und sammelt Informationen über Grenzübertritte, um sie anschließend an die Behörden Griechen lands und der Türkei sowie an Frontex wei terzugeben. Da die Türkei kein EU aber ein NATO Mitglied ist, wurde hier die NATO als Institution genutzt, um einen solchen multilateralen Einsatz zu organisieren und zu koordinieren. Der Einsatz wurde auf Bitten Deutschlands, der Türkei und Griechenlands initiiert. Die Marinen der Türkei und Griechenlands sollen jeweils in ihren Hoheitsgewässern agieren, wäh rend Bundeswehrschiffe und Schiffe ande rer europäischer Marinen auch zwischen den Hoheitsgewässern der beiden Staaten unterwegs sind. Der ständige Einsatzver band des Militärbündnisses im Mittelmeer, die sogenannte „Standing Nato Maritime Group 2“ wurde dafür in das Seegebiet zwi schen Griechenland und der Türkei verlegt (North Atlantic Treaty Organization 2016). Ein Bundestagsmandat wird von Verteidi gungsministerin von der Leyen derzeit als nicht erforderlich erachtet (ZEIT ONLINE 2016c). Ein erster Effekt des NATO Einsatzes und des Türkei Abkommens auf die Ankunftszahlen in Griechen land ist erkennbar: drei Wochen nach Beginn sind bereits deut lich weniger Migrant(inn)en über die Ägäis nach Griechenland gekommen (Stand Mitte April 2016, Gutschker 2016). Es wird u.a. damit gerechnet, dass die Überwachung der Seegrenze zwischen der Türkei und den griechischen Inseln zur Verschiebung der Migrationsbewegungen entweder in Richtung Nordafrika führt oder Schleuser neue, längere und gefährlichere Routen in der Ägais finden (ACAPS 2016: 2). Aufgrund der faktischen Schließung der Balkanroute seit An fang 2016 fürchtet Italien, dass sich die Haupt Flüchtlingsroute erneut, wie im Jahr 2014, in italienische Gewässer verlagert. Nach den erneut drastisch ansteigenden Zahlen im April 2015 (1.244 Tote/Vermisste im April, danach deutlich weniger, siehe Missing Migrants Project 2016) entschied die deutsche Bundesre gierung, Marineschiffe zunächst ohne Mandat zur Seenotrettung ab dem 7. Mai 2015 im Mittelmeer einzusetzen, die in der Folge an der Rettung von 5.673 Menschen beteiligt waren (Bundeswehr 2015). Kurze Zeit später wurde im Juni 2015 die Operation „European Union Naval Force – Mediterranean (EUNAVFOR MED)“ ins Leben gerufen, an der sich auch die deutsche Marine beteiligt. Die Operation wurde später – nicht frei von Pathos – mit dem Zusatz „Operation Sophia“ umbenannt. Namensgeberin war ein am 24. August 2015 an Bord der Fregatte „Schleswig Holstein“ ge Abbildung 4 Abbildung 5 Abbildung 3, 4, 5. Quelle und Copyrights: International Organization for Migration 2016c, Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der IOM. SuF_01_16_Inhalt_3.Umbruch.indd 4 03.06.16 12:34 S+F (34� Jg�) 1/2016 | 5 Schneider, Migranten und Flüchtlinge als Herausforderung  | T H E M E N S C H W E R P U N K T Betrachtet man die Zahlen der Asylerstanträge in Deutschland wird noch einmal ganz deutlich, wie stark der Anstieg aus den verschiedenen Herkunftsländern war (siehe Tabelle 2). Asylerstanträge in Deutschland der Jahre 2014 und 2015 insgesamt: Herkunftsländer Die 10 stärksten Herkunftsländer 2014 2015 Vergleich zum Vorjahr (in Prozent) 1. Syrien, Arabische Republik 39.332 158.657 +303,4 2. Albanien 7.865 53.805 +584,1 3. Kosovo 6.908 33.427 +383,9 4. Afghanistan 9.115 31.382 +244,3 5. Irak 5.345 29.784 +457,2 6. Serbien 17.172 16.700 -2,7 7. Ungeklärt 3.421 11.721 +242,6 8. Eritrea 13.198 10.876 -17,6 9. Mazedonien 5.614 9.083 +61,8 10. Pakistan 3.968 8.199 +106,6 Summe aller Herkunftsländer 173.072 441.899 +155,3 Tabelle 2. Daten des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2016d, sortiert anhand der Haupt-Herkunftsländer im Jahr 2015. Vergleicht man die Herkunftsländer der Erstantragssteller/ innen vom Januar 2016 (es sind dieselben Top 10 Länder im Februar und März 2016) mit den Top 10 aus 2014 und 2015 (Abbildung 6 und Tabelle 2) sind vier Staaten nicht mehr vertreten. Neben Somalia sind das die südosteuropäischen Länder Kosovo, Mazedonien und Bosnien Herzegowina; hin zugekommen sind der Iran und die Fallgruppe „staatenlos“.9 Die Erstanträge aus sechs ehemaligen jugoslawischen Staa ten umfassen nur noch 5,3 Prozent und es ist ebenfalls ein Rückgang der Folgeanträge10 in dieser Gruppe zu verzeichnen (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2016e: 14). Dieser Rückgang ist durch die geringe Erfolgs bzw. Schutzquote für Antragsteller/ innen aus Südosteuropa zu erklären. Zudem fanden Aufklärungskampagnen, wie Zeitungs und Facebook anzeigen, TV Interviews, Presseerklärungen und Internetseiten in den Herkunftsländern statt, über die Unmöglichkeit, Schutz aufgrund von wirtschaftlicher Not zu erhalten und von Rück führungen zu berichten (Deutscher Bundestag 2015b: 4 5). Die von den aus Südosteuropa Eingereisten wahrgenommene Perspektivlosigkeit, allgemeine Abwärtstrends und gesellschaft liches Auseinanderdriften waren nicht ausreichend für die Anerkennung der Schutzbedürftigkeit und nur in Einzelfällen konnte Verfolgung nachgewiesen werden. Syrien, Irak und Afghanistan sind 2016 mit Abstand die am stärksten vertretenen Herkunftsländer.11 Antragsteller/ innen aus diesen Ländern sowie aus Eritrea weisen die höchsten Schutzquoten auf (siehe Tabelle 3). 9 Staatenlos ist, wer unter nationalen Gesetzen keine Staatsbürgerschaft eines Landes besitzt (UNHCR 2016a). 10 Ein Folgeantrag ist ein „erneuter Asylantrag nach Rücknahme oder unanfechtbarer Ablehnung eines früheren Asylantrages“ (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2016b). 11 Einen Überblick über die Situationen in den 10 Top Herkunftsländern 2015 und wichtigsten Fluchtgründe bietet ein Informationspapier des Mediendienst Integration 2015. In dem Zeitraum vom Januar bis März 2016 kamen 80 Prozent mehr Flüchtlinge nach Italien als im Vorjahr (Cabrejas 2016). Dennoch kommt die überwiegende Anzahl weiterhin in Grie chenland an (Frontex 2016b; International Organization for Migration 2016d).4 3. Zahlen und Fakten: Deutschland Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bestätigte für das Jahr 2015 476.649 Asylerstanträge (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2016d). Die tatsächliche Zahl in Deutschland eingereister Flüchtlinge wird für 2015 auf mehr als das Doppelte, auf 1,1 Mio. geschätzt. Die Diskrepanz kann mit unterschiedlichen Faktoren erklärt werden. Zum einen damit, dass es mehrere Monate dauern kann, bis eine einge reiste Person einen Asylantrag stellen kann und somit noch Anträge ausstehen, zumal das Gros der Migranten/ innen im letzten Quartal einreiste. Außerdem reist ein Großteil der in Deutschland ankommenden Personen weiter (temporärer Unterbringungsbedarf), bevor sie überhaupt im EASY System5 erfasst werden, damit sind Fehlerfassungen möglich. Anhand des EASY Systems soll die Erstverteilung von Asylbegehrenden auf die einzelnen Bundesländer6 erfolgen (anders für unbe gleitete Minderjährige). Zu Doppelerfassungen kann es kom men, da diese oft nicht namentlich oder per Fingerabdruck erfasst wurden oder diese Daten nicht ausgetauscht wurden (Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge 2016a). Es ist also zu erwarten, dass die tatsächlichen Asylantragszahlen der im Jahr 2015 eingereisten Flüchtlinge insgesamt niedriger liegen als die 1,1 Mio. Registrierungen und dass, gemessen an der bisherigen Anerkennungspraxis, davon nur etwa die Hälfte bleiben kann. Denn die Gesamtschutzquote der im Jahr 2015 entschiedenen Asylanträge lag bei 49,8 Prozent (siehe Tabelle 3). Zu den aktuellen Asylantragstellern/ innen kommen wiede rum die Menschen hinzu, die schon länger in Deutschland (als Flüchtlinge) leben.7 Die unbearbeiteten, also noch laufenden Asylanträge beliefen sich im Dezember 2015 auf mehr als 364 Tsd. (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2016c).8 4 Etwa zehn Prozent der in Italien ankommenden und ein Viertel der in Griechenland ankommenden Migranten sind Kinder; die minderjäh rigen unbegleiteten Flüchtlinge in der EU sind am meisten gefährdet zu „verschwinden“ bzw. gelten häufig als „vermisst“; zu den Gründen siehe (Allsopp/Sigona 2016). 5 EASY steht als Abkürzung für „Erstverteilung der Asylbegehrenden“ (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2016a). Aufgrund der Grenz schließungen auf der Balkanroute wurden im Februar 2016 nur noch etwa 61 Tsd. Flüchtlinge vom „Easy“ System erfasst, im Januar 2016 waren es 91.671 (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2016f). 6 Aufnahmequoten für die einzelnen Bundesländer werden nach dem sog. Königsteiner Schlüssel festgesetzt, der nach den Steuereinnahmen und der Bevölkerungszahl der Länder berechnet wird. Da die Fläche dabei keine Rolle spielt, ist die Unterbringung insbesondere für die Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen eine besondere Herausfor derung (Der Tagesspiegel 2016a). 7 So zählte das Statistische Bundesamt im Ausländerzentralregister für 2014 1,34 Mio. Zuzüge (inkl. Asylbewerber) und 766 Tsd. Fortzüge mit einem Wanderungssaldo von 577 Tsd. Ausländern/ innen. Für das Jahr 2015 schätze es 1,65 Mio. Zuzüge und 618 Tsd. Fortzüge ins Ausland mit einem Wanderungssaldo von 1,036 Mio. Personen. Zudem verliert Deutschland jährlich durchschnittlich 25.000 Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft (Statistisches Bundesamt 2016; Engler et al. 2015). 8 Dietrich Thränhardt (2015) sieht die Gründe dafür an einem Festhalten an ineffizienten Verfahren und ungenügender personeller Ausstattung insbes. an „Entscheidern“. Im Jahr 2016 soll sich die Zahl der Mitarbeiter im BAMF mehr als verdoppeln (Thränhardt 2015b). SuF_01_16_Inhalt_3.Umbruch.indd 5 03.06.16 12:34 T H E M E N S C H W E R P U N K T  | Schneider, Migranten und Flüchtlinge als Herausforderung 6 | S+F (34� Jg�) 1/2016 EU: Erstanträge auf Asyl (sortiert nach Anteil am EU-Gesamtwert 2015) Zahl der erstmaligen Bewerber Anteil am EU- Gesamtwert (in Prozent) Bewerber je eine Mio. Einwohner* 2014 2015 Entwicklung (in Prozent) 2015 2015 EU 562.680 1.255.640 +123 100,0 2.470 Deutschland 172.945 441.800 +155 35,2 5.441 Ungarn 41.215 174.435 +323 13,9 17.699 Schweden 74.980 156.110 +108 12,4 16.016 Österreich 25.675 85.505 +233 6,8 9.970 Italien 63.655 83.245 +31 6,6 1.369 Frankreich 58.845 70.570 +20 5,6 1.063 Niederlande 21.780 43.035 +98 3,4 2.546 Belgien 14.045 38.990 +178 3,1 3.463 Ver. Königreich 32.120 38.370 +19 3,1 591 Finnland 3.490 32.150 +822 2,6 5.876 Dänemark 14.535 20.825 +43 1,7 3.679 Bulgarien 10.805 20.165 +87 1,6 2.800 Spanien 5.460 14.600 +167 1,2 314 Griechenland 7.585 11.370 +50 0,9 1.047 Polen 5.610 10.255 +83 0,8 270 Irland 1.440 3.270 +127 0,3 707 Luxemburg 1.030 2.360 +129 0,2 4.194 Zypern 1.480 2.105 +42 0,2 2.486 Malta 1.275 1.695 +33 0,1 3.948 Portugal 440 830 +89 0,1 80 Rumänien 1.500 1.225 18 0,1 62 Tschech. Republik 905 1.235 +36 0,1 117 Estland 145 225 +54 0,0 172 Kroatien 380 140 63 0,0 34 Lettland 365 330 10 0,0 165 Litauen 385 275 29 0,0 93 Slowakei 230 270 +18 0,0 50 Slowenien 355 260 27 0,0 126 Tabelle 4. Daten von Eurostat 2016 Asylanträge insgesamt (Erst-und Folgeanträge) in Deutschland: Die 10 stärksten Herkunftsländer im Jahr 2015 Herkunftsländer Asylanträge insgesamt Gesamtschutzquote Syrien, Arabische Republik 162.510 96 Prozent Albanien 54.762 0,2 Prozent Kosovo 37.095 0,4 Prozent Afghanistan 31.902 47,6 Prozent Irak 31.379 88,6 Prozent Serbien 26.945 0,1 Prozent Ungeklärt 12.166 80,2 Prozent Eritrea 10.990 92,1 Prozent Mazedonien 14.131 0,5 Prozent Pakistan 8.472 9,8 Prozent Summe Top 10 390.352 54,9 Prozent Herkunftsländer gesamt 476.649 49,8 Prozent Tabelle 3. Daten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge 2016d: 2 4. Zahlen und Fakten: EU 2015 registrierte die EU insgesamt 1,255 Mio. Asylbewerber/ innen, 2014 waren es 564 Tsd. und 2013 waren es 431 Tsd. Asylbewerber/ innen. Mit schnellen Konfliktlösungen, die zu erheblichen Reduzierungen der Flüchtlinge führen könnten, rechnet zurzeit niemand. Die Europäische Kommission prog nostizierte sogar mehr als drei Mio. Flüchtlinge für das Jahr 2016 (Migration Policy Group 2015). Die Steigerungswerte von 2014 zu 2015 und der prozentuale Anteil eines Landes am Gesamtwert aller Asylanträge in der EU in 2015 lassen sich der folgenden Tabelle 4 entnehmen. Bei den absoluten Zahlen ist Deutschland Spitzenreiter. Asylerstanträge in Deutschland im Januar 2016: Herkunftsländer Abbildung 7. Daten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge 2016e EU: Erstanträge auf Asyl im Jahr 2015 je eine Million Einwohner Abbildung 8. Eigene Darstellung nach Daten von Eurostat 2016 SuF_01_16_Inhalt_3.Umbruch.indd 6 03.06.16 12:34 S+F (34� Jg�) 1/2016 | 7 Schneider, Migranten und Flüchtlinge als Herausforderung  | T H E M E N S C H W E R P U N K T ihrer Entscheidung, Asylsuchende aktiv ins Land zu holen. Nach der geltenden Dublin III Verordnung ist in der Regel immer der erste Mitgliedstaat zuständig, über den die EU betreten wurde. Das umstrittene Verteilungssystem soll noch 2016 reformiert werden, u.a. um den Migrationsdruck von den Ankunftsländern zu nehmen (Europäische Kommission 2015b). Die krisenbedingte Umsiedlung infolge eines Massenzustroms von Migranten/ innen führte lange zu fruchtlosen Debatten über Ver teilungsschlüssel, die nicht implementiert werden konnten. Dazu zählt der 2014 bis Mitte 2015 diskutierte EU Verteilungsschlüssel („Flüchtlingskontingente“) der Europäischen Kommission, der sich an Bevölkerungszahl, Bruttoinlandsprodukt, Zahl der Asylanträge und der Arbeitslosenquote orientierte (Caro/Schramm 2015). Im Mai 2015 wurde stattdessen zunächst eine Umverteilung von 40 Tsd. Flüchtlingen auf freiwilliger Basis angekündigt, im September 2015 wurde dann die Notumsiedlung von insgesamt 160 Tsd. Flüchtlingen aus den stark geforderten Ankunftsländern Griechenland und Italien beschlossen. Der Beschluss erfolgte im Ministerrat mit qualifizierter Mehrheit (Rumänien, die Slowakei, Tschechien und Ungarn dagegen; Finnland enthielt sich) und enthielt eine Einigung auf ein Quotensystem für die Verteilung der bereits angekommenen Flüchtlinge in Griechenland und Italien über die nächsten zwei Jahre (Europäische Kommission 2015d; Lehmann 2015). Die Umsiedlung begann im November und wird finanziell von der EU gefördert. Doch selbst von dieser relativ kleinen Anzahl wurden – soweit bekannt – bis Ende März 2016 weniger als 900 umgesiedelt (349 aus Italien und 536 aus Griechenland). Auch Deutschland hat seine Quote deutlich untererfüllt (vgl. Tabelle 6 bietet eine Übersicht über den Stand der zunächst ersten 106 Tsd. geplanten Umsiedlungen). Umsiedlung von Geflüchteten in Griechenland und Italien: Versprechen vs. Realität Mitgliedsstaaten Aus Italien umgesiedelt Aus Griechenland umgesiedelt Bleibende Plätze von den 160.000 Deutschland 20 37 27.479 Frankreich 41 242 19.431 Spanien 18 û 9.255 Polen û û 6.192 Niederlande 50 48 5.849 Rumänien û 15 4.165 Belgien 24 û 3.788 Schweden 39 û 3.727 Portugal 46 84 2.818 Tschechien û û 2.691 Österreich û û 1.953 Finnland 96 44 1.938 Bulgarien û 2 1.300 Ungarn û û 1.294 Kroatien û û 968 Slowakei û û 902 Litauen û 6 665 Irland û 10 590 Slowenien û û 567 Luxemburg û 30 527 Lettland û 6 475 Estland û û 329 Zypern û 6 314 Betrachtet man die Antragszahlen jedoch im Verhältnis zur Bevöl kerungsanzahl, ergibt sich ein anderes Bild (siehe Abbildung 2). Ungarn ist Spitzenreiter vor Schweden, Österreich, Finnland und Deutschland. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Anzahl der Anträge noch nichts über die tatsächliche Gewährung von Asyl aussagt: 2015 haben in Ungarn von 25.000 beendeten Verfahren nur 146 zum Erfolg geführt. Ungarn wird der Vorwurf gemacht, kein Land in Europa tue weniger für Flüchtlinge (Faigle 2016). Die häufigsten Herkunftsländer der Asylbewerber/ innen in der EU unterscheiden sich im Vergleich zu den Zahlen für Deutschland vor allem dadurch, dass in Deutschland 2015 Nigeria und Iran nicht in den Top 10 zu finden waren, dafür Serbien, Mazedonien und ungeklärte Nationalitäten (vgl. Ta belle 3 und Tabelle 5). EU: Die zehn häufigsten Herkunftsländer der Asylbewerber im Jahr 2015 Herkunftsland   Syrien 362.775 Afghanistan 178.230 Irak 121.535 Kosovo 66.885 Albanien 65.935 Pakistan 46.400 Eritrea 33.095 Nigeria 29.915 Iran 25.360 Sonstige Länder 325.510 Insgesamt 1.255.640 Tabelle 5. Daten von Eurostat 2016 5. Politikmaßnahmen der EU 5.1 Gescheiterte Umverteilung Es liegt auf der Hand, dass gemeinsame Anstrengungen not wendig sind, idealerweise mit der Entwicklung von Hand lungsansätzen auf EU Ebene und der Umsetzung durch die Mitgliedstaaten. Die Europäische Migrationsagenda vom Mai 2015 ist die Grundlage der EU Maßnahmen und baut auf den folgenden vier Grundpfeilern auf: 1) Anreize irregulärer Mi gration reduzieren, 2) Grenzmanagement, um Leben zu retten und Außengrenzen zu sichern, 3) eine starke, gemeinsame Asylpolitik, 4) legale Migrationswege schaffen (gesteuerte Mi gration und Visa Politik) (Europäische Kommission 2015a). 12 Von der Prämisse einer Solidaritätspflicht zeugen nicht nur die Politikerbeiträge im Forum (in diesem Heft). Ein Kernstreitpunkt bleibt bisher die Aufnahme und noch mehr die Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU. Die Asylpolitik ist bisher nur in geringen Anteilen vergemeinschaftet und es obliegt letztlich der souveränen Entscheidung der Staaten, ob sie Asylgesuche anerkennen, die ihr Territorium erreichen. Damit obliegt es auch 12 Sven Chojnacki und Lisa Paping (in diesem Heft) identifizieren vier teils parallele, teils gegenläufige räumliche Praktiken der Migrationspolitik der EU – „Auslagerung“, „Verlagerung“, „Lagerbildung“ sowie „Rück lagerung“. Der Artikel beschreibt damit die „Hybridisierung“ und „Fixierung“ von Grenzräumen. SuF_01_16_Inhalt_3.Umbruch.indd 7 03.06.16 12:34 T H E M E N S C H W E R P U N K T  | Schneider, Migranten und Flüchtlinge als Herausforderung 8 | S+F (34� Jg�) 1/2016 systematisiert sowie Kontroll und Einreisepraktiken einander angeglichen. Dadurch sollten insbesondere diejenigen von einer Einreise abgehalten werden, die in Europa aufgrund ihrer geringen Bildung und ihren geringen finanziellen Ressourcen unerwünscht sind (Benhöfer et al. 2013: 7). Temporäre Kontrollen im Raum des Schengener Grenzkodex wurden 2015 von europäischen Ländern eingeführt, um die fehlenden Kontrollen bei Ersteinreise in die EU zu kompensieren und die Weiterreise zu regulieren, teils mit Festsetzungen von Kapazitätsbeschränkungen für den Grenzübergang. Auch Grenz schließungen fanden aufgrund von Migrationsbewegungen statt (vgl. Tabelle 6; Stand 04.04.2016). Außerdem gab es noch Grenzschließungen und Kontrollen in anderen europäischen Nicht Schengen Staaten. Hier sind neben Bulgarien, Rumänien und Zypern vor allem Kroatien, Mazedonien und Serbien zu nennen, die Anfang März ihre Grenzen schlossen, sodass viele Migranten/ innen auf der Balkanroute aufgehalten wurden (ZEIT ONLINE 2016a).13 Ab März 2016 schloss Mazedonien seine Grenze zu Griechenland. Seitdem ist die Balkanroute faktisch geschlossen. Im griechischen Grenzort Idomeni sitzen ca 12.000 Flüchtlinge fest, die dort ausharren und hoffen, dass es doch für sie nach Norden weitergeht, die aber zunehmend auch zu Verzweiflungstaten neigen (Meisner 2016). In Griechenland halten sich im März 2016 über 56 Tsd. Migranten/ innen und Flüchtlinge auf (Stand: 31.03.2016) (International Organization for Migration 2016d). Die EU Kommission beschließt daraufhin die Nothilfe für Griechenland von 181 Mio. auf 267 Mio. Euro zu erhöhen und stellt Mitte März 30,5 Mio. Euro unter anderem für die angespannte Lage an der griechisch mazedonischen Grenze zur Verfügung (Europäische Kommission 2016d). Die Einführung temporärer Grenzkontrollen und Grenzschließungen im Schengen-Raum in 2015-2016 Länder Grenzkontrollen oder -schließungen Zeitraum Beschränkungen Belgien Befristete Grenzkon trollen zu Frankreich 23.02.2016 – 12.04.2016 Nein Dänemark Befristete Grenzkon trollen zu Deutschland 04.01.2016 03.05.2016 Nein Deutschland Befristete Grenzkontrol len an allen Grenzen, insbes. zu Österreich 13.09.2015 – 13.05.2016 6.000 Personen/ Tag Frankreich Grenzen zu Italien geschlossen; Befristete Grenzkon trollen, insbes. zu Deutschland und Italien aufgrund der Pariser Anschläge Seit 11.06.2015 13.11.2015 – 27.03.2016 keine Migranten oder Flüchtlinge dürfen passieren Malta Befristete Grenzkontrol len u.a. wegen terroris tischer Bedrohung und Bekämpfung des Schleu sens von Migranten 09.11.2015 – 31.12.2015 Nein Norwegen Befristete Grenzkontrol len an allen Grenzen, insbes. zu Schweden 26.11.2015 – 13.04.2016 Nein 13 Bereits Ende Februar hatten sie sich auf vergleichsweise kleine Tages kontingente von 580 Personen im Rahmen einer Absprache mit den Schengenstaaten Österreich und Slowenien geeinigt (SPIEGEL ONLINE 2016; ZEIT ONLINE 2016a). Mitgliedsstaaten Aus Italien umgesiedelt Aus Griechenland umgesiedelt Bleibende Plätze von den 160.000 Malta 15 6 110 Dänemark û û N/A Griechenland û û N/A Island û û tbc Italien û û N/A Liechtenstein û û tbc Norwegen û û tbc Schweiz û û tbc Vereinigtes Königreich û û N/A INSGESAMT 349 (von 39.600) 536 (von 66.400) 97.327 (von ursprünglich 98.256) Tabelle 6. Daten der Europäischen Kommission 2016c Nachdem sich die Flüchtlinge zunächst auf die drei Mitglied staaten Österreich, Deutschland und Schweden konzentriert hatten, verkündete Schweden im Dezember 2015, dass es seine Zusagen zur Umverteilung nicht einhalten könne und wurde wie Griechenland und Italien von der Umverteilung ausgeschlossen. Im Februar 2016 wurde auch Ungarn durch die Europäische Kom mission von der Umverteilung befreit (Europäische Kommission 2016a: 5). Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, die weiteren 54 Tsd. Umsiedlungen von den beschlossenen 160 Tsd. direkt aus der Türkei einreisen zu lassen (Europäische Kommissi on 2016e). Selbst wenn diese Vorschläge und Beschlüsse umge setzt würden, bleibt die Grundproblematik: „Bei kontinuierlich hohen Zugangszahlen läuft der Verteilungsmechanismus damit Gefahr, irrelevant zu werden“ (Lehmann 2015: 10). 5.2 Grenzen: Öffnung und Abschottung Weil die Erstaufnahmestaaten, wie Griechenland und Italien und weitere Länder auf der Balkanroute die Flüchtlinge entwe der ohne Asylantrag weiterreisen ließen oder es zu unhaltbaren Zuständen inkl. schweren Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen und Polizisten an den Grenzübergängen unter schiedlicher Staaten der Balkanroute kam, wurde in der akuten Krise das Dublin System faktisch außer Kraft gesetzt. Das BAMF verkündete dies zuerst im August 2015 für die syrischen Flücht linge, die nach Deutschland kommen; ab September/Oktober war das Dublin Abkommen in allen EU Staaten faktisch außer Kraft gesetzt und eine hohe Anzahl an Schutzsuchenden konnte einreisen (Lehmann 2015). Neben diesen Öffnungs sind auch Abschottungstendenzen zu verzeichnen. Ruben Andersson sieht in der Etablierung des Schengener Übereinkommens von 1985 und den folgenden (Durchführungs )Übereinkommen eine Verstärkung der euro päischen Außengrenzen, die auf Bitte der nördlichen Staaten an die südeuropäischen Staaten geschah, die dazu drängten Migration zu unterbinden. Da es vor den 1990er Jahren fast keine Migration über Seewege gab, spricht Andersson von einem „feedback loop“ zwischen Grenzsicherung und Migration (Andersson 2016: 6). Durch die Einführung des Schengen Raums wurde die Kontrolle der europäischen Außengrenzen SuF_01_16_Inhalt_3.Umbruch.indd 8 03.06.16 12:34 S+F (34� Jg�) 1/2016 | 9 Schneider, Migranten und Flüchtlinge als Herausforderung  | T H E M E N S C H W E R P U N K T Eurodac Datenbank zur Speicherung von Fingerabdrücken zur Verhinderung von erneuten Asylanträgen in anderen Ländern. Auch eine Reform vorhandener Neuansiedlungsprogramme ist angedacht und ein EU Aktionsplan zur Integration soll bald vorgelegt werden (Europäische Kommission 2016f). Die EU Türkei Politik kann sowohl unter Abschottungs als auch unter Öffnungsgesichtspunkten betrachtet werden. Die Türkei wurde mit dem auf dem EU Gipfel Mitte März 2016 geschlossenen Flüchtlingsabkommen zum zentralen Akteur für die Sicherung der europäischen Außengrenzen. Alle neuen Migranten/ innen, die von der Türkei aus auf die griechischen Inseln übersetzen, werden in die Türkei zurückgebracht. Für jeden zurückgenommenen Migranten/ in soll ein/e andere/r Syrer/in von der Türkei legal und sicher in die EU umgesiedelt werden; neuen See und Landrouten von der Türkei in die EU soll so vorgebeugt werden. Enden die irregulären Überfahrten bzw. werden sie erheblich reduziert, beginnt das legale Einrei seprogramm, das sog. „Voluntary Humanitarian Admission Scheme“. Im Gegenzug erhält die Türkei u.a. Visa Erleichte rungen für ihre Staatsbürger/ innen (sollten die notwendigen Bedingungen dafür erfüllt werden) und beträchtliche Förder gelder. Sie soll außerdem dabei kooperieren, die humanitäre Lage in Syrien zu verbessern (Europäische Kommission 2016d). Unklar bleibt, ob und wie die menschenrechtlichen Standards dabei eingehalten werden können. Dazu zählt bspw. die Sicherstellung, dass die Türkei nicht in Verfolgerstaaten abschiebt, in denen den Geflüchteten Tod oder Folter drohen; dass eine faire und zügige Einzelfallprüfung und keine Kollektivausweisung erfolgt und die Gewährleistung einer unabhängigen Beschwerdeinstanz, die die Rechtmäßigkeit der Rückführung vor Durchführung überprüfen kann. Nur dann werden die Grundwerte Deutschlands und Eu ropas gewahrt.15 Amnesty International beklagte zeitweise die Abschiebung afghanischer und syrischer Flüchtlinge durch die Türkei (Mützel 2016; Gotev 2016). Es besteht die Gefahr, dass die Schutzsuchenden auf andere (gefährliche) Routen ausweichen und das Problem für die EU nur verlagern (Rudolf 2016). Die „Externalisierungsstrategie“ der EU wird von NGOs wie medico international, Pro Asyl und Brot für die Welt scharf kritisiert – unter dem Argument der Fluchtursachenbekämpfung verschleiere die EU ihre eigentlichen Motive der Abschottung, des Wunsches nach Selektion sowie der Prämisse der eigenen Sicherheit. Im Zuge der Externalisierung wird starker Einfluss auf die Sicherung der Grenzen auch außerhalb der Außengren zen genommen, dazu gehören Maßnahmen wie der „Export von Grenzkontrolltechniken, Schulungen der Grenzpolizei, Rückübernahmeabkommen, gemeinsame Grenzpatrouillen, Einwirkung auf Migrationsgesetze und die Verzahnung von Migrations , Entwicklungs und Sicherheitspolitik“ (Brot für 15 Der zentrale Aspekt der Genfer Flüchtlingskonvention ist das „Refoulement“ Verbot, welches die Staaten dazu verpflichtet, Personen an ihrer Grenze weder zurückzuweisen noch abzuschieben, wenn sich diese Personen dadurch in einem Staat aufhalten müssten, in dem sie durch Verfolgung aus den in der Genfer Flüchtlingskonvention gelisteten Gründen bedroht sind (vgl. Fußnote 25). Auch die EU Grundrechte Charta hat das Recht auf Asyl in Artikel 18 übernommen. Zudem gilt die Europäische Menschenrechtskonvention. Eine „Obergrenze“ wäre mit diesen Rechten nicht vereinbar. Folglich schränken diese Rechte die staatliche Hoheitsgewalt ein (Cremer 2016). Zur ausführlichen Diskussion der rechtlichen Dimension europäischer Migrationskontrolle und zu Kriegsflüchtlingen siehe Markard 2014 und Markard 2012. Länder Grenzkontrollen oder -schließungen Zeitraum Beschränkungen Österreich Befristete Grenzkontrol len an allen Grenzen, insbes. zu Slowenien, Ungarn und Italien 16.09.2015 – 16.05.2016 Geplant: Obergrenze von 37.500 Asyl bewerbern pro Jahr bis 2019 ist rechtswidrig, gepaart mit Asyl Schnellverfahren Schweden Befristete Grenzkontrol len an allen Grenzen, insbes. zu Dänemark 12.11.2015 – 08.04.2016 Nein Slowakei Befristete Grenzkon trollen zu Osterreich und Ungarn Seit 14.09.2015 Lehnt es ab, muslimische Flüchtlinge aufzunehmen Slowenien Befristete Grenzkon trollen zu Ungarn; Grenzen geschlossen zu Kroatien 17.09.2015 – 16.10.2015; seit 08.03.2016 geschlossen (Vor Schließung: 580 Personen/Tag ab 26.02.2016) Ungarn Befristete Grenzkon trollen zu Slowenien; Grenzen zu Kroatien und Serbien geschlossen 17.10.2015 – 26.10.2015; seit 14.09.2015 bzw. 17.10.2015 Lehnt es ab, Flüchtlinge aufzunehmen Tabelle 7. Eigene Darstellung anhand von Angaben in folgenden Quellen: Informationen zu Grenzkontrollen: Europäische Kommission 2016b; Informationen zu Grenzschließungen aus Presseberichten: Deutsche Welle 2015; SPIEGEL ONLINE 2016; Wiener Zeitung 2015; ZEIT ONLINE 2015, 2016a, 2016b; Stand 08.04.2016. Eine Studie der Friedrich Ebert Stiftung offenbart in einer Um frage die große Verunsicherung der EU Bürger/ innen aufgrund der stark zunehmenden Flüchtlingszahlen in 2015; fast jeder Zweite sieht das Thema Flüchtlinge als wichtigstes zu bewälti gendes Problem der EU (Hilmer 2016: 5 6). Ob die Zuständig keit dafür bei der EU gesehen wird, hängt aber stark von der Nationalität der Befragten ab.14 Die Europäische Kommission möchte den Schengen Raum wiederherstellen. Das Ziel ist, bis Ende Dezember 2016 alle Grenzkontrollen im Schengen Raum wieder aufzuheben. Der Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres schlug am 16.03.2016 eine Revision der Dublin III Verordnung vor, für die er u.a. fordert, dass die Umsiedlungspläne eingehalten werden und zudem ein Verteilungsschlüssel für die Neuan siedlung von Migranten/ innen aus Drittstaaten in der EU implementiert wird. Gleichzeitig übt der Ausschuss Kritik an den Grenzkontrollen und schließungen im EU Binnenraum. Alle Flüchtlinge sollen in Hotspots registriert werden; EU weite Rücknahme Vereinbarungen sollen bilaterale Vereinbarungen ersetzen (Europäisches Parlament 2016). Die Europäische Kom mission nennt am 06.04.2016 verschiedene Optionen für eine Erneuerung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems zur Eröffnung legaler Migrationswege: Darunter fallen die (a) Ergän zung des Dublin Verfahrens durch eine nachträgliche Lasten teilung oder (b) alternativ ein dauerhafter Verteilungsschlüssel sowie (c) eine weitere Harmonisierung der Asylverfahren durch eine Entscheidungshoheit der EU im Rahmen einer eigenen EU Agentur. Diskutiert wird auch eine effektivere Nutzung der 14 In Italien sehen 75 Prozent und Deutschland 68 Prozent die Regelung der Aufnahme und Verteilung der Zuwanderer in der Zuständigkeit der EU; in der Slowakei sind dies nur 27 Prozent und in Tschechien 22 Prozent (Hilmer 2016: 16). SuF_01_16_Inhalt_3.Umbruch.indd 9 03.06.16 12:34 T H E M E N S C H W E R P U N K T  | Schneider, Migranten und Flüchtlinge als Herausforderung 10 | S+F (34� Jg�) 1/2016 sicheren Herkunftsstaats in der Asylverfahrensrichtlinie einem Missbrauch des Systems entgegenwirken sollen“ (Europäische Kommission 2015b), umzusetzen. Auch zunächst registrierte, aber dann „verschwundene“ Mi granten könnten sich als Risiko erweisen.16 Des Weiteren wird befürchtet, dass lokale Konflikte „importiert“ werden (Collier 2014: 110). Es ist schwer zu beurteilen, wie groß die Gefahr ist, dass Flücht linge sich an Terroranschlägen beteiligen oder Terroristen sich als Flüchtlinge tarnen, denn nur wenige Präzedenzfälle sind be kannt. Zwei der Paris Attentäter mit vom IS erbeuteten syrischen Pässen wurden in Griechenland registriert, bisher bleibt dies jedoch eher eine Ausnahmeerscheinung. Die folgende Tabelle 8 stellt daher ausgewählte Terroranschläge in westlichen Län dern seit 2004 über die unmittelbaren Täter mit Verdacht auf islamistischem Hintergrund in chronologischer Reihenfolge dar. Sie verdeutlicht, dass die Täter in großer Mehrheit in den Län dern, in denen sie das Attentat verübten, aufgewachsen sind.17 Nach den Pariser Anschlägen dachten laut einer Umfrage des französischen Meinungsforschungsinstituts IFOP 80 Prozent der Franzosen, 79 Prozent der Deutschen und 84 Prozent der Italiener im März 2016, dass unter den vielen nach Europa kommenden Migranten auch potenzielle Terroristen sind (Fourquet 2016: 7). 18 EU Kommissionspräsident Jean Claude Juncker erklärte: „Es scheint, als ob der Terrorismus, der uns heute attackiert, von au ßen importiert wurde, dabei wurden diejenigen, die diese Taten begehen, in Wahrheit hier geboren, oft sogar auch ihre Eltern. Sie sind durch unsere Schulsysteme gegangen und haben aktiv an unserem sozialen Leben teilgenommen. Sie vermitteln nur den Eindruck, dass sie von woanders kämen, dabei sind sie von hier!“ (Delvaux 2016). Der Präsident des Bundesamts für Verfassungs schutz, Hans Georg Maaßen, urteilte nach den Pariser Anschlägen: „Der IS hat hier eine ‚Show of Force‘ gemacht. Er wollte zeigen, was er kann. Er wollte uns beeindrucken. Er wollte in Teilen auch den Flüchtlingsstrom diskreditieren“ (Phoenix 2015). Während der Verfassungsschutz es zunächst für weniger wahrscheinlich hielt, dass Personen mit Kampfauftrag und erfahrung Flüchtlingsrou ten nutzen, da diese ausgesprochen gefährlich seien, wurde diese Einschätzung später korrigiert: „Obwohl er es nicht nötig hätte, seine Leute unter die Flüchtlinge zu mischen, hat er [der IS] es [zur Machtdemonstration] getan“ sagte Maaßen im April 2016 (tagesschau.de 2016b). Er problematisiert, dass etwa 70 Prozent 16 Dita Vogel, Ökonomin an der Universität Bremen, schätzt, dass die Zahl der nicht gemeldeten Migranten in Deutschland im Jahr 2014 bei 180.000 bis 520.000 Menschen lag. Oft sind diese zunächst mit einem gültigen Visum eingereist oder sie tauchen nach ihrer Ablehnung als Asylbewerber ab. Folglich begünstigte die lange Bearbeitung von Asylan trägen das Abtauchen, sodass sie mit einem höheren Anteil ehemaliger Asylbewerber an nichtregistrierten Migranten im Jahr 2016 rechnet. Ein Hinweis auf die Erhöhung ist auch die Anzahl von 142.000 Personen, die 2015 nicht in den ihnen zugewiesenen Erstaufnahmeeinrichtungen ankamen (Dernbach 2016). 17 Einer der raren Beispielsfälle eines Anschlages eines Einzeltäters, der als Flüchtling aus dem Iran nach Australien kam, bleibt umstritten, da u.a. Zweifel an seiner geistigen Zurechnungsfähigkeit bestehen. Das Gerichtsverfahren zu den genauen Umständen des Ereignisses ist noch nicht abgeschlossen und es gilt abzuwarten, ob die Einstufung als „Ter roranschlag“ erneut bestätigt wird (Regierung New South Wales 2016). 18 Vergleiche Katharina Götsch (in dieser Ausgabe) die exemplarisch die Berichterstattung von österreichischen Zeitungen über das Risikopo tenzial von radikalisierten Muslimen (Rückkehrer, Flüchtlinge und radikalisierte Jugendliche) ausgewertet hat und davor warnt Muslime vor allem als Sicherheitsrisiko darzustellen. die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst 2016: 2) oder auch „Sensibilisierungskampagnen“ in den Herkunfts und Transitländern (Lenz 2016: 20). Des Weiteren wird im Zuge einer „Regionalisierung“ versucht die Flucht und Migrations bewegungen auf andere Regionen als die der EU zu beschrän ken. Durch diese Maßnahmen würden Gründe zur Migration und Flucht nach Europa vielmehr geschaffen als bekämpft, Wirtschaftsentwicklung gehemmt und autoritäre Regime ge stärkt. Problematisch sei auch die Verknüpfung der Zusagen für Entwicklungshilfe mit den Forderungen nach Migrations kontrolle insbesondere in afrikanischen Staaten. Flucht und Migration werden vorrangig als Sicherheitsrisiko betrachtet und der Grenzschutz daher ausgebaut (Brot für die Welt – Evange lischer Entwicklungsdienst 2016; Lenz 2016). Problematisch ist es auch, dass Griechenland auf die Durch führung (zehn )tausender Asylverfahren in kurzer Zeit nicht vorbereitet ist, weshalb die EU Griechenland ein humanitäres Nothilfebudget zugesprochen sowie personelle Unterstützung aus den Mitgliedstaaten zugesagt hat. Die EU hat somit erstmalig humanitäre Hilfe innerhalb Europas geleistet und Griechenland zum Notstandsgebiet bezüglich der Flüchtlingslage erklärt (Eu ropäische Kommission 2016d; EurActiv 2016). Frontex Direktor Fabrice Leggeri sagt auf das Abkommen mit der Türkei und die Herausforderungen Griechenlands angesprochen: „Es wird eine große Aufgabe. Wir von Frontex werden uns daran mit bis zu 1.500 Beamten beteiligen, darunter Grenzbeamte und Experten für die Registrierung von Asylsuchenden“ (EurActiv 2016). Erstaufnahmestellen, sog. Hotspots, an den Grenzen in Grie chenland (bisher fünf) und Italien (bisher sechs Hotspots) sollen zukünftig eine Schlüsselrolle bei der Umverteilung spielen (Europäische Kommission 2015c, Stand 18.03.2016). Es hängt von der sicheren und menschenwürdigen Ausgestaltung ab, ob diese künftig freiwilligen Zulauf erfahren werden. Bisher sind sie unpopulär, u.a. weil die Präferenz für ein selbstgewähltes Auf nahmeland keine Berücksichtigung findet (Lehmann 2015: 10). 5.3 Flüchtlinge als Terroristen? In den Hotspots soll dann auch die bisher versäumte systema tische Registrierung von Flüchtlingen stattfinden. Die oft feh lende erkennungsdienstliche Erfassung bei der Einreise wurde auch an Deutschlands Grenzen als Sicherheitsrisiko kritisiert. Polizeigewerkschaften riefen dazu auf, nur noch zuvor nament lich erfasste und identifizierte Personen einreisen zu lassen. Eine zentrale Erfassungsdatei und Flüchtlingsausweise sollen künftig Abhilfe schaffen. Eine besondere Herausforderung dabei stellt die Problematik dar, dass die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) über echte Passdokumente aus Syrien, Irak und Libyen verfügen soll. Zuwanderer ohne Papiere erschweren eine Identifikation zudem erheblich. Zwar wird anerkannt, dass Flüchtlinge u.a. vor dem IS fliehen. Dennoch wird davor gewarnt, dass terro ristische Organisationen oder Einzelpersonen extremistischer Gesinnung die Flüchtlingsbewegungen nutzen können, um nach Deutschland oder Europa zu gelangen (Bewarder 2015). Die EU hat sich daher auf ihre Agenda geschrieben „eine systematische Identitätsfeststellung und Abnahme von Fingerabdrücken, ge koppelt mit Maßnahmen, die durch Stärkung des Prinzips des SuF_01_16_Inhalt_3.Umbruch.indd 10 03.06.16 12:34 S+F (34� Jg�) 1/2016 | 11 Schneider, Migranten und Flüchtlinge als Herausforderung  | T H E M E N S C H W E R P U N K T Der Ruf nach Registrierungen von Ein und Ausreisen begründet sich aus der Angst vor dem Risiko der „foreign fighters“ und deren Unterstützer, d. h. radikalisierte Gewaltbereite, die in den Irak, nach Syrien und in andere Kampfgebiete ausreisen und wiederkehren (unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft), die sich ggf. unerkannt und unbehelligt mit ihren europäischen Pässen bewegen, sollten sie keine Tarnidentität nutzen. Sicher heitsbehörden fürchten, dass dschihadistische Rückkehrer, die in Syrien den Umgang mit Waffen und Sprengstoff erlernt haben, in Europa Anschläge verüben könnten.19 Da es sich bei den Reisebewegungen sowohl um ausländische als auch deutsche Staatsbürger/ innen handeln kann, mit Migrationshin tergrund oder ohne (z. B. bei Konvertiten), wäre allerdings eine Überwachung der Reisebewegungen aller Staatsbürger/ innen erforderlich. Zumindest die Aussicht auf die Durchsetzung von verdachtsunabhängiger Überwachung aller EU Bürger(innen) erscheint auch aus Datenschutzgründen wenig aussichtsreich. Es bleibt daher abzuwarten, was unter dem Ruf nach „einem Ein und Ausreiseregister, das erkennen lässt, wer den Schengen 19 Die psychologische Behandlung von Traumata, Initiativen zur Präven tion islamistischer (und auch rechtsextremistischer) Radikalisierung und Initiativen zur Erleichterung eines Ausstiegs werden finanziell und personell bisher weit weniger großzügig ausgestattet, aber auch diese sollen verbessert werden. ohne gültige Pässe einreisen und ggf. falsche Identitäten angeben, sodass bei den Nachrichtendiensten gespeicherte Warnhinweise nicht zum Tragen kommen können (ebenda). Schon zuvor hatte er es als Gefahr eingestuft, dass Islamisten in Aufnahmeeinrichtungen Kontakt zu Flüchtlingen aufzunehmen versuchen. Vorsorglich wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet die Informationen über Flüchtlinge sammeln und potenzielle Terroristen erkennen helfen soll (Mediendienst Integration 2016). Die große Koalition hat sich auf weitere, umfangreiche Maßnahmen geeinigt, darunter ein Sicherheitspaket zur Terro rismusbekämpfung, dass einen verbesserten Datenaustausch und den Einsatz verdeckter Ermittler bei Schleuserkriminalität einschließen soll; ein Beschluss wird am 24. Mai 2016 erwartet (Frankfurter Allgemeine 2016). Laut BKA hat sich die Gefährdung für Deutschland nach den Brüsseler Anschlägen vom März 2016 nicht verändert, ob wohl es eine neue Anschlagsdrohung durch den IS gab (Jansen 2016b). Laut Maaßen sei die Sicherheitslage „sehr ernst“, aber es seien keine konkreten Pläne für Anschläge in Deutschland be kannt (tagesschau.de 2016b). Grenzkontrollen – sinnvollerweise verlässlich an den EU Außengrenzen durchgeführt, ansonsten an den Binnengrenzen – sind sicher notwendig um Kriminelle und Extremisten an der Einreise zu hindern. Terroranschläge durch Täter mit Migrationshintergrund seit 2004 Anschläge Anzahl Tote (Verletzte) Täter/Gruppe Herkunft der Täter (Anzahl) Migranten erster Generation oder Flüchtlinge (meint hier: Ankunft als Erwachsene) Migranten späterer Generationen (Anzahl Täter) (meint hier: aufgewachsen im Zielland) Madrid, ES 11.03.2004 191 (1.841) Abu Hafs al Masri Brigaden, assoziiert mit Al Qaida Marokkaner (14) Ja Migranten Nein   London, GB 07.07.2005 52 (770) Geheime Gruppe von Al Qaidas Dschihad in Europa Briten (3) Jamaikaner (1) Nein   Ja Eltern aus Pakistan (3) Eltern aus Jamaika (1) Frankfurter Flughafen, D 02.03.2011 2 (2) Individuum: Arid Uka Deutscher (1) Nein   Ja Eltern aus dem Kosovo (1) London, GB 22.05.2013 1 Individuen: M. O. Adebolajo und M.O. Adebowale Briten (2) Nein   Ja Eltern aus Nigeria (2) Boston, USA 15.04.2013 4 (264) Individuen: Dzhokhar Tsar naev und Tamerlan Tsarnaev Kirgise (D. Tsnarnaev)(1) Russe (T. Tsnarnaev) (1) Ja Migranten Nein   Brüssel, BE 24.05.2014 5 Individuum: Mehdi Nemmouche Franzose (1) Nein   Ja Eltern aus Algerien (1) Sydney, AUS 15.12.2014* 2 (4) Individuum: Mon Haron Monis Australier (1) Ja geflüchtet aus dem Iran Nein   Paris Charlie Hebdo, F 07.01.2015 17 (15) Islamischer Staat – IS/ Daesch Franzosen (3) Nein   Ja Eltern aus Algerien (2) und Mali (1) Thalys, F 21.09.2015 0 (2) Individuum: Ayoub El Khazzani Marokkaner (1) Ja Migranten Nein   Paris, F 13.11.2015 130 (352) Islamischer Staat – IS/ Daesch Franzosen (5) Belgier (1) unbekannte Identität (2)   Unklar (zwei Einreisen mit syrischen Pässen, Identitäten ungeklärt) Ja Eltern aus Algerien (4) und Marokko (2) San Bernardino, USA 02.12.2015 14 (22) Individuen: Syed Rizwan Farook und Tashfeen Malik Farook: US Bürger Malik: zeitlich unbe schränkte Aufenthalts und Arbeitserlaubnis der USA Ja Migrantin aus Pakistan (1) Ja Eltern aus Pakistan (1) Brüssel, BE 22.03.2016 32 (etwa 340) Islamischer Staat – IS/ Daesch Marokkaner (1) Belgier (2) Marokkanische und belgische Staats angehörigkeit (1) Ja Nein Migrant Nein Ja Herkunft unklar Tabelle 8. Eigene Darstellung anhand von Angaben in folgenden Quellen: Basil et al. 2015; BBC 2015, 2016, 2006; bento 2016; Encyclopædia Britannica 2016; Cotovio et al. 2015; De Persgroep Digital 2016; Der Tagesspiegel 2016b; DG Centre de Crise 2016; Diehl 2016; Englund et al. 2013; Greenhill et al. 2013; Henley 2015; History.com 2014; Interpol 2016, National Consortium for the Study of Terrorism and Responses to Terrorism 2015c, 2015a, 2015b, 2015d, 2015e; Ray 2016; Telegraph Media Group Limited 2011; ZEIT ONLINE 2016d; Stand 11.04.2016. SuF_01_16_Inhalt_3.Umbruch.indd 11 03.06.16 12:34 T H E M E N S C H W E R P U N K T  | Schneider, Migranten und Flüchtlinge als Herausforderung 12 | S+F (34� Jg�) 1/2016 überzeugt, dass der Weg, den ich eingeschlagen habe, richtig ist. ... Meine verdammte Pflicht und Schuldigkeit besteht darin, dafür zu sorgen, dass Europa einen gemeinsamen Weg findet.“ Die Politik der Kanzlerin findet auch Eingang in neue Gesetzesinitiativen, die für manche Gruppen von Migranten/ innen die Bedingungen erleichtern, sie für andere jedoch erschweren. Im September 2015 beschließt das Kabinett das „Asylverfah rensbeschleunigungsgesetz“ (Deutscher Bundestag 2015a). Die dazugehörige Verordnung wurde im Oktober veröffentlicht (Bundesgesetzblatt 2015). Diese soll u.a. zur finanziellen Ent lastung der Länder durch den Bund führen, die durchschnitt liche Verfahrensdauer beschleunigen sowie Abschiebungen erleichtern und beschleunigen, auch durch eine Erweiterung der Liste der sicheren Herkunftsstaaten.22 Denjenigen mit Blei beperspektive werden hingegen Integrations und Sprachkurse sowie Beschäftigung in Aussicht gestellt und die Versorgung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge verbessert. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung kritisiert, dass das Asylverfahrens beschleunigungsgesetz Integrationskurse für Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive geöffnet hat, es aber kein bun desweites Sprachkurs Programm für alle Asylsuchenden gibt, was deren Integration erschwere und insgesamt die Gräben zwischen Flüchtlingen mit guter Bleibeperspektive und an deren Asylbewerbern weiter vertiefe (Bertelsmann Stiftung 2015). Außerdem dauere die Anerkennung von Abschlüssen lange, die Vorrangprüfung schränke die Arbeitsmöglichkeiten ein und durch die Unterbringung in Sammelunterkünften hätten Flüchtlinge nur eingeschränkten Kontakt zur lokalen Bevölkerung (Thränhardt 2015a). Die Behandlung der Asylbewerber/ innen in Deutschland hängt weiterhin von ihrem Herkunftsland ab. Wenn afghanische Flüchtlinge es nach Deutschland schaffen, müssen sie durch schnittlich länger auf eine Entscheidung warten, als Syrer/ innen oder Iraker/ innen. Die meisten bleiben währenddessen von Integrationskursen ausgeschlossen. Denn Integrationskurse erhalten nur Asylbewerber/ innen mit einer „sicheren Bleibe perspektive“ und einer Schutzquote bzw. Anerkennung des Asylbegehrens von mindestens 50 Prozent. Die Schutzquote der Afghanen/ innen lag im Jahr 2015 bei 47,6 Prozent. Im Jahr 2016 erhalten daher nur Asylsuchende aus Syrien, dem Irak, dem Iran und Eritrea Integrationskurse (Janke 2016). Die Große Koalition beschließt im Januar 2016 das Asylpaket II, das „Gesetz zur Einführung beschleunigter Asylverfahren“, das im März 2016 in Kraft tritt und verschärft damit Regelungen für Flüchtlinge in mehreren Bereichen (Bundesgesetzblatt 2016). Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsländern und Asylsuchen de, die falsche Angaben zu ihrer Identität gemacht oder ihre Dokumente mutwillig vernichtet haben, sollen in besondere Aufnahmeeinrichtungen kommen, wo sie ein Schnellverfahren durchlaufen. Bei Kranken verhindert nur noch eine lebensbe drohliche Krankheit die Abschiebung und der Familiennachzug 22 Albanien, Kosovo und Montenegro wurden zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt; damit galten 2015 Albanien, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Senegal und Serbien als sichere Herkunftsstaaten (Bundesregierung 2015). In 2016 kommen Marokko, Algerien und Tunesien dazu (Bundesregierung 2016a). Afghanistan war im Gespräch, aber darüber wurde nicht entschieden; analog zu Südosteuropa betreibt die Bundesregierung „Aufklärungskampagnen“ (Deutsche Botschaft Kabul 2015). Raum betritt und verlässt“ genau zu verstehen sein wird und ob es sich hierbei um ein nützliches Instrument oder Symbolpolitik handelt (Bundesministerium des Innern 2016). Die Fälle in Belgien haben nicht nur die Notwendigkeit einer verbesserten polizeilichen und geheimdienstlichen Zusammen arbeit20 unter Beachtung von Bürgerrechten verdeutlicht, um Terrorzellen leichter zu identifizieren. Die Migranten Ghettos, die seit Dekaden vom Staat und der Gesellschaft vernachlässigt wurden, gelten als Nährboden für Entfremdung und Margina lisierung, der von militanten Extremisten ausgenutzt werden kann (ICSR 2016). Reem Ahmed und Daniela Pisoius Ergebnisse weisen allerdings darauf hin, dass die soziale Durchmischung von Einwandererghettos z. B. durch Wohnsitzauflagen keinen ausreichenden Lösungsansatz darstellen wird. Ihnen zufolge beruht die Anziehungskraft dschihadistischer Subkultur auf einige Muslime, insbesondere der zweiten oder dritten Ein wanderergeneration auf anderen Faktoren: darauf, dass diese sowohl europäische Normen und Werte als auch die ihrer Her kunftsländer ablehnen und sich stattdessen in einer anderen, virtuellen Gemeinde überlegen fühlen wollen, die sich von denen ihres Umfelds signifikant unterscheidet – u.a. gestützt auf religiöse Argumente, das Selbstbild als Befreier und die Suche nach Bedeutung und einer gemeinsamen Identität und dem Internet als Kommunikationsmittel (Ahmed/Pisoiu 2016). Dennoch darf nicht vergessen werden, dass die meisten (fun damentalistisch religiösen) Muslime religiös motivierte Gewalt ablehnen. Es ist selbstverständlich keine Lösung, wie die Slo wakei oder Polen die Absicht zu verkünden, keine muslimischen Flüchtlinge mehr ins Land zu lassen. Indem man die Religion und ihre Anhänger verteufelt, „verstärkt man einerseits nur das diese Gruppierungen einigende Gefühl, Opfer einer kollektiven Diskriminierung zu sein“ (Frindte et al. 2011: 649).21 6. Politikmaßnahmen in Deutschland 6.1 Neue Gesetze Von „Wir schaffen das“ zu „Europa wird es schaffen“ (Metz 2016) sind Angela Merkels Äußerungen Symbole ihrer Politik gewor den. Die Kanzlerin begründet ihre Haltung im Oktober 2015 folgendermaßen: „In Deutschland sehen wir in diesen Flüchtlingen in allererster Linie Menschen, die den Schrecken des syrischen Bürgerkriegs entkommen sind. Ihnen Schutz zu geben, ist eine Pflicht, die uns das Grundgesetz und die Genfer Flüchtlingskonvention aufgeben“ (Athronot 2015). Trotz starken Gegenwinds teils aus der eigenen Partei beharrt sie am 29. Februar 2016 bei Anne Will auf ihrer Position (Kinkartz 2016): „Ich bin zutiefst 20 Eine verbesserte Zusammenarbeit fordern die EU Innenminister inklu sive eines Maßnahmenkatalogs u.a. zum Austausch von Daten am 22. März 2016 in Brüssel (Rat der Europäischen Union 2016). 21 „Zum anderen schwächt man die Position derjenigen, die sich innerhalb der muslimisch fundamentalistischen ‚Szene‘ deutlich gegen Gewalt aussprechen, und stärkt dadurch die Position der Extremisten. Zudem gibt es auch viele moderate Muslime, die einen wahhabitisch geprägten Fundamentalismus zwar für zu extrem halten, sich aber von der Kraft und der Einfachheit dieser Botschaften angesprochen fühlen. Auch diesen Muslimen wird durch eine Pauschalverurteilung aller fundamen talistischen oder streng religiösen Gruppierungen nur einmal mehr der Eindruck vermittelt, dass für ‚die Deutschen‘ alle Muslime – egal, was sie tun und was sie glauben – Terroristen, Extremisten und innerhalb der Gesellschaft unerwünschte Fremdlinge sind“ (Frindte et al. 2011: 649). SuF_01_16_Inhalt_3.Umbruch.indd 12 03.06.16 12:34 S+F (34� Jg�) 1/2016 | 13 Schneider, Migranten und Flüchtlinge als Herausforderung  | T H E M E N S C H W E R P U N K T zu bewältigen.25 Eine Umfrage der ARD Sendung Monitor Ende Februar hat ergeben, dass die Hälfte der befragten 373 Kommu nen mit der Zahl der Flüchtlinge gut zurechtkommt, obwohl sie „Kapazitätsprobleme“ haben. 16 Prozent gaben an noch weitere Flüchtlinge aufnehmen zu können; sechs Prozent sehen sich aktuell überfordert (Monitor 2016). Der Deutsche Städte und Gemeindebund behauptet Anfang des Jahres 2016 hingegen, dass die stetig hohe Anzahl der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge zu einer Überlastung der Kommunen führen werde, viele der Kommunen seien bereits überfordert (Deutscher Städ te und Gemeinebund 2016: 5).26 Die Robert Bosch Experten kommission zur Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik schlägt einige Maßnahmen vor, um die Kommunen zu entlasten, wie etwa die Unterbringung in den Kommunen stärker an „Kriterien der Belastbarkeit“ zu orientieren (Robert Bosch Stiftung 2016: 14) und den Königsteiner Schlüssel zu reformieren. Zwar scheinen provisorische Massenunterkünfte generell als wenig integrativ und kriminalitätsfördernd für Delikte unter einander (Bundesministerium des Innern 2015) oder auf Dauer menschenunwürdig von vielen abgelehnt zu werden. Der Bau neuer Unterkünfte stößt im Gegenzug dennoch auf wenig Gegenliebe: protestieren doch häufig Anwohner, organisieren sich in Bürgerinitiativen und reichen Klagen ein. Die Klagen gegen die schnellen Bauentscheidungen ohne Bürgerbeteiligung unter Berufung auf das geänderte Baurecht zeigen erste Erfolge (Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge 2016b). Mit der faktischen Schließung der Balkanroute wurden auch am Deutsch Österreichischen Polizeikooperationszentrum Passau keine „Kontingentflüchtlinge“ mehr überstellt, sodass sich die Lage in Deutschland entspannt hat und nur noch Hamburg, Berlin und Bremen annähernd so viele Flüchtlinge empfangen, wie erwartet (Der Tagesspiegel 2016a); die Rufe nach Obergrenzen/Kontingenten und Grenzschließungen sind dennoch nicht verstummt. Von den durchschnittlich jüngeren (siehe Bundesamt für Migra tion und Flüchtlinge 2016g: 7) Flüchtlingen, insbesondere aus Syrien, werden positive Auswirkungen auf den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel in Deutschland und Europa erhofft. Eine Integration wird durch ein Bleiberecht für junge Menschen in Ausbildung, stärkere Investition in Sprache und Bildung, (schnellere) Anerkennung von Abschlüssen und ggf. frü heres Recht auf Arbeit anvisiert. Kurzfristig sind positive Effekte auf die deutsche Konjunktur durch die erhöhten Staatsausgaben durch erhöhte Nachfrage und Schaffung von Stellen spürbar. Dem gegenüber stehen eine Reihe von Herausforderungen: die stark anwachsende Zahl minderjähriger und heranwach sender Flüchtlinge,27 das unklare tatsächliche Bildungsniveau 25 Zu den Bemühungen in 2015 siehe den Flüchtlingsmonitoringbericht Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg 2016a und in 2016 (Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg 2016b). 26 Er betont unter anderem fehlende Kita Plätze, Erzieher, Lehrer, Dol metscher, Schulpsychologen und Sozialarbeiter, finanzielle Mittel für Sprachkurse, Wohnraum, Sport und Kulturangebote und Ausbildungs möglichkeiten (Deutscher Städte und Gemeinebund 2016: 9 11). 27 Bis Ende Dezember 2015 hielten sich in Deutschland insgesamt etwa 410 Tsd. minderjährige und heranwachsende Flüchtlinge auf, 137 Tsd. unbegleitete minderjährige Flüchtlinge stellten im Jahr 2015 einen Erstantrag auf Asyl (Deutscher Bundestag 2016). 2016 rechnet der DStGB mit etwa 60 Tsd. minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen (Deutscher Städte und Gemeinebund 2016: 9). wird nach Einzelfallprüfung für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutz23 ausgesetzt. Die Ereignisse um die Kölner Silvesternacht führten zwar zu intensiven Debatten über beschleunigte Aus weisungen von kriminellen Migranten/ innen, diese fanden aber letztlich keinen Niederschlag.24 Die Kriminalitätsstatistik 2015 ist zwar noch nicht veröffentlicht, aber Bundesinnen minister de Maizière erklärte im November 2015: „Insgesamt zeigen uns die derzeit verfügbaren Tendenzaussagen, dass Flüchtlinge im Durchschnitt genauso wenig oder oft straffällig werden wie Vergleichsgruppen der hiesigen Bevölkerung. Der Großteil von ihnen begeht keine Straftaten, sie suchen vielmehr in Deutschland Schutz und Frieden...“. Der Anteil der Sexualstraftaten liegt bei unter einem Prozent. ... „Jede strafbare Handlung ist eine zu viel. Egal wer sie begeht. Es gibt aber keinen Grund für übertriebene Sorgen um den Anstieg der Kriminalität durch Asylbewerber und Flüchtlinge“ (Bundesministerium des Innern 2015). Dies bestätigt auch Kriminaldirektor Küch in seinem Buch über Fakten zur Flüchtlingskriminalität. Seine Lehre aus der eskalierten Debatte um die Silvesternacht in Köln und der Angst, mit zu vielen Informationen den Hetzkampagnen von Rassisten Nahrung zu geben, ist es, eben keine Informationen zurückzuhalten, da sonst großes Misstrauen entstehe (Norddeutscher Rundfunk 2016). 6.2 Überforderung oder Chance? Ist Deutschland mit der bisherigen Aufnahme und der anste henden Integration von Flüchtlingen überfordert? Das lässt sich eher aus Länderperspektive, als aus Bundesperspektive beurteilen – denn vor Ort müssen Lösungen für Unterkunft, Bildung und Eingliederungsmaßnahmen gefunden werden. Wie viel ist zu viel? Deutlich wurde, dass die Länder ungeahnte Res sourcen mobilisiert haben und pragmatische Lösungen fanden statt vor bürokratischen Hürden zu verharren. Ohne die vielen ehrenamtlichen Initiativen wäre das Geleistete dennoch nicht möglich und auch die vielbeschworene Integration kann nur als gesamtgesellschaftliche Anstrengung verstanden werden. Neben den bereits angesprochenen Überforderungen der deut schen Behördenapparate bei der Registrierung, bei Grenzübergän gen und beim Asylantragsstau geht es auch um die Frage, ob die aufnehmenden Bundesländer und Kommunen sich überfordert fühlen, die Flüchtlinge zu integrieren. Der Senat Hamburgs etwa betonte im März 2016, dass Hamburg keine Überforderung konstatieren kann und sich stark bemüht die Herausforderung 23 Um subsidiären („behelfsmäßigen“) Schutz zu bekommen, muss der Antragsteller nachweisen, dass ihm im Herkunftsland ernsthafter Schaden droht, z. B. durch Todesstrafe, Folter oder internationalem Konflikt auch wenn bei ihm keine Gründe für Asyl oder Flüchtlingsschutz vorliegen. Diesen vergleichsweise „geringeren“ Schutz erhielt nur ein sehr kleiner Prozentsatz der Asylbewerber (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2014). Die Koalition beschließt im März 2016 im Rahmen des Asylpakets II u.a. den Familiennachzug für Antragsteller mit subsidiärem Schutz für zwei Jahre auszusetzen (Bundesregierung 2016b). 24 Gemäß der Genfer Flüchtlingskonventionen kann ein Flüchtling nur aufgrund einer sehr schweren Straftat ausgewiesen werden. Der EuGH urteilt, das nach Inkrafttreten des geänderten Aufenthaltsgesetzes am 01.01.2016 eine sorgfältige Ermessensabwägung erforderlich ist, d. h. das Interesse der Bundesrepublik, den Migranten auszuweisen, werde mit dessen sog. Bleibeinteresse abgewogen (Graf 2016). SuF_01_16_Inhalt_3.Umbruch.indd 13 03.06.16 12:34 T H E M E N S C H W E R P U N K T  | Schneider, Migranten und Flüchtlinge als Herausforderung 14 | S+F (34� Jg�) 1/2016 geht, da er viele ausschließt, auf die die enge Definition des Schut zes der Flüchtlinge vor Verfolgung nicht zutrifft.31 Zum anderen diejenigen, die nach sofortiger Schließung der Grenzen rufen und denen die Aufnahme von Asylbewerbern in diesem Umfang viel zu weit geht, als bedrohlich erscheint und zumindest reduziert werden muss. Dieser soziale Sprengstoff kann sich negativ auf den sozialen Frieden auswirken und Radikalisierung begünstigen. 7. Ausblick: Wie geht es weiter? Zwar gibt es ein Recht auf Ausreise, aber kein Recht darauf, in das Land seiner Wahl einzureisen. Eine Ausweitung des Schutzes auf andere, als die bisher eng definierten schutzbedürftigen Grup pen z. B. auf sog. Wirtschaftsflüchtlinge oder auf Menschen, die aufgrund politischer Perspektivlosigkeit nach Europa drängen, scheint angesichts der Schwierigkeit auch wenig aussichtsreich. Das gilt derzeit selbst für überzeugende Vorschläge die Definition auf Menschen(gruppen) auszuweiten, die vor einer existenziellen Bedrohung fliehen, z. B. aufgrund von Naturkatastrophen, Was serknappheit oder des steigendenden Meeresspiegels aufgrund von Klimawandel.32 Es wird auch ohne Erweiterung der Gruppe der Schutzbedürftigen enorme Anstrengungen kosten, die Polarisierung dauerhaft zu überwinden, damit diese nicht selbst zum sozialen Sprengstoff und Gewaltrisiko zwischen den Gruppen oder Basis für eine Radikalisierung einzelner Gewalttäter wird. Bereits jetzt ist offen, ob die Integrationskraft der Gesellschaft (personell, finanzi ell, politisch, sozial) und des Arbeitsmarktes mit den insgesamt in Deutschland und Europa lebenden Flüchtlingen und Migranten an seine Grenzen gerät. Am ehesten scheint es konsensfähig zu sein, diejenigen Flüchtlinge zumindest temporär aufzunehmen, die den Schutz nach derzeit geltendem Recht am dringendsten brauchen und ihnen eine erfolgreiche Integration in die Aufnahmegesell schaft zu ermöglichen. Dass eine erfolgreiche Integration keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt die eingangs aufgezeigte Verstetigung bei den langanhaltenden Flüchtlingssituationen in den Nachbar ländern der Konfliktherde. Um die Ressourcen auf die Integration derjenigen mit Bleibeperspektive zu konzentrieren und diejenigen zu besänftigen, die gegen die Flüchtlingsaufnahme protestieren, werden weiterhin diejenigen, die keinen Anspruch auf Asyl haben, nach rechtmäßiger Überprüfung ihres Anspruches zurückgeschickt. Eine überparteiliche Kommission der Bosch Stiftung schlägt daher Maßnahmen für eine deutliche Beschleunigung der Integration von Flüchtlingen durch Bildungs und Arbeitsangebote vor, inklusive der Abschaffung der „Vorrangprüfung“ (Robert Bosch Stiftung 2016: 14). Es bleibt abzuwarten, wie viele dieser Vorschläge durch Beschlüsse der großen Koalition im Mai umgesetzt werden. Die schiere Anzahl der Migranten/ innen fordert unser liberales System 31 Das European Muslim Network etwa fordert, dass Europa die Flucht vor Armut, politischer Ungerechtigkeit und Diktatur anerkennt und in dieser Hinsicht nicht mehr zwischen „guten“ und „schlechten“ Migranten un terscheidet (European Muslim Network 2015: 3). Der Begriff „Flüchtling“ findet bisher auf Personen Anwendung, die „aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeu gung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will; oder die sich als Staatenlose infolge solcher Ereignisse außerhalb des Landes befindet, in welchem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatte, und nicht dorthin zurückkehren kann oder wegen der erwähnten Befürchtungen nicht dorthin zurückkehren will“ (UNHCR 2016a: 2). 32 Siehe dazu Kathryn Taetzsch in dieser Ausgabe. der Flüchtlinge,28 die Milliarden Mehrkosten, mit denen der Bund rechnet,29 und vor allem anderen die Polarisierung der Gesellschaft. Denn den vielen Helfern stehen Gewaltakte ge gen Flüchtlinge,30 Helfer, Politiker und Journalisten gegenüber. Politische Proteste gegen die Flüchtlingspolitik durch Pegida und AfD sowie Gegenproteste zeigen die gesellschaftliche Spal tung genauso wie die Wahlergebnisse und Umfragegewinne der AfD und, als Gegenstück in der Flüchtlingspolitik, der Grünen. Nachdem im letzten Quartal 2015 die Migrationsbewegungen besonders hoch waren, veränderten sich die Umfragewerte hin zur Ablehnung: Während im September 2015 nur 33 Prozent der Deutschen der Aussage in einer IFOB Umfrage zustimmten, dass sich in Deutschland bereits viele Ausländer/innen aufhielten und es nicht möglich sei, weitere Migranten/ innen aufzunehmen, stimmten im März 2016 dieser Aussage 47 Prozent zu – in Italien und Frankreich waren es etwa zwei Drittel (Fourquet 2016: 3). Heute stehen nahezu gleich viele Verunsicherte und Verängstigte gleich vielen Unaufgeregten oder Hoffnungsvollen gegenüber. Eine Umfrage von Infratest dimap, die im Auftrag von „Pano rama – Die Reporter“ Mitte Februar 2016 durchgeführt wurde, macht diese Polarisierung der deutschen Gesellschaft deutlich: 49 Prozent macht es eher Angst, dass viele Flüchtlinge nach Deutsch land kommen (AfD Anhänger: 88 Prozent, Grüne Anhänger: 20 Prozent), 49 Prozent macht es eher keine Angst; 46 Prozent empfinden Flüchtlinge eher als eine Bereicherung für das Leben in Deutschland, 51 Prozent eher nicht (Norddeutscher Rund funk/infratest dimap 2016). 41 Prozent der Deutschen denken, dass es sich bei den in Europa ankommenden Migranten um „Wirtschaftsflüchtlinge“ handele, 51 Prozent denken, es han dele sich um schutzsuchende Asylbewerber (Fourquet 2016: 5). Die polarisierten Lager scheinen teils in unterschiedlichen Welten zu leben, in denen Informationsorganen der Gegenseite nicht mehr getraut wird (Stichwort: „Lügenpresse“). An den Polen stehen zum einen diejenigen, denen der Flüchtlingsschutz nicht weit genug 28 Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft reklamiert, dass die ankommenden Flüchtlinge von 2014 den Fachkräftemangel nicht werden beseitigen können, da ihre schulische Ausbildung und ihre beruflichen Qualifikationen meist nicht zu den Anforderungen des deutschen Arbeits marktes passen (Siems 2016). Die IOM hat Ende 2015/Anfang 2016 in Europa ankommende Migranten befragt und stellt die vergleichsweise gute Bildung von syrischen Flüchtlingen zu den Afghanen und Irakern heraus, die schon länger in instabilen Systemen leben (International Organization for Migration 2016b). Bis Ende 2017 rechnet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung allerdings mit etwa 250 Tsd. zusätzlichen Arbeitslosen aufgrund der Flüchtlingsmigration (Frankfurter Allgemeine Zeitung 2016b). Anfang März 2016 verkündet Bundesarbeits ministerin Andrea Nahles das Vorhaben ein Integrationsfördergesetz zu entwerfen, mit dem 100 Tsd. zusätzliche Arbeitsgelegenheiten geschaffen werden sollen; es soll zudem mehr verpflichtende Sprachkurse geben (Lam mers 2016). Dies steht im Einklang mit Initiativen deutscher Unternehmen, die sich für die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen engagieren, z.B. die unter dem Namen „Wir zusammen“ Bundesagentur für Arbeit 2016. 29 Ghelli und Janke führen die unterschiedlichen Kostenprognosen von Bund, Ländern und Kommunen sowie Aussagen zu Einflüssen auf das Wirtschaftswachstum und den Arbeitsmarkt verschiedener Wirtschafts institute auf. Ihr Fazit: „Auch langfristig sind sich die Ökonomen nicht einig: Sind Flüchtlinge eine ‚langfristig lohnende Investition‘ oder sind sie ein ‚Zuschussgeschäft‘“ (Ghelli/Janke 2015: 1). Bei der Förderung von Migranten und Flüchtlingen tut eine gleichzeitige gestärkte Sozialpolitik gegenüber den ärmeren Schichten (z.B. im sozialen Wohnungsbau). Collier (2014) mahnt an, dass die Ressourcen zwischen der ärmeren Bevölkerung und den Einwanderern verteilt werden muss, um Miss trauen gegenüber den Sozialsystemen und Intoleranz zu bekämpfen. 30 Im Jahr 2015 hat die Polizei insgesamt 1.029 Attacken auf Asylbewer berunterkünfte registriert (2014 waren es 199). Die Angriffe auf Flücht lingsheime nahmen 2016 bisher nicht ab. Laut BKA waren es bereits 217 Attacken, davon 26 Brandstiftungen, eine Sprengstoffexplosion und 78 Sachbeschädigungen (Jansen 2016a). SuF_01_16_Inhalt_3.Umbruch.indd 14 03.06.16 12:34 S+F (34� Jg�) 1/2016 | 15 Schneider, Migranten und Flüchtlinge als Herausforderung  | T H E M E N S C H W E R P U N K T Aus der Vergangenheit können wir lernen, dass Grenzschlie ßungen keine befriedigende Lösung sind – weder für das Risiko terroristischer Anschläge, die in der Regel durch dschihadis tische „homegrown terrorists“ durchgeführt werden, noch zum Aufhalten von Flüchtlingsbewegungen, die sich dann nur in gefährlichere Gefilde verlagern, sofern ihnen keine menschen würdigen Alternativen als Ankunftsorte geboten werden. Ver stärkte Grenzkontrollen können dennoch notwendig sein, um nach Möglichkeit Kriminelle und Radikalisierte an der Einreise zu hindern. Eine Verstärkung der Grenzen bietet für die Haupt gefahr der Radikalisierung innerhalb Europas allerdings keine Lösung. Flüchtende stellen nicht die Hauptgefahr für Anschläge in Europa dar, werden aber insbesondere seit den jüngsten Brüsseler Anschlägen als Gefahrenverstärker diskutiert, da Terroristen mit falschen Identitäten einreisen oder Flüchtlinge im Aufnahmestaat rekrutieren könnten. Die Anziehungskraft dschihadistischer Subkultur auf einige Muslime, insbesondere der zweiten oder dritten Einwanderergeneration, wird nur mit umfassenden Ansätzen zu schwächen sein. Gleichzeitig herrscht Konsens, dass Fluchtursachen stärker bekämpft werden müssen. Dazu zählt auch der Verhandlungs prozess in Syrien, durch den eine Waffenruhe erreicht wurde. Doch nicht nur Flüchtlinge aus Syrien, sondern auch aus an deren Staaten sind eine Herausforderung für die Fluchtprä vention in den Herkunftsländern sowie die lokale Versorgung oder gar Integration im Transit und Empfängerstaat. Eine unzureichende lokale Versorgung kann dazu führen, dass der Fluchtweg erneut aufgenommen wird. Zur Ursachenbekämp fung des BMZ gehören daher auch Projekte, wie Bildungsange bote für syrische Flüchtlingskinder und Förderung gewaltfreier Konfliktlösung im Libanon, Hilfe bei Rückkehr und Neustart in Mali, solarbetriebene Wasserpumpen für Trinkwasserbrun nen im Tschad und Dialogprojekte zwischen syrischen und jordanischen Jugendlichen in Jordanien (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 2015). Allerdings verfügen wir bisher nicht über die Mittel, allen Arten der Verfolgung etwa in autoritären Systemen vorzubeugen. Die Anziehungskraft der liberalen europäischen und deutschen Sys teme wird bestehen bleiben. Da die Fluchtgründe zudem häufig nicht nur von politischer, sondern auch von wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit geprägt sind, formulieren einige das Ziel einer engeren Verknüpfung zwischen Entwicklungshilfe und Migrationspolitik sowie einer humaneren Weltwirtschaftsord nung (siehe Politikerbeiträge in diesem Heft) sowie die stärkere Berücksichtigung der Auswirkungen unserer Migrationspolitik auf die Herkunftsländer. heraus, da sie mit enormen gesellschaftlichen und finanziellen Ko sten verbunden ist. Gesellschaftsübergreifende, gesamteuropäische und globale Anstrengungen sind daher notwendig. Der Versuch, eine strenge Grenzpolitik, die auf Abschreckung zielt, mit gleichzeitigen Umsiedlungsprogrammen für ausge suchte Personengruppen auf dem eigenen Territorium zu kombi nieren, soll dazu dienen, gleichzeitig die moralischen Ansprüche einer liberalen Demokratie und die der internationalen Verpflich tungen zu wahren. Den eigenen Implementierungspflichten wird jedoch häufig so wenig wie möglich nachgekommen, die Grenzregime für Migration stattdessen möglichst in Partnerlän der mittels Abkommen verlagert. Dies gilt im strengen Sinne auch für Europa, betrachtet man die zögerliche Beteiligung der EU Mitgliedstaaten an der Umverteilung der Flüchtlinge und der Lastenteilung sowie das Türkei Übereinkommen. Diese Strate gie wird in anderen westlichen Ländern bereits seit Längerem verfolgt, wie die Beispiele Kanada und Australien belegen.33 Das Übereinkommen mit der Türkei folgt der Logik, nicht nur illegale Grenzübertritte zu sanktionieren und damit Schleppern das Handwerk zu legen mit dem Ziel, die Anzahl der ertrunkenen Flüchtlinge zu reduzieren, sondern gleichzeitig legale Einreise möglichkeiten auf sicheren Wegen zumindest für syrische Flücht linge zu eröffnen. Ob diese Logik greift und die Voraussetzungen dafür tatsächlich geschaffen werden können, muss sich erst noch erweisen. Auch die hochgesteckten Ziele für die Harmonisierung einer gemeinsamen Asyl , Integrations , und Grenzpolitik und der Entwicklung funktionierender, permanenter Mechanismen müssen erst noch umgesetzt werden, um Handlungsfähigkeit auf EU Ebene zu erreichen. Die in der EU diskutierten weitergehenden Vorschläge schließen sogar eine EU Agentur ein, die sicherstellt, dass innerhalb der EU einheitlich über Asyl entschieden wird. In letzter Konsequenz müsste auch über eine Harmonisierung der Sozialleistungen für Flüchtlinge nachgedacht werden, um Pull Faktoren in einzelne EU Staaten zu reduzieren. Auf Dauer wird die Aufnahme von Flüchtlingen, die über sichere Drittstaaten wie die Türkei einreisen, schwer vermittelbar sein, da diese den Verfolgten grundsätzlich Schutz gewähren kann.34 Die unterschiedlichen Haltungen der EU Länder in der Flüchtlingsfrage zeigen einen starken Dissens bei der Aufnahmebereitschaft. Unvollständige Registrierungen, unzureichende Identitäts feststellungen sowie das Verschwinden von bereits erfassten Personen etwa in Deutschland sind unnötige Risikofaktoren für ganz Europa, denen in Zukunft besser begegnet werden sollte. Die faktische Schließung der Balkanroute führt zu ei ner Atempause, die es erlaubt, bessere Vorsorge und Integra tionsmaßnahmen zu treffen. Auch darauf, dass die Lösung Griechenland Türkei nicht funktioniert und bei Misserfolg die Flüchtlinge auf andere Routen z. B. über Libyen35 nach Italien ausweichen, sollten wir vorbereitetet sein. 33 Siehe hierzu Lorenz Neuberger in dieser Ausgabe. 34 Sicherlich kann am Regime Kritik geübt werden, aber als Transit und Ankunftsland für Flüchtlinge im Drittstaat Türkei scheinen diese (bisher) nicht vom System bedroht zu sein, wenn keine Abschiebung nach Syrien erfolgt. Dessen ungeachtet können Staatsbürger, deren Herkunftsland die Türkei ist, berechtigte Asylansprüche in Europa haben. 35 Es wird erwartet, dass über Libyen ein Zuzug zahlreicher Flüchtlinge aus Nordafrika erfolgt. Die Bundesregierung will gemeinsam mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen UNDP einen Stabili sierungsfonds für Libyen auflegen, u. a. um den Aufbau von Polizei und Küstenwache zu unterstützen (tagesschau.de 2016a). Patricia Schneider, Dr. phil., wissenschaft liche Referentin am Institut für Friedens forschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH), Akademische Koordinatorin und Dozentin im Master programm "Peace and Security Studies“, Chefredakteurin und Mitherausgeberin der S+F. SuF_01_16_Inhalt_3.Umbruch.indd 15 03.06.16 12:34 T H E M E N S C H W E R P U N K T  | Schneider, Migranten und Flüchtlinge als Herausforderung 16 | S+F (34� Jg�) 1/2016 Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2016d: Asylgeschäftsstatistik für den Monat Dezember 2015, in: http://www.bamf.de/SharedDocs/ Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Statistik/Asyl/201512 statistik an lage asyl geschaeftsbericht.html; 10.3.2016. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2016e: Asylgeschäftsstatistik für den Monat Januar 2016, in: https://www.bamf.de/SharedDocs/An lagen/DE/Downloads/Infothek/Statistik/Asyl/201601 statistik anlage asyl geschaeftsbericht.html?nn=1367522; 10.3.2016. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2016f: 100.000 Entschei dungen in zwei Monaten, in: http://www.bamf.de/SharedDocs/ Meldungen/DE/2016/20160308 asylgeschaeftsstatistik februar.html; 08.4.2016. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2016g: Aktuelle Zahlenzu Asyl. 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Abstract

The change in migration and refugee policy which has since 2015 occurred as a reaction to the large influx, oscillates between shielding and opening. This article attempts to provide some common ground on what has become a highly polarized debate by offering information on migration in general, and Germany and Europe in particular. What are the latest developments, and how can they be evaluated? To gain a better understanding of the developments, facts, data and policies from the global, European and German context on resettlement, maritime migration and navy operations, as well as on border management and perceived terror risks are referred to. In addition, the introduction of new German laws and regulations are discussed, as well as and whether the latest influx of migrants and asylum seekers is a chance or rather an excessive burden for society. In the final parts of the paper, an outlook is provided.

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Abstract

S+F (Security and Peace) is the leading German journal for peace research and security policy. S+F aims to serve as a forum linking civil society and the armed forces in the areas of science and politics comprising of research analysis, insider reports and opinion pieces. Decisions on publication are made on the basis of the contribution made by a text to national and international discussions on peace and security issues; from scientific aspects of arms control, to questions of nation-building in post-war societies. Every issue of S+F is focussed on a particular theme. In addition to contributions devoted to the central theme, texts addressing general aspects of peace and security research are also published. Contributors can choose whether to have the text evaluated by the editorial team or by way of an external evaluation process (double-blind peer-review).

Articles of the journal S+F are entered in various national and international bibliographic databases. Among them are Online Contents OLC-SSG Politikwissenschaft und Friedensforschung (Political Science and Peace Research), PAIS (Public Affairs Information Service) International Database, Worldwide Political Science Abstracts and World Affairs Online (by the Fachinformationsverbund Internationale Beziehungen und Länderkunde FIV / The German Information Network International Relations and Area Studies) (see also www.ireon-portal.de).

Website: www.sicherheit-und-frieden.nomos.de

Zusammenfassung

Die Zeitschrift versteht sich als Diskussionsforum für neuere Forschungsergebnisse und politische Entwicklungen auf dem Gebiet der Friedens- und Sicherheitspolitik. Durch Analysen, Stellungnahmen, Dokumente und Informationen sollen kontroverse Auffassungen und brisante Themen einer sachlichen Diskussion zugeführt werden.

Homepage: www.sicherheit-und-frieden.nomos.de